1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

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vladdi
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Re: 1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

Beitragvon vladdi » Mo 23. Mai 2016, 14:11

Gute Idee!

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Harkov
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Re: 1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

Beitragvon Harkov » Mo 23. Mai 2016, 15:33

Mehr Sanktionen braucht das Land! Bei der Unfähigkeit der Politik, drängende Probleme dieser Zeit zu lösen, ist es einfacher ein weiteres mal tief in Freiheit der Person einzudringen. Ich fühle mich schon viel sicherer.

Die Unfähigkeit, allgemeine Lebensrisiken hinzunehmen ist erschreckend. Am besten noch mit direktem FS Entzug.

Warum fordert man nicht endlich mehr?

0 Promille für Eltern mit Kindern unter 18 Jahren! Nicht auszudenken, was alles passieren kann, wenn Vater und Mutter nach zwei Flaschen Rotwein ins Bettchen sinken.

Denkt denn niemand an die Kinder ?
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Peppermintpete
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Re: 1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

Beitragvon Peppermintpete » Mo 23. Mai 2016, 15:56

Irgendwie verwunderlich, dass man einerseits mit (alkoholbedingten) Ausfallerscheinungen argumentiert und andererseits in Frage stellt, ob es statt der 1.6 zukünftig nicht 1.1 Promille sein sollen...
:keks:

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Jaguar 1986
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Re: 1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

Beitragvon Jaguar 1986 » Mo 23. Mai 2016, 16:19

Harkov hat geschrieben: Die Unfähigkeit, allgemeine Lebensrisiken hinzunehmen ist erschreckend. Am besten noch mit direktem FS Entzug.

Warum fordert man nicht endlich mehr?

0 Promille für Eltern mit Kindern unter 18 Jahren! Nicht auszudenken, was alles passieren kann, wenn Vater und Mutter nach zwei Flaschen Rotwein ins Bettchen sinken.

Denkt denn niemand an die Kinder ?
Ist es nicht sogar tatsächlich so, dass zumindest Babys aus Sicherheitsgründen mitgenommen werden bzw. eine Meldung ans Jugendamt erfolgt, wenn die Aufsichtsperson besoffen ist? Oder kommt es da auf die Feinheiten und diverse Faktoren an?
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vladdi
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Re: 1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

Beitragvon vladdi » Mo 23. Mai 2016, 16:20

@Harkov
???

Verstehe deine Sicht nicht.

Nur weil es andere Sorgen und Probleme gibt, sind andere Theme für die Politik tabu?

Und welche gravierende Eingriffe in die Freiheit des Menschen siehst du, wenn der Gesetzgeber endlich handelt und die Promillegrenze für Radfahrer runtersetzt?

Die Folge (Verlust des Autoführerscheins ) ist konsequent und richtig (bei einer Trunkenheitsfahrt).
Überleg mal wovon wir reden! Es geht um jemanden, der sich 1,1 %o angesoffen hat. In diesem Zustand hat man auf dem Fahrrad nichts zu suchen - zumal der erwachsene Radler auf der Straße, im normalen Verkehr, zu fahren hat. Da ist 1,1 %o als Grenze schon sehr sehr viel. Der alte Wert von 1,6%o ist doch wirklich ein wenig zu hoch gegriffen gewesen.
Schlimm genug, wenn man so alkoholgewohnt ist, dass man sich diesen Wert ertrinken kann.

1,1 %o als absolute Fahruntüchtigkeit und damit Straftat ist schon eine hohe Grenze; die für jeglichen Fahrzeugverkehr gelten darf.
Aber auch geringere Promillegehälter könnten (und sollten) für Radfahrer als Owi geprüft werden.

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Re: 1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

Beitragvon Harkov » Mo 23. Mai 2016, 18:12

Vladdi:

Ich sehe, das Recht verletzt, nicht alles was "dumm" ist, sanktionieren zu müssen. Wir sind ein freiheitlicher Staat.

Es geht um etwas Grundsätzliches. Es gibt für alles "gute Gründe" Auch für Tempo 30 innerstädt. und Tempo 50 auf Landstraßen o.ä. Mir geht zunehmend eine Politik auf den Senkel, die maßgeblich durch Verbot- und Sanktionsforderung von sich Reden macht.

Ich weiß, dass Radfahren im Suff doof ist. Du auch. Muss man dafür jetzt zusätzlich noch Papa Staat einschalten, der das Ganze dann sanktioniert ?
Für mich ist da halt ein Punkt erreicht, an dem ich sage, ich möchte das nicht.

Die gravierenden Einschnitte wird dann der LKW Fahrer zu spüren bekommen, der mit 1.2 Promille fröhlich durch die Mehrheimer Heide radelt und dann von einer vorbeifahrenden Streife erwischt wird und seinen Lappen abgibt. :polizei4:

Das muss einen Politiker ja nicht anfichten. Die Dekadenz dieser Klasse ist ja mittlerweile soweit fortgeschritten, dass man selbst nach einem Näschen Crysthal-Beck, schnell wieder in Würde und Amt sitzt. :neutral:

Daher:
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Re: 1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

Beitragvon Jaguar 1986 » Mo 23. Mai 2016, 18:16

Und wenn der besoffene Radler nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet?
Etwa einen Fußgänger umnietet, oder ein Autofahrer hart in die Eisen, oder gar ausweichen muss und dabei einen Verkehrsunfall verursacht?
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Re: 1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

Beitragvon Harkov » Mo 23. Mai 2016, 18:21

Jaguar: Klar, kann das passieren.

Lebensrisiko.
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Re: 1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

Beitragvon 1957 » Mo 23. Mai 2016, 19:01

Harkov, ich kann dich verstehen, mir gefällt das auch nicht.
Allerdings sind Radfahrer heute nicht mehr gemächlich auf wenig befahrenden Straßen, sondern auf hochtechnisierten Maschinen zwischen all den anderen unterwegs.
Zudem ist der besoffene Radfahrer in den Fahrradmetropolen ein echtes Problem.
Wenn Appelle an die Vernunft nichts nutzen, bleibt wohl nichts anderes übrig.
Mit 1,1 Promille sind die meisten stratzendicht.
Zwischenlösungen gibt es allerdings auch, so könnte man auf die FE -Relevanz beim Radfahrer verzichten.
Zuletzt geändert von 1957 am Mo 23. Mai 2016, 19:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

Beitragvon Mac Phail » Mo 23. Mai 2016, 19:10

Harkov hat geschrieben:
Warum fordert man nicht endlich mehr?

0 Promille für Eltern mit Kindern unter 18 Jahren! Nicht auszudenken, was alles passieren kann, wenn Vater und Mutter nach zwei Flaschen Rotwein ins Bettchen sinken.

Denkt denn niemand an die Kinder ?
Es gibt Pubs in GB die dir kein Bier verkaufen, wenn du ein Kind dabei hast.
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Re: 1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

Beitragvon Fusle » Mo 23. Mai 2016, 19:27

Mac Phail hat geschrieben: Es gibt Pubs in GB die dir kein Bier verkaufen, wenn du ein Kind dabei hast.
Ich persönlich trinke in Anwesenheit meines oder anderer Kinder auch keinen Alkohol. Klar Ausnahmen bestätigen die Regel, aber ich achte schon drauf. Und ich finde das sich das gehört, aber jeder muss selbst entscheiden was dahingehend richtig oder falsch ist.

Und zum Thema: Betrunken am Strassenverkehr teilzunehmen, und dabei egal ob mit dem Auto, Fahrrad oder City Roller geht gar nicht. Das gehört durch den Gesetzgeber reglementiert und sanktioniert.

Nicht jedem ist genügend Hirnmasse gegeben um selbst die richtige Entscheidung zu treffen.
Wenn andere durch mein Handeln gefährdet werden, hört es mit der eigenen Freiheit auf.

Grüsse Fusle

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Re: 1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

Beitragvon Jaguar 1986 » Mo 23. Mai 2016, 19:32

Harkov hat geschrieben:Jaguar: Klar, kann das passieren.

Lebensrisiko.
Für den Radler oder den geschädigten Verkehrsteilnehmer?
Wenn ich verletzt werde, nur weil irgendein Radler sich zusagen musste, dann find ich das gar nicht lustig.
Oder sind Raser, die Unbeteiligte verletzen oder gar in den Tod reißen auch Lebensrisiko?
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Re: 1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

Beitragvon Brot » Mo 23. Mai 2016, 19:38

Jaguar 1986 hat geschrieben:Und wenn der besoffene Radler nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet?
Etwa einen Fußgänger umnietet, oder ein Autofahrer hart in die Eisen, oder gar ausweichen muss und dabei einen Verkehrsunfall verursacht?
Wenn es um die Minimierung des Risikos für andere Verkehrsteilnehmer geht, dann müsste man eher eine Koppelung zwischen PS Stärke von Pkw und Alter des Fahrers einführen. Schließlich sind in den letzten Monaten bei illegalen Autorennen von Heranwachsenden in ihren PS-Prozten mehr Menschen tödlich verunglückt als durch volltrunkene Radfahrer.

Wie auch immer, ich werde mich nicht hinstellen und eine Kontrollstelle für Radfahrer einrichten. Bei mir wird ein Radfahrer kontrolliert, sobald er sich verkehrswidrig verhält, Ausfallerscheinungen zeigt bzw. jemand einen solchen Radfahrer meldet.

Natürlich mag es darauf ankommen, ob man nun in einer Großstadt oder eher im ländlichen Bereich seinen Dienst verrichtet. Vielleicht kann man die 1,1 Promillegrenze daran anküpfen, dass sie nur in Städten ab einer Einwohnerzahl von 100.000 gilt :polizei2:

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Re: 1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

Beitragvon 1957 » Mo 23. Mai 2016, 19:48

"Und zum Thema: Betrunken am Strassenverkehr teilzunehmen, und dabei egal ob mit dem Auto, Fahrrad oder City Roller geht gar nicht. Das gehört durch den Gesetzgeber reglementiert und sanktioniert"

Doch es geht. Tagtäglich zu erleben.

Das ist bereits durch den Gesetzgeber reglementiert und sanktioniert. Es geht hier um die Absenkung der Promillegrenze ausfallerscheinungsfreier Radfahrer von 1,6 auf 1,1 Promille.

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Re: 1,1 Promillegrenze beim Fahrrad

Beitragvon vladdi » Mo 23. Mai 2016, 21:06

Und diese Absenkung macht Sinn. 1,6 ist einfach zu viel des Guten.


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