Rassismus in der deutschen Polizei

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Habakuk2
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Habakuk2 » Sa 4. Jul 2020, 17:46

Gegen Kritik habe ich ja nichts, aber man sollte sie vernünftig äußern und nicht gleich in das andere Extrem verfallen. Kreuzberg / Marxloh / Connewitz sind nicht Mordor. Man kann die dortigen Zustände bzw. Probleme trotzdem sachlich und nüchtern benennen.

Von Flensburg bis Freiburg: Wer Polizist oder Zöllner ist, muss damit rechnen politisch, medial, persönlich und körperlich angegriffen / verletzt zu werden. Das muss man nicht tatenlos hinnehmen, aber man sollte sich einfach nicht alles so zu Herzen nehmen. Im eigenen Interesse.

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon kosake » Sa 4. Jul 2020, 18:05

Die deutsche Polizei hat kein strukturelles Rassismusproblem
-Punkt-
Strukturell würde bedeuteten, dass Rassismus zumindest geduldet würde. Rassismus wird innerhalb der Polizei nicht geduldet!
Werden Fälle bekannt, wird straf- und dienstrechtlich gegen diese vorgegangen.
Toleranz, interkulturelle Kompetenz, die Auswirkungen von einer Polizeikontrolle (auch unter dem Gesichtspunkt „gefühlte Diskriminierung“), Staatskunde, Menschen- und Grundrechte sind Teil der Aus- und Fortbildung.

Kaum einer der in der Debatte „Black Lifes Matters“ verwendet setzt das hierzulande mit dem von Trooper Dargestelltem gleich, sondern als Bekenntnis gegen Rassismus, für Toleranz und für Freiheit, gegen Gewalt, für Menschenrechte. Unter diesem Aspekt sind deutsche Polizisten auf die Knie gegangen. Das ist ein starkes Symbol für eine demokratische und gut arbeitende Polizei.

Der Polizei werden weiterhin Rassismus, Gewalt, racial Profiling vorgeworfen. Vorwürfe die nicht immer gerecht sind, Vorwürfe die unterschiedliche Motive haben. Ein sehr unschönes Motiv ist die Destabilisierung der Polizei.
Da einige Vorwürfe begründet sind, gilt es für die Polizei weiter an sich zu arbeiten, um dem Volk Sicherheit, Frieden und Freiheit zu bringen.

Für die Polizisten, in deren Einsatzraum der Görlitzer Park gehört, wird es hart. Die dortige Drogenszene sind schwarzafrikanische Dealer. Die Vorwürfe beim Einschreiten und die politische Rückendeckung erahne ich.

Berliner Polizist zu sein war schon immer hart. Die Missachtung der Politik gegenüber der Polizei finde ich unangebracht. Zeitgleich wird in M-V eine Verfassungsfeindin (links) Verfassungsrichterin.

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Knaecke77 » Sa 4. Jul 2020, 18:05

Natürlich muss man als Angehöriger einer BOS damit rechnen attackiert zu werden.

Meine Befürchtung ist allerdings, dass solche Meinungsäußerungen wie die der Weimarer FFF-Gruppe den Hass auf die Polizei und andere Behörden anstacheln.

Meist geht ein hasserfüllter Sprachgebrauch der Anwendung von Gewalt voraus. Natürlich ist es Dein gutes Recht das anderst zu sehen.

Wünsche Dir Gute Besserung! :ja:

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Habakuk2 » Sa 4. Jul 2020, 18:11

Danke dir.

Ich denke aber, dass der Umgang mit anderen Meinungen -besonders im Internet- ein gesamtgesellschaftliches Problem ist. Wir sollten uns einfach von der Hysterie nicht anstecken lassen, auch wenn das manchmal im Reflex nachvollziehbar ist. Daher gilt wie beim Funk: Denken, drücken, warten, sprechen :polizei3:

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Controller » Sa 4. Jul 2020, 18:28

Meinungsfreiheit sollte sie absolut sein oder nicht?🙄🙄
Man muss bedenken, dass es einfach ist, für "die gute Sache" einzutreten, sich stark zu machen ,sich der Mehrheitsmeinung anzuschließen.
Aber damit sich Meinungsfreiheit uberhaupt erst bilden und entfalten kann, muss ich sie erstmal zulassen, akzeptieren, dass es Ansichten und Meinungen außerhalb der Mehrheitsmeinung gibt.
Je zahlreicher diese sind, desto mehr Meinungsfreiheit wird respektiert und daran müssen wir täglich denken und arbeiten, wenn wir schon die Fahne der Meinungsfreiheit schwenken.
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon 1957 » Sa 4. Jul 2020, 19:08

:zustimm:

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Knaecke77 » Sa 4. Jul 2020, 19:11

Controller hat geschrieben:
Sa 4. Jul 2020, 18:28
Meinungsfreiheit sollte sie absolut sein oder nicht?🙄🙄
Man muss bedenken, dass es einfach ist, für "die gute Sache" einzutreten, sich stark zu machen ,sich der Mehrheitsmeinung anzuschließen.
Aber damit sich Meinungsfreiheit uberhaupt erst bilden und entfalten kann, muss ich sie erstmal zulassen, akzeptieren, dass es Ansichten und Meinungen außerhalb der Mehrheitsmeinung gibt.
Je zahlreicher diese sind, desto mehr Meinungsfreiheit wird respektiert und daran müssen wir täglich denken und arbeiten, wenn wir schon die Fahne der Meinungsfreiheit schwenken.
Wann ist für Dich die Grenze des Sagbaren erreicht? Eine absolute Meinungsfreiheit gibt es bekanntlich nicht. Wenn manchen schon Anstand und Sitte keine Grenzen (mehr) setzen, dann wenigstens das Gesetz. Die Prüfung obliegt der Justiz. Deshalb bin ich darauf gespannt, ob solche Äußerungen noch von der Meinungsfreiheit gedeckt sind oder nicht.

Ähnliches von der Afd verbreitet, wäre in den Medien vermutlich auf eine breite (empörende) Resonanz gestoßen.Der Antifa ähm sorry der FFF-Bewegung hingegen lässt man das durchgehen.

Empfehle diesbezüglich die aktuelle Ausgabe der DP ( im neuen Layout).

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon 1957 » Sa 4. Jul 2020, 19:36

Das mit dem "durchgehen lassen" bleibt ja noch abzuwarten.

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Controller » Sa 4. Jul 2020, 19:37

Wann ist für Dich die Grenze des Sagbaren erreicht?
Das ist eine gute Frage, auf die ich keine Antwort habe ..... :polizei10: :polizei10:
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Harkov » Sa 4. Jul 2020, 20:37

Controller hat geschrieben:
Sa 4. Jul 2020, 18:28
Meinungsfreiheit sollte sie absolut sein oder nicht?🙄🙄
Man muss bedenken, dass es einfach ist, für "die gute Sache" einzutreten, sich stark zu machen ,sich der Mehrheitsmeinung anzuschließen.
Aber damit sich Meinungsfreiheit uberhaupt erst bilden und entfalten kann, muss ich sie erstmal zulassen, akzeptieren, dass es Ansichten und Meinungen außerhalb der Mehrheitsmeinung gibt.
Je zahlreicher diese sind, desto mehr Meinungsfreiheit wird respektiert und daran müssen wir täglich denken und arbeiten, wenn wir schon die Fahne der Meinungsfreiheit schwenken.
Ich übersetze das mal kurz: Also, was er - Controller - damit meint, ist; Leute nicht pauschal unter Aluhut-verdacht zu stellen :polizei3:
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Trooper » Sa 4. Jul 2020, 20:49


kosake hat geschrieben:Kaum einer der in der Debatte „Black Lifes Matters“ verwendet setzt das hierzulande mit dem von Trooper Dargestelltem gleich, sondern als Bekenntnis gegen Rassismus, für Toleranz und für Freiheit, gegen Gewalt, für Menschenrechte. Unter diesem Aspekt sind deutsche Polizisten auf die Knie gegangen. Das ist ein starkes Symbol für eine demokratische und gut arbeitende Polizei.
Nö. Vor dem Hintergrund, daß es in Zeiten von Smartphones und Google nur etwa fünf Minuten erfordert, um rauszufinden, was sich hinter BLM tatsächlich verbirgt, ist das bestenfalls ein leichtsinniger, von mangelnder politischer Bildung zeugender Schnellschuß.

Schlimmstenfalls (und das muß man zwar nicht den drei Kollegen vor Ort, wohl aber den Führungskräften und Gewerkschaftern vorhalten, die das Ding noch Tage später am Grünen Tisch abgefeiert haben, obwohl sie es besser wissen mussten) ist es ein Signal, daß die deutsche Polizei sich sogar mit ausländischen orthodox-marxistischen Revolutionsbewegungen gemein macht, solange sie darin einen kurzfristigen PR-Vorteil wähnt.

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Controller » Sa 4. Jul 2020, 20:55

Ein Hoch auf die Meinungsfreiheit 👍😂
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon RafaelGomez » Sa 4. Jul 2020, 21:11

Trooper hat geschrieben:...ist es ein Signal, daß die deutsche Polizei sich sogar mit ausländischen orthodox-marxistischen Revolutionsbewegungen gemein macht...
Huiuiui... N bisschen viel Drama, oder?
Etwas seltsam in dem Zusammenhang, dass sowohl die englische Premier-League den Slogan auf den Trikots samt Abknieen (ein Kniefall ist übrigens noch etwas anderes) vollführte, als auch die nordamerikanische NBA bei ihrem Restart derart agieren will. Beide sind zumindest mir nicht als kommunistische Kampfbünde bekannt...

Edit: https://www.suedtirolnews.it/sport/prem ... -botschaft

https://www.espn.com/nba/story/_/id/293 ... ts-orlando

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Zares » Sa 4. Jul 2020, 21:30

RafaelGomez hat geschrieben:
Sa 4. Jul 2020, 21:11
als auch die nordamerikanische NBA bei ihrem Restart derart agieren will. Beide sind zumindest mir nicht als kommunistische Kampfbünde bekannt...
Das hat bestimmt nicht damit zu tun, dass es der NBA als Milliardengeschäft um Publicity und Geld geht, insbesondere, da 3/4 der Spieler Schwarz sind (ist das eigentlich Rassismus? Braucht man eine Weißenquote um gegen diese ungleiche Verteilung vorzugehen?).

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Trooper » Sa 4. Jul 2020, 21:56

@RafaelGomez

Verwunderlich ist das nicht. Beiden Organisationen dürfte es darum gehen, sich in der öffentlichen Debatte (in der die in der Summe ziemlich linksfundamentalistischen Standpunkte von BLM überwiegend mit zugekniffenen Augen ignoriert werden) als Teil der "Guten" zu gerieren und daraus wirtschaftliche Vorteile zu ziehen.

Während man über Firmen-PR (die letztlich nur dem ökonomischen Vorteil des Unternehmens verpflichtet ist) da noch u.U. noch reden könnte, ist die Unterstützung von extremistischen Kaderorganisationen durch öffentliche Stellen schlicht und einfach indiskutabel.

Und bevor jetzt wieder "Ja, aber die wollten doch nur ein Zeichen gegen Rassismus setzen..." kommt: das kann man auch anders und angebrachter machen. Ich bringe meine Sorgen um Integrationsprobleme auch nicht zum Ausdruck, indem ich mich mir ein Emblem der Identitären Bewegung anstecke.

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