LOF-Frage

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LOF-Frage

Beitragvon HeJu » Fr 30. Mär 2018, 01:34

Servus zusammen,

es gibt ja gewisse Ausnahmen was die Beladung von LOF-Fahrzeugen angeht bzgl Höhe und Breite.
Die Frage dazu: Muss die Zugmaschine zwingend ein Traktor/Schlepper sein, oder darf das auch Zugfahrzeug der Klasse N1 sein ?
Entsprechende zulässige Anhängelast mal angenommen.
Auch wenn die ganze Menschheit aus Drecksäcken besteht, bin ich noch lange nicht verpflichtet, auch einer zu sein !

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Henner

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Re: LOF-Frage

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Fr 30. Mär 2018, 06:02

Wenn du jetzt zB. auf Ladungshöhen usw. anspielst, ist die Zulassung der Zugmaschine m. M. n. erstmal zu vernachlässigen, solange die Fahrzeuge für loF Zwecke eingesetzt werden.
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Re: LOF-Frage

Beitragvon HeJu » Fr 30. Mär 2018, 16:00

Danke erstmal für die Antwort. Gibt es das irgendwo zum Nachlesen ?
Würde dies dann auch bedeuten, dass ich (jetzt mal übertrieben) auch auf der Ladefläche eines LKW / Pickup Strohballen/Brennholz mehr als 4m hoch stapeln dürfte ? Bzw das auch auf dem Dachgepäckträger eines PKW ? ZGG mal außer Acht gelassen.
Was genau weist den Zweck Landwirtschaft nach ? Material für einen Stallbau zB, ist das Landwirtschaft ? Hochsitz senkrecht transportieren ?
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Re: LOF-Frage

Beitragvon der kanadier » Fr 30. Mär 2018, 16:36

https://im.baden-wuerttemberg.de/filead ... chuere.pdf
https://www.agrarheute.com/management/r ... ben-521940

Hier werden zumindest ein paar der Fragen beantwortet.
Aus dem Bauch raus: Stahlbau nein, Hochsitz ja (Jagd ist LoF Zweck)

Zur max. Höhe hab ich jetzt nichts gefunden, mehr als 4 m ist i.O. Allerdings gelten die allgemeinen Regeln der StVO ja trotzdem was die Sicherungspflichten angeht.
Und die Steuer Sache auch nicht vergessen, das Fahrzeug muss mMn auch als LoF zugelassen sein. Also der normal zugelassene Pkw kann nicht zu LoF Zwecken mit 5 m Stroh beladen werden.

Ist allerdings nicht mein Spezialgebiet...

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Re: LOF-Frage

Beitragvon Mr.Theap » Fr 30. Mär 2018, 16:46

Moin,

ich habe mich sowas ähnliches auch mal gefragt.
Es gibt keine allgemeine Definition für ,, lof-Zweck"
§6 Abs. V FeV nennt auch, dass lof-Fahrzeuge die der Klasse T und L sind.

Jedoch:
§6
(5) Unter land- oder forstwirtschaftliche Zwecke im Rahmen der Fahrerlaubnis der Klassen T und L fallen
1.
Betrieb von Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Weinbau, (...usw.)

Das ganze nennt aber nur "im Rahmen des.." Schließt m.E.n also N1 nicht aus.
Im Zweifel muss der "Zweck des lof" also theoretisch nachgewiesen werden, so denke ich..
:gruebel:

Bzgl der Ladung dann mit lof-Zweck nach §22 StVO nicht breiter als 3m aber höher als 4m.

Edit: Tippfehler

Gruß
Zuletzt geändert von Mr.Theap am Sa 31. Mär 2018, 14:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: LOF-Frage

Beitragvon der kanadier » Fr 30. Mär 2018, 16:56

Die Frage ist, was für ein Hänger ist es. Der Zoll sagt nämlich, nur einachsige Hänger sind hinter einem schwarzen Kennzeichen zulässig (Steuerrechtlich)
Ist es ein anderer Hänger, muss es eine Zugmaschine oder LoF Fahrzeug sein (Schlepper/Traktor)

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Re: LOF-Frage

Beitragvon HeJu » Fr 30. Mär 2018, 17:29

Danke für die Links. Das mit dem 2-Achsanhänger mit grünem Kennzeichen hinter KFZ mit schwarzem Kennzeichen war mir neu.
Hab ich zum Glück ja auch noch nie gemacht ;D
Wenn ich nen Einachs-Anhänger nehme, überschreite ich die zulässige Stützlast / Achslast meines N1. Also bliebe rechtlich nur noch die Möglichkeit die Strohballen auf der Ladefläche zu stapeln. Die 4m darf ich jedoch überschreiten, da es ja der Transport von Landwirtschaftlichem Erzeugnis ist.
der kanadier hat geschrieben:
Fr 30. Mär 2018, 16:36
Aus dem Bauch raus: Stahlbau nein, Hochsitz ja (Jagd ist LoF Zweck)
Stall- nicht Stahl ... aber ok, das ist ja kein Landwirtschaftliches Erzeugnis, das war ja aus dem PDF herauszulesen. Dennoch ist der Hochsitz kein Landwirtschaftliches Erzeugnis, also muss es bei 4m max Höhe bleiben.

Es wird hier auf dem Land wahrscheinlich eh keinen der Beamten interessieren, aber mir ging es um die rechtliche Seite, vor allem wenn ein Unfall passiert.
Meinem Nachbarn ist der Schlepper verreckt und ich hatte ihm dann angeboten seine Sachen zu ziehen bis der repariert ist.

Was sich ja somit erledigt hat, da ich nur die Einachsigen Anhänger mit grünen Kennzeichen ziehen darf hinter meinem N1 mit schwarzen Kennzeichen. :-(
Wenn jedoch die Anhänger mit schwarzem Kennzeichen versehen sind, dürfte ich die ziehen und die 4m-Marke übersteigen, sofern Landwirtschaftliche Produkte transportiert werden.

Oder habe ich das falsch verstanden ?

Danke euch !
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Re: LOF-Frage

Beitragvon der kanadier » Fr 30. Mär 2018, 18:39

Ehrliche Antwort: Ich bin mir nicht sicher. Der LoF Zweck ist hauptsächlich aus Steuer und FE rechtlicher Sicht interessant.

Ob ich mit einem normal zugelassenen Fahrzeug den LoF Zweck und somit die Privilegierung was Ladung angeht in Anspruch nehmen kann entzieht sich meiner Kenntnis, ist mir in dieser Konstellation noch nicht untergekommen.
Mein Bauchgefühl sagt nein. Rechtlich sauber begründen kann ich es dir momentan aber nicht. Vllt kennt sich hier ja jemand besser mit aus

Stallbau dürfte auch LoF Zweck sein, allerdings dann halt nicht über 4 m Höhe laden.
Stahlbau natürlich nicht, zu schnell Drüber gelesen :o

Zum Thema einachsiger Hänger: die Doppelachse unter 1 m Achsabstand ist "einachsig" , falls es hilft

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Re: LOF-Frage

Beitragvon HeJu » Fr 30. Mär 2018, 19:18

Ja das mit Doppelachse kenne ich. Passt dennoch schon leer nicht wegen zu hoher Aufliegelasr.

FE: Keine Probleme. Klasse 3 ist vorhanden.

Also doch nen Leihschlepper. Schade.
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Re: LOF-Frage

Beitragvon zulu » Mo 2. Apr 2018, 20:50

Der §22 StVO schränkt aber in der Hinsicht nichts ein. Steht denn irgendwo, dass LoF Zweck nur mit LoF Fahrzeugen möglich ist? Gerade Pickups lassen sich von Landwirten auch super einsetzen. Bei dem Beispiel mit dem Pkw und der Ladung von mehr als 4m Höhe, würde ich ganz unabhängig von LoF und Kennzeichenfarbe über die Sicherheit des Fahrzeuges einsteigen. Selbiges beim Pickup mit 6m Heu auf der Fläche. Der Könnte auch gut kippen denke ich mir.

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Re: LOF-Frage

Beitragvon HeJu » Mo 2. Apr 2018, 20:56

Darum ja die Frage nach dem N1. Somit scheidet der PKW als M1 aus.
Es handelt sich um nen Dodge RAM 1500 als angedachte Ersatz-Zugfahrzeug.
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Re: LOF-Frage

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 2. Apr 2018, 21:04

As I told you.

Der 22 zielt einzig auf den Zweck ab - weil die Masse der von Landwirten eingesetzten Fahrzeuge nicht abschließend aufzählbar ist.
Wenn man aber natürlich krückt, weil man das Holz für den Carportbau auf dem nicht bewirtschafteten Mehrgenerationenhof braucht, wird es eng. Wenn der Bauer mal eben noch Heu auf der Pritsche einfährt - so what?
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Re: LOF-Frage

Beitragvon zulu » Mi 4. Apr 2018, 17:39

Die EG Fahrzeugklassen sind da eigentlich egal. Wenn du mit deinem Dodge LoF berechtigt 5 Ballen geladen hast und die nicht verkehrsgefährdend hoch gestapelt sind, ist alles in Ordnung, m.M.n. auch wenn das ganze über 4 Meter liegt.


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