Welche Handschellenmodelle

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Welche Handschellenmodelle

Beitragvon Guinness » Do 3. Apr 2008, 19:57

[quote=""imagecopy80""]
Bild[/quote]

haben solche Handschellen mit Kette als Grundausstattung (Bayern) bekommen. Sind meiner Ansicht a Grampf, da man bei der Arretierung recht lang rumfummeln muß (der kleine Schlitz in den man erst was reinstecken und die Arretierung zur Seite schieben muß, damits funzt) Wer jetz was böses denkt, ist ein Ferkel ;-D

Trage selbst Clejuso mit Gelenk. Hab aber schon immer wieder mal gehört, dass die hier im gelobten Bayern nicht erlaubt sein sollen. Warum und von wem des genau kommt, konnt mir aber keiner sagen. Deshalb nehm ichs auch weiter her.. da klappt das auch mit der Arretierung :D
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Beitragvon Brutus » Mo 7. Apr 2008, 09:57

So, nach etwas längerer Abwesenheit melde ich mich wieder, und danke erstmal für die weiteren netten Beiträge.
Entschuldigt, dass ich nicht eher geantwortet habe!

@imagecopy80
[...] auf die Kette bei einem Kettenmodell gefasst wurde. Im selben Moment bewegte sich die Zielperson oder verdrehte die Hände, dadurch wurden Kollegen am Finger bzw der Hand verletzt.
danke für diese Schilderung, damit gibts ja ein weiteres Argument gegen Kettenmodelle ;-)
Dies ist eben bei den Gelenksmodellen nicht möglich. Natürlich auch bei entsprechender Handhabung bei Kettenmodellen kein Problem.
ja, wie schon einige schrieben, ist die Handhabung ohnehin das a und o, und lässt sich mit jedem Modell gut umgehen. Ich denke jedoch, dass es doch noch optimalere und suboptimale Modelle gibt, mit Unterschieden, welche beispielsweise in der von dir geschilderten Stresssituation entscheidend sein können.

@RGSpH
ich persönlich habe mit der handhabung keine probleme.
die Handhabung ist ja auch dank fingerarretierbarem Doublelock sehr gut, sodass die Schelle gut bedienbar ist.
als sehr positiv empfinde ich das sie sehr flach sind und desshalb für uns "zivi's" bequem zu transportieren sind.
das ist natürlich richtig, dass die Clejuso da eine der oder sogar die schmalste Schelle ist!
die scharfen kanten kann ich zwar bestätigen, aber mal 'ne gegenfrage: tut das mir weh oder meinem gegenüber?
:lach: aber mal im Ernst, problematisch ist es ja dann, wenn sich der Proband verletzt, und am Schluss nichtmal der Täter war, sondern nur Tatverdächtig...

@Yggdrasil
ich kann nur sagen, desto leichter eine handfessel ist, desto besser, was die trageeigentschaft angeht. gerade wenn man noch eine zweite backuphandfessel mitführen möchte.
das ist, wie die Schlankheit der Clejuso beim Kollegen oben, natürlich ein gutes Argument. Wohl auch der Grund, weshalb die leichten Aluminiummodelle im Kommen sind?
ob man eine fessel nu mit ner büroklammer oder einem stück papier aufbekommt ist eigentlich unerheblich. denn jeder gefesselte ist unter permanenter aufsicht zu belassen und dabei sollen auch die hände beobachtet werden, insbesondere in einem kfz. wer also seinen job richtig macht, dem dürfte das problem nur wenig interessieren.
ich danke dir!

@schwarzeSau:
[quote=""Brutus""]
Meinst du mit den alten aus Aluspritzguss die DDR VoPo III ?
Jo, genau die.[/quote]
danke dir, damit bestätigen sich unsere Beobachtungen!

@HyperdriveMG
Also, ich finde es rellativ überflüssig drüber zu sprechen, ob Kette oder Scharnier.
nun, darüber zu sprechen hat ja noch niemandem geschadet, aber insofern, dass es auf die Handhabung ankommt, hast du bestimmt recht, dass jede Schelle "erlernbar" ist :-)
Kettenschellen geben einfach Spielraum für eine eventuelle Gegenwehr des PG genommenen. Das ist ein Gefahrenpotential, was man sich einfach ersparen kann....
Echt? Ich hätte jetzt eher gesagt, dass sich mit der Gelenkschelle beispielsweise durch die Hebelwirkung mehr machen lässt, wenn sich der Proband wehrt?! Ich würde mich freuen, wenn du das noch weiter ausführen könntest.
In Sammlerkreisen haben wir schon darüber geredet, warum wohl die Gelenkschellen vorallem im Strafvollzug vorkommen (wo Zeit und genügend Personal da ist, um einen Gefangenen in Handschellen zu legen), und die Kettenmodelle im Streifendienst. Ist das also nicht nur eine Kostensache (Kettenschellen sind ja deutlich günstiger), ist der Spielraum wirklich soviel besser bei den Kettenmodellen? Und weshalb führen doch einige Polizisten Gelenkhandschellen mit sich?

@Guinness
haben solche Handschellen mit Kette als Grundausstattung (Bayern) bekommen.
also die Standard S&W 100 oder 103?
Sind meiner Ansicht a Grampf, da man bei der Arretierung recht lang rumfummeln muß (der kleine Schlitz in den man erst was reinstecken und die Arretierung zur Seite schieben muß, damits funzt)
mich erstaunt, dies zu hören, sind doch die S&W Standardschellen praktisch das Nonplusultra von Handschellen.
Wurde nicht der Doublelock Schlitz erfunden, um die noch mühsamere Arretierung per Pin abzulösen? Aus meinen eigenen Versuchen habe ich eher gefolgert, dass das Aktivieren per dünnem Pin an der Seite der Schellen einiges mehr Fummelei bedeutet, als das kurze Verschieben des Blechs im Schlitz, oder täusch ich mich da?
Klar, Fingerarretierung wie bei den Clejuso oder Ralkem ist einiges praktischer, birgt aber die Gefahr, dass ein zu Verhaftender die Arretierung drückt, oder sie ausversehen im Gerangel gedrückt wird, und dann der Schlüssel benötigt wird, bis die Schelle wieder anlegbar ist...

Zumindest finde ich es löblich, dass es noch Polizisten gibt, die die Sache mit dem DoubleLock ernstnehmen!
Trage selbst Clejuso mit Gelenk. Hab aber schon immer wieder mal gehört, dass die hier im gelobten Bayern nicht erlaubt sein sollen. Warum und von wem des genau kommt, konnt mir aber keiner sagen.
das würde mich sehr interessieren, weshalb die verboten sein könnten. Liegt es vielleicht daran, dass es bei den Gelenkschellen nicht wie beim Kettenmodell die Variante mit dem Vollschlüssel nicht gibt?



Vielen Dank fürs Mitteilen eurer Erkenntnisse
Brutus

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Beitragvon Guinness » Mo 14. Apr 2008, 19:51

Klar mögen die S&W das nonplusultra sein.. aber für mich ists einfach unpraktisch, mit dem kleinen Stift in dem Schlitz rumzubohren und zu arretieren. Haben eben beide Modelle (S&W und Clejuso) ihre Vor- und Nachteile.

Wie gesagt, genau konnt mir das keiner sagen. Nicht mal unsere PE-Trainer.
Kann aber gut sein, dass es am Gelenk liegt und damit der Proband "leichter" zu handhaben ist... Handschellen können verkantet verdammt weh tun ;-)
oder es liegt daran, dass sie nicht dienstlich geliefert sind. Kannst ja auch ned deinen Privatcolt umschnallen und rausfahren und die dienstliche Waffe im Schrank lassen... obwohl, können schon.. aber dürfen wohl nicht

Wegen dem Vollschlüssel kann ich nur sagen, die Clejuso mit Kette haben ja auch den Stift drin, damit der Schlüssel passt... denke mal nicht, dass es daran liegt.

Werd mich mal weiter umhören und evtl. nomml berichten

so long
Guinness
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Beitragvon Gast » Fr 3. Apr 2009, 11:12

Hallo die Feldjäger nutzen die Handschließen der Firma Alcyon Mod. 5232

Gruß Matthias

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Beitragvon MICHI » Fr 3. Apr 2009, 21:43

ich benutze eine S&W-Aluhandfessel.

überbleibsel aus meiner früheren verwendung ;-D

vollkommen unproblematisch; auch im täglichen dienst bei renitenten probanden.
es kommt vielleicht doch auch auf denjenigen an, der das teil "bedient" :wink:
Gruß
MICHI


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