BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Fachliche Diskussionen zum Themenbereich Polizeirecht

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vanymo
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Re: BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Beitragvon vanymo » So 14. Jun 2015, 15:27

Da ist ein Unternehmen, das ein eigenes Beschwerdemanagement einrichten muss, weil seit Jahren soviel schief läuft. Da wird eine Beschwerdemail ganz bestimmt bewirken, dass jetzt alles anderes wird.
Beschwerdemanagement ist übrigens eine nette Umschreibung für "abbügeln". Da sitzen Studenten, die eine auf die Beschwerde passende Standardmail zurücksenden. Wer das nicht glaubt, hatte offensichtlich noch nie mit einem "Beschwerdemanagement" zu tun. Der zuständige Manager bekommt den Vorgang erst dann zu Kenntnis, wenn ein Brief vom Anwalt oder vom Gericht kommt. Eine Beschwerdemail kann man sich sparen.

RafaelGomez
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BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Beitragvon RafaelGomez » So 14. Jun 2015, 15:27

Fraglich bleibt, wer hier wem aus Unkundigkeit das Leben erschwert hat...
Weil es ja auch fast nie Kunden gibt, die in ihrem Empfinden durchgängig Recht haben (wollen) und erst nach vorlegen der AGB vom Ross runtersteigen...
Zuletzt geändert von RafaelGomez am So 14. Jun 2015, 15:31, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 14. Jun 2015, 15:27

Malfragen, Wenn du eine Dienstleistung in Anspruch nimmst und ein Vertreter des Dienstleisters meint, dass du nicht den vollen Preis entrichtet hast und ihr das vor Ort nicht klären könnt, gibst du deine Personalien an und klärst das an übergeordneter Stelle oder vor Gericht.

Erwachsene machen das so.

Teilnehmer an Rechtsgeschäften auch.
:lah:

RafaelGomez
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Re: BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Beitragvon RafaelGomez » So 14. Jun 2015, 15:32

Hey, nun erwarte mal keine gesitteten Verhaltensweisen. Die gibt's nur, wenn's einem selber nützt...:-)

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Re: BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Beitragvon tyrant » So 14. Jun 2015, 15:46

Hm. Also zum Thema Beschwerdemanagement kann ich sagen, dass das durchaus ernst genommen wird und Beschwerden auch da ankommen, wo sie hingehören. Hat also ein unzufriedener Beförderungsfall* mal wieder gemeckert, dass der Kontrolletti die Fahrkarte tatsächlich in die Hand nehmen wollte, um die Echtheit des Dokuments zu prüfen, dann wird der Prüfer zur Rede gestellt. Meistens stellt sich die Situation dann ganz anders dar, als der Beförderungsfall ihn geschildert hat. Irgendwo her kenn ich das doch?


*Bei manchen Leuten kann und will ich einfach nicht von Kunden sprechen
Ich bin KEIN PVB!

An allem Unrecht, das geschieht,
ist nicht nur der Schuld, der es begeht, sondern auch der,
der es nicht verhindert.

(Erich Kästner)

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Re: BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Beitragvon vanymo » So 14. Jun 2015, 15:58

Gut, ich will es mal glauben. Vielleicht läuft es bei der Bahn tatsächlich anders, als bei anderen Unternehmen. Das mit dem Studentenjob ist aber auch nicht ausgedacht... :zwinker:

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Re: BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Beitragvon malfragen » So 14. Jun 2015, 16:06

@tyrant
Klar, es wird ja dann nur eine Seite gehört.
Der Prüfer wird sich, in beisein seines vorgesetzten, in das passende licht rücken.

@vanymo
Gerade bei so grossen firmen werden Beschwerdemails ernstgenommen.
Solche stellen gibt es auch bei Automobilherstellern.
Kunden werden da im beschwerdefall, zum teil persönlich angerufen und der sachverhalt geklärt.
-----------------------------------------------------------
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Re: BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Beitragvon tyrant » So 14. Jun 2015, 16:18

vanymo hat geschrieben: Das mit dem Studentenjob ist aber auch nicht ausgedacht... :zwinker:
Ich weiß. Die nennt man dann "studentische Hilfskraft" oder "Praktikant" oder "duale Studenten".
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Re: BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Beitragvon coco_loco » So 14. Jun 2015, 17:51

malfragen, die gelöste Fahrkarte war ja OFFENSICHTLICH nicht korrekt!!!!!
"Every fairy tale needs a good old-fashioned villain" - Moriarty.

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Re: BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Beitragvon Diag » So 14. Jun 2015, 18:00

malfragen hat geschrieben:@tyrant
Klar, es wird ja dann nur eine Seite gehört.
Der Prüfer wird sich, in beisein seines vorgesetzten, in das passende licht rücken.
Und die "andere Seite" hat sich nicht etwa schon geäußert? So mit der Beschwerde?

:wall:

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Re: BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Beitragvon wolfi71 » Mi 26. Aug 2015, 22:29

@Diag: Es gibt mitunter mehrere Wege, die nach Rom führen. Und manchmal gibt es zwei Auffassungen über die Preise einer Fahrt. Es gibt z.B. Haltestellen auf einer Zonengrenze, die zu beiden Zonen zählen, aber mitunter nur eine Zone aufdrucken (in Hauptlöserichtung meist). Dann gibt es noch Unterschiede, dass z.B. eine Zonengrenze mit einem Kurzstreckenticket überwunden wird.

Es kommt, wenn man in Eisenbahnforen unterwegs ist, ziemlich häufig vor, dass die Kontrolleure falsch liegen. Das sind ja mitunter auch nur angeheuerte Mitarbeiter von Subunternehmen, die auf Fangprämienbasis bezahlt werden.

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Re: BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Beitragvon Diag » Mi 26. Aug 2015, 22:58

Und jetzt?

Lone Soldier

Re: BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Beitragvon Lone Soldier » Do 27. Aug 2015, 04:37

Wissen wir immer noch nicht wo das Problem gewesen wäre, dem Kontrolleur seinen Ausweis zu zeigen und gegen das erhöhte Beförderungsentgeld Widerspruch einzulegen. Bin mir recht sicher, dass ich "nach Rom" gekommen wäre, ohne, dass Polizei überhaupt da erschienen wäre. Aber man wollte es offensichtlich etwas spektakulärer.

Starbucks.

Re: BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Beitragvon Starbucks. » Do 27. Aug 2015, 11:35

Ich kann das schon verstehen...

Seine Daten wurden jetzt elektronisch erfasst und die NSA kann nachvollziehen, wann und wo sich der TE aufgehalten hat. Er ist jetzt im System gespeichert. :lupe:

vladdi
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Re: BPol: Datenübermittlung an Kontrolleure

Beitragvon vladdi » Do 27. Aug 2015, 12:26

Ich glaube nicht, dass im Bezug auf Datenerfassung die Geheimdienste das Problem sind.

Die Rechtsgrundlage die Datenweitergabe wurde auf Seite 1 dargestellt.
Wer Recht hat ob die Karte gültig ist oder nicht, legt nicht die Polizei fest.


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