Anwendung der SV-Technicken

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Beitragvon Anonym » Di 25. Jan 2005, 12:31

Ich wollte mal die Polizisten hier fragen wie oft sie in ihrem Dienst schon ihre Selbstverteidigungstechnicken anwenden mussten . Kommt das oft vor , oder schafft ihr es so gut wie immer die Situation zu deeskalieren ?

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Beitragvon MICHI » Di 25. Jan 2005, 13:28

da in den vergangenen jahren, und ein ende ist leider nicht abzusehen, die gewalt gegen polizeibeamte und hier insbesondere die widerstandshandlungen zugenommen haben, kommt man häufiger in die situation, sich entsprechend zur wehr zu setzen, bzw. seine maßnahmen mit zwang durchzusetzen als einem lieb ist und man wendet natürlich dann das erlernte an.
Gruß
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Beitragvon Heckklar » Di 25. Jan 2005, 15:10

Würdest du sagen, das du durchschnittlich dich jeden Tag (mit den SV-Techniken) verteidigen musst?

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Beitragvon MICHI » Di 25. Jan 2005, 18:18

[quote=""Heckklar""]Würdest du sagen, das du durchschnittlich dich jeden Tag (mit den SV-Techniken) verteidigen musst?[/quote]

nein, man selbst nicht täglich, aber verteilt auf 24 std.(auf drei dienstgruppen) kommen entsprechende situationen schon fast täglich vor.
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Beitragvon Ubootfahrer » Mi 26. Jan 2005, 07:17

Es kommt immer ganz darauf an, in welchen Bereichen der Polizei man arbeitet, und mit welchen Personengruppen man zu tun hat.

Weitere Äußerungen zu irgendwelchen täglichen Einsatzsituationen schenke ich mir. (Komme ja bekandlich aus Bremen und wir haben da ja gerade etwas am laufen..........) da könnte meine weiterführenden Äußerungen vielleicht falsch verstehen. :cry:
Im Prinzip JA aber, wir prüfen das mal !!!

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Beitragvon Elite-Troll » Mi 26. Jan 2005, 10:25

schließe mich auch der meinung an, dass evtl. gewalt durch das polizeiliche gegenüber bedingt ist... viele diese situationen lassen sich noch verbal irgendwie händeln. so richtige gewaltätige auseinandersetzungen sind eigentlich auch nicht an der tagesordnung. auch nicht auf drei dienstgruppen verteilt.

ist aber auch gut so, da in meinen augen der ausbildungsstand im einzeldienst hierfür nicht vorhanden ist (los her zerreißt mich :/ ). und die meisten situation, in denen es richtig "brockt" durch waffengewalt (zb. peffer, stock) oder menpower bewältigt werden
Gruß
einer, der nur komische Einsätze fährt :)

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Beitragvon MICHI » Mi 26. Jan 2005, 12:00

[quote=""Elite-Troll""] so richtige gewaltätige auseinandersetzungen sind eigentlich auch nicht an der tagesordnung. auch nicht auf drei dienstgruppen verteilt.

[/quote]

nur mal als beispiel...von letztem donnerstag, bis montag 4 x widerstand bei uns.
und die meisten situation, in denen es richtig "brockt" durch waffengewalt (zb. peffer, stock) oder menpower bewältigt werden
wie auch sonst :nein:
Gruß
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Beitragvon Trooper » Mi 26. Jan 2005, 16:05

Nun, es hängt wohl auch davon ab, wo man Dienst verrichtet. Bei uns auf dem platten Land kommt sowas tendenziell etwas seltener vor, aber dafür ist dann auch keine Verstärkung unter 20 Minuten da, wenn man nicht gerade einen Glückstag hat.

Das hat dazu geführt, daß neulich ein Kollege eine Festnahme nach einer Discoschlägerei ganz alleine durchführen wollte, weil sein Partner damit beschäftigt war, sicherzustellen, daß die Geschädigten nicht noch eins auf die Nase bekamen. Der festnehmende Kollege hätte um Haaresbreite sein Augenlicht verloren. Macht einen ganz schön nachdenklich, sowas...


mfg

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Beitragvon Police-Lieutenant » Do 27. Jan 2005, 02:17

Ja Trooper, auf dem Lande ist das bestimmt manchmal beschissen!
Umso schlimmer dann, wenn die Frauenquote zu hoch ist! (jetzt gibt´s bestimmt Ärger :D )

Aber soweit ich weiß sind, entsprechend der Rechtsprechung, die Anforderungen an die Verhältnismäßigkeit herabgesetzt, wenn du zahlenmäßig oder körperlich unterlegen bist.
Soll heißen, das Einschreiten unsererseits kann auch ruhig ein bißchen rabiater erfolgen! Beim ersten Zucken des Gegenübers ... Pfefferspray!
Die faire Chance eines "Zweikampfes" müssen wir ihm nicht geben!

Sollte es doch dazu kommen müßte man eben das Erlernte einsetzen!
In meinem Fall wurde im Studium Ju-Jutsu gelehrt.
Bisher habe ich es bruchstückhaft eingesetzt, aber gute Erfahrungen gemacht.
Am liebsten kläre ich jedoch auf Distanz (Pfeffer oder Stock)!

... und das Widerstandshandlungen durchschnittlich 1x in 24 h vorkommen, kann ich aus meiner Sicht auch bestätigen.
Oft kann man aber auch durch die gute Beachtung von Eigensicherungsgrundsätzen Widerstände im Aufkeimen ersticken. (d.h. ich zeige ihm von Anfang an, du hast keine Chance)

MfG
P.


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