Rassismus in der deutschen Polizei

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RafaelGomez
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon RafaelGomez » Sa 4. Jul 2020, 22:19

Geschenkt, Trooper. Das ist mir schon alles klar. Und gerade weil die NBA ein uramerikanisches Unternehmen des high-level Kapitalismus ist, könnten die es sich nicht erlauben, mit BLM in einem Atemzug genannt zu erden, wenn BLM tatsächlich politisch derart zu verorten wäre. McCarthy lässt grüßen.
Ich gestehe Dir zu, dass Du eine fest verankerte Meinung zu BLM hast, anderen (vmtl. Der Mehrheit) aber auch, wenn sie nicht derart viel Unrat wittern. Das soll’s dann auch dazu gewesen sein.
Btw, wie schon vermutet ist die Rassismus-Debatte beinahe wieder in der Versenkung verschwunden. Mal schauen welche Sau als nächste durchs Dorf getrieben wird.

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Aldous » Sa 4. Jul 2020, 23:44

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:
Sa 4. Jul 2020, 17:11
Die knieenden Kollegen haben in der Situation alles richtig gemacht, auch, wenn es dir nicht passen mag.
Nein. Und das wird auch durch ständiges Wiederholen nicht wahr.
RafaelGomez hat geschrieben:
Sa 4. Jul 2020, 22:19
..., mit BLM in einem Atemzug genannt zu erden, wenn BLM tatsächlich politisch derart zu verorten wäre.
Wie kannst du etwas in Frage stellen, was BLM von sich selbst in eigenen Veröffentlichungen so behauptet?

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 5. Jul 2020, 00:00

Du weißt mehr über die Situation? Lass hören. Warst du gar dabei?

Anlässlich des DFB Pokals: Die erste Reihe beim Mannschaftsfoto kniet immer. Alle devot, unterwürfig und nur 2. Klasse? Ich schrei mich weg. Wer kniet, ist unterwürfig. Jau. 2020.

Wer dem Kind auf dem Knie den Schuh bindet? Ab mit seinem Kopp.
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Harkov » So 5. Jul 2020, 00:06

Es ist eine Torheit sich Gesten und Bedingungen eines völlig anderen Staates zu bedienen. Und wer es noch nicht bemerkt hat, die zentrale, politische Minderheit in Deutschland ist nicht die BlackCommunity.
Fußballer sind ja auch für ihre messerscharfen, politischen Analysen bekannt. Ach und ja - sie tun es, weil es von Ihnen verlangt wird. Nennt man Herdentrieb.
Von den Menschen mit Bachelor Abschluss im gD erwarte ich etwas mehr Weitsicht.


Des weiteren: In den USA geht die Polizei mit äußerster Härte selbst bei kleinsten Vergehen vor. Und hier macht man sich schon in die Hose und "erfindet" für Stuttgart das Wort Partypeople, während ironischerweise, man auf Twitch life sehen kann, wer da wirklich werkelt.
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Trooper » So 5. Jul 2020, 00:16

RafaelGomez hat geschrieben:Und gerade weil die NBA ein uramerikanisches Unternehmen des high-level Kapitalismus ist, könnten die es sich nicht erlauben, mit BLM in einem Atemzug genannt zu erden, wenn BLM tatsächlich politisch derart zu verorten wäre. McCarthy lässt grüßen.
McCarthy ist mehr als ein halbes Jahrhundert her... und die NBA (und andere große Unternehmen) können sich sowas in dem Moment erlauben, in dem BLM als politischer Akteur in der öffentlichen Debatte hoffähig geworden ist. Was inzwischen zweifelsfrei der Fall ist... BLM wird von diversen linken/linksliberalen Stiftungen und Fundraising-Organisationen mit Nähe zur Demokratischen Partei großzügig finanziell bedacht.

Und daraus lässt sich NICHT ableiten, daß BLM in Wirklichkeit keine marxistische Kaderorganisation ist. Vielmehr dürfte dahinterstecken, daß die jeweiligen Unterstützer BLM wiederum in erster Linie als ein brauchbares Vehikel für den Gewinn öffentlicher Unterstützung für ihre eigenen politischen und/oder wirtschaftlichen Ziele (die nicht zwingend die Weltrevolution beinhalten) betrachten, das nach Kräften genutzt wird. BLM ist halt inzwischen zu groß und populär, um ignoriert zu werden, und die öffentlichkeitswirksame Unterstützung für den Laden verspricht den Gewinn von Wählerstimmen und Kunden bei Schwarzen, Latinos und Leuten, die sich als jung, urban und "woke" identifizieren.

Das ändert natürlich nichts daran, daß die politischen Forderungen von BLM mit wenigen Änderungen auch bei der MLPD oder ähnlichen Politsekten hierzulande abgeschrieben sein könnten und sich der allfälligen Unterstützung unserer schwarzvermummten steinewerfenden Freunde gewiss sein können.

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Habakuk2 » So 5. Jul 2020, 00:20

Die bösen Smartphones, da knieen drei junge Beponesen und die gesamte Polizei hat sich vor den Karren spannen lassen? Man kann über die Geste einzelner Beamte ja geteilter Meinung sein (wenn man denn über Sachverhalte urteilen möchte, bei denen man nicht dabei war). Aber wir sind uns doch einig darüber, dass es eine andere Hausnummer ist, als ein deutschlandweite Anordnung an alle Beamte diese Geste zu vollziehen ? ;D

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Harkov » So 5. Jul 2020, 00:33

Na, wenn du Niederknien als politisches Zeichen gleichsetzt mit - Die Mannschaft muss komplett aufs Foto passen, samt Gesichtern......

dann weiß ich dazu nix mehr zu sagen. :polizei4:

korsofürchtender ? Nunja, auf der AB ausgestoppt werden, scheint für dich witzig zu sein. Okay. Denk vielleicht mal an die Schwachen dieser Gesellschaft oder an den Chaos der Zukunft, der in 10 Jahren nichtmal eben alles umflexen kann.

Wow. Der Zehnpunkteplan.
Klar macht man jetzt was. Mitten im Rotweingürtel wurde man beim Flanieren gestört und die Segnungen der eigenen Politik, die sonst nur die weitentfernten Hochhaussiedlungen der Arbeiter trafen, kommen gefährlich Nahe an die eigene Wohlfühlzone heran.
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Trooper » So 5. Jul 2020, 00:36


Habakuk2 hat geschrieben:Man kann über die Geste einzelner Beamte ja geteilter Meinung sein (wenn man denn über Sachverhalte urteilen möchte, bei denen man nicht dabei war).
Stimmt. Ich will denen ja auch nix Böses, auch wenn ich die Aktion für unbedacht halte.
Aber wir sind uns doch einig darüber, dass es eine andere Hausnummer ist, als ein deutschlandweite Anordnung an alle Beamte diese Geste zu vollziehen ? ;D
Stimmt ebenfalls. Daß allerdings die Behördenleitung und der zuständige Landesbezirk der größten Polizeigewerkschaft sich diese Unbedachtheit - volle Kraft voraus - anschließend publikumswirksam zu eigen machen, ist ebenfalls eine andere Hausnummer als der eigentliche Vorfall.

Daß ebendiese Gewerkschaft - meine übrigens - in der aktuellen Ausgabe ihrer Postille in den höchsten Tönen über die bösen staats- und polizeifeindlichen Linksextremen schimpft, mutet in diesem Kontext wie schlechter Witz an.



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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 5. Jul 2020, 00:37

Ich werde in 20 Jahren noch alles umflexen...und auch noch immer auf das Zitat warten.
:lah:

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Harkov » So 5. Jul 2020, 00:48

Das nützt meiner Mutter herzlich wenig. Sie geht nicht mehr in die Innenstadt, zum Dom oder über die Hauptstraße in Köln Kalk. Und Silvester kann man auch nicht mehr innerstädtisch Feiern.
Diese Verächtlichmachung von Sorgen, ist nicht in Ordnung. Ich bin weit davon entfernt irgendlwelchen depperten Strömungen auf den Leim zu gehen, links wie rechts. Und ich besitze genug Lebenserfahrung und WIssen über gesellschaftliche Zustände um zu behaupten, dass hier in Teilen etwas tüchtig schief läuft.

Und - das ist das Positive an meiner Aussage über die knieenden Jungs - es gibt kein strukturelles Rassismusproblem bei der Polizei in Deutschland. Das finde ich ungemein mehrwertig. Und weil man gute Arbeit / Ausbildung hier in diesem Lande verrichtet, darf man auch den Rücken gerade machen. Mehr sage ich nicht.
Zuletzt geändert von Harkov am So 5. Jul 2020, 00:52, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Habakuk2 » So 5. Jul 2020, 00:49

Ohne Smartphone wäre eben manches einfacher . Wenn ich überlege, was man alles so zum beim Unzulässigen Lärm einer Party machen kann.... :pfeif:

Das die Behördenleitung (politisch besetzt) auf den Zug aufspringt, ist aber doch nicht wirklich überraschend oder? Bei uns wurde zur WM verboten Deutschlandfahnen in Gruppenwagen aufzuhängen, dafür hat das PP zum CSD die Regenbogenfahne gehisst. Eine- nicht umstrittene- Behördenleitungsentscheidung, aber auch die bringt jetzt nicht mein Wertegerüst zum kippen.

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 5. Jul 2020, 01:00

Naja....wenn die größte community des Ereignislandes sich vor die Kollegen stellt, die eine Lage friedlich lösen....und nur wenige daran Anstoß nehmen, davon nicht mal alle vereidigt...ach, dann vergelt's Gott.
Und, Habakuk, als Berliner, wo Behörde und Politik verquickt sind: Dat is bei uns ja anders, woll? Die Abteilungsführung war entspannt, der PP war entspannt....und dann kam ja erst die Politik. Aber die hatten halt alle Infos und nicht nur das nicht abgesprochene Foto aus ungünstigem Blickwinkel, vom AfD nahen Günstling in die Welt gesetzt. Die hatten das Foto aus abgesprochener Perspektive. Alufolie aber derzeit mit 3 % Rabatt.
Ach so, gestern auf der Domplatte: Kein Problem. Letzte Woche war aber auch Venedig und Kroatien menschenleer. Findet halt alles im Kopp statt.
:lah:

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Habakuk2 » So 5. Jul 2020, 01:22

Na das meinte ich ja, kein Behördenleiter würde ich öffentlich gegen diese Aktion stellen. Wenn es der Lage nutzt und man sich noch in den Spiegel gucken kann (stark vereinfacht).

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon RafaelGomez » So 5. Jul 2020, 07:53

Aldous hat geschrieben:...
RafaelGomez hat geschrieben:
Sa 4. Jul 2020, 22:19
..., mit BLM in einem Atemzug genannt zu erden, wenn BLM tatsächlich politisch derart zu verorten wäre.
Wie kannst du etwas in Frage stellen, was BLM von sich selbst in eigenen Veröffentlichungen so behauptet?
Weil ich(!) nach meinen(!) Erfahrungen mit US-Amerikanern die dortigen Verhältnisse so sehe. Was die BLM von sich selbst behaupten, ist nachrangig. Plakatives Blendwerk mit Schlagworten gehört dort zum Programm, inhaltlich braucht’s wenig Substanz. So erklärt sich auch, dass ein ungebildeter Dussel dort Präsident werden konnte.
Das soll’s jetzt aber wirklich dazu gewesen sein, sry für OT, Mods.

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Old Bill » So 5. Jul 2020, 10:31

Ich möchte jetzt wirklich darum bitten diese Diskussion nicht ständig mit irgendwelchen Tiefschlägen zu führen weil die eigene Meinung (und dazu zählen die Posts mal eben, keiner schreibt hier für die breite Masse, auch wenn es sich manchmal so anhören soll) unter umständen nicht mehr mit vernünftiger Argumentation oder Tatsachen belegbar ist.
Auch von Rabattaktionen von Haushaltsartikeln möchte ich nichts mehr lesen, die Angebotsprospekte der örtlichen Konsummärkte kann sich jeder selbst zu Gemüte führen.
Wäre schade wenn man einen interessanten Thread (wieder einmal) schließen müsste weil für einige Wenige die freie Meinungsäußerung eine Einbahnstraße zu sein scheint.
In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Idioten suchen nach Schuldigen.
-Loriot-


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