Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Diese Sektion dient dem Informationsaustausch mit ausländischen Kollegen sowie der Information über internationale polizeiliche Strukturen/Rechtsthemen

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Mystix
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Re: Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Beitragvon Mystix » Sa 22. Sep 2012, 00:17

JedemDasSeine hat geschrieben:
1957 hat geschrieben:hierzu gibt es kein dogma.
bislang hat das in england und norwegen ja ganz gut geklappt.
Nur nicht für die Beamten, die durch Angriffe getötet oder schwer verletzt worden sind...
Ob die wohl gerne ne Schusswaffe gehabt hätten? Punktuell vielleicht ja. Aber immer? Wohl eher nicht.

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JedemDasSeine
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Re: Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Beitragvon JedemDasSeine » Sa 22. Sep 2012, 00:27

Wie viele Autofahrer haben keine Lust den Sicherheitsgurt anzulegen?

Mystix
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Re: Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Beitragvon Mystix » Sa 22. Sep 2012, 00:47

Wo?

Gast

Re: Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Beitragvon Gast » Sa 22. Sep 2012, 09:14

Kommt auch mal eine Diskussion ohne hohle Phrasen und irgendwelche Einwortbeitraege zustande?

Knaecke77
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Re: Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Beitragvon Knaecke77 » Sa 22. Sep 2012, 09:37


Die Polizistinnen waren unbewaffnet, als sie ermordet wurden. Nach der Tat entbrannte eine breite gesellschaftliche Debatte über die verbreitete Praxis, dass Polizisten unbewaffnet ihren Dienst tun. Das Beispiel anderer Länder zeige, dass die Bewaffnung der Polizei nicht die Tötung von Beamten verhindere, sagte der örtliche Polizeichef Peter Fahy in einem ersten Statement.


Feuerwaffen würden das traditionell nahe Verhältnis der britischen Bürger zur Polizei und in der Folge die öffentliche Ordnung untergraben, schreibt der Präsident der "Association of Chief Police Officers", Hugh Orde, in einem Kommentar auf "guardian.co.uk". (APA/red, 21.9.2012)
http://derstandard.at/1347493189228/Deb ... in-England
The British public would not trust or accept armed policeUK-style law and order is built on a close relationship between police and public – something firearms would simply undermine

This week has been an exceptionally sad one for the police service, with the tragic death of two officers from Greater Manchester police. Both unarmed and responding to a routine call, Fiona Bone and Nicola Hudges were killed in the line of duty, simply going about their daily job – responding to one of the 9m calls for help that the police in this country receive each year.


The catastrophic events of this week serve as a reminder of just how real the dangers that the men and women of the police face day in, and day out, in order to protect the public from harm. The officers who died paid the ultimate price for their dedication and bravery. Our thoughts and prayers are with them, their family, friends and colleagues at Greater Manchester police.


My colleague Chief Constable Peter Fahy has said that these officers exemplify the very best of British policing. They were delivering that neighbourhood service which is so important in our style of policing in this country. The British model has always relied on the close link between the public and the police, from neighbourhoods upwards. It is this relationship that breeds trust, confidence, and legitimacy. Minimum interference with the citizen and minimum use of force form a vital part of this bedrock. Quite simply, we police with the public's consent. That we are a routinely unarmed service is part of our identity and helps support the closeness and connection with the public.


Looking to colleagues in America, and across the world, it is strikingly obvious that bringing firearms into the policing equation does not solve the problem of violent crime, or protect officers from being injured or killed. When such catastrophic events happen it is so easy and understandable to look for ready solutions. That process, of openness to scrutiny and learning from events, is critical. Transparency is equally important to legitimacy in British policing. But the police service collectively does not want to routinely carry guns – we agree our relationship with the public we serve is too precious to jeopardise.


Recent days have been difficult ones for British policing. At such times we are sometimes asked about police morale, but what can never be questioned is the unswerving commitment that our officers have to serving our communities. This is the business of policing, and we go about it every day. Things do go wrong, mistakes are made, and when this happens, we are held to account.


The men and women of the service will continue, as ever, carrying out the job that they have sworn to do – protecting the public with dedication and courage, putting their lives on the line as they do so. For this, I remain immensely proud.
Quelle: The Guardian

http://www.guardian.co.uk/commentisfree ... med-police


Man muss diese Einstellung nicht gut finden, man sollte aber akzeptieren, das andere Länder eben eine andere Tradition entwickelt haben.

Eine Entwaffnung Deutscher Sicherheits- und Fiskalbehörden (Polizei, Zoll) würde wohl innerhalb der "Belegschaft" keine Mehrheit finden. Zumindest wohl bei der Polizei nicht.
Ob eine Bewaffnung immer notwendig ist, ist eine ganz andere Frage.
Servare cives maior est virtus patriae patri

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Allein aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und
weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für beide
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Re: Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Beitragvon Gast » Sa 22. Sep 2012, 10:00

Knaecke77 hat geschrieben:Man muss diese Einstellung nicht gut finden, man sollte aber akzeptieren, das andere Länder eben eine andere Tradition entwickelt haben.
(...)
Ob eine Bewaffnung immer notwendig ist, ist eine ganz andere Frage.
1. Gute Einstellung. Wenn man gewisse Dinge akzeptiert, weil sie nicht zu aendern sind, lebt sich leichter und
2. muss die Notwendigkeit der Bewaffnung hier nicht diskutiert werden und eigentlich auch nicht anderswo, weil sie nicht zur Disposition steht.

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Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Beitragvon MICHI » Sa 22. Sep 2012, 10:02

Langt es nicht, Presseberichte zu verlinken, als sie ellenlang zu kopieren?

:nein:
Gruß
MICHI


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Re: Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Beitragvon Knaecke77 » Sa 22. Sep 2012, 10:14

MICHI hat geschrieben:Langt es nicht, Presseberichte zu verlinken, als sie ellenlang zu kopieren?

:nein:
Leider werden manche Zeitungsberichte nach einer gewissen Zeit gelöscht und der Link führt ins virtuelle Nirwana. :buhu:

Nur so ist die Lesbarkeit meines Beitrages auch dauerhaft gewährleistet. :hallo:

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Re: Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Beitragvon Knaecke77 » Sa 22. Sep 2012, 10:20

Marco73 hat geschrieben: Ob eine Bewaffnung immer notwendig ist, ist eine ganz andere Frage.
1. Gute Einstellung. Wenn man gewisse Dinge akzeptiert, weil sie nicht zu aendern sind, lebt sich leichter und
2. muss die Notwendigkeit der Bewaffnung hier nicht diskutiert werden und eigentlich auch nicht anderswo, weil sie nicht zur Disposition steht.
Bei der Polizei war eine Entwaffnung nie eine Thema. Bei anderen waffentragenden Behörden hingegen schon.

http://www.copzone.de/phpbbforum/viewto ... ng+P+%26+E

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Re: Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Beitragvon Gast » Sa 22. Sep 2012, 10:55

Passt jetzt hier ganz und gar nicht und noch weniger nachdem ich den Thread mal ueberflogen habe und dort sind Aussagen wie...
bei uns sind wieder Gerüchte im Umlauf...Denke nicht...soll von oben kommen...sei geplant...Meines Wissens
...scheinbar die einzigen verlaesslichen Quellen.
Zurueck zum Thema oder nochmal nachtreten?

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Re: Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Beitragvon JedemDasSeine » Sa 22. Sep 2012, 14:54

Knaecke77 hat geschrieben:Das Beispiel anderer Länder zeige, dass die Bewaffnung der Polizei nicht die Tötung von Beamten verhindere, sagte der örtliche Polizeichef Peter Fahy in einem ersten Statement.
Absolute Sicherheit bieten Schusswaffen sicher nicht. Ich bin mir aber sicher, dass die Chance eine gewalttätige Auseinandersetzung lebend und (einigermaßen) unverletzt zu überstehen deutlich steigt, wenn der Beamte über Schusswaffe und Schutzweste verfügt.
Knaecke77 hat geschrieben:Feuerwaffen würden das traditionell nahe Verhältnis der britischen Bürger zur Polizei und in der Folge die öffentliche Ordnung untergraben, schreibt der Präsident der "Association of Chief Police Officers", Hugh Orde, in einem Kommentar auf "guardian.co.uk".
Seit wann ist denn Bürgernähe eine Frage der Ausrüstung? :gruebel:

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Re: Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Beitragvon Knaecke77 » Sa 22. Sep 2012, 16:11

JedemDasSeine hat geschrieben:
Knaecke77 hat geschrieben:Feuerwaffen würden das traditionell nahe Verhältnis der britischen Bürger zur Polizei und in der Folge die öffentliche Ordnung untergraben, schreibt der Präsident der "Association of Chief Police Officers", Hugh Orde, in einem Kommentar auf "guardian.co.uk".
Seit wann ist denn Bürgernähe eine Frage der Ausrüstung? :gruebel:
Natürlich haben auch Dinge wie Bewaffnung und Uniform Einfluss auf die Außenwirkung der Polizei .
Als ich in grüner (Zoll) Montur, statt schwarzer Jeans und mintgrünem Hemd, an der Grenze stand wurde ich auch von Bürgern gefragt, weshalb unsere uniforme Dienstkleidung so militärisch aussehen müsse. Diese fühlten sich sichtlich unwohl. Obwohl ich nun nicht wirklich gefährlich aussehe. ;D

Die Briten sind es nun mal gewonnt, dass die Bobbys unbewaffnet sind. Und wenn die Bobbys selbst es so wollen, dann ist es eben so.

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Re: Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Beitragvon Mainzelmann2001 » Sa 22. Sep 2012, 16:14

JedemDasSeine hat geschrieben: Seit wann ist denn Bürgernähe eine Frage der Ausrüstung? :gruebel:
Schon immer.

Ich habe als Bezirksbeamter die Erfahrung gemacht, dass ich, insbesondere beim zusammentreffen mit älteren Menschen, wesentlich besser gefahren bin und schneller Kontakt hatte, wenn ich meine Waffe nicht sichtbar mitgeführt habe.

Zu Zeiten der Pickelhaube war es auch in Deutschland nicht unüblich, dass der Schutzmann ohne Schusswaffe Streife lief.

Es gibt viele Stellen wo der Schutzmann in der ersten Garnitur ohne sichtbare Schusswaffe eher mit einem Lächeln begrüßt wird, als der Streifenbeamte mit Weste und aufgerödeltem Gürtel.

Is eben so, und is für meinen Begriff auch gut so. Nur wenn ich gleich zu Anfang große Nähe brauche, sollte ich entsprechend aussehen. Sonst muss ich eine gewisse Nähe erst herstellen.
Was juckt es die stolze Eiche, wenn sich die Wildsau an ihr reibt.

Das frühe Vögeln entspannt den Wurm.

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Re: Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Beitragvon JedemDasSeine » Sa 22. Sep 2012, 21:11

Mainzelmann2001 hat geschrieben:Zu Zeiten der Pickelhaube war es auch in Deutschland nicht unüblich, dass der Schutzmann ohne Schusswaffe Streife lief.
Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Waffen wurden immer geführt, allenfalls hat man damals statt einer Kurzwaffe (Pistole) der Blankwaffe (Säbel) den Vorzug gegeben. Wobei Blankwaffen im 19. Jahrhundert (also zu Zeiten als viele Schusswaffen noch Einzel- oder gar Vorderlader waren) einen ganz anderen Stellenwert hatten als heute.

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Re: Manchester- 2 unbewaffnete Polizistinnen erschossen

Beitragvon Hessen78 » Sa 22. Sep 2012, 22:43

Ich wurde bereits mehrfach von älteren Herrschaften auf unser "martialisches Aussehen" angesprochen. Dies war ganz klar der Überziehweste (Standardausführung, nicht etwa die schwere Variante) geschuldet. Das waren die Menschen einfach nicht gewohnt und wirkte somit "bedrohlicher" als das gewohnte Abbild eines Schutzmannes.

Die Ausrüstung hat ganz sicher eine Reaktion auf den anständigen Bürger, nur meiner Einschätzung nach nicht unbedingt auf die übliche Kundschaft. Der erste Eindruck des Schutzmannes ist nunmal das Aussehen. Auch wenns vom Thema abschweift... Schuhputz, Rasur und ein gepflegter Anzug wird sehr wohl wahrgenommen, auch wenn das Betonen solcher Dinge heute uncool ist. Und dieser erste Eindruck beeinflusst das Verhalten unseres jeweiligen Gegenübers maßgeblich, davon bin ich absolut überzeugt.

Deswegen versteh ich sehr gut das Traditionsbewusstsein der englischen Kollegen. Eine generelle Bewaffnung würde die öffentliche Wahrnehmung verändern und das muss man nicht gut heissen. Auch wenn es für mich undenkbar ist, ohne Waffe meinen Dienst zu verrichten... ich kann dieses Festhalten an gewachsenen Strukturen absolut nachvollziehen.


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