Bundespolizei Versetzung?

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Beitragvon Pahn » Fr 12. Dez 2008, 15:42

Vergessen wird auch gerne, dass man mit der Ausbildung und im mittleren Lebensalter KEINE Alternative hat (z.B. Arbeitgeberwechsel etc)
Aber schwingt mal schlaue Reden, euch erwischt es auch irgendwann mal, nur dann zählt das Geschwätz wie das vom Legoman natürlich nur für Andere und nicht für sich selbst....

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Beitragvon Legoman » So 14. Dez 2008, 04:17

Pfff...
Ich pendel genauso wie zig andere auch. Aber ich hab es mir ausgesucht (bzw auf der privaten Seite selbst eingebrockt) und wusste vorher, was auf mich zukommt.
Der ganz normale Wahnsinn...

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Beitragvon el-barto » So 14. Dez 2008, 10:44

Da muss ich Legoman eindeutig zustimmen! Letztlich weiß jeder was auf einen zukommt bzw. sollte es jeder wissen. Mag sein, dass man im mittleren Lebensalter keine Alternativen hat, aber so ist es in diesem Beruf nunmal. Sicherlich ist es nicht befriedigend, wenn man immer mit der Angst leben muss, dass irgendwann seine Planstelle wegreduziert wird oder ähnliches, aber wie schon gesagt, so ist der Beruf eben. Ein Kollege sagte mal sinngemäß: Selbst schuld, wer sich ein Eigenheim zulegt, obwohl er die Zustände bei der Bundespolizei kennt. Ganz so weit möchte ich nicht gehen, aber ist es nicht doch etwas naiv, wenn man denkt, dass man seine ganze Dienstzeit an einer Dienststelle verbringt? Schön wäre es sicherlich und an einigen Dienststellen sicherlich auch möglich, aber doch eher unwahrscheinlich.

Und ja, ich pendel genauso!
Ich darf nicht posten, ohne vorher zu denken.
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Beitragvon abi » So 14. Dez 2008, 11:24

[quote=""H-E-N-N-I""]Abordnungen können vorkommen, gegen deinen Willen, allerdings zeitlich begrenzt auf 6 bzw. nur 3 Monate.[/quote]

Das ist nur noch bedingt Richtig. Das Dienstrechtsneuordnungsgesetz hat das ein wenig verändert.

Hierbei wurde auch das Bundesbeamtengesetz verändert, interessant ist der § 27 BBG unter der Überschrift "4. Versetzung und Abordnung":

Zitat:
...
(1) Der Beamte kann, wenn ein dienstliches Bedürfnis besteht, vorübergehend ganz oder teilweise zu einer seinem Amt entsprechenden Tätigkeit an eine andere Dienststelle abgeordnet werden.
(2) Aus dienstlichen Gründen kann der Beamte vorübergehend ganz oder teilweise auch zu einer nicht seinem Amt entsprechenden Tätigkeit abgeordnet werden, wenn ihm die Wahrnehmung der neuen Tätigkeit auf Grund seiner Vorbildung oder Berufsausbildung zuzumuten ist. Dabei ist auch die Abordnung zu einer Tätigkeit, die nicht einem Amt mit demselben Endgrundgehalt entspricht, zulässig. Die Abordnung nach den Sätzen 1 und 2 bedarf der Zustimmung des Beamten, wenn sie die Dauer von zwei Jahren übersteigt.
(3) Die Abordnung zu einem anderen Dienstherrn bedarf der Zustimmung des Beamten. Abweichend von Satz 1 ist die Abordnung auch ohne Zustimmung des Beamten zulässig, wenn die neue Tätigkeit einem Amt mit demselben Endgrundgehalt auch einer gleichwertigen oder anderen Laufbahn entspricht und die Abordnung die Dauer von fünf Jahren nicht übersteigt.
...

Wobei beim "Kleingedruckten" noch einige Interessante Veränderungen zu lesen sind...

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Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 14. Dez 2008, 11:42

Ooops...
:lah:

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Beitragvon Matze_NDS » Mi 24. Dez 2008, 02:10

[quote=""H-E-N-N-I""]
Abordnungen können vorkommen, gegen deinen Willen, allerdings zeitlich begrenzt auf 6 bzw. nur 3 Monate. Dort bekommst du die Wohnung gestellt und bekommst sogar noch Trennungsgeld oben drauf.
[/quote]

Auf wie viel beläuft sich denn dieses Trennungsgeld?
Matze

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Beitragvon balu05041980 » Fr 26. Dez 2008, 13:44

Hallo,

möchte mich auch mal dazu äußern.
Bei mir ist es wie folgt gewesen:

- 1995 Einstellungsberatergespräch mit Aussgage des Beraters das heimatnahe Verwendung (Rostock) kein Problem ist
- 1996 Einstellung und Ausbildung in Lübeck bzw. Walsrode
- 1999 Auswahl der Dienststelle, vor Bestehen der Laufbahnprüfung, mit freiem Wunsch
- 04/1999 nach Bestehen der Laufbahnprüfung zur Einsatzabteilung nach Ratzeburg gekommen (Erstwunsch) ohne Zuweisung eines Dienstpostens!!!! Geführt wurden wir im Überhang also nichts mit Zuweisungen eines Dienstpostens nach der Ausbildung!!!
- seit 08/2001 Vesetzung (Zwangsversetzung) im Rahmen des 5. Schrittes der Neuorganisation nach Frankfurt/Oder (nördlichste Dienststelle der sogenanten "Dienstpostenvakanzenliste"), da ich in Ratzeburg nur im Überhang geführt wurde, wie viele viele andere Kollegen auch
-gegenwärtig wieder mal Angst um meinen Dienstposten (Versetzung in den südlichen Bereich Deutschlands steht im Raum da ich mit einem Kind, Haus und Frau zu wenig Sozialpunkte habe)

Fazit: Ein Familienfreundlicher Job ist die Tätigkeit bei der Bundespolizei nicht. Welche Frau macht es mit, im Laufe ihres Lebens drei- bis viermal umzuziehen? Und das nicht unbedingt gleich um die Ecke (man beachte die Struktur der Bundespolizei). Des Weiteren ist ein Umzug auch phsychisch für alle Beteiligten eine enorme Belastung da am Heimatort soziale Bindungen aufgebaut wurden und gerade bei Kindern dies zu phsychischen Problemen führt (selbst erlebt und bei mehreren Kollegen mitbekommen). Pendeln ist zwar auch eine Variante aber auch keine Lösung da man am Familienleben nicht teilnehmen kann. Zumindest nicht normal.
Setzt schnell viele Kinder in die Welt, heiratet eure Frau (am besten mit Pflegebedürftigkeit oder Angehörige die Pflegebedürftig sind (böse Aussage, ich weiß)), baut ein Haus und dann sollte es eventuell klappen mit einer Heimatnahen Verwendung.
Oder kommt aus einem Bereich der ganz oben auf der Liste der Dienstpostenvakanzenliste (sind nicht viele) liegt.
Beste Lösung: outet euch als Alkoholiker! :D

Jetzt könnt ihr gerne schimpfen!! :lol:

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Beitragvon ruckizucki » Di 20. Jan 2009, 22:40

Könnte man mal die ersten fünf bs zehn Dienststellen dieser ominösen Dienststellenvakanz-Liste posten? Oder fällt das unter die Dienstverschwiegenheit?
"Niemandes Herr, Niemandes Knecht" - H. von Fallersleben

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Bundespolizei Versetzung?

Beitragvon Chrossani » Di 14. Apr 2009, 13:26

Tach zusammen!

Wie sieht das eigentlich mit freiwilligen Versetzungen innerhalb der BuPo aus?
Wie realistisch sind z.B. die Chancen innerhalb der BuBePo von Ratzeburg nach Blumberg zu gelangen? Läuft sowas nur mit Tauschpartner?
Für ein paar Einschätzungen und ggf. Erfahrungsberichte wäre ich sehr dankbar. :wink:


Derzeit bin ich noch bei der LaPo und wäge eben verschiedene Möglichkeiten für nen Tausch ab. Tauschpartner bei der BuPo gäbe es durchaus, aber eben nicht direkt aus dem Zielgebiet. Daher versuche ich herauszufinden, wie "wahnsinnig" ein Bupo-Lapo-Tausch für mich wäre und wie viele Jahre ich einrechnen muss, bis ich endlich Aussicht auf die Heimat habe. :/

Freundliche Grüße,
Chrossani

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Beitragvon balu05041980 » Di 14. Apr 2009, 14:18

Die Chancen stehen gar nicht schlecht. Ich selbst war mal in der Abteilung Ratzeburg und es sind Kollegen 2001 versetzt worden, in den Osten, wovon garantiert noch einige im Bereich Blumberg sein dürften oder zumindest PVB aus Laufbahnlehrgängen die nach Rz wollen. Von Blumberg nach Rz wird kein Problem sein aber andersrum wäre es schwieriger!

Gast

Bundespolizei Versetzung?

Beitragvon Gast » Di 14. Apr 2009, 17:15

[quote=""Chrossani""]Tach zusammen!

Wie sieht das eigentlich mit freiwilligen Versetzungen innerhalb der BuPo aus?
Wie realistisch sind z.B. die Chancen innerhalb der BuBePo von Ratzeburg nach Blumberg zu gelangen? Läuft sowas nur mit Tauschpartner?
Für ein paar Einschätzungen und ggf. Erfahrungsberichte wäre ich sehr dankbar. :wink:


Derzeit bin ich noch bei der LaPo und wäge eben verschiedene Möglichkeiten für nen Tausch ab. Tauschpartner bei der BuPo gäbe es durchaus, aber eben nicht direkt aus dem Zielgebiet. Daher versuche ich herauszufinden, wie "wahnsinnig" ein Bupo-Lapo-Tausch für mich wäre und wie viele Jahre ich einrechnen muss, bis ich endlich Aussicht auf die Heimat habe. :/

Freundliche Grüße,
Chrossani[/quote]

Es ist durchaus möglich, gerade innerhalb der Abteilungen, allerdings ist Berlin, soweit ich weiß, ziemloich voll. Kann nur Glück wünschen


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