§ 90a Stgb und Christoph Harting

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Re: § 90a Stgb und Christoph Harting

Beitragvon Mac Phail » Fr 9. Sep 2016, 12:20

Man sollte Nationalmannschaft en abschaffen. In Zeiten, wo Katar mit einer Europaauswahl an Turnieren teilnimmt, afrikanische Läufer für die Türkei starten, jede Nation einen chinesischen Tischtennisspieler hat und Fußballer sich für das Land entscheiden, wo sie sich besser vermarkten können, sind sie eh nicht mehr nötig.
Das Auftreten bei der Siegerehrung war unsportlich und dumm, aber strafwürdig? Vielleicht sollte man lieber den Sport an Bildungseinrichtungen fördern, dann braucht man auch keine "Sport" Beamte.
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Re: § 90a Stgb und Christoph Harting

Beitragvon cancer91 » Fr 9. Sep 2016, 12:56

Sorry aber das erinnert mich an irgendwie an das "nicht nur die Trikots der Nationalmannschaft weiß..."- Thema.
Ausschlaggebend ist der Pass des jeweiligen Landes und nicht der Familienstammbaum des Athleten
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Re: § 90a Stgb und Christoph Harting

Beitragvon Beobachter » Fr 9. Sep 2016, 13:41

Muss man das schon wieder? Den "Anschein der Identifikation" erwecken?
Zur Fahne hätt ich sicher einiges mehr zu sagen, als die Meisten, die sie schwenken.
Mit diesen "Meisten" würd ich sie nicht gern gemeinsam schwenken. Und auf ihre Anerkennung als "Gleichartiger" bin ich nicht scharf.

Der Pass....jaja..."ist der wichtigste Teil an einem Menschen."..sagte schon Bertolt Brecht.
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Re: § 90a Stgb und Christoph Harting

Beitragvon Mac Phail » Fr 9. Sep 2016, 14:32

cancer91 hat geschrieben:Sorry aber das erinnert mich an irgendwie an das "nicht nur die Trikots der Nationalmannschaft weiß..."- Thema.
Ausschlaggebend ist der Pass des jeweiligen Landes und nicht der Familienstammbaum des Athleten
Was hat ein kenianischer Langstreckenläufer, der kurz vor der EM einen türkischen Pass bekommt, mit der Türkei am Hut?
Es geht hier nicht um die Podolskis. Es gibt Sportarten, bei denen du die WM für Schweden gewinnen kannst und nach einer Sperre von 12 Monaten für die Niederlande bei Olympia antreten darfst. Und dies wird in den letzten Jahren häufiger ausgenutzt. Extrembeispiel ist die Handballmannschaft von Katar.
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Re: § 90a Stgb und Christoph Harting

Beitragvon cancer91 » Fr 9. Sep 2016, 14:41

Beobachter hat geschrieben:Muss man das schon wieder? Den "Anschein der Identifikation" erwecken?

Der Pass....jaja..."ist der wichtigste Teil an einem Menschen."..sagte schon Bertolt Brecht.
Irgendwie müssen die Sportler ja in Teams aufgeteilt werden. Wäre es dir lieber die Athleten nach Hautfarbe und Religionszugehörigkeit einzuteilen?

Wenn du die Gesetze und Rechtsprechung eines Landes vertrittst, egal ob als Anwalt oder Richter, dann sollte eine Identifikation mit eben jenem Land schon vorhanden sein. Ich persönlich würde nach meinem Studium nicht für VW,Apple,Airbus etc.pp arbeiten, wenn ich beim Anblick des jewiligen Firmenlogos den Kopf schütteln müsste.
Aber dazu fällt mir auch was von Brecht ein:
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Re: § 90a Stgb und Christoph Harting

Beitragvon Beobachter » Fr 9. Sep 2016, 14:47

Da kannste mal sehen.
Eines der Dinge, die ich an diesem Land schätze ist, dass man von mir keine kritikfreie Hingabe verlangt.
Sondern, dass ich mit dem Kopf schütteln darf, wann immer ich will. Ohne dass mir außer dir jemand "mangelnde Identifikation" vorwirft.
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Re: § 90a Stgb und Christoph Harting

Beitragvon cancer91 » Fr 9. Sep 2016, 15:02

Es ging nicht um eine kritikfreie Hingabe.

Wenn du schreibst "eure Farben" heißt es ja, dass du selbst sie ablehnst, obwohl diese Farben im Grundgesetz verankert sind.
In meinen Augen ist ein hiesiger Jurist, der das Grundgesetz zumindest in Teilen ablehnt, etwas fragwürdig.

Aber okay, wenn du das mit deinem Gewissen unter einen Hut bringst, Respekt.
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Re: § 90a Stgb und Christoph Harting

Beitragvon vladdi » Fr 9. Sep 2016, 15:19

Ihr kommt vom Thema ab!

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Re: § 90a Stgb und Christoph Harting

Beitragvon Beobachter » Fr 9. Sep 2016, 15:26

Schon gut!
Ich hätts ihm auch nich nochmal erklärt. :hallo:
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Re: § 90a Stgb und Christoph Harting

Beitragvon Loewe » Fr 9. Sep 2016, 20:59

Wirkt auf mich irgendwie...."ostig".
Irgendwie erscheint mir das ziemlich....borniert ? Du ziehst die Frage des Respekts und der Achtung entlang der Länder der Bundesrepublik ? Oder meinst Du es als "Rostig" und hast Dir nur einen Buchstaben geschenkt ?

Zur Nationalhymne hampelt man nicht wenn man als Repräsentant eines Staates eben diesen vertritt. Das gebietet der Anstand. Es ist keine private Angelegenheit schon allein deshalb weil er als Sportler durch diesen Staat gefördert wurde und auch als Beamter zu außerdienstl. Wohlverhalten verpflichtet ist. DieserStaat hat ihn auch nicht nach Rio geschickt, sondern er hat sich darum beworben und durch seine sportl. Leistungen das Ticket hierfür gelöst.

Ein § 90a StGB erscheint mir nicht gegeben, für eine Diszi reicht diese Entgleisung allemal.

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Re: § 90a Stgb und Christoph Harting

Beitragvon Controller » Fr 9. Sep 2016, 21:27

Das Wort "ostig"

steht für mich in diesem Zusammenhang für die "Geisteshaltung der Sportgrößen" des ehemaligen Ostblocks bei solchen Veranstaltungen,
die gezeigt wurde / werden musste, zumal es ja gerade um das sportliche Großereigniss geht.

Ein Diszi halte ich für überzogen !
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: § 90a Stgb und Christoph Harting

Beitragvon Loewe » Fr 9. Sep 2016, 21:46

aha, hast Du eine derartige Hampelei bei einem US-Amerikaner, Briten oder Kanadier bemerkt ?

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Re: § 90a Stgb und Christoph Harting

Beitragvon Pauliminator » Fr 9. Sep 2016, 21:53

Die sind nunmal patriotisch und haben eher ein Bewusstsein dafür, dass sie in diesem Moment für ein ganzes Land "dort stehen. "

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Re: § 90a Stgb und Christoph Harting

Beitragvon Loewe » Fr 9. Sep 2016, 22:03

gut, Anstand ist aber keine Frage des Patriotismus. Hat irgendein anderer Sportler sich so aufgeführt ?

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Re: § 90a Stgb und Christoph Harting

Beitragvon vladdi » Fr 9. Sep 2016, 22:06

Pauliminator hat geschrieben:Die sind nunmal patriotisch und haben eher ein Bewusstsein dafür, dass sie in diesem Moment für ein ganzes Land "dort stehen. "
Tja, und wenn jetzt einem Bundesbeamten dieses Bewußtsein fehlt, kann man wohl feststellen, dass er etwas falsch gemacht hat.


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