Reifengröße eintragen beim Motorrad

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Reifengröße eintragen beim Motorrad

Beitragvon slugbuster » Mi 30. Okt 2019, 01:44

schreyhalz hat geschrieben: Nur wenn eine oder beide Bedingungen nicht erfüllt sind , ist der Reifen trotz Freigabe nicht zulässig , kann aber ggf. unter Auflagen ( z.B. Tachoangleichung) durch eine Einzelabnahme legalisiert werden.
Lt. Schreiben des KBA , weiter oben gennant, sind Hersteller freigaben
anzuerkennen, auch wenn die Reifendimension vom Original abweicht. Kein Reifenhersteller wird Größen freigeben die die gesetzlichen Auflagen (z.B. betr. Tachoabweichung) nicht erfüllen, oder er wird Auflagen in die Freigabe schreiben.
Konkret , zum besseren Verständnis:
Ich fahre auf meiner BMW zeitweise vorn eine Reifenkombination, bei der der Vorderreifen schmaler ist als in der BE genannt, aber der Abrollumfang ist innerhalb der Toleranz. Für diese Kombination gibt es eine Reifenfreigabe von Michelin für genau mein Motorrad.
Warum muss ich diese Kombination mit Herstellerbindung ab 2020 zusätzlich zur Originalgrösse eintragen lassen ? (Ich wechsle ja hin und her) Wenn es Fehler in der Herstellerfreigabe gibt, warum warnt mich das KBA nicht vor der Nutzung der Reifen?

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Re: Reifengröße eintragen beim Motorrad

Beitragvon schreyhalz » So 10. Nov 2019, 10:39

Moin Moin !
Lt. Schreiben des KBA , weiter oben gennant, sind Hersteller freigaben
anzuerkennen, auch wenn die Reifendimension vom Original abweich
Ein Schreiben des KBA habe ich nicht gefunden , sondern nur die Stellungnahme des Verkehrsministeriums von 2016 , die veraltet ist.
Ich fahre auf meiner BMW zeitweise vorn eine Reifenkombination, bei der der Vorderreifen schmaler ist als in der BE genannt, aber der Abrollumfang ist innerhalb der Toleranz
Da gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Die Reifenbreite ist in der BE bzw. liegt zwischen 2 Grössen, die in der BE genannt sind , aber steht nicht in der ZBI , dort steht üblicherweise nur eine Grösse.

Für dich ändert sich gar nichts

2. Der Reifen ist schmaler als alle in der BE genannten , seit neuem musst du diesen Reifen eintragen lassen.
Ich wechsle ja hin und her


kein Problem , die Eintragung erfolgt ja wahlweise

Wenn es Fehler in der Herstellerfreigabe gibt, warum warnt mich das KBA nicht vor der Nutzung der Reifen?
Es liegt kein Fehler vor , sondern die Gesetzeslage hat sich geändert!

MfG Volker

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slugbuster
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Reifengröße eintragen beim Motorrad

Beitragvon slugbuster » Mo 11. Nov 2019, 05:46

schreyhalz hat geschrieben:
Es liegt kein Fehler vor , sondern die Gesetzeslage hat sich geändert!

MfG Volker
Wer nicht viel fährt oder plant sein Motorrad zu verkaufen. kann die Eintragung herauszögern und „alte“ Reifen fahren. Die Regelung gilt nur für Reifen ab Herstelldatum 2020 . Den Anreiz den der Gesetzgeber damit setzt, halte ich für fragwürdig und dieses erzeugt nebenbei noch einen höheren Kontrollaufwand für die Polizei .
Ab 2020 sind dann folgende Gruppen unterwegs:

- Mit schmaleren /breiteren Reifen und gültiger Reifenfreigabe , da Reifen vor Herstelldatum 2020
(Unbenutzte Reifen gelten im Verhältnis Käufer/Verkäufer bis zu 5 Jahren nach Herstellung rechtlich als Neuware)

- Mit schmaleren /breiteren Reifen , ungültiger Reifenfreigabe und z.B. nach Reifenwechsel erloschener BE, da Reifen ab Herstelldatum 2020 ( Unwissenheit der Kunden/Händler)

- Mit schmaleren /breiteren Reifen und ungültiger Reifenfreigabe , aber legalisiert durch Eintragung , da Reifen nach Herstelldatum 2020.

Gruß Slugbuster

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Re: Reifengröße eintragen beim Motorrad

Beitragvon schreyhalz » Di 12. Nov 2019, 09:55

Moin Moin !

Ja , das ist leider vollkommen richtig! Aber anscheinend kann man auf die Versager nicht verzichten und glaubt, im Verkehrsministerium können die den geringsten Schaden anrichten.

MfG Volker


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