Pilotprojekt des PP München - "Strafzettel für jedermann"

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Pilotprojekt des PP München - "Strafzettel für jedermann"

Beitragvon superschnucki » Mo 1. Apr 2019, 11:49

Um die Verkehrssicherheit in München noch weiter zu verbessern, bietet die Polizei München ab 01. April 2019 im Rahmen eines Pilotprojekts den Bürgerinnen und Bürger Münchens und des Landkreises die Möglichkeit, Verkehrsordnungswidrigkeiten, bis zu einem Verwarngeld von 55 Euro, selbst zu ahnden.

Hierzu gibt es einen Block mit sogenannten "Verwarnungen mit Zahlungsaufforderung" - dem Strafzettel für jedermann - unter folgendem Link zum Download.

Mit dem Block ist es möglich, Verwarnungen bis 55 Euro auszustellen.
Der Tatbestandskatalog ist im Internet frei abrufbar.

Eine entsprechende Ausfüllanleitung wird in den kommenden Tagen ebenfalls auf dieser Internetseite abrufbar sein.

https://www.polizei.bayern.de/muenchen/ ... s3JUwAnc44

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Re: Pilotprojekt des PP München - "Strafzettel für jedermann"

Beitragvon MICHI » Mo 1. Apr 2019, 11:54

April April...
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Re: Pilotprojekt des PP München - "Strafzettel für jedermann"

Beitragvon Old Bill » Di 2. Apr 2019, 08:46

:polizei1: Waere aber mal eine nette Idee, die dem typisch deutschen Denunziantentums sehr entgegen kaeme :zustimm:

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Re: Pilotprojekt des PP München - "Strafzettel für jedermann"

Beitragvon zerava » Di 2. Apr 2019, 12:15

Ich finde es sehr schade, dass sogar in einem Polizeiforum das alte Klischee des Denunzianten am Leben erhalten wird. Gerade hier sollten wir gewisse Tätigkeiten doch eher als gesellschaftliches Engagement sehen. :/

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Re: Pilotprojekt des PP München - "Strafzettel für jedermann"

Beitragvon MICHI » Di 2. Apr 2019, 12:23

zerava hat geschrieben:Ich finde es sehr schade, dass sogar in einem Polizeiforum das alte Klischee des Denunzianten am Leben erhalten wird. Gerade hier sollten wir gewisse Tätigkeiten doch eher als gesellschaftliches Engagement sehen. :/
Oha, da solltest du mal Dienst in der Einsatzzentrale oder auf der"Brücke" einer Wache machen.

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Re: Pilotprojekt des PP München -

Beitragvon Old Bill » Di 2. Apr 2019, 15:39

MICHI hat geschrieben:
Di 2. Apr 2019, 12:23
]Oha, da solltest du mal Dienst in der Einsatzzentrale oder auf der"Brücke" einer Wache machen.
Tja, hauptsache mal bar jeder Erfahrung etwas herausposaunt...

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Re: Pilotprojekt des PP München - "Strafzettel für jedermann"

Beitragvon Diag » Di 2. Apr 2019, 17:37

18:06 in einer deutschen Landeshauptstadt: Aufm Spielplatz toben wieder Kinder rum, das dürfen die nur bis 18 Uhr...

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Re: Pilotprojekt des PP München - "Strafzettel für jedermann"

Beitragvon Officer André » Di 2. Apr 2019, 21:09

Da fahr ich dann in einer Tour zu Streitigkeiten
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Re: Pilotprojekt des PP München - "Strafzettel für jedermann"

Beitragvon vladdi » Mi 3. Apr 2019, 04:45

zerava hat geschrieben:Ich finde es sehr schade, dass sogar in einem Polizeiforum das alte Klischee des Denunzianten am Leben erhalten wird. Gerade hier sollten wir gewisse Tätigkeiten doch eher als gesellschaftliches Engagement sehen. :/
Ich such dir jetzt nicht die Links raus, wo Bürger Anzeigen aufgeben haben, weil der Rettungsdienst/ Feuerwehr (erkennbar im Einsatz) entgegen der StVO geparkt haben.
Gesellschaftliches Engagement ist toll. Überwachung von Verwaltungsrecht sollte nach festgelegten Regeln - speziell Übermaßverbot, Verhältnismäßigkeit, pflichtgemäßem Ermessen- ausgeübt werden, und das traue ich dem gesellschaftlichem Engagement eben nicht zu.

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Re: Pilotprojekt des PP München - "Strafzettel für jedermann"

Beitragvon Syzygy » Mi 3. Apr 2019, 05:58

Ich glaube nicht, dass zerava das Melden von Kindern um 18:06 Uhr oder Notärzten im Einsatz als 'gesellschaftliches Engagement' betrachtet. Es ging ihm/ihr - und da muss ich beipflichten - um die imho fragwürdige Verallgemeinerung, dass scheinbar jeder Bürger der einen Verstoß aus eigenem Antrieb meldet, als Denunziant betrachtet wird. Das ist nicht so und ich finde diese einseitige Betrachtungsweise ebenfalls sehr schade. Zumal sie den Anschein erweckt, der Durchschnittsbürger würde aus Sicht der Polizei als "böswilliger Rechthaber der sich grundlos überall einmischt" betrachtet. Und ich hoffe nicht, dass das das Bild ist, was Polizei vom Bürger hat, auch wenn es solche Typen natürlich gibt.

Es gibt 'ne Menge Beispiele, da ist es imho sinnvoll und angemessen wenn Bürger sich bei den Behörden melden und einen Missstand zur Kenntnis bringen, damit die Behörden eingreifen wo es scheinbar anders nicht geht. Da mag es Fälle geben bei denen man mit den Augen rollen kann weil Hans dem Heinz scheinbar nur eine reinwürgen will, es gibt aber ebenso durchaus berechtigte Anliegen die mit Denunziantentum absolut nichts zu tun haben.

Klar, soll nicht jeder Bürger Strafzettel ausstellen können, das wurde schon als Aprilscherz verstanden. Störend ist hier nur die (scheinbar) recht einseitige Betrachtungsweise, die damals auch im Topic zu den Meldungen von Verstößen aus Fließverkehr (die scheinbar per se unerwünscht sind weil "geht Bürger nichts an!") so vertreten wurde.
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Re: Pilotprojekt des PP München - "Strafzettel für jedermann"

Beitragvon Controller » Mi 3. Apr 2019, 06:03

also im Gegensatz zu dir verstand ich sofort was Old Bill ausdrückte und gebe ihm vollumfänglich Recht !
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Pilotprojekt des PP München - "Strafzettel für jedermann"

Beitragvon Syzygy » Mi 3. Apr 2019, 06:22

Na dann hab ich ihn vielleicht missverstanden. Ich meinte da zu lesen, dass Denunziantentum eine typisch deutsche Eigenschaft wäre. Die finde ich so aber weder bei mir noch in meinem Bekanntenkreis. Dass es solche Leute gibt, keine Frage. Die sind aber imho so repräsentativ wie der besoffene Russe, der klauende Pole oder der "gern schnackselnde Afrikaner".
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Re: Pilotprojekt des PP München - "Strafzettel für jedermann"

Beitragvon Sunwalk » Mi 3. Apr 2019, 06:24

Syzygy hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass zerava das Melden von Kindern um 18:06 Uhr oder Notärzten im Einsatz als 'gesellschaftliches Engagement' betrachtet. Es ging ihm/ihr - und da muss ich beipflichten - um die imho fragwürdige Verallgemeinerung, dass scheinbar jeder Bürger der einen Verstoß aus eigenem Antrieb meldet, als Denunziant betrachtet wird. Das ist nicht so und ich finde diese einseitige Betrachtungsweise ebenfalls sehr schade. Zumal sie den Anschein erweckt, der Durchschnittsbürger würde aus Sicht der Polizei als "böswilliger Rechthaber der sich grundlos überall einmischt" betrachtet. Und ich hoffe nicht, dass das das Bild ist, was Polizei vom Bürger hat, auch wenn es solche Typen natürlich gibt.

Es gibt 'ne Menge Beispiele, da ist es imho sinnvoll und angemessen wenn Bürger sich bei den Behörden melden und einen Missstand zur Kenntnis bringen, damit die Behörden eingreifen wo es scheinbar anders nicht geht. Da mag es Fälle geben bei denen man mit den Augen rollen kann weil Hans dem Heinz scheinbar nur eine reinwürgen will, es gibt aber ebenso durchaus berechtigte Anliegen die mit Denunziantentum absolut nichts zu tun haben.

Klar, soll nicht jeder Bürger Strafzettel ausstellen können, das wurde schon als Aprilscherz verstanden. Störend ist hier nur die (scheinbar) recht einseitige Betrachtungsweise, die damals auch im Topic zu den Meldungen von Verstößen aus Fließverkehr (die scheinbar per se unerwünscht sind weil "geht Bürger nichts an!") so vertreten wurde.
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Re: Pilotprojekt des PP München - "Strafzettel für jedermann"

Beitragvon Officer André » Mi 3. Apr 2019, 07:37

Das mag in der Vor- und Kleinstadt noch möglich sein. In der Großstadt wird dies regelmäßig in Handgreiflichkeiten ausarten.
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Re: Pilotprojekt des PP München - "Strafzettel für jedermann"

Beitragvon Diag » Mi 3. Apr 2019, 08:07

Was artet in Handgreiflichkeiten aus?


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