Zuschüsse vom Staat oder Land als Anwärter?

Erfahrungsberichte, Probleme und Verbesserungsvorschläge...

Moderator: Team Justizvollzug

shikaku
Cadet
Cadet
Beiträge: 21
Registriert: So 28. Sep 2014, 17:32

Zuschüsse vom Staat oder Land als Anwärter?

Beitragvon shikaku » Sa 6. Jun 2015, 13:55

Hallo Leute, ich hätte da mal eine Frage.

Ich bin Anwärter in NDS, seit anfang des Jahres.
Jetzt ist meine Frage, ob man Zuschüsse vom Staat iwie bekommen könnte?

Ich hatte vorher wie die meisten auch, einen anderen Beruf und habe mehr verdient, jetzt habe ich deutlich weniger und man hat bestimmte Fixkosten wie zB. die Whg die man bezahlt oder die Benzinkosten zum Dienst.
Ich weiß man hat es sich ausgesucht, evtl.könnt Ihr mir die Frage ja beantworten.
Oder habt Ihr Tipps für mich was man machen kann?

Ich habe gehört das einige sich verschuldet haben während der Zeit als Anwärter, jedoch habe ich daran keine Interesse.

Darum nochmal die Frage:
Zuschüsse vom Staat bzw. vom Land möglich, oder andere Tipps?

MfG Shikaku

zerava
Cadet
Cadet
Beiträge: 36
Registriert: Do 31. Okt 2013, 20:53

Re: Zuschüsse vom Staat oder Land als Anwärter?

Beitragvon zerava » Sa 6. Jun 2015, 16:20

Tipps: die eigenen Ansprueche während dieser Zeit zurückschrauben. Zuschüsse gibt es nicht, warum auch? Das Anwaertergehalt ist nicht gerade niedrig angesetzt.

Benutzeravatar
Guard
Moderator
Moderator
Beiträge: 1829
Registriert: Sa 8. Dez 2007, 00:00
Wohnort: NRW

Re: Zuschüsse vom Staat oder Land als Anwärter?

Beitragvon Guard » So 7. Jun 2015, 01:49

Du könntest, solltest du im BSBD sein, einen Kleinkredit in Anspruch nehmen.
Einfach mal mit deinem Ortsverbandvorsitzenden reden, der kann da vermitteln.
Ein Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung!

Pro Dienstgradabzeichen für die Justiz . Pro bessere Außendarstellung / Öffentlichkeitsarbeit !!

Gast

Re: Zuschüsse vom Staat oder Land als Anwärter?

Beitragvon Gast » So 7. Jun 2015, 10:11

Hallo.

Also, wie Du schon angemerkt hast, man weiß ja vorher, worauf man sich einlässt und sollte auch in etwa wissen, was einem an Verdienst während der Ausbildung zur Verfügung steht.
Wenn man vorher in einem anderen Beruf ordentlich verdient hat, muss man seine Ansprüche halt für die 2 Jahre der Ausbildung zurück stellen.

Grundsätzlich aber, erhält man als Anwärter im Justizvollzug eine gute Ausbildungsvergütung/Gehalt. Da kann sich eigentlich keiner beschweren, denke die Politik ist daran interessiert, erfahrene Menschen für diesen Berufszweig zu gewinnen und stellt daher, in der Regel, auch den Anwärtersonderzuschlag bereit, so kann man weiterhin sein Haus abzahlen usw.
Wie gesagt, dass die 2 Jahre Ausbildung was das Geld betrifft, nicht einfach ist, ist jedem klar, aber gut machbar, haben andere auch geschafft :zustimm: .

Aber wie Guard vorgeschlagen hat, sich über die BSBD einen Kleinkredit zu holen oder ähnlichem, würde ich abraten.

Versuche es so, sprich mit dem Vermieter oder Bank, evt. die Kosten etwas zurück zu schrauben, später nachzahlen oder oder oder oder....

Was Du machen könntest, zum AA gehen, dort mal nachragen, ob Du Wohngeld etc. erhalten kannst. Aber denke, sieht eher schlecht aus!!!!!

shikaku
Cadet
Cadet
Beiträge: 21
Registriert: So 28. Sep 2014, 17:32

Re: Zuschüsse vom Staat oder Land als Anwärter?

Beitragvon shikaku » So 7. Jun 2015, 11:13

ich danke euch für eure hilfe,

ja das ding ist dass ich eig gar keine ansprüche habe, sondern dass das meiste geld halt für whg draufgeht und benzinkosten, zudem bin ich noch in einer öffentlichen krankenkasse und zahle da 250euro monatlich, da ich eine behandlung angefangen habe damals, als ich noch nicht im beamtenverhältnis war.und die private kasse hätte es nicht übernommen, somit bleibt eig wenig oder nichts über.

ich danke euch für eure hilfe und werde mich mal informieren beim amt etc. =)

Benutzeravatar
Beverly Hills Cop
Corporal
Corporal
Beiträge: 401
Registriert: Mi 1. Feb 2012, 17:34

Re: Zuschüsse vom Staat oder Land als Anwärter?

Beitragvon Beverly Hills Cop » So 7. Jun 2015, 11:21

Messalah hat geschrieben:Hallo.

Also, wie Du schon angemerkt hast, man weiß ja vorher, worauf man sich einlässt und sollte auch in etwa wissen, was einem an Verdienst während der Ausbildung zur Verfügung steht.
Wenn man vorher in einem anderen Beruf ordentlich verdient hat, muss man seine Ansprüche halt für die 2 Jahre der Ausbildung zurück stellen.

Grundsätzlich aber, erhält man als Anwärter im Justizvollzug eine gute Ausbildungsvergütung/Gehalt. Da kann sich eigentlich keiner beschweren, denke die Politik ist daran interessiert, erfahrene Menschen für diesen Berufszweig zu gewinnen und stellt daher, in der Regel, auch den Anwärtersonderzuschlag bereit, so kann man weiterhin sein Haus abzahlen usw.
Wie gesagt, dass die 2 Jahre Ausbildung was das Geld betrifft, nicht einfach ist, ist jedem klar, aber gut machbar, haben andere auch geschafft :zustimm: .

Aber wie Guard vorgeschlagen hat, sich über die BSBD einen Kleinkredit zu holen oder ähnlichem, würde ich abraten.

Versuche es so, sprich mit dem Vermieter oder Bank, evt. die Kosten etwas zurück zu schrauben, später nachzahlen oder oder oder oder....

Was Du machen könntest, zum AA gehen, dort mal nachragen, ob Du Wohngeld etc. erhalten kannst. Aber denke, sieht eher schlecht aus!!!!!

Vielleicht aber auch ist dies der Grund warum immer weniger Menschen sich bei der Justiz bewerben. Die Justiz möchte erfahrene Menschen die bereits Lebenserfahrung haben, aber diese Menschen haben auch bereits ein Leben aufgebaut und dazu gehören halt auch Fixkosten. Würde es in allen Bundesländern diesen Anwärtersonderzuschlag geben, bin ich mir sicher das sich auch mehr Menschen bewerben würden.

Nehmen wir mal einen Single Haushalt: Er muss Miete zahlen, Krankenversicherung, andere Fixkosten, essen will er auch noch, was bleibt ihm dann übrig von den knapp 900 euro??? Wenn man bei Mama wohnt ist das kein Problem, aber viele haben ja auch bereits selbst eine Familie.

Berlin macht es in diesem Fall bei der Polizei richtig, die lebensdienstälteren bekommen fast ein richtiges Gehalt in der Ausbildung. Und so sollte es meiner Meinung nach überall sein, alle die über 30 sind, fast ein volles Gehalt.
„Der Utopist sieht das Paradies, der Realist das Paradies plus Schlange.“

Benutzeravatar
opo
Corporal
Corporal
Beiträge: 405
Registriert: Di 1. Feb 2011, 19:46

Re: Zuschüsse vom Staat oder Land als Anwärter?

Beitragvon opo » So 7. Jun 2015, 11:54

So ein ähnliches Problem habe ich auch. Vom Staat gibt es nichts. Such dir einen Nebenjob und wenn du 200 Euro dazu verdienst, macht sich das Ende des Monats bemerkbar. Je nach dem, wo du wohnst, kann es auch problematisch mit dem Nebenjob sein. Außerdem muss der Nebenjob von deinem Dienstherr genehmigt werden.

Ich sag aber ganz ehrlich: Die zwei Jahre gehen schneller vorbei, als man glaubt. Wichtig ist, dass du gut lernst und deine Laufbahnprüfung mit Erfolg bestehst.

Ich drück dir die Daumen :zustimm:
Mein Bett und ich lieben uns aber der Wecker kommt damit nicht klar!

Chrischahn87
Corporal
Corporal
Beiträge: 201
Registriert: Do 19. Jul 2012, 15:47

Re: Zuschüsse vom Staat oder Land als Anwärter?

Beitragvon Chrischahn87 » So 7. Jun 2015, 12:01

alle die über 30 sind, fast ein volles Gehalt.
Wie soll man das bitte vor dem 20- Jährigen rechtfertigen, der dieselbe Ausbildung macht und dieselbe Leistung bringt. Gibt nicht umsonst ein AGG.

Ich selbst bin nicht mehr 20, habe vor dem Antritt der Ausbildung (Polizei) einen Job mit sehr gutem Verdienst gehabt und auch ich hatte hohe Fixkosten.
Aber ich habe mir tatsächlich vorher überlegt wie ich finanziell klar kommen will in der Zeit der Ausbildung.

Ich habe die Fixkosten einfach reduziert auf das, was ich nicht bereit war abzugeben (Auto, Hobby) und habe mir ausgerechnet wie viel mir dann jeden Monat fehlt. Das habe ich mir dann einfach Beiseite gelegt lange vorher. Jetzt geht es auf das Ende der Ausbildung zu und der Plan ging auf und von dem Beiseite gelegten ist sogar noch was übrig.

Sorry, aber ich hab null Verständnis für Leute die mit dem vielen Geld, was einem die meisten Länder zahlen nicht klar kommen. Denkt mal drüber nach, dass es eine Ausbildung ist, wir null Sicherheitseffekt haben und eigentlich nur Kosten verursachen.
Trotzdem verdienen wir mehr als die meiste Friseurin. Zu wem geht die und beantragt Zuschüsse !?

Benutzeravatar
Beverly Hills Cop
Corporal
Corporal
Beiträge: 401
Registriert: Mi 1. Feb 2012, 17:34

Re: Zuschüsse vom Staat oder Land als Anwärter?

Beitragvon Beverly Hills Cop » So 7. Jun 2015, 13:13

Wie rechtfertigt es z.b die Berliner Polizei? Die lebensdienstälteren verdienen in der Ausbildung mehr und haben sogar eine kürzere Ausbildung.

Und so könnte man es auch machen... Die Justiz will ja auch eigentlich keine 20jährigen in ihren Anstalten...

Einfach Mindestalter von 30 Jahren einführen und Gehalt hochschrauben in der Ausbildung.

Beispiel mit dem Friseur zieht nicht, wie viele junge Menschen gibt es die eine Ausbildung machen und nebenbei noch Hartz 4 leider beziehen müssen...um wie schon gesagt die Fixkosten zu decken, ihrem Kind was zu essen und Bekleidung zu kaufen usw.
Nicht jeder Azubi wohnt bei Mama Zuhause.

Und da sind wir beim Thema, Zuschüsse. Solle das Gehalt nicht reichen, kann man ergänzende Leistungen beim Amt beziehen sozialamt/Jobcenter. Aber bevor man seine Anwärter zum Jobcenter schickt würde ich ein Anwärterzuschlag besser finden.
„Der Utopist sieht das Paradies, der Realist das Paradies plus Schlange.“


Zurück zu „Justizvollzug - Mitten im Beruf“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast



  • Neue Mitglieder

  • Top Poster

  • CopZone Spende