Waffenbesitz für unbescholtene Bürger

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Waffenbesitz für unbescholtene Bürger

Beitragvon DirtyHarry » Di 24. Mai 2005, 12:17

Hallo zusammen,
wie stehen denn die Gesetzeshüter zu dem Thema Waffen in Privathand.
Sind denn wirklich alle Bürger dieses Landes die Waffen haben und/oder sich dafür interessieren potentielle Staatsfeinde, Mörder und Terroristen
Haben die richtigen Cops unter euch schlechte Erfahrungen gemacht, sind die Deutschen ein schiesswütiges Volk?

Eure Meinung interessiert mich sehr und ich hoffe auf eine Diskussion ohne
"dumme Sprüche und Polemik"

in diesem Sinne
D.H. :?:
"stay armed"

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Waffenbesitz für unbescholtene Bürger

Beitragvon NashBridges » Di 24. Mai 2005, 18:31

Moin!
Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich froh darüber bin, dass nicht jeder an eine Waffe kommen kann :?: Zumindest offiziell!

Die Momentane Verfahrensweise, um in den Besitz einer Schusswaffe zu kommen müssen so bleiben wie sie sind. Es sollte auch bitte nicht so werden wie in Österreich, wo "fast" jeder legal an eine Waffe kommen kann..

Sicherlich sind nicht alle Waffenbesitzer bzw. Waffeninteressierte "potentielle Staatsfeinde, Mörder und Terroristen". Ich denke dass man ganz klar zwischen dem normalen Sportschützen / Jäger und irgendwelchen Verwirrten, die die Waffe nur als "Gesprächs- bzw. Meinungsverstärker" brauchen, unterscheiden muss!
Hey Bubba.....

Anonym

Waffenbesitz für unbescholtene Bürger

Beitragvon Anonym » Di 24. Mai 2005, 19:31

Als Polizist kann ich kein Interesse daran haben, dass Waffe leichter zugänglich gemacht werden.

lg

KARL_

Waffenbesitz für unbescholtene Bürger

Beitragvon KARL_ » Mi 25. Mai 2005, 00:47

..und warum nicht ?

Du hast Angst, dass diese Waffen gegen Dich eingesetzt werden.

Warum sollte das jemand tun ?

Der Verbrecher besorgt sich die Waffen sowieso illegal,
also hälst Du legale Waffenbesitzer für potenzielle Straftäter.....und reihst Dich damit nahtlos in die Riege der Volksvertreter und Verwaltung ein.

Aber ihr habt Recht, mit den Bürgern kann man ganz anders umspringen, wenn sie wehrlos sind...und dass sie wehrlos sind, und die staatliche Hilfe in der Regel immer zu spät kommt muss man in Kauf nehmen, um die "innere Sicherheit" nicht zu gefährden.

Viele Grüße

KARL

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Waffenbesitz für unbescholtene Bürger

Beitragvon MICHI » Mi 25. Mai 2005, 03:34

[quote=""KARL""]
Der Verbrecher besorgt sich die Waffen sowieso illegal,[/quote]

zu größten Teil richig und zwar u. a. auch durch entwenden der waffen beim legalen besitzer.
man schaue nur einmal, woher die waffen bei sog. amoklagen stammen.

also hälst Du legale Waffenbesitzer für potenzielle Straftäter.....und reihst Dich damit nahtlos in die Riege der Volksvertreter und Verwaltung ein.
wo liest du das raus?
Aber ihr habt Recht, mit den Bürgern kann man ganz anders umspringen, wenn sie wehrlos sind...und dass sie wehrlos sind, und die staatliche Hilfe in der Regel immer zu spät kommt muss man in Kauf nehmen, um die "innere Sicherheit" nicht zu gefährden.
stammtischparole und dummschwätzerei.
Gruß
MICHI


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Waffenbesitz für unbescholtene Bürger

Beitragvon Trooper » Mi 25. Mai 2005, 09:00

Ich habe keine Bedenken dagegen, daß jemand, der seine Zuverlässigkeit und Sachkunde nachgewiesen hat, Waffen besitzt. Das bereitet mir als Polizist keine Sorgen, weil die entsprechenden Kriminalstatistiken belegen, daß 1.) Schußwaffen nur bei einer vergleichsweise geringen Anzahl von Delikten benutzt werden und 2.) es sich dabei im Regelfall in der Tat um illegal besessene Waffen handelt.

Folgerichtig bin ich der Ansicht, daß die Frage, ob jemand eine Waffe besitzen sollen dürfte, nicht ausschließlich an solche Etiketten wie "Sportschützen und Jäger" geknüpft werden sollte. Entweder ist der Kandidat sachkundig und zuverlässig genug, dann soll er in Gottes Namen eine kaufen, oder er ist es nicht, dann hat er keine waffenrechtliche Erlaubnis zu bekommen, egal wer er ist. Das ist die einzige Anforderung an Waffenbesitzer, die für mich Sinn macht. Daher halte ich das österreichische System, nach dem für eine solche nachgewiesenermaßen zuverlässige und sachkundige Person das subjektive Sicherheitsgefühl Bedürfnisgrund genug für eine waffenrechtliche Erlaubnis ist, für wesentlich fortschrittlicher und bürgerfreundlicher.

Im übrigen bin ich der Meinung, daß der von Rechtsprechung und Verwaltung gebetsmühlenartig wiederholte Standpunkt "Möglichst wenig Waffen ins Volk" zu kurz greift. Für die Innere Sicherheit ist hauptsächlich relevant, wer diese Waffen besitzt, und nicht, wieviele das sind. Insofern halte ich viele der Beschränkungen, die gesetzestreuen Legalwaffenbesitzern in Deutschland auferlegt werden, für ideologisch begründete Schikanen.

Ich verweise wiederum darauf, daß ein Zusammenhang zwischen der waffenrechtlichen Situation eines Landes und seiner Kriminalitätsentwicklung noch nie nachgewiesen werden konnte. Sprich das Auftreten oder Abnehmen von Gewaltkriminalität hängt nicht von der legalen Erhältlichkeit entsprechender Werkzeuge ab.


mfg

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P.S. Und in haarsträubenden Verschwörungstheorien über staatliche Organisationen, die Angst vor einem bewaffneten Aufstand der geknechteten Bürger haben, wollen wir uns doch hier bitte nicht ergehen... :)
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Beitragvon -ISI- » Mi 25. Mai 2005, 15:34

[quote=""NashBridges""]Moin!
Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich froh darüber bin, dass nicht jeder an eine Waffe kommen kann :?: Zumindest offiziell!

Die Momentane Verfahrensweise, um in den Besitz einer Schusswaffe zu kommen müssen so bleiben wie sie sind. Es sollte auch bitte nicht so werden wie in Österreich, wo "fast" jeder legal an eine Waffe kommen kann..

Sicherlich sind nicht alle Waffenbesitzer bzw. Waffeninteressierte "potentielle Staatsfeinde, Mörder und Terroristen". Ich denke dass man ganz klar zwischen dem normalen Sportschützen / Jäger und irgendwelchen Verwirrten, die die Waffe nur als "Gesprächs- bzw. Meinungsverstärker" brauchen, unterscheiden muss![/quote]

Das mit Östereich ist ja so nicht ganz richtig.
Ich glaube man kann nur solche Jagtgewehre legal kaufen, vorher wird allerdings überprüft ob der jeweilige Käufer vorbestraft ist.

Gruss
martin

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Beitragvon chris0211 » Mi 25. Mai 2005, 16:39

also:

wo keine waffen, da keine gefahr. ich denke ich spreche für die meinung vieler leute, wenn ich sage, dass die waffengesetzte schon gut so sind, wie sie sind!


wenn ich die amokläufe in den schulen ansehe, kann man hier auch mit rhigem gewissen sagen, dass die waffen, mit denen die morde begangen wurden, nicht illegal beschafft worden, sondern stammen aus einer legalen sammlung der eltern.


tja, hätte es diese waffen nicht gegeben, dann wären vielleicht auch due amokläufe nie passiert.
schau mal auf amerika! die haben sehr lasche waffengesetzte! und wie viele morde oder verbrechen werden dort mit schusswaffengewalt begangen! jeder idiot der die amerikanische staatsbürgerschaft hat, geht in einen waffenladen, kauft sich ne knarre, und 2 wochen später ist sie in seinem besitz. er kann damit machen was er will!

prima!


die waffe alleine stellt keine gefahr dar, aber wenn man bedenkt, dass der faktor mensch hinzu kommt, ist die waffe ein sehr gefährliches instrument. und wenn sich nun jeder wie du meinst eine waffe kaufen könnte, und sich selber damit "schützt" dann sollst du mal sehen wie schnell hier amerikanische zustände herrschen. und in wie weit kannst du dich denn schon als untrainierter schütze mit einer waffe verteidigen?

nachher kommt der jenige gegen den du dich ursprünglich verteidigen wolltest in den besitz deiner waffe und im handgemänge knallt der dich damit ab!

würdest du dann immer soch sagen, dass jeder das recht auf selbstverteidigung mit schusswaffen hat??


nein,
so wie es ist ist es gut so!
Wenn Du Dich mit dem Teufel einlässt, dann verändert sich nicht der Teufel, der Teufel verändert Dich!

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Beitragvon chris0211 » Mi 25. Mai 2005, 16:43

@ -isi-

also ich weiß, dass die wehrdiestleistenden nach ihrem wehrdienst (in österreich oder schweiz, wo genau weiß ich nicht) ihre waffe mit nach hause nehmen dürfen. sozusagen als andenken!

habe das vor nicht nciht all zu langer zeit im fernsehn gesehen.

chris
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Beitragvon Däne » Mi 25. Mai 2005, 17:12

[quote=""chris0211""]die wehrdiestleistenden nach ihrem wehrdienst (in österreich oder schweiz, wo genau weiß ich nicht) ihre waffe mit nach hause nehmen dürfen. [/quote]

Das sind die Schweizer!
die Schweizer Armee ist eine Miliz - Armee, wo jeder Wehrpflichtiger Mann nach seiner Grundausbildung (Rekrutenzeit) seine Waffe und ausrüstung zu Hause aufbewahrt damit er, im Alarmierungsfall, schnell einsatzbereit sein kann. Er muss mit seiner Waffe (meistens ein Strumgewehr) auch minimum 1 x im Jahr zum Schiessen.
- - - - - - - - - -

Ich habe persönlich keine Probleme damit das die Waffengesetze so sind wie sie sind. Aber ich gebe, teilweise, Trooper auch recht. Das Problem sind nicht legale Waffen die von zuverlässigen und Sachkundigen Bürgern gehalten werden (und entsprechend gesichert aufbewahrt werden). Womit ich ein Problem habe sind Spielzeug-, Schreckschuss- und Gas - Waffen die von echten Waffen nicht zu unterscheiden sind. M.e. sollten für solche, täuschend echt aussehende, "Waffen" die gleiche Regelung gelten wie für echte Waffen!
Immer mit der Ruhe!
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Beitragvon Anonym » Mi 25. Mai 2005, 21:35

[quote=""KARL_""]..und warum nicht ?

Du hast Angst, dass diese Waffen gegen Dich eingesetzt werden.

Warum sollte das jemand tun ?

Der Verbrecher besorgt sich die Waffen sowieso illegal,
also hälst Du legale Waffenbesitzer für potenzielle Straftäter.....und reihst Dich damit nahtlos in die Riege der Volksvertreter und Verwaltung ein.

Aber ihr habt Recht, mit den Bürgern kann man ganz anders umspringen, wenn sie wehrlos sind...und dass sie wehrlos sind, und die staatliche Hilfe in der Regel immer zu spät kommt muss man in Kauf nehmen, um die "innere Sicherheit" nicht zu gefährden.

Viele Grüße

KARL[/quote]
ich sehe das genau wie MICHI... das sind die typischen paranoiden argumente der waffenlobby und diese lassen sich wohl kaum aus meinem posting ableiten.

ich sehe das so:
wenn der zugang zu schusswaffen erleichtert wird, laufen alle, die jetzt mit messern rumrennen, mit schusswaffen rum! das liegt in der natur der sache, wenn man messer trägt, um sich auf der straße durchzusetzen...
und in hamburg laufen genug gewaltbereite spinner mit messer rum, die nicht eine sekunde zögern, dich für banalien abzustechen! diese leute mit schusswaffe? NEIN DANKE!

lg

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Beitragvon Trooper » Mi 25. Mai 2005, 23:00

Das mit Östereich ist ja so nicht ganz richtig.
Ich glaube man kann nur solche Jagtgewehre legal kaufen, vorher wird allerdings überprüft ob der jeweilige Käufer vorbestraft ist.
Eine Überprüfung der Sachkunde und Zuverlässigkeit findet auch in Österreich statt. Der Unterschied liegt u.a. darin, daß ein unbescholtener Bürger neben Schießsport und Jagd auch Selbstschutz als Bedürfnisgrund für die Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis geltend machen kann. Hier in Deutschland ist das für den Normalbürger faktisch unmöglich.
also:

wo keine waffen, da keine gefahr.
Das ist eine üble Platitüde, die sich einen Schritt weiter schon selbst entlarvt. Waffen sind nämlich nunmal da, ganz gleich ob man sie verbietet oder nicht, insofern ist die "Gefahr" ohnehin immer gegeben. Diejenigen, die eine Waffe zu sozialschädlichen Zwecken gebrauchen, kaufen sie nämlich illegal. Ein restriktives Waffengesetz trifft im Regelfall nur diejenigen, die sich ohnehin an die gesellschaftlichen Spielregeln und Gesetze halten, und trägt somit nichts zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit bei.
wenn ich die amokläufe in den schulen ansehe, kann man hier auch mit rhigem gewissen sagen, dass die waffen, mit denen die morde begangen wurden, nicht illegal beschafft worden, sondern stammen aus einer legalen sammlung der eltern.
So tragisch diese Vorfälle zweifelsohne sind, stellen sie doch einen derart kleinen Anteil der Kriminalitätslage dar, daß sie statistisch einfach nicht ins Gewicht fallen (so hart das auch klingt). Niemand würde auf die Idee kommen, knallharte Regulierungen für den Straßenverkehr zu fordern, nur weil es ein paar außergewöhnlich schwere Verkehrsunfälle mehr gegeben hat (und das, obwohl jedes Auto im Straßenverkehr ein um Größenordnungen höheres Gesundheitsrisiko für euch alle darstellt als eine Schußwaffe).

Im übrigen wurden diese Taten nicht durch das Vorhandensein von Waffen ermöglicht, sondern durch die Tatsache, daß ihre Besitzer schlicht zu dämlich waren, um sich an die gesetzlichen Aufbewahrungsvorschriften zu halten. Wer nicht imstande ist, seine Waffe in einen sicheren Tresor einzuschließen, sollte keine besitzen... das ist aber kein Grund, das auf die Millionen verantwortungsbewußten Waffenbesitzer auszudehnen. Im übrigen... schon an den Amokläufer von Meißen gedacht, der seine Lehrerin mit einem Küchenmesser umbrachte? Und das ist bei weitem nicht der einzige Fall.
schau mal auf amerika! die haben sehr lasche waffengesetzte! und wie viele morde oder verbrechen werden dort mit schusswaffengewalt begangen! jeder idiot der die amerikanische staatsbürgerschaft hat, geht in einen waffenladen, kauft sich ne knarre, und 2 wochen später ist sie in seinem besitz. er kann damit machen was er will!
Das ist gequirlte Mäusekacke auf BILD-Niveau. Erstens muß sich auch dort jeder einem "background check" unterziehen... wer vorbestraft, drogenabhängig, Alkoholiker oder psychisch krank ist, bekommt auch dort legal keine Waffe. Zweitens ist das amerikanische Waffenrecht von Bundesstaat zu Bundesstaat extrem unterschiedlich. Es gibt Gegenden in den USA, die ein schärferes Waffenrecht als wir haben. Und weißt du was? In diesen Städten (prominente Beispiele sind NYC und Washington DC) liegt die Kriminalitätsrate trotz umfassender Waffenverbote um Größenordnungen höher als in z.B. in Texas oder Florida.
und wenn sich nun jeder wie du meinst eine waffe kaufen könnte, und sich selber damit "schützt" dann sollst du mal sehen wie schnell hier amerikanische zustände herrschen
Siehe oben. Besagte "amerikanische Zustände" sind schon seit Jahrzehnten ein völlig sinnfreies Totschlagsargument von Politikern für alles mögliche. Die wenigsten Leute hinterfragen diesen Begriff. Du offensichtlich auch nicht.
und in wie weit kannst du dich denn schon als untrainierter schütze mit einer waffe verteidigen?
Besser als ein untrainierter Schütze ohne Waffe. Im übrigen laufen in Deutschland einige 100.000 Leute in grünen Klamotten mit waffen herum, von denen ich einen nicht geringen Teil ebenfalls als untrainiert einstufen würde. Jeder Sportschütze oder Jäger, der einmal die Woche auf den Stand geht, hat mehr drauf.
nachher kommt der jenige gegen den du dich ursprünglich verteidigen wolltest in den besitz deiner waffe und im handgemänge knallt der dich damit ab!

würdest du dann immer soch sagen, dass jeder das recht auf selbstverteidigung mit schusswaffen hat??
Das ist ein Totschlagsargument. Natürlich kann immer etwas schiefgehen. Dir kann auch morgen ein Ziegelstein von einer Baustelle auf den Kopf fallen, obwohl dein Auto Airbags und ABS und dein Haus eine Feuerversicherung hat. Es geht aber darum, daß die meisten Leute einem Einbrecher in ihrem Haus wohl lieber mit einer Waffe als mit einem Handy gegenüberstehen würden (mit dem sie dann die Polizei anrufen können, die ihnen dann den 15 Minuten entfernten Streifenwagen schicken)
ich sehe das so:
wenn der zugang zu schusswaffen erleichtert wird, laufen alle, die jetzt mit messern rumrennen, mit schusswaffen rum! das liegt in der natur der sache, wenn man messer trägt, um sich auf der straße durchzusetzen...
und in hamburg laufen genug gewaltbereite spinner mit messer rum, die nicht eine sekunde zögern, dich für banalien abzustechen! diese leute mit schusswaffe? NEIN DANKE!
Diese Klientel hätte in aller Regel ohnehin nie die Möglichkeit, legal eine Waffe zu erwerben, insofern geht dein Argument an der Sache vorbei. Niemand hier propagiert die unkontrollierte Freigabe von Waffen, dafür ist das Thema echt zu ernst. Ich sehe aber keinen Grund dafür, daß ein anständiger, gesetzestreuer Österreicher offenbar in der Lage ist, eine Waffe sicher zu besitzen und zu handhaben, ein anständiger gesetzestreuer Deutscher aber (eurer Meinung nach) nicht.

Ich stehe auf dem Standpunkt, daß Verbote nur dann legitimiert sein können, wenn sie einen echten Zugewinn an Sicherheit bieten und den gesetzestreuen Bürger nicht über Gebühr gängeln. Und bei beiden Kriterien läßt unser deutsches Waffengesetz massivst zu wünschen übrig.


mfg

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Beitragvon Anonym » Mi 25. Mai 2005, 23:06

dieses klientel brauch nur einen großen bruder, der ihnen die waffe überlässt! wenn das so ist, wie du sagts, dürfte kein minderjähriger in deustchland mit einer schreckschusswaffe rumlaufen?
fakt ist aber, das schrekschusswaffen, messer, reizstoffe und schlagstöcke bei fast jeder schlägerei unter jugendlichen zum einsatz kommen!
wobei es da wieder untescheide zwischen großstadt und land gibt... aber diese unterhaltung gab es hier öfters...

Anonym

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Beitragvon Anonym » Mi 25. Mai 2005, 23:09

im übrigen ist es doch interessant, dass der grpoßteil, der sich legale waffe beschaft, halbstarke und asoziale sind. es gibt auf dem hamburger kiez einen sehr berüchtigten laden, der legale waffen verkauft und deren besitzer eine enorme kompetenz in bezug auf das waffengesetz vorweisen können.... nur schau dir mal an, welche leute diesen laden betreten... :nein:

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Beitragvon Trooper » Mi 25. Mai 2005, 23:10

Dieses Klientel ist ohnehin meistens schon im zarten Alter von 14 polizeibekannt... egal, ob man der erste oder dritte Bruder ist, vorbestraft bleibt vorbestraft :mrgreen: :lol:
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