Verschärfung des Waffenrechts = Eindämmung Amokläufe???

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Verschärfung des Waffenrechts = Eindämmung Amokläufe???

Beitragvon amstaff » Fr 20. Mär 2009, 13:00

Das kann schon eine Rolle spielen!

In den Großstädten haben die Kollegen in etwa die gleichen Probeme wie in D.

Aber ich finde schon, daß es mit einem gesellschaftlichen Grundproblem zusammen hängt.
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Verschärfung des Waffenrechts = Eindämmung Amokläufe???

Beitragvon SchwarzeSau » Fr 20. Mär 2009, 13:13

[quote=""deBadner""][quote=""Chrisimo""]Du willst doch nicht etwa sagen, dass Robert Steinhäuser und Tim Kretschmers Vater zuverlässig waren/sind?[/quote]

Hinterher ist man immer schlauer...
Wenn bereits bei der Beantragung der WBK berechtigte Zweifel an der Zuverlässigkeit bestanden hätten, dann wäre wohl niemals die Erlaubnis erteilt worden.
[/quote]

:top: :zustimm: :applaus:

Genau so isses!!

@Chrisimo:
Wer keine Ahnung hat, sollte den Kessel nicht so weit aufreißen.... oder sich erst mal belesen. Es mangelt hier nicht an Gesetzen und Bestimmungen, darin sind wir Meister. Es mangelt an ihrer Anwendung und Durchsetzung!! Bei konsequenter Anwendung damals bestehendem Rechts wäre Erfurt zu verhindern gewesen. Ebenso Winnenden.

Wozu also die sinnlose Brüllerei nach immer neuen Verschärfungen, die solche Taten nicht verhindern können?

Außerdem: niemand spricht mehr vom Amoklauf in Berlin zur Eröffnung des neuen Hbf. Damals wurde ein Schweizer Offiziersmesser benutzt. Dies wurde auch benutzt, als in Z in einer Bar der Barkeeper vier Gäste zum Rauchen vor die Tür schicken wollte. Damit wurde der Barkeeper ins bein gestochen.

Ich plädiere hiermit, da es kein Einzelfall war, für ein flächendeckendes Verbot von Schweizer Offiziersmessern. Außerdem wurde durch die FSK 14- Serie "Mc Gyver" Begehrlichkeiten bei der Jugend geweckt. Außerdem ist das Schweizer Offiziersmesser bei Politikern sehr beliebt. ;-D
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Verschärfung des Waffenrechts = Eindämmung Amokläufe???

Beitragvon DigMerc » Fr 20. Mär 2009, 13:19

Vielleicht weil wir enger aufeinander sitzen als die in Kanada, gibt es da nicht sogar sowas wie ein forschungsergebnis betreffend Amoklauf und qkm pro einwohner ???
im tierversuch mit ratten zeigt sich, je enger die aufeinanderhocken desto aggressiver verhalten sie sich wobei die USA ja auch dünner besiedelt sind als wir und die toppen die statistik.

wo kommen amokläufe denn eigentlich vor? sind es nicht meist entwickelte Industriestaaten? Warum dann aber erst in jüngerer Zeit und nicht schon im 19. Anfang 20. Jahrhundert? Was hat sich seither in unseren Gesellschaften verändert?: Die Dynamik der Veränderungen hat zugenommen, kann es vielleicht sein daß manche damit nicht zurecht kommen, über Gefühle der Orientierungslosigkeit, Ohnmacht, Einsamkeit in eine Spirale des Trotzes hineingeraten der dann letztlich im Amok endet?

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Verschärfung des Waffenrechts = Eindämmung Amokläufe???

Beitragvon Cop2405 » Fr 20. Mär 2009, 13:34

Sorry aber die USA ist ja wirklich kein Musterbeispiel und schau Dir mal die Großstädte an so wie auch die Bildung der Menschen dort zum vergleich wieder Kanada
Georg

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Verschärfung des Waffenrechts = Eindämmung Amokläufe???

Beitragvon Chrisimo » Fr 20. Mär 2009, 13:41

[quote=""SchwarzeSau""]
Genau so isses!!

@Chrisimo:
Wer keine Ahnung hat, sollte den Kessel nicht so weit aufreißen.... oder sich erst mal belesen. Es mangelt hier nicht an Gesetzen und Bestimmungen, darin sind wir Meister.
[/quote]

Wo hab' ich das behauptet?

[quote=""SchwarzeSau""]
Es mangelt an ihrer Anwendung und Durchsetzung!! Bei konsequenter Anwendung damals bestehendem Rechts wäre Erfurt zu verhindern gewesen. Ebenso Winnenden.
[/quote]

Du verstehst die Argumentation nicht. Was machst Du denn, wenn mal eine tatsächlich legale Waffe von einem Sportschützen für so eine Tat genommen wird? Bist Du dann auf einmal für schärfere Waffengesetze? Ich jedenfalls nicht.

[quote=""SchwarzeSau""]
Wozu also die sinnlose Brüllerei nach immer neuen Verschärfungen, die solche Taten nicht verhindern können?
[/quote]

Wo brülle ich denn bitte nach irgendwas? Zeig' das mal..
Das scheint mir eine reflexartige Abwehrreaktion deinerseits zu sein, ohne auch nur im Ansatz verstehen zu wollen, worauf ich hinaus will.


Nochmal:
Tim K. hat auf die einfachste denkbare Art eine Waffe erhalten. Er musste nämlich nur ins Schlafzimmer seines Vaters gehen. Und diese Waffe hat der Vater nunmal legal erhalten. Durch das Verbot von Waffen in Privathand würde man also in Zukunft vermeiden, dass ein unzuverlässiger Waffenbesitzer seine legale Waffe im Schlafzimmer liegen lässt (ausgenommen Polizisten und andere Staatsdiener). Das alles ist jedoch völlig irrelevant.

Ebenfalls nochmal:

Selbst wenn jede einzelne bei den vergangenen Amokläufen verwendete Schusswaffe eine völlig legal besessene Waffe gewesen wäre, wäre das immer noch kein Grund, Waffen zu verbieten oder das Waffenrecht noch weiter zu verschärfen. Dazu treten diese Fälle einfach zu selten auf. Insofern kann man sich dieses Gerangel um legal/illegal eh sparen.

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Verschärfung des Waffenrechts = Eindämmung Amokläufe???

Beitragvon JedemDasSeine » Fr 20. Mär 2009, 13:56

[quote=""amstaff""]Komischerweise hat in Kanada fast jeder Haushalt ( zumindestens aufm Land ) eine Langwaffe im Hause.
In Eisbär Gebieten muß sogar eine Waffe im Hause sein.

Weshalb gibts dort nicht solche Vorfälle? Das Problem dieser Amokläufe ist u.a. die Dekanz in Deutschland.[/quote]


:bindafür:

seh ich genau so!
An sich ist nichts weder gut noch böse, das denken macht es erst dazu!(Shakespeare)

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Beitragvon DigMerc » Fr 20. Mär 2009, 13:57

Totalentwaffnung: -> Anstieg illegaler Waffen
Regeln: -> werden nicht immer eingehalten
Blockiersysteme: -> wenn einer dem Besitzer ernsthaft den Arsch tätschelt wird der den Code rausrücken.

Wie wärs wenn die Waffe so konstuiert ist daß sie nur dort scharf wird wo sie scharf sein darf? z.B. gekapselter Zündmechanismus der über WIFI Wlan beim Betreten der Schießstätte freischaltet, beim Verlassen abschaltet. Jäger: haben ein def. Revier wo sie dürfen, Waffe empfängt GPS Info, schaltet im revier ein, außerhalb ab

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Beitragvon Trooper » Fr 20. Mär 2009, 13:59

Zu teuer und aufwendig, außerdem fährt man ja auch mal auf ein Match anderswo hin (u.a. auch mal ins Ausland).
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Beitragvon DigMerc » Fr 20. Mär 2009, 14:16

Zu teuer und aufwendig, außerdem fährt man ja auch mal auf ein Match anderswo hin (u.a. auch mal ins Ausland).
Widerspruch! zu Argument 1,2 und 3. bei 4 muß ich passen:

1,2: teuer: GPS/WIFI technik ist miniaturisiert und preisgünstig, der Aufwand würde sich doch durch die gewonnene Sicherheit rechtfertigen?
Stell dir auch mal die viel entspanntere rechtliche Handhabung vor wenn eine Waffe außerhalb ihrer Zone zum Besenstiel mutiert

3 Match anderswo: kein Problem, du betrittst mit deinem Köfferchen den Schießstand, deine Waffen poppen auf dem Bildschirm des Aufsehers auf,
er drückt auf ok, die Waffen schalten durch

4 Ausland: weiß ich keine Lösung, da man nicht davon ausgehen kann daß die dem Beispiel folgen.

Mist, so eine schöne Idee, so schnell verdampft :(

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Beitragvon Chrisimo » Fr 20. Mär 2009, 14:19

[quote=""DigMerc""]
1,2: teuer: GPS/WIFI technik ist miniaturisiert und preisgünstig, der Aufwand würde sich doch durch die gewonnene Sicherheit rechtfertigen?
[/quote]

Wieviel Prozent sicherer wird es denn durch diese Maßnahme?

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Beitragvon Trooper » Fr 20. Mär 2009, 14:20

der Aufwand würde sich doch durch die gewonnene Sicherheit rechtfertigen?
Das finde ich nicht. Außerdem ist es dann nur eine Frage der Zeit, bis man im Internet detailliert nachlesen kann, wie man die Dinger hackt.
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Beitragvon DigMerc » Fr 20. Mär 2009, 14:30

Wieviel Prozent sicherer wird es denn durch diese Maßnahme?
nun, wenn es so wäre daß die waffe nur auf dem Schießstand scharf ist könnte man sie nur auf dem Schießstand mißbrauchen

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Beitragvon Chrisimo » Fr 20. Mär 2009, 14:33

[quote=""DigMerc""]
Wieviel Prozent sicherer wird es denn durch diese Maßnahme?
nun, wenn es so wäre daß die waffe nur auf dem Schießstand scharf ist könnte man sie nur auf dem Schießstand mißbrauchen[/quote]

Abgesehen davon, dass man solche Maßnahmen wohl umgehen könnte: Wieviel sicherer würde es dadurch denn werden?


Zu dem Vorschlag fällt mir übrigens dieser Beitrag aus einem anderen Forum ein:
Wir schreiben das Jahr 2010.

Es ist Samstag Nachmittag und ich bereite mich auf ein paar gemütliche Stunden im Schützenheim meines Schießsportvereins vor.
Also ab in die Werkstatt und den Rolladen runtergelassen, damit ich nicht von Nachbarn beobachtet werde wie ich meine hellgrün lackierte S&W 686 aus dem Waffenschrank nehme. Das Zahlenschloss entriegelt und den hydraulischen Türöffner betätigt, der die 250kg schwere Stahltüre aufhebelt.
Noch ein kurzer Anruf bei der 24h-Hotline des Landratsamts, dass ich beabsichtige mit meiner genehmigten Sportwaffe Nr. C23187 zum Schießstand zu fahren.
Der an der Waffe angeschweißte GPS-Locator zeigt mir nach ein paar Minuten mit der grünen LED, dass die Transportgenehmigung erteilt ist und ich kann die Waffe in den Waffenkoffer packen.
Ein Päckchen 357mag von Wrigley's mit dem Spearmintgeschoss in den Koffer und los gehts.
Koffer in die Kürbis-Atrappe gesteckt - die wegen des §265 WaffG2009 "Anscheinswaffenkoffer-Paragraf" nötig wurde.
Den Kürbis in den Safe im Kofferraum und die Fahrt geht los.

Oops - nach 2km Fahrt eine Umleitung. Plötzlich stirbt der Motor meines Autos ab. Anruf beim Amt und von der Umleitung berichtet. Nach ein paar Minuten zwecks Rückfrage beim Straßenbauamt erhalte ich den Zündfunken zurück und darf weiterfahren. Die 20€ für die Ausnahmegenehmigung von der genehmigten Wegstrecke wird direkt abgebucht.

Endlich am Schießstand angekommen nehme ich meinen Kürbis unter den Arm und laufe in der Deckung des im letzen Jahr angepflanzten Holunderhains zur Eingangstür.

Kürbisatrappe auf, den Waffenkoffer raus und nach Anmeldung beim Schießleiter ab in den Schießstand.
Die Edelmann-Scheibe mit dem Spiegel in Form des italienischen Stiefels (das wurde nach der 31ten WaffV nötig, da die bisherigen runden Spiegel Ähnlichkeit mit einem menschlichen Kopf hatten!) stecke ich in den Scheibenträger.
Meine grün lackierte 686 durfte ich ja nach der 19ten Änderung des WaffG von 2007 behalten, da die Farbe alles andere als "martialisch" aussieht.
5 Patronen mit Kaugummigeschoss in die Kammern und los gehts.
Anschlag - Zielen - Atmen - und .....KLICK - kein Schuss bricht.

Die LED an meiner RF-GPS-Kontrolleinheit leuchtet rot und signalisiert, dass das Amt per Funk die Waffe deaktiviert hat.
Ein Anruf bei der Hotline ergibt, dass die Kammersensoren gemeldet haben, dass eine Patrone in der nicht genehmigten Trommelbohrung steckt.
Klar - welche Dummheit von mir !
Die Sachbearbeiterin fragt am Telefon ob sie die sechste Kammer gegen eine Gebühr von 25€ freigeben soll, oder ob ich umlade.
25€ ist mir zu teuer und ich entschließe mich die eine Patrone in die andere Kammer zu stecken.

Auf ein Neues !
Anschlag - Zielen - Atmen - und .....KLICK - wieder bricht der Schuss nicht.
LED schon wieder Rot.

Sichtlich verärgert rufe ich wieder beim Amt an und frage was den jetzt wieder ist.
Sie könne die Waffe leider nicht mehr freigeben, da die in der Sportordnung angegebene Zeit von 45 Minuten für die Disziplin abgelaufen ist. Meine Genehmigung lautet Samstag von 14:00 Uhr bis 14:45. Für die Umleitung und andere Verzögerungen könne sie nichts.

Zerknirscht entlade ich die grüne 686, packe sie in den Waffenkoffer, diesen in den Kürbis, lege die Gemüseatrappe in den eingeschweißten Safe im Kofferraum und düse nach Hause.

Scheißtag !

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Beitragvon DigMerc » Fr 20. Mär 2009, 14:39

Das finde ich nicht.
könnte man ausdiskutieren aber, ich gestehe dein nächstes ist ein totschlagargument:
Außerdem ist es dann nur eine Frage der Zeit, bis man im Internet detailliert nachlesen kann, wie man die Dinger hackt.
in der Tat, hatte ich nicht bedacht :( Der Aufwand der implementierung einer technischen lösung steigt exponentiell mit diesem Argument, bin überzeugt

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Beitragvon DigMerc » Fr 20. Mär 2009, 14:47

Chrisimo:

klasse text. jaja, wahrscheinlich würde es ziemlich ähnlich werden, wie gesagt, bin nun von der untauglichkeit meiner Idee überzeugt


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