Ex-PVB's

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chmuhl
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Ex-PVB's

Beitragvon chmuhl » Mi 27. Dez 2023, 17:06

Hi,
mich würde mal interessieren, wer oder warum den Dienst quittiert hat um dann in der freien Wirtschaft neue oder erneut anzufangen.

Ich fange mal mit mir an. Ich bin im April 1990 beim damaligen BGS eingestellt, und hab nach bestandenem Laufbahnlehrgang knapp 10 Jahre bei der BerPol verbracht. Anschliessend wurde Ich ins Dreiländereck D/F/CH versetzt wo Ich 20 Jahre in verschieden Positionen meine Dienst verbrachte. Sommer 23 entschied Ich mich doch einen anderen Weg zu beschreiten, und bin jetzt Kraftfahrer für Gefahrgut in der Schweiz und bereue diesen Schritt keineswegs, im Gegenteil...Ich wünscht Ich wär den Schritt schon vorher gegangen.
Mein letztes A9 Gehalt übertreff Ich mom locker und auch das Drumherum ist wesentlich entspannter.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und bereut oder feiert es?

Gruezi Wohl

chmuhl

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Re: Ex-PVB's

Beitragvon Supa-Falli-1 » Mi 27. Dez 2023, 20:12

Häh? Sorry- deine Laufbahn check ich ned ganz.

Du warst nach 33! Jahren A9??
Was lief denn da falsch?

Wäre es ned besser gewesen, noch auf Teilzeit die paar Jahre fertig zu machen für die doch ganz anständige Pension?

Naja- egal. Wenn es dir jetzt gut geht, hast du alles richtig gemacht. Meins wäre es nicht.

Gruss

Criss_mitchel
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Re: Ex-PVB's

Beitragvon Criss_mitchel » Mi 27. Dez 2023, 20:54

Warum ist da etwas falsch gelaufen? Vll war er im mittleren Dienst?

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Re: Ex-PVB's

Beitragvon Grenzaufsicht » Mi 27. Dez 2023, 21:21

Supa-Falli-1 hat geschrieben:
Mi 27. Dez 2023, 20:12

Du warst nach 33! Jahren A9??
Ist als Bundesbeamter im mD ein normaler Werdegang.

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Re: Ex-PVB's

Beitragvon Vollzugsbub » Do 28. Dez 2023, 01:17

chmuhl hat geschrieben:
Mi 27. Dez 2023, 17:06
Sommer 23 entschied Ich mich doch einen anderen Weg zu beschreiten, und bin jetzt Kraftfahrer für Gefahrgut in der Schweiz und bereue diesen Schritt keineswegs, im Gegenteil...Ich wünscht Ich wär den Schritt schon vorher gegangen.
Mein letztes A9 Gehalt übertreff Ich mom locker und auch das Drumherum ist wesentlich entspannter.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und bereut oder feiert es?

Gruezi Wohl

chmuhl
Moin, nach 33 Jahren??? Ich hoffe Du hast dir über deine Altersbezüge Gedanken gemacht?
Wenn Du deinen Beamtenstatus aufgegeben hast, wird vom Dienstherrn nur der Arbeitgeberanteil
nachversichert. Hier steht gesetzliche Rente der Pension gegenüber.....,
oder Du hast privat vorgesorgt?

Ich würd nicht hinschmeißen (habe wie Du auch 33 Jahre), wäre mir zu heikel, obwohl
ich auch allzu gerne in den Sack hauen möchte..........

:hallo:
es gibt viele fettnäpfchen, so viele das sie für alle reichen............

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Re: Ex-PVB's

Beitragvon Kilkenny » Sa 30. Dez 2023, 22:14

Wenn man sich mal ausrechnet, was man z.B. mit A11 Stufe 9 + 1 Kind in der freien Wirtschaft monatlich haben müsste, um weiterhin in der PKV zu sein und am Ende eine vergleichbare Pension zu haben, wirds interessant. Das ist nämlich ganz knapp sechsstellig und das muss man draußen erstmal für einen Job bekommen, den man als "quasi ungelernter" Polizist machen kann.

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Re: Ex-PVB's

Beitragvon Rennschnecke » So 31. Dez 2023, 08:19

Ich habe mehrere Kollegen, die in die freie Wirtschaft gegangen sind. Von A9 bis A11 alles dabei. Die A9er bei knapp unter 100k Einstiegsgehalt + Benefits, der A11er deutlich drüber. Aber mit Spezialiserung.

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Re: Ex-PVB's

Beitragvon Criss_mitchel » So 31. Dez 2023, 15:22

Klar Geschichten aus dem Paulaner Garten :)
100k Netto und einige 👍


Ich habe einige die vorher u.a. als Ingenieur bei großen Unternehmen gesrbeitet haben und zu uns gewechselt sind. Die meinten ja ist mehr aber auch nicht so krass sei denn man hat Glück und kommt auf die richtige Stelle aber du bist immer ersetzbar und du arbeitest (Stundenmässig) noch mehr als bei uns ins der Ehu. Zudem kommste wenn nicht privat vorsorgst nie auf eine annährende Rente.

Mein bester Freund ist in einem guten Leitungsposten in der Lebensmittelbranxhe der kommt auf an die 200k Brutto plus Bonus.
aber der geht morgens um 5 aus dem Haus kommt um 20 Uhr heim und macht dann noch 2 std Homeoffice
Und wenn am WE irgendetwas ist klingeot auch das Telefon und selten passiert das nicht.

Also Geld ist nicht alles.

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Re: Ex-PVB's

Beitragvon An_dy » So 31. Dez 2023, 16:04

Mit 100.000 gehört man, in der freien Wirtschaft, bereits zu den oberen 20% Topverdiener. Alles drüber ist schon obere 10%. Das verdienen also die Wenigsten. Spannend, was man immer so für Beträge hört. Alle gehören scheinbar zu den oberen 10% und 1%. Mit Spezialisierung, mag 100.000 noch machbar sein. Es mag Ausnahmen geben, die sich selbstständig gemacht haben und damit sehr erfolgreich sind. Ich verstehe dieses ständige Verlangen nach der fetten Kohle nicht. Wir verdienen gut und uns droht keine Altersarmut. Ist doch mega.
Wenn man sich einen neuen beruflichen Traum erfüllen möchte, ist das nachvollziehbar. Dann muss man diese Entscheidung für sich selbst treffen und diesen Weg gehen. Das Leben ist zu kurz, um seine machbare Träume nicht anzugehen.
Für viel Geld, muss man überall viel arbeiten und entsprechend hohe Verantwortung tragen. Man sollte nicht vergessen, dass Netto fast nur noch die Hälfte bleibt.

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Re: Ex-PVB's

Beitragvon Rennschnecke » Mo 1. Jan 2024, 16:47

Criss_mitchel hat geschrieben:
So 31. Dez 2023, 15:22
Klar Geschichten aus dem Paulaner Garten :)
100k Netto und einige 👍


Ich habe einige die vorher u.a. als Ingenieur bei großen Unternehmen gesrbeitet haben und zu uns gewechselt sind. Die meinten ja ist mehr aber auch nicht so krass sei denn man hat Glück und kommt auf die richtige Stelle aber du bist immer ersetzbar und du arbeitest (Stundenmässig) noch mehr als bei uns ins der Ehu. Zudem kommste wenn nicht privat vorsorgst nie auf eine annährende Rente.

Mein bester Freund ist in einem guten Leitungsposten in der Lebensmittelbranxhe der kommt auf an die 200k Brutto plus Bonus.
aber der geht morgens um 5 aus dem Haus kommt um 20 Uhr heim und macht dann noch 2 std Homeoffice
Und wenn am WE irgendetwas ist klingeot auch das Telefon und selten passiert das nicht.

Also Geld ist nicht alles.
Seit wann spricht man bei Gehältern von Netto? Bevor man also etwas als Lüge darstellt, vielleicht kurz überlegen, bevor man meint hier große Töne spucken zu müssen, ohne aber im Detail Ahnung zu haben.
Ich rede von Brutto. Aber ich richte den Kollegen gerne aus, dass sie mit ihren Arbeitgebern einen Gehaltsverzicht vereinbaren sollen, weil Du der Meinung bist, dass das nicht sein kann.

Keiner der Kollegen ist traurig und es werden ständig neue Kollegen abgeworben. Aber wie gesagt, mit Spezialisierung im SE-Bereich ist vieles möglich, wovon Du vielleicht keine Ahnung oder Vorstellung hast.

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Re: Ex-PVB's

Beitragvon Criss_mitchel » Mo 1. Jan 2024, 19:33

komm lass gut sein.
Auf der Ebene unterhalte ich mich gar nicht mehr weiter.

War selbst vorher in der freien Wirtschaft also erzähl mir nicht ich habe keine Ahnung.

Und bei 100k Brutto wemn ich dann die Abzüge rechne bei dem was raus kommt ist der Abstand ab A11 beim Netto auch nicht riesig, ob es sich dann lohnt auch hinsichtlich Rente usw.
Bleibt jedem selbst überlassen.
Da biste halt auch jederzeit ersetzbar.
Wirste längerfristig krank ist auch nach nen paar Wochen auch nichts mehr mit vollem Gehalt usw.

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Re: Ex-PVB's

Beitragvon SEKone » Mo 1. Jan 2024, 19:37

Unser Verdienst ist in Ordnung, mehr aber auch nicht. Vergleiche ich das Geld im Familien- und Verwandtenkreis, dann sehe ich mich im unteren Bereich der Liste. Wohlgemerkt sind dass alles keine Vorstandsvorsitzenden oder Doktoranden.
Zuletzt geändert von SEKone am Di 2. Jan 2024, 23:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ex-PVB's

Beitragvon Criss_mitchel » Mo 1. Jan 2024, 21:33

SEKone hat geschrieben:
Mo 1. Jan 2024, 19:37
Unser Verdienst ist in Ordnung, mehr aber auch nicht. Vergleiche ich das Geld im Familien- und Verwandtenkreis, dann sehe ich mich im unteren Bereicht der Liste. Wohlgemerkt sind dass alles keine Vorstandsvorsitzenden oder Doktoranden.
Die Erfahrung habe ich bisher nicht gemacht klar habe da welche besseres Brutto aber bei dem was am Ende ankommt steh ich entweder gleich oder bedeutend besser da


Alle gleiches Alter wie du?

Du kannst dich jetzt auch nicht mit einem vergleichen der 20 Jahre länger in irgendeinem Beruf steht als du.


Wenn du guckst wo der Durchschnittslohn liegt stehen wir schon deutlich besser da.
Wenn ich zu meinem besten Freund gucke stehe ich natürlich deutlich schlechter da.
Und ich denke das kaum einer, weil es auch genug gibt die nicht Vorsorgen, im Alter an Rente hat wie du als Pension.


Oder in Coronazeiten also wir mussten keine Sorge um unseren Job und unser Geld haben da gab es aber einige in der freien Wirtschaft je nach Branche die "goldene Jahre" hatte und von jetzt auf gleich Existenzängste.

An_dy
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Re: Ex-PVB's

Beitragvon An_dy » Mo 1. Jan 2024, 21:39

Wer sich so einfach abwerben lässt und nur aufs Geld schielt, der ist auch nicht mit Überzeugung und Herzblut dabei.
Ich halte es weiterhin mit:
Polizei ist kein Job, sondern eine Lebenseinstellung.

Kontusion
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Re: Ex-PVB's

Beitragvon Kontusion » Mi 3. Jan 2024, 06:53

Von den 5 Kollegen die ich kenne (A9-11) hat sich beim Wechsel niemand finanziell verschlechtert (beim Netto).
Teilweise waren die Gehaltssprünge sehr hoch, verbunden mit entsprechend mehr bzw. noch deutlich flexibleren Arbeitszeiten, in den anderen Fällen hat sich die Arbeitszeit eher verringert (35 Stunden oder 4 Tage Woche). Waren allerdings auch alles die schon erwähnten Spezialisierungen.
In keinem mir bekannten Fall war das Gehalt der Grund für den Wechsel sondern eher die Frustration mit dem bisherigen Arbeitgeber.

Ohne das Ganze bewerten zu wollen habe ich, das Gefühl, dass bei vielen Kolleginnen und Kollegen Überzeugung bzw. Herzblut relativ schnell Ernüchterung weichen. Und dann ist der Schritt, die Polizei eben nur als einen von vielen möglichen Arbeitgebern zu sehen nicht mehr so groß.
Sicherlich bietet der Beruf sehr vielfältige Möglichkeiten, der "Arbeitgeber" bleibt ja aber trotzdem der gleiche. Und wenn ich mit dem unzufrieden bin muss vielleicht ein neuer her...
Und Jobsicherheit spielt zumindest aktuell je nach Lebensalter aufgrund des Arbeitsmarktes auch nicht mehr so sehr eine Rolle wie vielleicht früher noch.


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