Was sieht die freie Heilfürsorge / PÄD bezüglich verschreibungspflichtiger Medikamente

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Polizeikatze1337
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Was sieht die freie Heilfürsorge / PÄD bezüglich verschreibungspflichtiger Medikamente

Beitragvon Polizeikatze1337 » Di 22. Sep 2020, 18:12

Hallo Copzone,

zunächst einmal bin ich Polizeibeamter auf Probe. Wenn ich mir durch meinen Hausarzt ein verschreibungspflichtiges Medikament verschreiben lasse, sieht das denn die freie Heilfürsorge und dann auch der PÄD?
Sehen die, welches Medikament das ist, bzw. welche Diagnose bei mir festgestellt wurde?

Ich frage deshalb, da bei der Ennenung zum Beamten auf Lebenszeit ja nochmal mit dem PÄD gesprochen wird und die ja fragen werden, ob ich irgendetwas hatte. Wenn ich dann nein sage, werden die dann Einsicht in meine vom Hausarzt festgestellten Diagnosen haben?

Gruß!

Polimannzei
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Re: Was sieht die freie Heilfürsorge / PÄD bezüglich verschreibungspflichtiger Medikamente

Beitragvon Polimannzei » Di 22. Sep 2020, 22:14

Hallo,

was genau möchtest du denn nun wissen? :gruebel:

Bzw. was genau hast du vor? Absichtlich falsche Angaben machen? Ist vllt. nicht die allerbeste Idee (egal in welchem Fall).

Grüße

easyy

Re: Was sieht die freie Heilfürsorge / PÄD bezüglich verschreibungspflichtiger Medikamente

Beitragvon easyy » Do 24. Sep 2020, 19:32

Hallo an alle,

Ich hätte da mal zwei Fragen.
Wenn man als Beamter auf Widerruf operiert wird, aufgrund einer Verletzung, bekommt der PÄD ja die Akte aus dem Krankenhaus.
Entscheidet der PÄD dann, ob man Polizeidiensttauglich ist oder der Dienstherr?
Eine weitere Frage wäre, ob der Dienstherr bei der Ernennung zum PM die Krankenakte sich anschaut?

Vielleicht kann mir da ja jemand eine Antwort darauf geben :)
Dankeee :)

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zulu
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Re: Was sieht die freie Heilfürsorge / PÄD bezüglich verschreibungspflichtiger Medikamente

Beitragvon zulu » Sa 26. Sep 2020, 13:43

Der PÄD ist ja im Grunde der Dienstherr. Solche Verletzungen / Eingriffe musst du spätestens bei der Untersuchung / Befragung zur Ernennung auf Lebenszeit melden und dann auch die Akten vorlegen. Das kann im schlimmsten Fall zur Untauglichkeit führen, ja.

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Re: Was sieht die freie Heilfürsorge / PÄD bezüglich verschreibungspflichtiger Medikamente

Beitragvon 1957 » Sa 26. Sep 2020, 18:28

Nein, der "PÄD" ist nicht der Dienstherr. Der "Dienstherr" ( analog Arbeitgeber) holt sich bei entsprechenden Entscheidungen ( z.B. Verbeamtung auf Lebenzeit) die erforderlichen Informationen ein. Der PÄD hat dem als nachgeordnete Dienststelle im gesetzlichen Rahmen zu entsprechen, was im Grunde ein polizeiärztliches Gutachten nach sich zieht, welches bei der zuständigen Zentralabteilung (ZA) zur Entscheidungsfindung landet.



Hier etwas zum Prozedere:

https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_tex ... n=N&menu=1

https://www.hotstegs-recht.de/?p=1532

easyy

Re: Was sieht die freie Heilfürsorge / PÄD bezüglich verschreibungspflichtiger Medikamente

Beitragvon easyy » So 27. Sep 2020, 14:57

Also wie ich das jetzt richtig verstanden habe, hätte der PÄD aber längst schon einen Urteil über eine Polizeidienstuntauglichkeit Verfahren eingeleitet, wenn er aufgrund der Verletzung zu dieser Entscheidung gekommen wäre?

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Re: Was sieht die freie Heilfürsorge / PÄD bezüglich verschreibungspflichtiger Medikamente

Beitragvon 1957 » So 27. Sep 2020, 17:27

Kannste das mal verständlich formulieren?


https://info-beihilfe.de/welche-daten-d ... itergeben/

easyy

Re: Was sieht die freie Heilfürsorge / PÄD bezüglich verschreibungspflichtiger Medikamente

Beitragvon easyy » So 27. Sep 2020, 17:42

Ja klar sorry,

Unswar es geht um folgendes,

Ich wurde während der Ausbildung operiert. Nach der Op wurde ich beim PÄD vorstellig und besprachen mein Zustand. Er meinte mir, dass er nach PDV 300 meine Tauglichkeit beurteilen müsste und mir dann im Falle einer Untersuchung mir Bescheid geben würde. Es kam jedoch nichts mehr. Im weiteren Verlauf der Ausbildung hatte ich keine Beschwerden, habe alle sportlichen Leistungen bestanden. Im 2. Dienstjahr hatte ich eine Sprechstunde mit einem anderen PÄD, der mir versicherte, dass mein Zustand kein Ernennungshindernis darstellen würde. Nun interessiert es mich, ob man vor der Ernennung zum PM, die Krankenakte in Augenschein nimmt oder nicht?

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Re: Was sieht die freie Heilfürsorge / PÄD bezüglich verschreibungspflichtiger Medikamente

Beitragvon 1957 » So 27. Sep 2020, 19:03

Bei einer Regelbeförderung/ -Ernennung wird man das wohl nicht tun. Anders bei der Verbeamtung auf Lebenszeit.

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Re: Was sieht die freie Heilfürsorge / PÄD bezüglich verschreibungspflichtiger Medikamente

Beitragvon Polizeikatze1337 » Mo 28. Sep 2020, 17:01

Polimannzei hat geschrieben:
Di 22. Sep 2020, 22:14
Hallo,

was genau möchtest du denn nun wissen? :gruebel:

Bzw. was genau hast du vor? Absichtlich falsche Angaben machen? Ist vllt. nicht die allerbeste Idee (egal in welchem Fall).

Grüße
Hauptsächlich interessiert mich, ob der PÄD über jeden Arztbesuch über die Freie Heilfürsorge Wind bekommt, da manches einfach privat/intim ist und den Arbeitgeber nichts angeht.

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Re: Was sieht die freie Heilfürsorge / PÄD bezüglich verschreibungspflichtiger Medikamente

Beitragvon 1957 » Mo 28. Sep 2020, 17:05

Nein, bekommt er nicht.


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