BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

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Re: BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

Beitragvon Majestro » Fr 12. Aug 2011, 16:40

Hm, ich sehe da eher ein rechtliches Problem bezüglich der Vollzugsbeamteneigenschaft der ex SaZler die dann auf einem Schiff unter deutscher Flagge die Besatzung schützen sollen.

Nach welcher RG treffen die dann Maßnahmen??
Welchen Beamtenstatus haben die dann??
Dürfen die dann das UzwG bis zur letzten Möglichkeit ausschöpfen??

Fragen über Fragen.....
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Re: BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

Beitragvon Gast » Fr 12. Aug 2011, 19:35

Die Seebären in Neustadt berufen sich immer auf den 6er BPOLG.

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Re: BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

Beitragvon RafaelGomez » Fr 12. Aug 2011, 20:00

CoolerCop hat geschrieben:Die Seebären in Neustadt berufen sich immer auf den 6er BPOLG.
Du wirst es schon gewusst haben, aber die haben schon eine entsprechende Ausbildung ;-)

Gruß

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Re: BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

Beitragvon Tinker » Sa 13. Aug 2011, 00:51

wenn ich als reeder sowas auf meinen schiffen will, dann hab ich schnell entsprechende firmen auf dem kahn und keine "wachpolizisten", bei denen mir schnell mal amnesty oder sonstwer vor der firma steht und transparente wie " we are fishermen" hoch hält

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Re: BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

Beitragvon Knaecke77 » Sa 13. Aug 2011, 08:43

Zu Beginn war der Bundesgrenzschutz / Bundespolizei eine paramilitärische Einheit.
Die Häufung von Einsätzen im Ausland, auch in gefährlichen Gebieten, würde es sinnvoll erscheinen lassen, sich diesen Ursprüngen wieder bewusst zu werden.

Es sollte also erwogen werden, eine Teileinheit zu schaffen, die :
- auch einen robusten Einsatz absolvieren kann.
- die notwendige Ausrüstung und Ausbildung erhält auch robuste Aufträge erledigen zu können.

Mir wurde von älteren Kollegen der Bundespolizei erzählt, das es früher ganz normal war, am MG ausgebildet zu werden.
Einsätze oben beschriebener Art können von einer reinen Polizeitruppe nicht durchgeführt werden.

Das für Seekriminalität zuständige Büro der Internationalen Handelskammer IMB hat jüngst Halbjahresbilanz gezogen und 266 Piratenangriffe auf den Weltmeeren gezählt. 2010 waren es im gleichen Zeitraum 196. Weltweit wurden 495 Seefahrer als Geiseln genommen. Die Piraten töteten sieben und verletzten 39 Personen. 99 Schiffe wurden von den Piraten geentert und 79 beschossen. Es liegen zudem Berichte über 62 vereitelte Piratenangriffe vor. Die Lösung des Problems ist in Deutschland schwierig, weil Piraterie in den Bereich der Polizei fällt und die Bundeswehr nur in einem "System kollektiver Sicherheit", wie bei der EU-Mission Atalanta eingesetzt werden darf. Zur Verfassungslage kommt hinzu: Die Polizei ist zuständig, aber sie hat keine Schiffe.

http://www.badische-zeitung.de/deutschl ... 07700.html

Auch dies spricht für den o.g. Vorschlag. Will man Polizisten, die nur mit MP5 und Pistole ausgerüstet sind, zu solchen Einsätzen schicken?

Noch eine Frage, allerdinge Off-Topic, lohnt aber nicht deshalb einen neuen Thread zu eröffnen.

Gelten für Lokführer eigentlich auch die gleichen Promillegrenzen wie für Autofahrer?

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Re: BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

Beitragvon Gin » Sa 13. Aug 2011, 11:30

Das gabs doch schon mal! Bei dem Mauerfall wurden die Kameraden der NVA aus der DDR doch auch angelernt und in den Dienst des BGS versetzt.
Damals hatte die heutige BPOL aber noch einen klaren primär Auftrag der heute in den Hintergrund gerückt ist. Wir machen also in Bezug auf die Behörde zu diesen Überlegungen 1 Schritt vor und 2 Schritte zurück. Jetzt weis ich auch wer meine schöne grüne Uniform tragen wird^^.
Ich hatte das Glück/Pech diese Paramilitäre Ausbildung beim BGS genießen zu dürfen, wenn ich im Nachgang dies auf die jetzigen Ideen und Ereignisse der Politik anwende, wird mir klar dass das Ausbildungsniveau von früher vollkommen ausgreicht hätte um die BPOL auf Schiffen zu verwenden.

ABER man will und wollte keine Paramilitärische Einheit. Um dass abzuschaffen wurde viel Geld und Nerven der Beamten investiert, also lassen wirs mal lieber dabei.

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Re: BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

Beitragvon mymind » Sa 13. Aug 2011, 16:31

Knaecke77 hat geschrieben: Es sollte also erwogen werden, eine Teileinheit zu schaffen, die :
- auch einen robusten Einsatz absolvieren kann.
- die notwendige Ausrüstung und Ausbildung erhält auch robuste Aufträge erledigen zu können.
Der Wandel von einer paramilitärischen Einheit zu einer Polizei hat viel Zeit und Nerven in Anspruch genommen. Nun eine Teileinheit aufzubauen, die hauptsächlich für militärische Zwecke eingesetzt wird, wäre ein erheblicher Rückschritt und eine Zumutung für die Beamten.
Gin hat geschrieben:ABER man will und wollte keine Paramilitärische Einheit. Um dass abzuschaffen wurde viel Geld und Nerven der Beamten investiert, also lassen wirs mal lieber dabei.
Genau richtig! :zustimm:
1957 hat geschrieben:der anlass bestimmt unser wirken.

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Re: BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

Beitragvon Tinker » Sa 13. Aug 2011, 16:52

die bundeswehr kriegt es seit jahren nichtmal ansatzweise hin und es ist ja auch nicht gewollt, siehe piraten-prozess in hamburg. die steuergelder kann man sich sparen.
irgendeine reederei hat mal ein paar leute mit sturmgewehren mit zielfernrohr ausgestattet und das war für ein paar piraten verheerend.
sowas dürfte hier für ordentlichen ärger führen

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Re: BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

Beitragvon Majestro » So 14. Aug 2011, 13:29

Knaecke77 hat geschrieben:Gelten für Lokführer eigentlich auch die gleichen Promillegrenzen wie für Autofahrer?
mWn NEIN :!:

Lockführer: 0,0 Promille!!
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Re: BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

Beitragvon Knaecke77 » Mo 15. Aug 2011, 16:55

mymind hat geschrieben:

Der Wandel von einer paramilitärischen Einheit zu einer Polizei hat viel Zeit und Nerven in Anspruch genommen. Nun eine Teileinheit aufzubauen, die hauptsächlich für militärische Zwecke eingesetzt wird, wäre ein erheblicher Rückschritt und eine Zumutung für die Beamten.
Wenn sich neue Herausforderungen bilden muss man sich auch darauf einstellen.
Die Befindlichkeiten der einzelnen Beamten haben hier hinter dem gesetzlichen Auftrag zurückzutreten.
Natürlich würde die Aufstellung einer paramilitärischen Teileinheit in erster Linie über Freiwillige der Bundeswehr erfolgen müssen, da die chronische Personalknappheit des Einzeldienstes hier ja keinen Spielraum lassen würde, aus diesem Personalkörper Beamte zu rekrutieren.

@ Majestro

Danke für die schnelle Antwort!

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Re: BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

Beitragvon bambule » Mi 17. Aug 2011, 10:18

@Knaecke77

Eine Personalrekrutierung aus dem Einzeldienst ist sicherlich aufgrund der Personalsituation nur bedingt möglich.

Daraus allerdings gleich den Schluss zu ziehen, dass die Aufstellung einer solchen Einheit nur aus freiwilligen der Bundeswehr erfolgen kann, kann ich in keinster Weise nachvollziehen!

Schließlich besteht die Bundespolizei nicht nur aus dem Einzeldienst, sonder hat auch eine Verbandspolizeiliche Komponente. Aus diesem Bereich wäre die Bildung einer solchen Einheit möglich.

Weiterhin haben wir bei der BPOL bereits eine Einheit, die speziell für Auslandseinsätze aufgestellt worden ist, nämlich die IEE. Gerade diese Einheit könnte man für solche Einsätze fortbilden und einsätzen. Die IEE hat nach der EULEX Absage in meinen Augen momentan gar keine Daseinsberechtigung mehr, da sie genau für solche Einsätze geschaffen wurde.

Daher könnte man ihr so ein neues Aufgabengebiet schaffen und müsste nicht Soldaten rekrutieren, die irgendwo in einer rechtlichen Grauzone für Maßnahmen herangezogen werden.

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Re: BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

Beitragvon Gast » Mi 17. Aug 2011, 12:10

So - hier das Vorhaben die Bundesregierung:

SchifffahrtPrivate Sicherheitsfirmen sollen Piraten abwehren

Nachdem immer wieder Piraten deutsche Handelsschiffe angegriffen haben, will die Bundesregierung nun durchgreifen. CSU-Sicherheitsexperte Hans-Peter Uhl kündigte an, dass schwerbewaffnete, private Sicherheitsleute an Bord eingesetzt werden sollen.

Nachdem immer wieder Piraten deutsche Handelsschiffe angegriffen haben, will die Bundesregierung nun durchgreifen. CSU-Sicherheitsexperte Hans-Peter Uhl kündigte an, dass schwerbewaffnete, private Sicherheitsleute an Bord eingesetzt werden sollen.
In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Mittwoch sagte Hans-Peter Uhl: „Wir sind uns einig, dass private Sicherheitsleute an Bord deutscher Handelsschiffe den Schutz vor Piratenüberfällen übernehmen sollen.“ Die schwarz-gelbe Koalition werde die erforderlichen Rechtsgrundlagen direkt nach der Sommerpause auf den Weg bringen.

Nach Worten des der Sicherheitsexperten der Unionsfraktion müssen das Waffengesetz erweitert und die Gewerbeordnung geändert werden. Die privaten Sicherheitsdienste sollen den Plänen zufolge von der Bundespolizei auf ihre Kompetenz und Zuverlässigkeit geprüft werden. Anschließend zertifiziere das Wirtschaftsministerium geeignete Unternehmen für den Anti-Piraten- Einsatz. „Wir werden sehr zügig handeln, um das drängende Problem der Piraten-Überfälle effektiver zu bekämpfen“, sagte Uhl.

Keine Soldaten
Es sollten „weder Bundespolizisten noch Soldaten an Bord deutscher Handelsschiffe zum Einsatz kommen“. Die Marine leiste ihren Beitrag zum Schutz vor Piraterie bereits im Rahmen der EU-Mission „Atalanta“, betonte Uhl. Die Bundespolizei sei gefragt, sobald es darum gehe, ein gekapertes Schiff mit Amtshilfe des Militärs zurückzuerobern.
Auch der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sagte der Zeitung, er habe aus der Bundesregierung „die klare Botschaft erhalten, dass Polizisten oder Soldaten für die Bewachung von Handelsschiffen nicht infrage kommen“. Es sei „absolut richtig, angesichts begrenzter Ressourcen bei Polizei und Marine auf private Sicherheitsfirmen zurückzugreifen“, die von der Bundespolizei zertifiziert werden.

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 56102.html

Und wer ist wieder mal dabei - die Bundespolizei :buhu: (wenn auch nur bei der "Zertifizierung")

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Re: BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

Beitragvon Controller » Mi 17. Aug 2011, 12:38

CSU-Sicherheitsexperte Hans-Peter Uhl
ein Name, der für überlegte, völlig durchdachte Lösungen steht .... :pfeif:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

Beitragvon Vito » Mi 17. Aug 2011, 13:08

Controller hat geschrieben:
CSU-Sicherheitsexperte Hans-Peter Uhl
ein Name, der für überlegte, völlig durchdachte Lösungen steht .... :pfeif:
Na ja
Wir sind uns einig, dass private Sicherheitsleute an Bord deutscher Handelsschiffe den Schutz vor Piratenüberfällen übernehmen sollen.“ Die schwarz-gelbe Koalition werde die erforderlichen Rechtsgrundlagen direkt nach der Sommerpause auf den Weg bringen.
So wie sich das liest, ist es ned nur sein Hirngespinst :polizei7:
BildFreiheit für die SpareribsBild

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Re: BPOL könnte bis zu 500 Soldaten aufnehmen

Beitragvon mymind » Mi 17. Aug 2011, 14:00

Ist zwar nicht die beste Lösung, jedoch auf jeden Fall besser als eine erneute Umstrukturierung der BPOL...

Ich kann damit leben
1957 hat geschrieben:der anlass bestimmt unser wirken.


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