Kleiner Waffenschein-----Grundsätzliches zur Erteilung----

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Kleiner Waffenschein-----Grundsätzliches zur Erteilung----

Beitragvon Gast » Fr 23. Jan 2004, 12:36

Aufgrund der Änderung des Waffenrechts ist ab dem 01.04.03 für das Führen von Schreckschuss-Gas-und Signalwaffen mit dem Zulassungszeichen

PTB im Kreis ein sog. Kleiner Waffemnschein erforderlich.


Die Kennzeichnung ist auf der Waffe eingeprägt.

Wer nach dem 1.4.03 eine solche Waffe ohne den Kl. WaffSch führt, kann mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe bestraft werden.
Unter "Führen" versteht man dabei das "Beisichtragen" von Schusswaffen außerhalb der eigenen Wohnung, der eigenen Geschäftsräume und des eigenen befriedeten Besitztums, auch wenn keine Munition mitgeführt wird.
Wird eine solche Waffe nur in der Wohnung aufbewahrt, ist auch weiterhin keine Erlaubnis erforderlich.

Voraussetzung
für die Erteilung der Erlaubnis ist die Vollendung des 18. Lebensjahres, die Zuverlässigkeit des Antrafgstellers, sowie eine entsprechende körperlich und geistige Eignung.

Die Angaben zur Person
werden dafür mit evtl. Eintragungen im Bundeszentralregister, Erziehungsregister, Staatsanwaltschaft, Staatsschutz etc. abgeglichen. Personen die einschlägig vorbestraft sind, haben in der Regel keine Aussicht auf Ausstellung des Kl. WaffSch.

Die Verwaltungsgebühr
für die Ausstellung betragen 50€; wird der Antrag abgelehnt entstehen ebenfalls Verwaltungskosten.

Zu Beachten:
Der Kl. WaffSCH berechtigt nur in Verbindung mit dem Personalausweis oder Pass zum Führen dieser Waffe. Personen, die zur Personenkontrolle brechtigt sind, sind diese Urkunden auszuhändigen.

Der Kl. WaffSch. berechtigt nicht

zum Führen von Waffen ohne PTB_Zulassung

zum Führen der Waffen auf öffentlichen Veranstaltungen (Versammlungen, Kono, Theater, Demonstrationen, Fußballspiele, Jahrmärkte usw.)

Es ist verboten:
die Waffe an Personen unter 18 Jahren zu überlassen
außerhalb von Schießstätten und außerhalb der Wohnung, der Geschäftsräume opder des befriedeten Besitztums zu schießen.
Dieses Verbot gilt im Übrigen auch an Sylvester.

Nur in Fällen der Notwehr und des Notstandes darf von der Waffe Gebrauch gemacht werden.

Aufbewahrung von Waffen und Munition:

Auich wer erlaubnisfreie Waffen besitzt, hat die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, dass die Gegenstände abhanden kommen oder Dritte sie unbefugt an sich nehmen.

Ob zu Hause oder unterwegs, Schusswaffen und Munition dürfen daher niemals unbeaufsichtigt oder ungeschützt sein.
Waffen und Munition sollten getrennt aufbewart werden.
Unbefugten, insbesondere Kindern ist keine Zugriffsmöglichkeit zu geben.
Über Aufbewahrungsort und Sicherungsmaßnahmen sollte man Stillschweigen bewahren.

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MICHI -Hamburg-

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