Birkenstock-Posse beim HZA BI

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Moderator: Team Zoll

Knaecke77
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Birkenstock-Posse beim HZA BI

Beitragvon Knaecke77 » Di 25. Sep 2018, 06:41

Bielefeld
Birkenstock-Verbot: Jetzt gibt es Schuhkontrollen beim Zoll in Bielefeld

Gruppenleiter überprüfen in den Büros, ob sich Mitarbeiter an die Kleiderordnung halten. Die Betroffenen fühlen sich von ihren Vorgesetzten erniedrigt und von der Behördenleitung im Stich gelassen.

Bielefeld. Der Streit um das Tragen von Birkenstock-Sandalen im Hauptzollamt Bielefeld hat in der Behörde einen neuen Höhepunkt erreicht. Nach Informationen der NW gibt es regelmäßige Schuhkontrollen. In der Belegschaft sorgt dieses Vorgehen für großen Ärger, vor allem Mitarbeiterinnen fühlen sich gedemütigt und von der Leitung und der Gleichstellungsbeauftragten der Behörde im Stich gelassen.

„Es kommt regelmäßig vor, dass Gruppenleiter morgens durch die Büros gehen und unter die Schreibtische blicken, um zu prüfen, ob sich die Mitarbeiter an die Kleiderordnung halten", erklärt eine Mitarbeiterin des Hauptzollamtes Bielefeld, die anonym bleiben möchte. Offene Schuhe sind in der Behörde erlaubt, allerdings nur mit Fersenriemen.

https://www.nw.de/nachrichten/regionale ... efeld.html
Wäre doch schon viel erreicht, wenn die Dienstvorgesetzten mit gleicher Intensität die Einhaltung der Dienstkleidungsvorschriften überwachen würden. :pfeif:

Meines Erachtens sollte bei Kundenkontakt stets geschlossenes Schuhwerk getragen werden. Wenn Dienst ohne Kundenkontakte verrichtet wird, dann sollten die Birkenstock-Treter doch wirklich niemanden stören (solange die Schuhe in einem guten Zustand sind) :polizei4:

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Holger73
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Re: Birkenstock-Posse beim HZA BI

Beitragvon Holger73 » Di 25. Sep 2018, 08:11

Wenn es, und so kommt es für mich rüber, eine entsprechende Kleiderordnung gibt, dann ist es ein gutes Recht des Dienstherrn dieselbe durchzusetzen.
Insofern verstehe ich die Aufregung nicht. Wenn jetzt sogar noch offene Schuhe ala Sandalen erlaubt sind, warum müssen es da dann noch "Latschen" sein? Das ihr beim Zoll vermutlich andere, wichtigere Baustellen habt steht bestimmt ausser Frage.

Grüße Holger
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Re: Birkenstock-Posse beim HZA BI

Beitragvon Sammelzoellner » Di 25. Sep 2018, 20:22

Ich bezweifele, dass es eine gültige Kleiderordnung dort gibt. Denn Kleiderordnungen sind Mitbestimmungspflichtig im Personalrat. Ein Personalrat, der dieser so in der unterstellt vorliegenden Form zustimmt, ist am falschen Platz, wenn kein Sachgrund wie Publikumsverkehr oder entsprechende Gefährdungsbeurteilung des Dienstherren vorliegt, was ja offensichtlich der Fall ist. Gibt die Gefährdungsbeurteilung dann festes Schuhwerk vor, ist dies dann ein notwendiges Arbeitsmittel und vom Dienstherrn zur Verfügung zu stellen, analog den Sicherheitsschuhen. Das Argument mit der Treppe und dem Fersenband ist für mich vorgeschoben, denn man kann ja festes Schuhwerk beim Verlassen des eigenen Büros anziehen.

Was dann absolut gar nicht geht, ist, dass ein Vorgesetzter dies durch hochziehen der Hose ohne Erlaubnis kontrollieren will. Würde ich als Vorgesetzter auch nie machen, denn das schreit ja nach sexueller Belästigung. Selbst bei der Bundeswehr muss der Vorgesetzte um Erlaubnis fragen, wenn er einen Untergebenen anfassen muss/soll/will.

Es sollte halt intern ne Lösung gefunden werden, die den berechtigten Interessen aller gerecht wird.

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Re: Birkenstock-Posse beim HZA BI

Beitragvon squad » Mi 26. Sep 2018, 08:15

Sammelzoellner hat geschrieben:
Di 25. Sep 2018, 20:22
Gibt die Gefährdungsbeurteilung dann festes Schuhwerk vor, ist dies dann ein notwendiges Arbeitsmittel und vom Dienstherrn zur Verfügung zu stellen, analog den Sicherheitsschuhen. Das Argument mit der Treppe und dem Fersenband ist für mich vorgeschoben, denn man kann ja festes Schuhwerk beim Verlassen des eigenen Büros anziehen.
Wenn ich mein Büro bei Feueralarm verlassen muss, und 24 Stockwerke zu Fuss runter soll, macht die Vorschrift Offene Schuhe sind in der Behörde erlaubt, allerdings nur mit Fersenriemen schon Sinn. Fussverstauchungen sind der häufigste Unfall bei Bürojobs. Wenn man nebenbei noch seine Latschen verliert, tut man sich keinen Gefallen.

Sah der Gesetzgeber auch schon mal so, zB:

Eine Gefährdung kann auch durch unzweckmäßiges Schuhwerk (wie offene Schuhe, Sandalen, Schuhe mit überdicker Laufsohle) entstehen. Mit dieser Gefährdung ist besonders zu rechnen bei der Betätigung z.B. von Pedalen an Fahrzeugen, Flurförderzeugen, Baugeräten sowie beim Begehen von unebenem Gelände, beim Treppensteigen, beim Besteigen von Leitern und Tritten, beim Besteigen und Verlassen von Fahrzeugen und anderen Arbeitseinrichtungen oder hoch gelegenen Arbeitsplätzen.
https://www.komnet.nrw.de/_sitetools/dialog/11412
Sammelzoellner hat geschrieben:
Di 25. Sep 2018, 20:22
Was dann absolut gar nicht geht, ist, dass ein Vorgesetzter dies durch hochziehen der Hose ohne Erlaubnis kontrollieren will. Würde ich als Vorgesetzter auch nie machen, denn das schreit ja nach sexueller Belästigung. Selbst bei der Bundeswehr muss der Vorgesetzte um Erlaubnis fragen, wenn er einen Untergebenen anfassen muss/soll/will.
Wo sitzen bei den Soldaten denn die Augen? Und die Fersen? :polizei2:
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Re: Birkenstock-Posse beim HZA BI

Beitragvon Sammelzoellner » Mi 26. Sep 2018, 12:58

squad hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 08:15
Wenn ich mein Büro bei Feueralarm verlassen muss, und 24 Stockwerke zu Fuss runter soll, macht die Vorschrift Offene Schuhe sind in der Behörde erlaubt, allerdings nur mit Fersenriemen schon Sinn. Fussverstauchungen sind der häufigste Unfall bei Bürojobs. Wenn man nebenbei noch seine Latschen verliert, tut man sich keinen Gefallen.
Wie schon gesagt, die arbeitssicherheitsrechtliche Gefährdungsbeurteilung muss es dann fordern, und dann ist festes Schuhwerk ein Arbeitsmittel, dass der Dienstherr zur Verfügung stellen muss.
Sah der Gesetzgeber auch schon mal so, zB:

Eine Gefährdung kann auch durch unzweckmäßiges Schuhwerk (wie offene Schuhe, Sandalen, Schuhe mit überdicker Laufsohle) entstehen. Mit dieser Gefährdung ist besonders zu rechnen bei der Betätigung z.B. von Pedalen an Fahrzeugen, Flurförderzeugen, Baugeräten sowie beim Begehen von unebenem Gelände, beim Treppensteigen, beim Besteigen von Leitern und Tritten, beim Besteigen und Verlassen von Fahrzeugen und anderen Arbeitseinrichtungen oder hoch gelegenen Arbeitsplätzen.
https://www.komnet.nrw.de/_sitetools/dialog/11412
Sag ich doch. Das muss dann aber in der arbeitssicherheitsrechtlichen Gefährdungsbeurteilung verlangt werden.

Wo sitzen bei den Soldaten denn die Augen? Und die Fersen? :polizei2:
Also bei langen Hosen sieht man zumindest bei mir nicht, wie die Rückseite des Schuhwerks beschaffen ist. Das mag bei anderen anders sein, in dem Fall in Bielefeld, ist das aber auch der Fall. "„An einem Morgen kommt die Kontrolleurin auf mich zu, bückt sich, blickt unter meinen Schreibtisch, ermahnt mich, dass ich Gesundheitslatschen trage und will die Fersenriemen sehen", erklärt die Mitarbeiterin. Weil sie eine lange Hose trägt, sind die Fersenriemen ihrer Birkenstock-Sandalen nicht zu sehen. „Die Kontrolleurin sagt mir in gebeugter Haltung, dass ich die Hose hochziehen soll, damit sie die Fersenriemen sehen kann und will mir tatsächlich an die Hose greifen." Die Mitarbeiterin weicht zurück und bittet darum, weiter arbeiten zu dürfen."

Für mich wird da ne rote Linie überschritten.

Anscheinend sind beim HZA Bielefeld zu wenige Querulanten, denn ich kenne viele Kollegen, die bei derlei Kasperletheater komplett auf Stur schalten würden und ein ärztliches Attest vorlegen würden...

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Re: Birkenstock-Posse beim HZA BI

Beitragvon Syzygy » Mi 26. Sep 2018, 16:37

Sammelzoellner hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 12:58

Wie schon gesagt, die arbeitssicherheitsrechtliche Gefährdungsbeurteilung muss es dann fordern, und dann ist festes Schuhwerk ein Arbeitsmittel, dass der Dienstherr zur Verfügung stellen muss.
Wie kommst Du darauf? Solches Schuhwerk ist in jedem Krankenhaus vorgeschrieben und keine Krankenschwester bekommt ihre Arbeitsschuhe gestellt, die sind alle privat beschafft. Und das ist in jedem Krankenhaus so, in dem ich jemals war. Was 'ne ganze Menge sind.

Ich halte es für nicht sonderlich wahrscheinlich, dass sich mit einer Quote von 100% die dortigen Arbeitgeber über geltendes Recht hinweg setzen. Das wäre bei etlichen (zehn)tausend Angestellten über die Jahre doch sicherlich schonmal jemandem aufgefallen? Hast Du irgend ein Urteil dazu zur Hand?

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Re: Birkenstock-Posse beim HZA BI

Beitragvon mistam » Mi 26. Sep 2018, 19:11


Sammelzoellner hat geschrieben:
Anscheinend sind beim HZA Bielefeld zu wenige Querulanten, denn ich kenne viele Kollegen, die bei derlei Kasperletheater komplett auf Stur schalten würden und ein ärztliches Attest vorlegen würden...
Oh ja, die Kollegen, die mit Attesten kommen, weil sie nicht bereit sind, berechtigte Anweisungen zu befolgen, sind genau die, die eine Behörde braucht.
Aber man wird da im Gegenzug sicher die Dienstfähigkeit prüfen lassen können...

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Re: Birkenstock-Posse beim HZA BI

Beitragvon Morty » Mi 26. Sep 2018, 19:19

Bei aller Liebe aber man wird ja wohl von Angehörigen einer Behörde erwarten können, dass sie geschlossene Schuhe ins Geschäft anziehen

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Re: Birkenstock-Posse beim HZA BI

Beitragvon Sammelzoellner » Mi 26. Sep 2018, 20:59

Syzygy hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 16:37

Wie kommst Du darauf? Solches Schuhwerk ist in jedem Krankenhaus vorgeschrieben und keine Krankenschwester bekommt ihre Arbeitsschuhe gestellt, die sind alle privat beschafft. Und das ist in jedem Krankenhaus so, in dem ich jemals war. Was 'ne ganze Menge sind.
Ich wusste gar nicht, dass das Hauptzollamt Bielefeld ein Krankenhaus ist...

Ist ja das gleiche, wenn man den ganzen Tag vor dem PC am Schreibtisch sitzt oder Betten und Rollstühle durch die Gegend schiebt. Äpfel und Birnen. Und nochmal: Solange es keine arbeitssicherheitsrechtliche Gefährdungsbeurteilung gibt oder keine Kleiderordnung, die durch den Personalrat mitgetragen wird, kann das nicht durchgesetzt werden.

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Re: Birkenstock-Posse beim HZA BI

Beitragvon Sammelzoellner » Mi 26. Sep 2018, 21:00

Morty hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 19:19
Bei aller Liebe aber man wird ja wohl von Angehörigen einer Behörde erwarten können, dass sie geschlossene Schuhe ins Geschäft anziehen
Ins Geschäft? Das HZA ist doch kein Geschäft. Nicht jeder ist Schwabe...
Erwarten kann man vieles. Ob man das Erwartete auch bekommen wird?

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Re: Birkenstock-Posse beim HZA BI

Beitragvon Sammelzoellner » Mi 26. Sep 2018, 21:08

mistam hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 19:11
Oh ja, die Kollegen, die mit Attesten kommen, weil sie nicht bereit sind, berechtigte Anweisungen zu befolgen, sind genau die, die eine Behörde braucht.
Aber man wird da im Gegenzug sicher die Dienstfähigkeit prüfen lassen können...
Die Anweisung ist nicht berechtigt, sie ist offenbar willkürlich.

Wegen Birkenstock-Attest Dienstfähigkeit prüfen lassen? Witz des Tages und der nächste Artikel in der Zeitung wäre sicher, inklusive Petition :D

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Re: Birkenstock-Posse beim HZA BI

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mi 26. Sep 2018, 22:01

Also soll die Zeitung dann schreiben, dass der Dienstherr sich mit gekrückten Attesten nicht verarschen lassen will? Oder dass er nicht möchte, dass seine Beamte in Pantoffeln Dienst versehen?
Das hätte dann ja was Gutes.
Ihr habt Probleme.
:lah:

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Re: Birkenstock-Posse beim HZA BI

Beitragvon mistam » Mi 26. Sep 2018, 22:12


Sammelzoellner hat geschrieben:
Die Anweisung ist nicht berechtigt, sie ist offenbar willkürlich.
Hier sind doch nun schon diverse gute Gründe für die Anordnung genannt worden. Also keine Willkür.
Abgesehen von der Frage, wie jemand auf die Idee kommen kann, mit Latschen Dienst in einer Behörde versehen zu wollen.
Sammelzoellner hat geschrieben: .

Wegen Birkenstock-Attest Dienstfähigkeit prüfen lassen? Witz des Tages und der nächste Artikel in der Zeitung wäre sicher, inklusive Petition :D
Wenn jemand dauerhaft nicht in der Lage ist, seine Arbeit in der vorgesehenen Weise auszuüben, liegt der Verdacht der Dienstunfähigkeit doch nahe.

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Re: Birkenstock-Posse beim HZA BI

Beitragvon Syzygy » Mi 26. Sep 2018, 22:28

Sammelzoellner hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 20:59
Syzygy hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 16:37

Wie kommst Du darauf? Solches Schuhwerk ist in jedem Krankenhaus vorgeschrieben und keine Krankenschwester bekommt ihre Arbeitsschuhe gestellt, die sind alle privat beschafft. Und das ist in jedem Krankenhaus so, in dem ich jemals war. Was 'ne ganze Menge sind.
Ich wusste gar nicht, dass das Hauptzollamt Bielefeld ein Krankenhaus ist...

Ist ja das gleiche, wenn man den ganzen Tag vor dem PC am Schreibtisch sitzt oder Betten und Rollstühle durch die Gegend schiebt. Äpfel und Birnen. Und nochmal: Solange es keine arbeitssicherheitsrechtliche Gefährdungsbeurteilung gibt oder keine Kleiderordnung, die durch den Personalrat mitgetragen wird, kann das nicht durchgesetzt werden.
Du hast scheinbar meinen Punkt nicht verstanden: Es war die Aussage, dass sofern bestimmtes Schuhwerk vorgeschrieben wäre, dies vom Arbeitgeber auch gestellt werden müsste. Meinen Kenntnissen nach ist das aber nur so, wenn "uniforme" Kleidungsstücke vorgeschrieben sind - aka es ist exakt nur ein bestimmtes Modell erlaubt - dass der Arbeitgeber die Kosten dafür tragen muss. Wenn er lediglich bestimmte "Kleiderregeln" vorgibt aber die Ausgestaltung innerhalb dieser Grenzen dem Arbeitnehmer überlässt - was in der Zollbehörde sicherlich der Fall ist, denn im Büro wird man sicherlich "zivil" tragen - dann ist er auch nicht in der Kostenpflicht, auch wenn er z.B. "Schuhe müssen geschlossen sein" vorschreibt.

Soweit mein Kenntnissstand. Falls das nicht stimmt, bitte ich um Links wo ich das Gegenteil nachlesen könnte, ich bilde mich ja immer gern weiter.

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Re: Birkenstock-Posse beim HZA BI

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mi 26. Sep 2018, 23:16

Ich sag mal so: Den Krieg, sollte jemand so wahnwitzig sein, ihn führen zu wollen, gewinnt die Behörde.
Die Presse würde das als weiteres Beispiel für die Degeneriertheit des Berufsbeamtentums aufgreifen und bei jeder Solderhöhung anführen.
Jeder blamiert sich selbst, so gut er kann.
:lah:


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