Rassismus in der deutschen Polizei

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Controller » Mo 6. Jul 2020, 21:28

Alles gut und schön, angenommen du Trooper sitzt mit deiner Freundin irgendwo im schönsten Ausland im Park bei Sonnenschein und Picknick.
Ihr beide seid die einzigen Weißen.
Und nur ihr werdet von der Polizeistreife kontrolliert, IDF usw.
Das gibt euch doch zu denken, oder ??🤔🤔
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Officer André » Mo 6. Jul 2020, 21:39

Und genau dieses Szenario halte ich für unwahrscheinlich.
Wenn es nicht gerade im Görli-Park ist und der Vater eine Daunenjacke bei schönstem Sonnenschein trägt oder sich mit den Dealern vor Ort vertraut unterhält.
Ich wünsche mir das Gemüt eines Stuhls.
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon JKM » Mo 6. Jul 2020, 21:50

Officer André hat geschrieben:
Mo 6. Jul 2020, 12:57
Ich habe prinzipiell nicht gegen ein*e sog. Polizeibeauftragte*n. Solange es keine absurden Ausmaße annimmt. In Schleswig-Holstein hat man bisher überwiegend positive Erfahrungen gemacht.
Überwiegend anscheinend schon, es gibt aber auch Fälle, bei denen Beteiligte eine Parteilichkeit der Beauftragten moniert haben.

Vom Grundsatz finde ich so eine Institution auch nicht schlecht, es muss sich vielleicht noch etwas mehr einspielen.
Der kürzlich erschienene Tätigeitsbericht für 2016-2018 listet keine besonders hohe Zahl von Beschwerden bezüglich unrechtmäßiger Gewalt und unrechtmäßigen Handelns durch Polizeibeamte auf - und bei letzterem sind auch die meisten Beschwerden nicht gerechtfertigt gewesen.

Insbesondere denjenigen, die gerne die Zahlen von Anzeigen gegen Polizisten und daraufhin erfolgte Verurteilungen vergleichen (und nicht in Betracht ziehen, dass möglicherweise viele der angezeigten Sachverhalte rechtmäßiges Handeln der Polizei beinhalten), um einen ungesunden Korpsgeist, unwillige Justiz o. ä. zu belegen, dürften vermutlich mit so einer Institution auch nicht zufrieden sein...

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Officer André » Mo 6. Jul 2020, 21:59

Einigen wird auch dies niemals reichen. Bzw sie werden sich an den Einzelfällen hochziehen. Irgendwo findet sich immer noch ein Haar in der Suppe, das man breittreten kann. Gern auch über Jahre hinweg. Damit es nach mehr aussieht.
Ich wünsche mir das Gemüt eines Stuhls.
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 6. Jul 2020, 22:13

Die StA ist ja unabhängig. Deren geringe Anklage- und Verurteilungszahl wird ihr vorgeworfen - anstatt zu erkennen, dass die Indiz einer hohen Rechtmäßigkeit polizeilicher Maßnahmen widerspiegelt.

-editiert von schutzmann_schneidig-
:lah:

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Officer André » Mo 6. Jul 2020, 22:18

Wie ich mir kürzlich erklären lassen durfte, hängen Polizei, StA und Richter doch eh alle bei Dorffesten miteinander ab und man kennt sich und stößt gemeinsam an.
Made my day. Meinen viele aus diesem Kritikerlager aber ernst!

Ich war heute auch auf den Knien. Um Kinderkotze aufzuwischen. Zählt doch, oder?
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 6. Jul 2020, 22:19

Zählt immer. Ist ja verpönt.
:lah:

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Harkov » Mo 6. Jul 2020, 23:14

-editiert von schutzmann_schneidig-
https://www.tagesschau.de/inland/rassis ... i-103.html

der politische Sturm ist mitnichten vorbei. Meine Meinung; "Nicht knien, sondern Rücken gerade machen als Polizei in diesem Land" - ist vielleicht gar nicht so blöd, wie du sie hier abtust.
ABer NRW ist vom Geist nicht weit von Berlin entfernt. Vielleicht bekommst du die Segnungen der Berliner Polizeipolitik bald zu spüren. Dann merkst du vielleicht, dass ich nicht das Problem bin.
-editiert von schutzmann_schneidig-

Und ich glaube, bei all den fähigen Ermittlern hier, sollte doch der Unterschied zwischen einem eher funktionalem Knien, zwecks besserer Erreichbarkeit und dem Knien, als jahrtausende praktizierte Unterwerfungsgeste, bekannt sein.
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Habakuk2 » Mo 6. Jul 2020, 23:38

Angst vor dieser Studie sollten nur die haben , deren Ansichten ihren Beamtenstatus ( zu Recht ) gefährden. Eine rechtsstaatliche und demokratische Polizei ist transparent.

Damit zeigen wir mehr „Rücken“, als mit ducken und Mauern.

Achso , bücken ist nicht beugen . :polizei3:
Zuletzt geändert von Habakuk2 am Mo 6. Jul 2020, 23:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Controller » Mo 6. Jul 2020, 23:40

Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass seit damals, als der nackte Arnold im ersten Terminator, auf einem Knie und einer Faust gestützt in L.A. unserer Dimension und Zeit landete, alle Helden diese Haltung annehmen, wenn sie irgendwo runterspringen?

Als Unterwerfungsgeste deute ich das nicht, aber ok 😄😄
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Harkov » Mo 6. Jul 2020, 23:41

-editiert von schutzmann_schneidig-
Witziges Detail. Der einzige knieende Smilie der CZ nennt sich : "flehan"
Welch ein Zufall.
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Knaecke77 » Di 7. Jul 2020, 08:05

Habakuk2 hat geschrieben:
Mo 6. Jul 2020, 23:38
Angst vor dieser Studie sollten nur die haben , deren Ansichten ihren Beamtenstatus ( zu Recht ) gefährden. Eine rechtsstaatliche und demokratische Polizei ist transparent.

Damit zeigen wir mehr „Rücken“, als mit ducken und Mauern.

Achso , bücken ist nicht beugen . :polizei3:
Natürlich kann man gerne Geld für solche Studien ausgeben. Ob sie den viel neues zutage fördern würden? Einen institutionellen Rassismus gibt es nicht. Einzelfälle vermutlich schon. So wäre wahrscheinlich auch das Arbeitsergebnis der Studie.

Bin mir aber sicher, dass die (radikalen) Polizeikritiker nur ein negatives Studienergebnis akzeptieren würden. Alles was deren Weltbild widersprechen würde, würden diese Gruppen eh als "Fake" abtun.

Bei der Durchicht der Polizeimeldungen ist mir aufgefallen, dass der Vorwurf des Rassimus bei Kontrollen zugenommen haben muss und sich Unbeteiligte tlw. zu Solidaritätsadressen verpflichtet fühlen. Obwohl diesen der Grund der Kontrolle überhaupt nicht bekannt war. Selbst eine Gruppe grappschender Männer, subsaharischer Herkunft, hat vor kurzem an einem Bahnhof in der Nähe den einschreitenden Bahnpolizisten Rassismus vorgeworfen. :polizei4:

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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon Officer André » Di 7. Jul 2020, 09:29

Ich sehe einer Studie gelassen entgegen.
Hier hat man die Chance auf Seriösität zu achten. Einige scheinen darin eine Art Majestätsbeleidigung zu sehen.

Zu Take a Knie.
Ich empfehle die Doku „Ein amerikanischer Held“. Ich sehe darin keine Unterwürfigkeit.
MMn hat die deutsche Polizei es aber auch nicht so dringend nötig ein Zeichen zu setzen, wie die Amerikaner. In den USA herrschen Lebensbedingungen, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Gerade gestern Abend lief wieder eine sehr interessante Doku über die Armutsverhältnisse und Zugang zum Gesundheitssystem. Die USA sind nicht mit D vergleichbar.

Wenn es Situativ passt, kann man da auch ihm Dienst ein wertvolles Zeichen setzen. Differenzierung ist auch hier angesagt.
Ich würde da nicht unbedingt aus jeder Geste gleich einen Affront machen. Es wird immer Kritiker und Befürworter geben.
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Re: Rassismus in der deutschen Polizei

Beitragvon schutzmann_schneidig » Di 7. Jul 2020, 11:39

Officer André hat geschrieben:
Di 7. Jul 2020, 09:29
Ich empfehle die Doku „Ein amerikanischer Held“.
Der es im Übrigen nicht erfunden hat, sondern sich diese ursprünglich als Ausdruck christlicher Werteverbundenheit konzipierte Geste bei einem Kollegen abgeschaut hat. --> Tebowing
- It's a deadly stupid thing to point a gun (real or fake) at a police officer in the dark of night or the light of day -

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Beitragvon Officer André » Di 7. Jul 2020, 11:45

:zustimm: ich meine, dies geht auch aus der Doku hervor. Bild
Auf jeden Fall empfehlenswert in der aktuellen Diskussion Bild
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