Drehbuchautorinnen-Recherche: Frage zum Procedere DNA-Abgleich

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Drehbuchautorinnen-Recherche: Frage zum Procedere DNA-Abgleich

Beitragvon Drehbuchautorin » Do 3. Okt 2019, 11:44

Guten Tag,

ich bin Drehbuchautorin mit einer Frage zu einem (fiktiven) Fall:
ich habe völlig betrunkene und bedrogte 16-Jährige, die nach einer Party, bei der einer von ihnen in die Sauna gesperrt und gestorben wurde, zu Blutalkoholtests herangezogen werden.
Es gibt außerdem eine Vergewaltigung an einem der Mädchen, die sich jedoch nicht erinnert, sodass DNA-Abgleiche nötig werden.
Jetzt frage ich mich folgendes:

Wie ist das rechtlich und was ist Usus?
Wird die DNA aus den bereits abgelieferten Blut- & Urin-Proben "entnommen"?
Wenn ja: braucht es dann dafür eine Extra-Erlaubnis von den Anfangs-verdächtigen Jungs für die Proben-Entnahme zum DNA-Abgleich?

Oder wird doch noch eine Extra-Speichelprobe gemacht - und ist die dann freiwillig oder nicht?

ich hoffe, ich mache mich verständlich.....
Vielleicht hat ja jemand die Muße mich aufzuklären, ich erreiche derzeit meinen Fach-MoKo-Mann nicht und muss die aktuelle Fassung morgen abgeben...
Danke im Voraus!

Beste Grüße!

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Re: Drehbuchautorinnen-Recherche: Frage zum Procedere DNA-Abgleich

Beitragvon Supa-Falli-1 » Do 3. Okt 2019, 15:34

Sei mir nicht böse, aber:

Wenn du Fachliteratur oder ein Sachbuch schreiben willst, ist deine Art der Recherche extrem bedenklich.

Wenn’s ein Unterhaltungsroman (vulgo Krimi) werden soll, Nutz doch bitte deine künstlerische Freiheit. Niemand interessiert in so einem Fall die 100%ige rechtliche Wahrheit. Und wenn du dadurch eine „Wendung“ im Fall erreichen willst, dann isses m. M.n. bis morgen auch zu knapp für die endgültige Version.

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Re: Drehbuchautorinnen-Recherche: Frage zum Procedere DNA-Abgleich

Beitragvon Drehbuchautorin » Do 3. Okt 2019, 15:43

wow, danke für die Rückmeldung, aber weshalb die Häme?
Bin ich mit solchen Fragen hier ganz falsch und unerwünscht?
Ich bin Drehbuchautorin für einen prime time TV Krimi, es geht nicht um die endgültige Fassung, es ist eine Recherche und sorry, wenn ich hier jemandes in Fettnäpfchen trete...Sicher nicht mein Absicht. Schönen Feiertag noch.

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Re: Drehbuchautorinnen-Recherche: Frage zum Procedere DNA-Abgleich

Beitragvon Sunwalk » Do 3. Okt 2019, 16:24

Drehbuchautorin hat geschrieben:wow, danke für die Rückmeldung, aber weshalb die Häme?
Bin ich mit solchen Fragen hier ganz falsch und unerwünscht?
Ich bin Drehbuchautorin für einen prime time TV Krimi, es geht nicht um die endgültige Fassung, es ist eine Recherche und sorry, wenn ich hier jemandes in Fettnäpfchen trete...Sicher nicht mein Absicht. Schönen Feiertag noch.
Bist du nicht, ist nur der hier vorherrschende Ton. „Harte Schutzmänner“ und so. Wünsche dir viel Erfolg , mich als Leser würde ein Krimi der mal abseits vom Gossenquatsch den man sonst so in die Finger kriegt sehr erfreuen Bild


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Re: Drehbuchautorinnen-Recherche: Frage zum Procedere DNA-Abgleich

Beitragvon squad » Do 3. Okt 2019, 16:38

Drehbuchautorin hat geschrieben:
Do 3. Okt 2019, 15:43
Ich bin Drehbuchautorin für einen prime time TV Krimi, es geht nicht um die endgültige Fassung, es ist eine Recherche
Wäre Dir, wenn dir die Materie neu ist, ein Script-Consultant nicht hilfreich(er)? Vielleicht Karsten Dahlem?
Je suis baguette.

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Re: Drehbuchautorinnen-Recherche: Frage zum Procedere DNA-Abgleich

Beitragvon Sunwalk » Do 3. Okt 2019, 16:39

squad hat geschrieben:
Drehbuchautorin hat geschrieben:
Do 3. Okt 2019, 15:43
Ich bin Drehbuchautorin für einen prime time TV Krimi, es geht nicht um die endgültige Fassung, es ist eine Recherche
Wäre Dir, wenn dir die Materie neu ist, ein Script-Consultant nicht hilfreich(er)? Vielleicht Karsten Dahlem?
Sie muss bis morgen abgeben , daher wahrscheinlich die kurzfristige Nachfrage bei Fachleuten hier im Forum.


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Re: Drehbuchautorinnen-Recherche: Frage zum Procedere DNA-Abgleich

Beitragvon Kulinka » Fr 4. Okt 2019, 01:08

Hallo Drehbuchautorin,

ich bin weder Polizist noch Jurist, habe aber langjährige Erfahrung als Schreiber unter anderem auch in Deinem Bereich. Kann Dir also nur sagen, wie ich das persönlich sehe und in dieser kurzen Zeit lösen würde:

In der Praxis sähe es wohl so aus, dass ein Richter die DNA-Entnahme zwecks Vergleich anordnen müsste, wenn die Jungs nicht freiwillig mitmachen. Zur Verfahrenssicherheit wäre es wohl sowohl bei Freiwilligkeit als auch bei richterlicher Anordnung meiner Vermutung nach angezeigt, zum Beispiel einen Mundschleimhautabstrich eigens zu diesem Zwecke zu entnehmen.

Allerdings bietet gerade eine das Verfahren beschleunigende Freiwilligkeit des Gentests einige erzählerische Möglichkeiten. Eine Verweigerung spricht doch im Allgemeinen schon Bände, wenn sie nicht gerade von einem idealistischen Juurastudenten kommt. Die Polizei wird mMn immer versuchen, möglichst auf freiwilliger Basis an das Material zu kommen, für beschleunigten Erkenntniszugewinn.

Hoffe, es hilft ein wenig bzw. angesichts der vorangeschrittenen Zeit überhaupt noch. Hier noch ein Link zum Einlesen in die Themtik: https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/f ... lwut_0.pdf

Die Quelle ist ... hmmm ..., aber es erscheint mir aus meiner Laiensicht recht gut recherchiert.

Viele Grüße
Kulinka

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Re: Drehbuchautorinnen-Recherche: Frage zum Procedere DNA-Abgleich

Beitragvon §§Reiter » Fr 4. Okt 2019, 05:33

Lass es einfach im Bereich der Fiktion und denk Dir was Schönes aus. Schon die grobe Geschichte kann juristisch betrachtet nicht zu den von Dir gewünschten erzählerischen Ergebnissen führen.

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Re: Drehbuchautorinnen-Recherche: Frage zum Procedere DNA-Abgleich

Beitragvon Drehbuchautorin » Fr 4. Okt 2019, 05:59

Merci allen für die Hilfe! und den Link!


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