Neue Anti-Terror Einheit

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Neue Anti-Terror Einheit

Beitragvon Starbucks. » Fr 20. Mär 2015, 08:40

Tagesschau hat geschrieben:Innenminister de Maizière plant den Aufbau einer neuen Anti-Terror-Einheit, die die Lücke zwischen GSG9 und Bereitschaftspolizei schließen soll. Nach Informationen des rbb soll die Einheit auch im normalen Polizeidienst eingesetzt werden.

Quelle Tagesschau



Was kann und darf man sich denn darunter vorstellen?
Was wäre denn sinnvoll?

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Re: Neue Anti-Terror Einheit

Beitragvon FooFighterBT » Fr 20. Mär 2015, 09:14

Evtl. BFHu? Gibt ja schon einige FEM die beschafft wurden für solche Lagen hier.Da könnte auch noch n Eagle dazukommen.

Wären auch an 5 Standorten verteilt...
Aber letztlich gehts ja nur um Politik und subjektive Sicherheit. Ni ht darum was wirklich notwendig ist.

Edit: Dein Link war übrigens Tod...
http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 94939.html

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Re: Neue Anti-Terror Einheit

Beitragvon Fläminger Jagd1 » Fr 20. Mär 2015, 09:23

Da der Link Tagesschau laut Rundfunkänderungsstaatsvertrag gelöscht wurde, nehme ich an dass man nichts darunter verstehen muss und sich keine Gedanken darüber machen sollte was sinnvoll wäre ;D

Es werden wohl immer öfter "Blasen" veröffentlicht, wo dann im Endeffekt erst mal massiv zurückgepaddelt werden muss!
ZITAT FAZ:
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) unterstützte die Überlegungen zur Stärkung der Polizei. „Aufgrund der Erkenntnisse zu den schrecklichen Terroranschlägen in Paris sehen wir uns herausgefordert, dass wir die Polizei in Deutschland noch besser aufstellen müssen“, sagte Herrmann im Bayerischen Rundfunk. Wenn jemand mit schweren Waffen unterwegs sei, sei die Polizei „nicht perfekt ausgestattet“.
Tolle Erkenntnis :applaus:
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Re: Neue Anti-Terror Einheit

Beitragvon skyf4ll » Fr 20. Mär 2015, 09:35

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 24589.html
Die neue Truppe - intern scherzhaft "GSG 4 ½" genannt - soll laut SPIEGEL schrittweise auf mehrere Hundertschaften ausgebaut werden. Sie soll neben Kurz- auch Langwaffen und gepanzerte Fahrzeuge erhalten, ihre Schutzwesten müssten auch einem Beschuss aus Sturmgewehren wie der Kalaschnikow standhalten.
Wäre ja mal ein Schritt in die richtige Richtung.

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Re: Neue Anti-Terror Einheit

Beitragvon SiPol » Fr 20. Mär 2015, 10:40

Ganz ehrlich: strategischer sinnloser Aktionismus der ausschließlich politsich Profilierung dient. Mir muss mal einer erklären wo der Sinn besteht neue Strukturen zu schaffen, wenn wir doch bereits genau diese Lücke zwische Schupo und GSG 9 (das is auch sone leere Worthülse ausm Aktionismus heraus) besetzt haben. Mir fällt da MEK und SEK ein. Warum nicht diese Truppen in ihren Kompetenzen stärken. Nee lieber was "neues". Darf ich mir dann die GSG 4,5 als EHU mit G36 und IDZ-Westen im Dingo (bzw im für Städe viel zu breiten Eagle) mit Waffenanlage vorstellen?
Auf Länderebene sollten diejenigen ausgerüstet werden die einen ersten Angriff fahren bzw mal ein valides taktisches Konzept entwickelt werden.

Eins ist in Paris und Kopenhagen deutlich geworden. Es ist der einfache Schutzmann/frau ist, die solchen Tätern ins Gesicht blicken müssen. Nur vielleicht sollte das mal in die öffentliche Diskussion!

Es ist aber lobenswert, dass inzwischen eine Diskussion geführt wird, auch wenn diese im Moment noch in die mMn falsche Richtung geht.

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Re: Neue Anti-Terror Einheit

Beitragvon coco_loco » Fr 20. Mär 2015, 10:45

Man könnte ja auch einfach wieder irgendwelche Gesetze verschärfen, das ist ja Trend geworden, um der Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.
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Re: Neue Anti-Terror Einheit

Beitragvon zulu » Fr 20. Mär 2015, 10:50

Ich denke, dass man da in erster Linie die Mannstärke der GSG9 / SEKs nicht für ausreichend hält. Immerhin soll diese neue Einheit am Ende aus mehreren Hundertschaften bestehen.

Auch ein taktisches Konzept wird die Streife von nebenann nicht weiter voranbringen. Diese wird immer heillos überfordert bleiben. Darum begrüße ich so einen Vorstoß.

Die BFHu einfach anderst auszustatten wäre denkbar. Dann muss man betreffende Einheiten aber auch aus jedem Einsatzgeschehen raushalten und erstmal ein Jahr lang üben lassen. Da die Einheit aber dann wieder an anderen stellen fehlt, macht es das nicht wirklich praktikabel.

Der einfachste Weg wäre natürlich Material zu beschaffen, es einer BFHu in die Hand zu drücken und bei Spiegel zu melden "Mission erfüllt". Die gehen dann weiter munter zum Fußball und zu allem Anderen und schießen eben alle 4 Wochen Sturmgewehr anstatt Pistole. :zustimm:

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Re: Neue Anti-Terror Einheit

Beitragvon Flex242 » Fr 20. Mär 2015, 10:54

SiPol hat geschrieben: Ganz ehrlich: strategischer sinnloser Aktionismus der ausschließlich politsich Profilierung dient. Mir muss mal einer erklären wo der Sinn besteht neue Strukturen zu schaffen, wenn wir doch bereits genau diese Lücke zwische Schupo und GSG 9 (das is auch sone leere Worthülse ausm Aktionismus heraus) besetzt haben. Mir fällt da MEK und SEK ein. Warum nicht diese Truppen in ihren Kompetenzen stärken. Nee lieber was "neues". Darf ich mir dann die GSG 4,5 als EHU mit G36 und IDZ-Westen im Dingo (bzw im für Städe viel zu breiten Eagle) mit Waffenanlage vorstellen?
Auf Länderebene sollten diejenigen ausgerüstet werden die einen ersten Angriff fahren bzw mal ein valides taktisches Konzept entwickelt werden.

Eins ist in Paris und Kopenhagen deutlich geworden. Es ist der einfache Schutzmann/frau ist, die solchen Tätern ins Gesicht blicken müssen. Nur vielleicht sollte das mal in die öffentliche Diskussion!

Es ist aber lobenswert, dass inzwischen eine Diskussion geführt wird, auch wenn diese im Moment noch in die mMn falsche Richtung geht.
Meiner Meinung nach ist das ein sehr guter Ansatz!
Ich denke in Flächenländern kann es schon mal dauern bis das SEK oder MEK eintrifft. Also die Zeitspanne zwischen Alarmierung und eintreffen der SE.
( Ich will den Kollegen hier nicht unterstellen, dass sie zu langsam sind, soll keiner in den falschen Hals bekommen)

Deswegen erachte ich es für sinnvoll einen Teil der PVBs gesondert auszuwählen (strenge Voraussetzungen und Auslese) und auszubilden an Langwaffen mit Kalibergrößen jenseits der 9mm. Mit denen auch entsprechend dagegen gehalten werden kann. Damit diese in den Bereichen ansonsten normal Streifendienst machen und adhoc für so eine Gefahrenlage verfügbar und ausgestattet sind.

Setzt natürlich die Beschaffung von passenden Langwaffen, Schutzwesten (SK4) und ballistischen Schutzhelmen voraus.

Gruß
Zuletzt geändert von Flex242 am Fr 20. Mär 2015, 11:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neue Anti-Terror Einheit

Beitragvon MICHI » Fr 20. Mär 2015, 11:06

Und die wären dann schneller am Ort? Wohl kaum.

Und effektivere Munition ist nicht jenseits von 9mm angesiedelt, sondern darunter.
Gruß
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Re: Neue Anti-Terror Einheit

Beitragvon Flex242 » Fr 20. Mär 2015, 11:21

Stimmt, haste Recht. Ich ruder mal zurück
So zum Beispiel die MP7, die soll ja mit ihrem Kaliber gegen Schutzausrüstung besser wirken als das Kaliber 9mm.
Gutes Teil, handlicher/kompakter als die MP5 und ebenso einfach in der Bedienung.
MICHI hat geschrieben:Und die wären dann schneller am Ort? Wohl kaum.
Edit:

Ich bezog mich eher auf die Situation, wie sie SiPol geschildert hat und meinte, da müsste sogar noch ein Schritt weiter gegangen werden.
SiPol hat geschrieben: Eins ist in Paris und Kopenhagen deutlich geworden. Es ist der einfache Schutzmann/frau ist, die solchen Tätern ins Gesicht blicken müssen. Nur vielleicht sollte das mal in die öffentliche Diskussion!

Es ist aber lobenswert, dass inzwischen eine Diskussion geführt wird, auch wenn diese im Moment noch in die mMn falsche Richtung geht.
Eine festgelegte Anzahl aus der PI ausgewählter und ausgebildeter PVB, welche aber ansonsten normal Streife fahren. (Lehrgang mit mehr Intensität als die Amokschulung und eine gewisse Anzahl von Trainingseinheiten im Jahr)

Bei einer Adhoc-Gefahrenlage (Amok, Terroranschlag wie in Paris) könnten dann diese PVB aus der Streife aktiviert werden. Selbstverständlich auch Alarmierung SE, wenn diese dann Eintreffen übernehmen die auch dann, sind ja schließlich am Besten dafür ausgebildet. Bei einer Geiselnahme z.B ist das natürlich auch Sache der Profis. Das ist doch klar.

In der PI muss dann natürlich entsprechende Ausrüstung vorhanden sein.

Ich meine in BaWü wurden nach Winnenden die Inspektionen mit besseren Schutzwesten und ballistischen Schutzhelmen ausgestattet, für eben solche Amoklagen (die Terrorlage in Frankreich und Dänemark war ja ähnlich im Modus Operandi)
Korrigiert mich bitte, wenn das nicht zutreffen sollte in BaWü. :lupe:
Meiner Ansicht nach sollte das eigentlich Standart sein, wenn mir nach einer Amokschulung zugetraut wird, diese Lage zu bereinigen.
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Re: Neue Anti-Terror Einheit

Beitragvon CoralSnake » Fr 20. Mär 2015, 13:32

http://www.bild.de/politik/inland/bunde ... .bild.html

Die Stationierung sollte aber besser nicht analog der Abteilungen erfolgen bei den "tollen" Standorten.

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Re: Neue Anti-Terror Einheit

Beitragvon Harkov » Fr 20. Mär 2015, 13:40

coco_loco hat geschrieben:Man könnte ja auch einfach wieder irgendwelche Gesetze verschärfen, das ist ja Trend geworden, um der Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.
:zustimm:

....und am besten auch direkt ein Mehr an Freiheitseinschränkungen....
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Re: Neue Anti-Terror Einheit

Beitragvon 1957 » Fr 20. Mär 2015, 13:50

Lücke zwischen gsg 9 und bereitschaftspolizei? was soll denn das sein?

wäre vielleicht nicht eher stärke, aufbau, ausbildung und konzept der bph überdenkenswert?

könnte es vielleicht auch daran liegen, dass z.b. für die sek zu wenig geeigneter nachwuchs gefunden wird?

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Re: Neue Anti-Terror Einheit

Beitragvon SirJames » Fr 20. Mär 2015, 14:23

Moin,

in Berlin gibt es relativ regelmäßig eine oder mehrere "BFZ-Streifen", also eine BFG, auf dem Kanal, die ganz normal Streife fährt und bei bestimmten Lagen unterhalb SEK Zuständigkeit, Nicht- Verfügbarkeit oder Ablehnung, angefordert werden kann oder sich selbst einklinkt. Ging urspr. mal aus der Rockerproblematik hervor, wenn ich es recht erinnere.

Das geht nach meiner Ansicht schon so ein wenig in die hier thematisierte Richtung. Diese Gestellung von "BFZ-Streifen" wäre ein möglicher Ansatzpunkt hinsichtlich Aufstockung, Meldewegen, Zuständigkeiten, Ausstattung und noch intensiverem Training. Vor allem müssten diese Streifen aber auch in das Bewusstsein außerhalb der EE'n vordringen. Viele Kollegen wissen oftmals nicht was BFZ/BFG konzeptionell bedeutet, was die können und nicht können.

Da ist noch viel Nachholbedarf aber auch viel Potential. Zumindest für den urbanen Bereich hielte ich das für machbar.

Weitere Optionen sind auch denkbar. Gesonderte, regelmäßig und intensiver trainierte Beamte der einzelnen Reviere/Abschnitte, welche für einen Bereich gesonderte Streifen stellen, die ein wenig aus dem "Tagesgeschäft" gehalten werden. Glaube solch ein Modell wird teilweise in Österreich gefahren und wäre auch eine Option, sofern es logistisch machbar ist und hierbei kommen dann die ersten großen Fragezeichen auf.

Gruß
“No, I don’t wonder Marty. The world needs bad men. We keep the other bad men from the door.”

(true detective)

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Re: Neue Anti-Terror Einheit

Beitragvon 1957 » Fr 20. Mär 2015, 15:14

so etwas gibt es glaube ich öfter. i.d.r. sind das hundertschaftskräfte,
die im falle eines falles in die lagebewältigung eingebunden werden. bei uns ist dass allerdings keine regelmässige einrichtung und die kollegen und kolleginnen haben weder eine besondere ausbildung noch eine besondere ausrüstung.

natürlich sind deine ideen gut, aber angesichts der personallage und den möglichkeiten des trainings wohl eher unwahrscheinlich.
ähnliches gab es früher schon mal, da wurden kollegen des wachdienstes zu "präzisionsschützen" ausgebildet. da hatten wir aber noch doppelte dienstgruppenstärken und geld war da.


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