Fuchs mittels DienstKfz erlöst

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Fuchs mittels DienstKfz erlöst

Beitragvon Schandi00 » Di 21. Jan 2020, 20:51

https://www.br.de/nachrichten/bayern/po ... en,RoEObia

Alles richtig gemacht, aber natürlich große Empörung... Mit Zeugen halt immer schwierig, mal schauen wie sich ggf die Führung zu solchen praktischen Problemen äußert....

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Kaeptn_Chaos
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Re: Fuchs mittels DienstKfz erlöst

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Di 21. Jan 2020, 22:37

Aus meiner Sicht nicht alles richtig gemacht.
Traurigerweise doppelmoralisch, aber nicht alles, was man machen könnte, kann man dem Bürger zumuten. Die Polizei kann alles was sie darf, darf aber nicht alles, was sie kan....
:lah:

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Re: Fuchs mittels DienstKfz erlöst

Beitragvon Schandi00 » Di 21. Jan 2020, 23:00

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:
Di 21. Jan 2020, 22:37
Aus meiner Sicht nicht alles richtig gemacht.
Traurigerweise doppelmoralisch, aber nicht alles, was man machen könnte, kann man dem Bürger zumuten. Die Polizei kann alles was sie darf, darf aber nicht alles, was sie kan....
Aha. Jetzt mal in Konstruktiv? Handlungsvorschlag?

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Re: Fuchs mittels DienstKfz erlöst

Beitragvon der kanadier » Mi 22. Jan 2020, 06:40

Naja, sowas sieht nicht gut aus, da sind wir uns glaub einig.
Alternativ mit dem Messer erlösen (muss man aber können), ansonsten wäre es, vom warmen Sofa aus, besser gewesen, nen Jäger oder Tierarzt zu verständigen.
Ist halt ne Abwägung, Tierleid gegen Außenwirkung. Dem Bürger ist die Außenwirkung wohl wichtiger gewesen, der Tod ist aber nunmal nicht immer klinisch rein.
Wenn die Kollegen die Entscheidung sauber begründen (SWG nicht möglich etc), seh ich da kein Problem.

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Re: Fuchs mittels DienstKfz erlöst

Beitragvon Browning » Mi 22. Jan 2020, 06:55

Ich kann das Vorgehen der Kollegen voll verstehen, einen klagenden schwer verletzten Fuchs von
seinem Leid zu erlösen. Sicher ist das Überfahren mit dem Pkw keine ideale Lösung, aber doch sehr
effektiv, um das Tier zu erlösen.
Ich hätte den EKA genommen, den Fuchs von hinten (mit Handschuhe) hochgezogen und einen Genickschlag
versetzt.

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Re: Fuchs mittels DienstKfz erlöst

Beitragvon Schandi00 » Mi 22. Jan 2020, 06:58

Jäger innerorts? Wenn er klug is lässt er‘s bleiben.
Und bei dem was Füchse so an Krankheiten mit sich rumschleppen müsste ich da nicht unnötig nah ran, außerdem wäre das auch für das Tier mehr Stress.
Schöner aussehen (und schneller gehen) tun Messer und Schlagstock auch nicht...

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Re: Fuchs mittels DienstKfz erlöst

Beitragvon der kanadier » Mi 22. Jan 2020, 07:26

Schandi00 hat geschrieben:
Mi 22. Jan 2020, 06:58
Jäger innerorts? Wenn er klug is lässt er‘s bleiben.
Und bei dem was Füchse so an Krankheiten mit sich rumschleppen müsste ich da nicht unnötig nah ran, außerdem wäre das auch für das Tier mehr Stress.
Schöner aussehen (und schneller gehen) tun Messer und Schlagstock auch nicht...
Ein geübter Jäger weiß auch andere Mittel außer der Schusswaffe einzusetzen, vor allem innerorts. Gehört als Jagdpächter zu seinen Aufgaben.

Was besser aussieht, darüber kann man streiten. Optisch schöner ist das Messer allemal, FStrW gibt so viel Matsch.
Aber nochmal, ich würde den Kollegen auch keinen Vorwurf machen. So ein Fuchsbiss ist nicht ohne...

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Re: Fuchs mittels DienstKfz erlöst

Beitragvon Schandi00 » Mi 22. Jan 2020, 08:11

der kanadier hat geschrieben:
Mi 22. Jan 2020, 07:26
Ein geübter Jäger weiß auch andere Mittel außer der Schusswaffe einzusetzen, vor allem innerorts. Gehört als Jagdpächter zu seinen Aufgaben.
[...]
Innerorts gehört es eben nicht zu seinen Aufgaben, da darf er es im Normalfall nicht mal. Außer, er wird bspw. von der Polizei explizit, je nach LandesPolG, damit beauftragt...

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Re: Fuchs mittels DienstKfz erlöst

Beitragvon MICHI » Mi 22. Jan 2020, 08:44


Schandi00 hat geschrieben:
Innerorts gehört es eben nicht zu seinen Aufgaben, da darf er es im Normalfall nicht mal.

Und wozu gibt es dann extra Stadtjäger?

Gruß
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Re: Fuchs mittels DienstKfz erlöst

Beitragvon Brot » Mi 22. Jan 2020, 08:50

der kanadier hat geschrieben:
Mi 22. Jan 2020, 06:40
Jäger oder Tierarzt
Bei Wild wäre ich mit dem Tierarzt vorsichtig. Ich weiß nicht, ob die Verwaltung dann die mögliche Rechnung begleichen oder an die Kollegen weiterreichen würde.

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Re: Fuchs mittels DienstKfz erlöst

Beitragvon Schandi00 » Mi 22. Jan 2020, 09:04

MICHI hat geschrieben:
Mi 22. Jan 2020, 08:44
Schandi00 hat geschrieben:
Innerorts gehört es eben nicht zu seinen Aufgaben, da darf er es im Normalfall nicht mal.

Und wozu gibt es dann extra Stadtjäger?
Okay. Wir sprechen aber von der PI Bamberg-Land.
Nicht alle 82.000.000 Bewohner Deutschlands leben in „Städten“.

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Re: Fuchs mittels DienstKfz erlöst

Beitragvon DerLima » Mi 22. Jan 2020, 09:12

MICHI hat geschrieben:
Mi 22. Jan 2020, 08:44
Schandi00 hat geschrieben:
Innerorts gehört es eben nicht zu seinen Aufgaben, da darf er es im Normalfall nicht mal.

Und wozu gibt es dann extra Stadtjäger?
Tatsächlich haben wir in vielen Gemeinden so etws nicht. Im Bedarfsfall (zuviele Tauben...) wird ein Vertrag für den Einzelfall geschlossen.
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Re: Fuchs mittels DienstKfz erlöst

Beitragvon der kanadier » Mi 22. Jan 2020, 09:15

Richtig, muss er nicht. Aber ein Jagdpächter sollte in der Lage sein, ein Tier waidgerecht unter Auschluss einer Gefährdung Umstehender zu erlösen. Man kann fragen und den Auftrag an ihn weitergeben, mit entsprechender Dokumentation bei uns. Dann ist er rechtlich raus.
Tierarzt ist was die Kosten angeht richtig, hab es aber auch schon erlebt dass aus Tierliebe keine Rechnung geschrieben wurde. Sollte aber vorher geklärt werden.
Evtl fühlt sich ja der Amtsveterinär zuständig (je nach Uhrzeit).
Falls keiner will müssen wir eben handeln...

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Re: Fuchs mittels DienstKfz erlöst

Beitragvon SirJames » Mi 22. Jan 2020, 09:28

Moin,

ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass das Erlösen des Fuchses mittels DienstKfz ordnungswidrig oder gar strafrechtlich relevant gewesen ist, insofern man dem Tier damit unnötiges Leid erspart hat. Das Fahrzeug würde ich in dem Fall grds. als Werkzeug betrachten.

Ob das nun im Zweifel unschöner aussieht als ein Schuss oder ein Messer, kann ich nicht beurteilen. Das sollte nach meiner Meinung auch nicht der Beurteilungsmaßstab sein, sondern die entsprechenden gesetzlichen Regelungen.

Im ersten Moment des Lesens war ich auch verwundert, warum man nicht geschossen hat. Weicher Untergrund ist ja grds. fast überall zu finden. Ich erklär es mir so, dass der Fuchs möglicherweise derart aggressiv war, dass man nicht nah genug heran kam, um ihn gefährdungsfrei für Dritte zu erlegen.

Zu der Frage mit dem Jäger:

Im Tierschutzgesetz steht nach meiner Erinnerung sinngemäß, dass man ein Tier nicht unnötig leiden lassen darf. Wenn der Fuchs schwer verletzt war, halte ich es für kaum zumutbar auf einen Jäger oder Veterinär zu warten, je nach Anfahrtszeit.

Unter dem Strich glaube ich wie gesagt nicht, dass für die Kollegen da was hängen bleibt. Das macht ja auch niemand gerne, der nicht schon gänzlich abgestumpft ist.

Gruß

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Re: Fuchs mittels DienstKfz erlöst

Beitragvon MICHI » Mi 22. Jan 2020, 09:34

Schandi00 hat geschrieben:
MICHI hat geschrieben:
Mi 22. Jan 2020, 08:44
Schandi00 hat geschrieben:
Innerorts gehört es eben nicht zu seinen Aufgaben, da darf er es im Normalfall nicht mal.

Und wozu gibt es dann extra Stadtjäger?
Okay. Wir sprechen aber von der PI Bamberg-Land.
Nicht alle 82.000.000 Bewohner Deutschlands leben in „Städten“.
Gerade auf dem Land und in kleinen Orten sollte es dann doch einfach sein, einen zuständigen Jagdpächter hinzu zu ziehen.
Gruß
MICHI


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