Teleskopschlagstock bei der Polizei

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Teleskopschlagstock bei der Polizei

Beitragvon Loewe » Mo 3. Jul 2006, 22:40

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift " Visier " ( 07/2006 ) wird in einem Artikel darauf eingegangen, daß beim Zoll der Teleskopschlagstock zur Standartausrüstung eines jeden Beamten gehört und bereits mehrere Bundesländer ernsthaft über eine Einführung in ihren jeweiligen Polizeien nachdenken.

Ich selbst halte dies für überaus wünschenwert, da der bei uns strukturmäßig vorhandene Tonfa im Streifeneinzeldienst kaum mitgeführt wird, weil er sich im Fahrzeug am Koppel als schlicht und einfach zu sperrig erweist. Er verbleibt zumeist im Fahrzeug ( auf der Einsatztasche aufgeschnallt ) und es ist auch nicht gerade der Deeskalation zuträglich aus dem FSTW zu steigen und sich erstmal den Tonfa ins Holster zu schieben. Der Tonfa wird somit zumeist nur bei geschlossenen Einsätzen geführt bzw. wenn man zur Tätlichkeiten größeren Ausmaßes gerufen wird.

Der Teleskopschlagstock hingegen könnte unauffällig ( Deeskalation ) problemlos überall mit hingenommen werden und wäre bei Bedarf umgehend einsetzbar. Die Defizite die er, verglichen mit dem Tonfa, gerade im defensiven Bereich hat, nehme ich da gern in Kauf. Auch stünde mir endlich ein ordentliches Einsatzmittel zur Verfügung wenn ich mal in Zivil Dienst versehe

Da es in Berlin schon einen diesbezüglichen Feldversuch gibt ( lt. Visier ) folgende Fragen:
- welches Modell wurde geführt ?
- gab es Probleme beim verdeckten Tragen ?
- beobachtete psycholog. Wirkung beim pol. Gegenüber ?
- Nutzbarkeit des Holsters für Uniform und Zivil ?
- Stabilität / Verschleiß ?


Gruß & Danke

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Beitragvon Malico » Mo 3. Jul 2006, 22:42

Sei froh dass es bei euch Tonfas gibt! In Hessen gibts nur einen winzigen kleinen blöden Schlagstock...

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Beitragvon Loewe » Mo 3. Jul 2006, 22:48

Ich beschwere mich ja auch nicht. Der Kampf um den dienstlich gelieferten Tonfa hat ja auch lange gedauert und bei den Straßenschlachten mit unseren Autonomen war ich heilfroh, daß ich einen ( damals privat beschafften einschiebbaren ) Tonfa hatte. Die Probleme wie eingangs geschildert bestehen aber objektiv und mir nützt der Tonfa nunmal nichts, wenn ich ihn nicht dabei habe.

Gruß

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Re: Teleskopschlagstock bei der Polizei

Beitragvon Niten » Mi 5. Jul 2006, 22:23

Servus!

Ich kann zur Zoll-Ausrüstung nicht viel sagen, hab mal ein wenig gegoogelt, aber nichts gefunden.
In Rheinland-Pfalz und bei der BuPol wurde der EKA eingeführt, deswegen dazu ein kurzer Abriß:

- welches Modell wurde geführt ?
Wie gesagt, der EKA von Bonowi, in der zivilen Variante für ca 100 Euro erhältlich (autsch!)
Maße, Gewicht etc. entnimmst Du der HP. Die letzte Neuerung am EKA ist eine zusätzliche, runde Bodenplatte, die ca. 1 cm über den Rand herausschaut und das seitliche Wegrollen des Stocks verhindert. Zusätzlich kann man so den den EKA ziemlich gut ziehen, weil die Hand quasi daran hängen bleibt. Außerdem vergrößert sich so die Trefferfläche bei Stichen mit dem Griffende.
Der Stock läßt sich mühelos öffnen, benötigt jedoch ca 100-150 Öffnungen, bis das ganze leichtgängig und fließend passiert. Das ist durchaus normal und vom Hersteller auch so beschrieben. Aber wenn man das Ding zum ersten mal in die Hände bekommt, hat man sowieso 100 Öffnungen in den ersten zwei Stunden damit gemacht :wink:
Durch den Knopf am Griffende kann man den Stock auch einhändig wieder schließen, was sehr angenehm ist.

Zum Handling: Für meinen Geschmack ist er etwas zu kopflastig. Ich greife ihn am oberen Ende des Griffes, um noch die Schnelligkeit zu erreichen, die ich will. Die ausgefahrene Länge ist ideal. Der Durchmesser scheint auch für zierliche Frauenhände gut machbar zu sein, jedenfalls hat sich noch keine Kollegin beschwert.
Das Holster läßt ein flüssiges Ziehen zu, der Ziehwiderstand des Holsters kann mittels Klettverschluß frei gewählt werden. Außerdem rastet es in acht verschiedenen Ziehwinkeln ein, so daß je nach Lage und Ausrüstung das ganze gut getragen werden kann

- gab es Probleme beim verdeckten Tragen ?

Ich trage den EKA zivil entweder in der Gesäßtasche, direkt im Hosenbund (durch die Bodenplatte rutscht er auch nicht in die Hose) oder bei sog. Worker-Jeans in der seitlichen Tasche für Zollstöcke, Messer, etc.
Probleme gab es nie, selbst unter einem T-Shirt sieht man den Stock nicht. Nur in der Gesäßtasche ist mir letztens der Taschenboden durchgescheuert, was aber eher an der Qualität der Hose liegt.

- beobachtete psycholog. Wirkung beim pol. Gegenüber ?
Da ich vor kurzem nur haarscharf an der Situation vorbeigekommen bin, an der empfangenden Seite eines EKA zu stehen, kann ich Dir sagen: Der Anblick des Öffnens und vor allem das Geräusch dabei ist in etwa das einschüchterndste, was ich je erlebt habe.
Die zwei mal, die ich mit dem EKA drohen mußte, hatte die gleiche Wirkung: einmal wurde die vorher zwei mal wiederholte Aufforderung zu gehen, umgehend befolgt, das zweite mal beendete der Proband seinen Angriff sofort.
Also, eine glatte 10 im Deeskalationspotenzial :yau:


- Nutzbarkeit des Holsters für Uniform und Zivil ?

Für Uniform optimal. Durch die verschiedenen Ziehwinkel kannst Du den Stock im Einsatz anders tragen als im Auto, mit oder ohne KSA, etc. pp. Die meisten bevorzugen die Cross-Draw-Variante an der gegenüberliegenden Seite der Waffe, die ich auch für ideal halte.
Für zivil nur unter langen und dicken Jacken zu tragen, da das Holster weit absteht, ansonsten empfehle ich oben genannte Varianten.


- Stabilität / Verschleiß ?

Mein Stock ist ein paar mal heruntergefallen und auf Asphalt gelandet und trägt jetzt die ein oder andere Scharte, was seine Funktion in keinster Weise beeinträchtigt. Außerdem hat er bereits Öffnungen im unteren vierstelligen Bereich hinter sich und dabei nur versagt, wenn der Anfangsimpuls mal zu zaghaft war. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen. Aber er scheint äußerst stabil und gut gefertigt zu sein. Der Hersteller gibt 10 Jahre Garantie soweit ich weiß.

Hoffe, das hat geholfen. Da sich Bonowi dank guter Qualität zur Zeit nicht nur im Inland durchsetzt, nehme ich an, das die Zollausstattung auch den EKA umfaßt...

Gruß,
-Niten-
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Beitragvon Loewe » Mi 5. Jul 2006, 23:21

@ Niten

"... an der empfangenden Seite eines EKA zu stehen...". Ich mache mir ernsthaft Sorgen um Dich. Du solltest deinen Umgang überprüfen. :ja:

Ansonsten; Danke für die Mühe die Du dir gemacht hast. Habe gestern mal ein BONOWI Produkt in der Hand gehabt ( wird wohl der EKA gewesen sein ) und empfand es als eine recht solide Sache. Sicherlich ist die Preiskategorie eine gehobene, allerdings sollte man nicht außer acht lassen, daß durch das ständige auf und zu der Stock ziemlich beansprucht wird und Billigprodukte hier hinsichtlich der Lebensdauer dann ins Hintertreffen geraten. Reichlich 100€ für so ein Teil halte ich nicht für übertrieben. Ich werde mir wohl in absehbarer Zeit so ein Teil privat beschaffen ob es dann aber ein Mona oder ein BONOWI wird weiß ich noch nicht.
Was die psycholog. Wirkung betrifft, scheint sich hier die Aussage eines Kollegen zu bestätigen, welcher das Geräusch mit der Wirkung des Durchladens eines Vorderschaftrepetierers verglich ;-D

Was den zivilen Einsatz angeht, evtl. schnitze ich mir mein überzähliges Schulterholster um. Da fällt mir bestimmt noch etwas ein.

Gruß

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Beitragvon Niten » Do 6. Jul 2006, 23:06

Tja, Festnahmen in in zivil werden halt manchmal nicht von anderen Kollegen als solche erkannt und da geht man gegen den "Störer" vor :/
Aber es ist ja noch knapp, aber gut ausgegangen... Aber der Vergleich Deines Kollegen paßt.

Die Schulterholster-Variante habe ich auch schon das eine oder andere mal gesehen, es fällt kaum auf.

Wenn Du Dich für den EKA entscheiden solltest, kannst Du mal ne PN schreiben, über mich kann man da ein wenig sparen :wink:
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Re: Teleskopschlagstock bei der Polizei

Beitragvon Schlaui » Do 6. Jul 2006, 23:09

[quote=""Loewe""]In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift " Visier " ( 07/2006 ) wird in einem Artikel darauf eingegangen, daß beim Zoll der Teleskopschlagstock zur Standartausrüstung eines jeden Beamten gehört und bereits mehrere Bundesländer ernsthaft über eine Einführung in ihren jeweiligen Polizeien nachdenken.

Ich selbst halte dies für überaus wünschenwert, da der bei uns strukturmäßig vorhandene Tonfa im Streifeneinzeldienst kaum mitgeführt wird, weil er sich im Fahrzeug am Koppel als schlicht und einfach zu sperrig erweist. Er verbleibt zumeist im Fahrzeug ( auf der Einsatztasche aufgeschnallt ) und es ist auch nicht gerade der Deeskalation zuträglich aus dem FSTW zu steigen und sich erstmal den Tonfa ins Holster zu schieben. Der Tonfa wird somit zumeist nur bei geschlossenen Einsätzen geführt bzw. wenn man zur Tätlichkeiten größeren Ausmaßes gerufen wird.

Der Teleskopschlagstock hingegen könnte unauffällig ( Deeskalation ) problemlos überall mit hingenommen werden und wäre bei Bedarf umgehend einsetzbar. Die Defizite die er, verglichen mit dem Tonfa, gerade im defensiven Bereich hat, nehme ich da gern in Kauf. Auch stünde mir endlich ein ordentliches Einsatzmittel zur Verfügung wenn ich mal in Zivil Dienst versehe

Da es in Berlin schon einen diesbezüglichen Feldversuch gibt ( lt. Visier ) folgende Fragen:
- welches Modell wurde geführt ?
- gab es Probleme beim verdeckten Tragen ?
- beobachtete psycholog. Wirkung beim pol. Gegenüber ?
- Nutzbarkeit des Holsters für Uniform und Zivil ?
- Stabilität / Verschleiß ?


Gruß & Danke

Loewe[/quote]

Einfache Schlagstöcke, wie z.B. Teleskopschlagstöcke, finde ich von der Handhabung am einfachsten. Alles andere braucht zuviel Übung, als daß der Großteil der Beamten damit sicher und zuverlässig umgehen kann.

Zuviel Übung braucht meiner Meinung nach:
- Mehrzweckeinsatzstock / Tonfa
- Mehrzweckeinsatzstock leicht / Rapid Rotation Baton

Bei letzterer handelt es sich um die blödsinnigste Erfindung in Niedersachsen. Viel Geld ausgegeben und fast keiner trägt das Ding, weil er erstens beim Tragen stört und zweitens nur die Wenigsten damit umzugehen wissen.

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Beitragvon norway » Mo 10. Jul 2006, 04:44

Moin Schlaui!

Diese "blödsinnigste Erfindung" wird bei uns recht gern getragen. Der EMS leicht stört hier, meines Wissens, keinen beim Tragen. Gegenüber der Gummiwurst hat er den Vorteil, daß man ihn ohne dadurch behindert zu werden mitführen kann. Von der Wirkung im Ziel mal ganz abgesehen.

Und der Umgang damit? Hey, es ist ein gerader Stock! Die kleinen seitlichen Auswüchse stören nicht groß.

Einen Nachteil mußte ich aber feststellen: der Griff bohrt sich bei jedem beherzten Einsteigen in den Pkw in die Sitzpolster. Nach 'ner Weile kommt dann die Füllung zum Vorschein...

Zum Vergleich EKA - EMS leicht:

Der EMS leicht wiegt weniger und ich bin damit beim Schlagen schneller. Dafür ist der EKA wiederum unauffälliger.


Feder UND Schwert! :flamingdev:
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Re: Teleskopschlagstock bei der Polizei

Beitragvon Hoffi01 » Mo 10. Jul 2006, 09:11

[quote=""Loewe""]In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift " Visier " ( 07/2006 ) wird in einem Artikel darauf eingegangen, daß beim Zoll der Teleskopschlagstock zur Standartausrüstung eines jeden Beamten gehört und bereits mehrere Bundesländer ernsthaft über eine Einführung in ihren jeweiligen Polizeien nachdenken.


Ich habe den Artikel in der Zeitschrift nicht gelesen aber das bei uns (ZOLL) jeder Beamte mit einem Teleskopschlagstock ausgerüstet sein soll ist falsch. Wir hatten "früher" mal ne Stahlrute bis ca. 1999, danach wurde umgestellt auf das RSG-3-OC. Unsere SE´s benutzen meines Wissens nach Teleskoptonfas.
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Beitragvon copperplate » So 17. Sep 2006, 18:35

[quote=""Malico""]Sei froh dass es bei euch Tonfas gibt! In Hessen gibts nur einen winzigen kleinen blöden Schlagstock...[/quote]

So weit ich einer internen Mitteilung / E-Mail entnehmen kann, werden, ab dem kommenden Jahr beginnend, Teleskopschlagstöcke an die hessischen Flächenpräsidien ausgegeben. Ich gehe mal davon aus, daß es "Primärdienststellen" geben wird, welche zuerst in den Genuß kommen und entsprechend ausgebildet werden. Über Modell und Fabrikat jedoch ist nichts bekannt.

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Beitragvon -FAB- » Do 19. Okt 2006, 11:56

mir nützt der Tonfa nunmal nichts, wenn ich ihn nicht dabei habe.
dann würd ich sie mitnehmen. wenn der colt drückt, lasst ihr ihn doch auch nicht auf der karre...hoffe ich!
erst kämpft ihr dafür, bekommt ihn und dann nehmt ihr nicht?? das ding ist 1a, wenn man damit ungehen kann.


greetz

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Beitragvon Loewe » Mo 23. Okt 2006, 21:31

Na Dankeschön für den überschlauen Kommentar. Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Alles lesen, und nicht rauspicken und rumnölen. Ich will keinen Ersatz, ich brauche eine Ergänzung meiner Ausrüstung.

Gruß
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Beitragvon -FAB- » Di 24. Okt 2006, 16:03

entspann dich mal schön, wenn du sowas schreibst:
Die Probleme wie eingangs geschildert bestehen aber objektiv und mir nützt der Tonfa nunmal nichts, wenn ich ihn nicht dabei habe.
Ich selbst halte dies für überaus wünschenwert, da der bei uns strukturmäßig vorhandene Tonfa im Streifeneinzeldienst kaum mitgeführt wird, weil er sich im Fahrzeug am Koppel als schlicht und einfach zu sperrig erweist. Er verbleibt zumeist im Fahrzeug ( auf der Einsatztasche aufgeschnallt )
wenn du sowas schreibst, musst du reaktionen wie meine schon verkraften können. was willst du noch alles zur ergänzung haben?
wieviele "stöcke" sollen es denn sein?

ich würd erstmal den tonfa mitnehmen und nicht schreien, dass er so sperrig ist....

ich bleib dabei, tonfa ist eines der besten einsatzmittel, wenn man es mitnimmt und damit umgehen kann.

und dumm die leute ankacken kannst du dir echt sparen. du hast hier keinen azubi vor der brust.

gruß
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Beitragvon Turakamus » Mi 25. Okt 2006, 04:04

Ich persönlich bin auch großer Freund und Anwender des EMS schwer.
Sowohl von der Handhabung als auch von der Wirkungsweise (psychologisch und auch physisch) ist er nicht zu überbieten.
Da er in Nds. im Streifendienst nicht geführt werden darf, kann ich zur Praktikabilität dort nichts sagen.
Für geschlossene Einsätze ist er jedenfalls unschlagbar.
Klar erfordert der Umgang damit ein gewisses Maß an Aus- und Fortbildung. Aber das liegt an jedem selbst.

Für den täglichen Dienst habe ich mir den EMS -leicht- als Shorty zugelegt. So kann ich ihn auch mal unter Pulli oder sogar T-shirt tragen. Im vergleich zur balistischen Weste trägt dat kleine Dingens dann auch nicht mehr wirklich auf.
Durch die Kürze des Stockes ist man in der Durchführung von Helbeln zwar stark eingeschränkt, aber wann nutzt man ihn denn schon mal wirklich dafür?
Für Druckpunkttechnicken, Schläge oder einfaches Drohen reicht er - in Verbindung mit dem typsichen "KLACK" beim Ziehen - lang hin.

Im Vergleich zur Gummiwurst oder der "Esche-lang" schneiden beide Geräte deutlich besser ab. Allein schon weil sie besser in der Hand liegen und dadurch besser gegen Verlust oder wegreißen gesichert sind.

Zu Teleskopschlagstöcken kann ich keine Erfahrungswerte als Anwender beisteuern.
Mir fallen in letzter Zeit vermehrt Kollegen anderer Dienststellen auf, die einen am Koppel oder auch in der Hand führen.
Ich für meinen Teil stecke die Teile immer noch ins Klischee Türsteher oder Straßenschläger und finde sie in der Anwendung und Außenwirkung schlicht zu martialisch.
Hinzu kommt, dass zur Zeit wohl noch keine Ausbildungs- oder Tragevorschriften existieren. Und Kollegen, die einen Teleskopknüppel führen, ohne Erfahrung in der Anwendung zu haben, brauchen ihn auch gar nicht mitzunehmen. Denn dann ist er schneller weg als man gucken kann und steht ganz plötzlich an der hier schon erwähnten "empfangenen Seite".


Fazit: Schuster bleib bei deinen Leisten und übe dich daran redlich!
(\__/)
(O.o)
(> <) "This is Bunny. Copy Bunny into your signature to help him on his way to world domination."

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Beitragvon -FAB- » Mi 25. Okt 2006, 15:03

so sieht's aus..


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