Anti-Terror-Kampf wie brauchbar?

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Trooper
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Re: Anti-Terror-Kampf wie brauchbar?

Beitragvon Trooper » Mi 27. Apr 2011, 22:50

Mal langsam. Da ich - allen anderslautenden Gerüchten zum Trotz - nicht auf dem Baum schlafe, ist mir völlig klar, daß die von manchen Ausbildern immer noch vermittelte Masche "Ich hüpf auf Zählung im Kreis herum und mach den Kipphandhebel-Rechtsrum-Linksrum-Tanz" Blödsinn ist. Und ich bin mir durchaus der Tatsache bewußt, daß es lageabhängig durchaus erforderlich sein kann, dem Gegenüber ordentlich was an die Kauleiste zu hauen.

Die Lösung für das Problem ist aber nicht, irgendwelche Hochrisiko-Killertechniken zu unterrichten, sondern robuste Konzepte für das Überwältigen des Täters zu vermitteln, die ab einem gewissen Ausbildungsstand auch in einer freien Sparringsumgebung trainiert werden. Dazu gehören boxerische Grundfertigkeiten und Deckungsverhalten, um die Schlagdistanz einigermaßen unbeschadet und möglichst schnell überwinden zu können, Clinchfähigkeiten und einige wenige "high percentage"-Takedowns, um möglichst schnell vom Stand in den Boden überzugehen und Grundlagen des Bodenkampfs, um eine dominante Position zu erreichen und den Täter zumindest bis zum Eintreffen der Verstärkung kontrollieren zu können.

Das Zerschlagen von Kehlköpfen und ähnlicher lebensgefährlicher Spielkram hat in einer polizeilichen Ausbildung nix zu suchen. Mal ganz davon abgesehen, daß man das zielgenaue Schlagen eines sich wehrenden Gegners ohnehin im Grunde nur durch häufiges Sparring wirklich lernen kann - und dabei fallen Kehlkopfschläge aus Gründen des Verletzungsrisikos eh raus.
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new kirk
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Re: Anti-Terror-Kampf wie brauchbar?

Beitragvon new kirk » Mi 27. Apr 2011, 23:25

:gruebel: Ich habe sowas mal in einem "undemokratischem" Staat bei einer "undemokratischen" Armee gelernt.
Und nun mach ich meinen Job bei einer demokratischen Polizei.
Wichtig ist einfach nur das Erlernte gezielt und nicht mit einer Verletzungsabsicht anzuwenden!
Zahlungswillige Knalltüten sollten Dojobetreiber von vornherein abweisen... :pfeif:
Das Sozialverhalten der Tüpfelhyänen ist einzigartig unter den Raubtieren, es gleicht vielmehr dem mancher Altweltaffen, etwa den Pavianen.

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Re: Anti-Terror-Kampf wie brauchbar?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Do 28. Apr 2011, 09:08

new kirk hat geschrieben::gruebel: Ich habe sowas mal in einem "undemokratischem" Staat bei einer "undemokratischen" Armee gelernt.
Und nun mach ich meinen Job bei einer demokratischen Polizei.
Merkste wat?
:lah:

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Re: Anti-Terror-Kampf wie brauchbar?

Beitragvon zulu » Do 28. Apr 2011, 13:51

new kirk hat geschrieben::gruebel: Ich habe sowas mal in einem "undemokratischem" Staat bei einer "undemokratischen" Armee gelernt.
Was für ein Vergleich! Sowas lernt man auch in einer demokratischen Armee. Aber im Ernstfall muss man dann auch niemanden vorzugsweise unverletzt festnehmen oder überwältigen. Sondern einfach ausschalten. -> Hinkt.

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Re: Anti-Terror-Kampf wie brauchbar?

Beitragvon Sportpeter » Do 28. Apr 2011, 14:04

:) Auch ich durfte von H. Weiland lernen, leider ist er bereits verstorben. Umbenennen wird für ihn also schwierig werden.
Letztlich liegts an jedem selbst, was er macht und wie er klar kommt...da kann alles helfen...

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Re: Anti-Terror-Kampf wie brauchbar?

Beitragvon gelbesGänseblümchen » Do 28. Apr 2011, 16:20

Sportpeter hat geschrieben::) Auch ich durfte von H. Weiland lernen, leider ist er bereits verstorben. Umbenennen wird für ihn also schwierig werden.
Letztlich liegts an jedem selbst, was er macht und wie er klar kommt...da kann alles helfen...
Genau dasselbe hab ich auch schon geschrieben. :zustimm:
"Libenter homines id, quod volunt, credunt."
Die Menschen glauben gerne das, was sie wollen.

Gaius Iulius Caesar

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Re: Anti-Terror-Kampf wie brauchbar?

Beitragvon chris2424 » Do 28. Apr 2011, 21:27

Also war gestern im ATK-Training und muss sagen das es doch in die Richtung geht die ich gesucht habe. Einen gezielten Schlag auf den Kehlkopf wurde mir jetzt nicht gezeigt sondern ein Griff an den Kehlkopf. Der Trainer ist ein sehr umgänglicher Typ hat eine ruhige Art alles zu vermitteln. Die Qualität der Ausbildung ist im vergleich zum Vereinssport doch interessanter. Ich denke das ich die Budosportart wechseln werde und mich auf ATK konzentrieren werde.

Zum Namen Anti-Terror-Kampf ist mir noch ein Gedanke gekommen, wenn ich das ganz richtig verstanden habe hat Horst Weiland ATK in den 70er entwickelt. Dies war wenn ich mich richtig erinnere die hochzeit des Terrors in Deutschland (München 1972, RAF). Ich denke das diese Bedrohung Herrn Weiland zu diesem Namen bewegt hat. Wenn ich falsch liegen sollte soll es mir die Götter von Googel und Wikipedia verzeihen. :gruebel:
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Re: Anti-Terror-Kampf wie brauchbar?

Beitragvon Plessow2006 » Do 5. Mai 2011, 13:27

Ich denke das ich die Budosportart wechseln
Wat hast du den vorher gemacht?
Oder habe ich das überlesen :gruebel:


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