Anhängerproblematik FE-Klasse B "neu"

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-newcastle-
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Re: Anhängerproblematik FE-Klasse B "neu"

Beitragvon -newcastle- » Mo 4. Feb 2013, 13:08

Lustiger Weise habt ihr beide Recht!

Ich dachte e42b meinte, dass sich die zGM in Abhängigkeit von der Beladung ändert und habe korrigiert. Wie Ghostrider1 und schreyhalz auch sagten, die Anhängelast hat in der FeV nichts zu sagen. Ob er das jetzt auch so meinte kann nur er selbst beantworten.

Schreyhalz bezog sich jetzt auf die Realität, für die FE werden die zGM genutzt, dazu kommt aber noch nach der StVZO die Anhängelast. Wenn beides stimmt, also die FE ("errechnet" nach den zGM) und die Zulassung der Kombi zum Straßenverkehr nach den Anhängelasten, dann können da rechtlich einwandfrei ziemlich gefährliche Kombinationen durch die Gegend fahren.

Und genau darauf wollte e42b hinaus, wenn ich es mir jetzt nochmal durchlese! ;D

Ich glaube wir haben alle das richtige gemeint, nur beim anderen nicht direkt rauslesen können! :hallo: Aber der Rundumschlag tat gut, über die Anhängelast und die Problematik generell musste ich mich nochmal informieren! :zustimm:

e42b
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Re: Anhängerproblematik FE-Klasse B "neu"

Beitragvon e42b » Do 14. Mär 2013, 02:54

Hi,

Jupp, genau darauf wollte ich hinaus. Nach der neuen Regelung sind physikalisch gefährliche Kombinationen erlaubt.

Wenn es eine z.B. prozentuale Beziehung zwischen zulGM des Zugfahrzeugs und der tatsächlichen Masse des Anhängers geben würde, wäre schon viel gewonnen.

So aber sieht es so aus, dass es möglich ist, hinter einen Kleinwagen (LM 1200kg) einen Anhänger mit einer Anhängelast von tatsächlich 650 kg zu hängen. Das ist doch ein Witz. Der Anhänger beherrscht in solchen Kombinationen das Zugfahrzeug. Es gibt da noch schlimmere Zugfahrzeugkandidaten. Stellt Euch mal einen Dacia vor einem 1,2t Anhänger mit Hochaufbau vor. Noch Fragen? Das noch auf der Autobahn, wenn der LKW überholt, wenn er einfach an diesem permanent 65 fahrenden Zug vorbei kommen muss, um einigermaßen im Zeitplan zu bleiben.

Das alles findet weit unter der 3,5t-Grenze statt und ich finde, dass der Gesetzgeber gut beraten wäre, wenn er auch dort mal hinschauen würde. Der Verkehrstauglichkeit wäre es m.E. schon zuträglich, wenn ein Verhältnis zwischen den tatsächlichen Massen von Zugfahrzeug und Anhänger festgelegt würde. Dabei sollte man nicht vergessen, dass die Form des Anhängers von wesentlicher Bedeutung ist. (Ich hätte keine Probleme, einen leeren Kfz-Trailer mit 650 Kg hinter meinen Caddy zu hängen.)

Nun denn, wir werden das hier nicht ausdiskutieren können. Ich jedenfalls werde für meinen Teil nur dann einen leeren hoch bauenden Anhänger hinter mein Auto hängen, wenn es einigermaßen windstill ist. Umgekehrt hätte ich weniger Probleme, die Anhängelast mit einem beladenen Anhänger an die Grenzen zu treiben, für zusätzliche Last im Zugfahrzeug ist leicht zu sorgen.
Und zum Schluss plädiere ich noch für die grundsätzliche Regel, dass die tatsächliche Gesamtmasse des Zugfahrzeugs mindestens 51% der Gesamtmasse des Zuges ausmachen muss (Sattelzugmaschinen und Zugmaschinen ausgeschlossen) und die Hinterachsbelastung des Zugfahrzeugs mindestens 1/4 der Gesamtmasse des Zuges betragen muss.
Das ist recht leicht zu kontrollieren und durchzusetzen.

Ich sag das mal alles aus dem Bauch mit 'nem alten 3er in der Tasche. B-Fahrer müssen sich 'nen dezidierteren Kopf machen.

Nachtgrüße
E.

Edit: Ein Wort ausgetauscht, weil der Begriff falsch war

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Re: Anhängerproblematik FE-Klasse B "neu"

Beitragvon Bronstein » So 17. Mär 2013, 17:28

e42b hat geschrieben:... plädiere ich noch für die grundsätzliche Regel, dass die tatsächliche Gesamtmasse des Zugfahrzeugs mindestens 51% der Gesamtmasse des Zuges ausmachen muss (Sattelzugmaschinen und Zugmaschinen ausgeschlossen) und die Hinterachsbelastung des Zugfahrzeugs mindestens 1/4 der Gesamtmasse des Zuges betragen muss.
Das ist recht leicht zu kontrollieren und durchzusetzen.
Ähm.. der 1. April kommt zwar näher, ich befürchte jedoch das ist dein Ernst.
Ich finde es war überfällig die Kl. B Leermassen/zGM/3,5t zu streichen, geschätzte 90% der VT hatten dazu bestenfalls Halbwissen.
Deine Wunschregelung ist mit der Waage zwar leicht zu kontrollieren :verweis: , vom Fahrzeugführer aber faktisch überhaupt nicht sicher einzuschätzen, eine Ahndung von FoFE wäre damit völlig daneben, das bleibt den VT aber glücklicherweise erspart. :applaus:

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Re: Anhängerproblematik FE-Klasse B "neu"

Beitragvon Ghostrider1 » So 17. Mär 2013, 17:51

Bronstein hat geschrieben:Ähm.. der 1. April kommt zwar näher,...
ist zwar OT:
Genau, und ab da wird es für Fahrradfahrer richtig teuer!
Verstoß gegen lichtteschnische Einrichtungen, 20€
Rotlichtverstoß geht rauf auf 145€, soll mit Pkw gleich gesetzt werden (hat mir ein Kollege gesagt).

Das ist aber auch eine Seuchenerscheinung geworden, gegen die Fahrtrichtung (egal ob Radweg oder Fußweg) und ohne Licht.
Wird für die Unbelehrbaren ein zu Recht teurer Spaß.

Ich finde es nur all zu Gerecht....


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