Zu "jung" für Ausbildung, welchen Werdegang für erneutes Bewerben in 3-4 Jahren

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Energy118
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Zu "jung" für Ausbildung, welchen Werdegang für erneutes Bewerben in 3-4 Jahren

Beitragvon Energy118 » Mi 1. Jul 2020, 19:59

Guten Tag,
Ich hatte dieses Jahr ein Auswahlverfahren in Baden W. (mittlerer Dienst Justizvollzug)
Habe es soweit auch alles bestanden, da ich aber erst 20 Jahre alt bin
und frisch mein Fachabitur gemacht habe, wurde es leider nichts
Die anderen Bewerber waren alle mitte/Ende 20 (Ausnahme 2 Frauen frisch von der Realschule).
Es wurde mehrfach erwähnt das die jüngeren Bewerber sich nicht allzugroße Hoffnungen machen sollen,
weil in dem Beruf eine gewisse Lebenserfahrung/Reife erforderlich ist.
Nach dem Vorstellungsgespräch hat mich der Ausbildungsleiter zur Türe begleitet und meinte unter 4 Augen zu mir,
er würde sich sehr freuen,
wenn es mit mir klappt, er wird gleich die anderen versuchen zu überzeugen,
aber alleine kann er das nicht entscheiden.

Nach einem Monat habe ich eine Absage erhalten, die ich jedoch nachvollziehen kann, aufgrund der vielen erfahreren Mitbewerbern.

Da es weiterhin ein großer Wunsch von mir ist im Justizvollzug zu arbeiten, wollte ich mich in 3-4 Jahren erneut bewerben
mit Mitte 20 sollte mehr erfahrung vorhanden sein, einfach nächstes Jahr nochmal bewerben macht in meinen Augen wenig Sinn,
in einem jahr tut sich da nicht viel)

Meine eigentliche Frage ist, wie kann ich die 3- Jahre optimal nutzen um etwas zutun, dass positiv bei einer erneuten Bewerbung auffällt.

Aktuell arbeite ich Vollzeit im Lager in einer großen Firma, ich verdiene dort gutes Geld aber es erfüllt mich nicht, ich sehe es als Überbrückung.
Eine Ausbildung als Überbrückung kommt für mich nicht in Frage, da arbeite ich lieber Vollzeit.

Ich habe mir überlegt ein Freiwilliges Soziales Jahr, oder eine Fortbildung als Rettungssanittäter zu machen und dort dann 2-3 Jahre zu arbeiten.
Da man dort bestimmt viel essentielles lernt, das später im Vollzug hilfreich sein kann.

Oder denkt ihr 3-4 jahre Vollzeit im Lager weiterarbeiten und dann erneut bewerben geht auch in Ordnung?
Mir geht es nur um den Beruflichen Aspekt,
in meiner Freizeit mache ich bereits alles mögliche das sich positiv auf eine erneute Bewerbung ausübt (viel Sport und co.)


Vielleicht ist unter euch einer der mir meine Frage beantworten kann,
wie er vielleicht in meiner Situtation handeln würde.

Mit freundlichen Grßen Energy

marius302
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Re: Zu "jung" für Ausbildung, welchen Werdegang für erneutes Bewerben in 3-4 Jahren

Beitragvon marius302 » Do 2. Jul 2020, 02:06

Wahrscheinlich doofe Antwort aber was ist wenn du es bei der Polizei probierst? Kann man nicht vergleichen aber macht sicher auch Spaß, zahlen sogar in der Ausbildung gut und kannst während der Ausbildung Immernoch sagen ne will lieber in die JVA. Hast schon einiges gelernt was später auch wichtig ist.
Oder bist du voll vom Justizvollzugsbeamten überzeugt?

Alternativ kannst du auch versuchen dich vorerst als Tarifbeschäftigter im Justizvollzug zu bewerben. Da haben die glaub weniger bewerber. Und bist auch im Justizvollzug tätig, verdienst geld, bereitet dich Top aus dir Ausbildung später vor.

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Luk91
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Re: Zu "jung" für Ausbildung, welchen Werdegang für erneutes Bewerben in 3-4 Jahren

Beitragvon Luk91 » Do 2. Jul 2020, 13:03

Weil Polizei und Justizvollzug ja auch so viel gemeinsam haben! :polizei10:
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Re: Zu "jung" für Ausbildung, welchen Werdegang für erneutes Bewerben in 3-4 Jahren

Beitragvon Proud » Do 2. Jul 2020, 14:23

Finde den Ansatz gut, etwas zu tun was dich im Justizvollzug weiterbringt. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass es wirklich dein "Traumberuf" ist. Etwas in Richtung Sanitäter oder FSJ kann nie Schaden. Vielleicht findet sich auch etwas im öD. Kann dir danach angerechnet werden.

Den Vergleich mit der Polizei...Naja.

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Re: Zu "jung" für Ausbildung, welchen Werdegang für erneutes Bewerben in 3-4 Jahren

Beitragvon John_Doe » Do 2. Jul 2020, 14:48

Mach ein FSJ im Ausland, Work and Travel, geh auf Reisen oder mach was Vergleichbares. Du bist Jung und hast vermutlich noch nicht soviele Verpflichtungen, die dich binden. Wenn du einmal mit beiden Beinen im Berufsleben stehst, ist es nicht mehr so leicht rumzukommen und was von der Welt zu sehen.

Ich werde 30 Jahre alt sein, wenn ich mit meiner Ausbildung bei der Polizei fertig bin und ich bin ziemlich froh darum, dass ich vorher die Zeit genutzt habe, um meinen Horizont zu erweitern.

Darüber hinaus ist der Ansatz mit dem Sanitäter, oder was im öffentlichen Dienst zu machen, eine super Idee.
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Re: Zu "jung" für Ausbildung, welchen Werdegang für erneutes Bewerben in 3-4 Jahren

Beitragvon matzeman » Do 16. Jul 2020, 08:43

Energy118 hat geschrieben:
Mi 1. Jul 2020, 19:59
Guten Tag,
Ich hatte dieses Jahr ein Auswahlverfahren in Baden W. (mittlerer Dienst Justizvollzug)...
In welcher Anstalt hast du dich denn beworben? Bei uns springen 18/19 jährige Anwärter rum.

johannana
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Re: Zu "jung" für Ausbildung, welchen Werdegang für erneutes Bewerben in 3-4 Jahren

Beitragvon johannana » Do 10. Sep 2020, 05:33

Ich habe exakt das gleiche „Problem“ wie du. Bin weiblich und mittlerweile 24 Jahre alt und für ein Jahr nun im Ausland, weil auch ich meine Zeit sinnvoll nutzen möchte, bis ich mich erneut bewerbe.

Seit meinem 20 Lebensjahr bewerbe ich mich immer wieder aufs Neue- auch in verschiedenen Bundesländern, im Justizvollzug.
Leider immer an mangelnder Lebenserfahrung und abgebrochener Ausbildung gescheitert.

Gib dir selber Zeit, verdiene und spare dein Geld, geh eventuell zur Bundeswehr für 12 Monate (wenn das für dich in frage kommt- denn das kommt gut an, so mein Gefühl da jedes Mal Ex-Soldaten in meinen Auswahlverfahren die Favoriten waren) und bereite dich körperlich und mental bestens vor.

Ich wünsche dir viel Erfolg - irgendwann wird es klappen, bei uns beiden!


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