Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

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Re: Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

Beitragvon vs1500 » Do 11. Okt 2012, 13:50

Hallo,

ein FLG ist natürlich nicht dafür gedacht um auf 200m Präzisionsschießen zu machen oder waidgerecht zu jagen, es reicht aber allemal um mit einem vernünftigen Lauf und Geschoß einen Angreifer untenzuhalten.

Mir ging es mit meiner Aussage eher darum, dem Irrglauben, über 50m könne man eine Flinte nicht mehr gebrauchen etwas entgegen zu setzen.

Es gibt z.b. spezielle Slug Flinten mit gezogenen Läufen, aber auch normale Flinten können weitaus mehr als man ihnen zutraut.

Hier z.b. eine normale Flinte mit einer offenen Visierung stehend und freihändig auf 230 Yards, ähnliche Videos gibt es sogar auf 300 Yards:
http://www.youtube.com/watch?v=nNTyCcip ... re=related

Und auf oder ummunitioniert ist eine Flinte in wenigen Sekunden. Wichtig ist halt Less Lethal Munition auch nur in den Fällen zu benutzen in denen man auch den scharfen Schuß vertreten kann.

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Re: Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

Beitragvon Cesair » Mo 15. Apr 2013, 20:18

Das eine Flinte zielsicher ist liegt doch auf der Hand, bzw. spricht nichts dagegen. 90% der Call of Duty-Spieler denken halt, dass man damit nur Schrot und andere zerfetzende Sachen durch die Luft bläst.
Allerdings denke ich nicht, dass Flinten abseits der SE sinnvoll sind.
Die MP5 ist in meinen augen in ordnung, sie ist kostenfreundlich, da keine andere Munition erforderlich ist, sie ist bewährt, robust und ein blinder trifft mit ihr in die 10.
Bei dem Waffengesetz in D. ist die einführung einer Langwaffe als standartwerkzeug ja total bescheuert. Also im Streifendienst mit nem G36 rum zu laufen ist wahrscheinlich nicht nur recht unpraktisch.
Interesante Waffensysteme gibt es trotzdem, wie die mp7 oder die kriss vector.

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Re: Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

Beitragvon MICHI » Mo 15. Apr 2013, 21:05

Hast du mal darauf geachtet, wie alt der Thread ist, und seit wie langer Zeit das Thema scheinbar durch ist?
Gruß
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Re: Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

Beitragvon TheGunner » Do 18. Apr 2013, 23:42

Well...hier und da schmeißen die Länder ihre MP5 in die Tonne
weil sie durch sind. Neuanschaffungen stehen ins Haus.
Und da müsste doch mein Herz ein Affe sein, wenn ich da nicht
ne 6.8 SPC, 6.5 Grandel oder .300 Blk (soll ja schon bei se's rumwuseln)
Anschaffen würde. Sogar ne olle 7,62x39 Patrone aus nem
neuen System (Rem. ACR?) macht da mehr Sinn
als ne 9x19, womit auch immer bestückt.

Just my €0.02

Cheers,
Gunner

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Re: Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

Beitragvon Omawarisan » Mo 7. Okt 2013, 11:13

Gast hat geschrieben:Waren das noch Zeiten mit der Kalashnikov... Genauer gesagt mit der KMS 72. Seitlich klappbare Schulterstütze, Mündungskompensator, Made in GDR by Jagdwaffen- und Fahrzeugwerk Simson Suhl. Es gibt nichts besseres! :zustimm: Die konnten nicht nur die besten Kleinkrafträder bauen... :flehan:

Mußte aber weg, weil wir damit die Schießstände zerlegt hätten. Oder weil... :banned:

Und jeder bis Jahrgang 1970 beherrscht das Ding im Schlaf und mit 40 Fieber. Da kannste das Gefummel mit der MP 5 echt vergessen.

So, das mußte mal geschrieben werden!

P.S. Gegen die P 228 ist nix zu sagen, da war die Makarov ein Spielzeug, trotz gleicher Munition.
Hat die Makarov nicht das Kaliber 9 X 18? :polizei13:

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Re: Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

Beitragvon MICHI » Mo 7. Okt 2013, 11:25

Ich weiß nicht, weshalb hier ein Altthread mehr oder weniger Themenfremd fortgeführt werden sollte.
Gruß
MICHI


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Re: Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

Beitragvon Omawarisan » Di 8. Okt 2013, 10:44

Interessanter Thread!

Wobei ich mir jedoch die Frage stelle, in welcher polizeilicher Einsatzsituation könnte eine Langwaffe von Vorteil sein?

Gast

Re: Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

Beitragvon Gast » Di 8. Okt 2013, 11:32

Omawarisan hat geschrieben:Interessanter Thread!

Wobei ich mir jedoch die Frage stelle, in welcher polizeilicher Einsatzsituation könnte eine Langwaffe von Vorteil sein?
Lies dir doch diesen interessanten Thread mal durch. Da wird vortrefflich darüber diskutiert in welcher Einsatzlage eine Langwaffe von Vorteil sein könnte.

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Re: Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

Beitragvon Trooper » Di 8. Okt 2013, 12:55

Omawarisan hat geschrieben:Interessanter Thread!

Wobei ich mir jedoch die Frage stelle, in welcher polizeilicher Einsatzsituation könnte eine Langwaffe von Vorteil sein?
In jeder Lage, bei der im Vorfeld ein SWG bei realistischer Einschätzung möglich bis wahrscheinlich erscheint, die Einsatzentfernungen nicht lediglich Anfaßdistanz beträgt und die Kräftesituation das Abstellen eines dezidierten Langwaffenschützen/Sicherungsschützen erlaubt... ?

Zumindest wäre das aus taktischer Sicht sinnvoll. Daß die Mehrheit der Kollegen zu faul und zu behäbig ist, um sogar die kleine kompakte MP5 überhaupt von der Wache mit auf Streife zu nehmen, steht auf einem anderen Blatt.
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Re: Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

Beitragvon DerLima » Di 8. Okt 2013, 15:23

Auch durchaus in Lagen, in denen ich mit 9 mm nicht weit/tief genug komme...
Um Troopers Post noch zu ergänzen.
Spontan fällt mir eine frühere Amoklage in einer Schule in Deutschland ein...

Bedenket (nicht an Trooper, der weiß das und viele andere auch): Langwaffen bringen oft Vorteile mit sich. Und je ländlicher das Gebiet, um so größer die Vorteile.
Lagen bei möglichen Distanzen ab 20m sind für Pistolen schlechter zu bewältigen... respektive für den Schützen...

Ansonsten pflichte ich Trooper voll bei. Und ich denke, dass die meisten Argumente im Thread schon gebracht wurden.
Mit der Langwaffe halte ich es, wie mit der Weste.
Ich hoffe sie nie nutzen zu müssen, habe sie aber immer an/dabei....
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Re: Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

Beitragvon Gast » Di 8. Okt 2013, 15:30

Ich würde die Einführung einer Langwaffe ebenso befürworten, da das ganze allerdings mit Kosten ( Anschaffung, Wartung, Schulung, Training usw.) verbunden ist wird's wohl auch nichts mit der Langwaffe. Und bevor einer fragt, bei mir wäre das G36 Favorit.

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Re: Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

Beitragvon DerLima » Di 8. Okt 2013, 17:24

Bei mir wäre die Norwegische G3-Version der Favorit. Bzw. Das HK 417.
Der Aufbau und die militärische Version des G36 (Bundeswehr) sind klasse, jedoch bin ich ein Freund von 7,62mm x 51.
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Re: Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

Beitragvon der kanadier » Di 8. Okt 2013, 17:39

Das G3 ist ja auch recht nah an der MP 5 dran was Ladetätigkeit etc angeht.
Allerdings hat 7,62 auch nen ordentlichen Bumms und erfordert mMn mehr Training.

G36 fände ich gut, mit Rotpunkt und ZF ganz praktisch. Das HK 416/417 fand ich persönlich recht schwer.

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Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

Beitragvon MICHI » Di 8. Okt 2013, 17:47

Bevor hier dann alles das wiederholt wird, was bereits auf den vorherigen Seiten steht, lest doch bitte erst und postet dann ggf. neues.

M. E. ist eigentlich zu diesem Thema nämlich alles bereits vor gut einen Jahr geschrieben worden ;-)
Gruß
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Re: Einführen der Langwaffe in den Polizeidienst?

Beitragvon Trooper » Di 8. Okt 2013, 22:58

Auch durchaus in Lagen, in denen ich mit 9 mm nicht weit/tief genug komme...
Selbst wenn wir "nur" die MP5 in 9mm zugrundelegen, gibt es immer noch etliche Vorteile gegenüber einer Kurzwaffe, die sich aus den motorischen und ballistischen Vorteilen einer Langwaffenplattform ergeben... größere Stabilität des Anschlags durch dritten Auflagepunkt (Schulterstütze) am Körper, höhere Präzision durch längere Visierlinie usw.

Jeder - aber wirklich jeder - schießt mit einer Langwaffe erheblich präziser als mit einer Kurzwaffe, und kann diese erhöhte Präzision in aller Regel auch noch schneller ins Ziel bringen. Und dieser Unterschied wirkt sich auch nicht erst auf Entfernungen von 20 m und mehr aus, sondern bereits bei Distanzen von wenigen Metern.

Das ist - unabhängig von Kaliberdiskussionen - im übrigen das hauptsächliche Argument für eine Langwaffe. Eine Kurzwaffe ist immer bloß ein Kompromiß zwischen ballistischer Leistung und bequemem Führen im Alltag. Wenn ich aber zu einem Einsatz fahre, wo ich die mögliche Notwendigkeit eines SWG schon in der Vorphase erwarte, dann muß ich mich auf diesen Kompromiß und die darin enthaltenen taktischen Nachteile nicht einlassen.

Nichtsdestotrotz würde ich allerdings auch ein anderes Kaliber als 9mm vorziehen... .308 hätte mir für polizeiliche Anwendungen aber etwas zuviel Durchschlagsleistung, mir würde eher was in .223 oder so vorschweben.

Übrigens habe ich mich gerade neulich mal mit einem Bundeswehrangehörigen unterhalten, der etliche Auslandsverwendungen in verschiedenen "heißen" Einsatzländern hatte, und der war vom G36 alles andere als erbaut. Seine Erfahrung war, daß die Waffe unter Schießstandbedingungen ganz prima ist, aber erhebliche Schwächen aufweist, wenn sie harten Einsatzbedingungen und hoher Belastung ausgesetzt wird. Das ging bei ihm wohl von Materialermüdungen und Bruchstellen bis zu erheblicher Treffpunktverlagerung bei längerem Einsatz. Ähnliche Berichte habe ich mittlerweile auch schon anderen Soldaten gehört.

SIG stellt aber ganz tolle Gewehre her... damit könnte ich mich anfreunden :) Und inzwischen gibts ja auch etliche deutsche Hersteller, die qualitativ sehr hochwertige und funktionale AR15-Derivate in verschiedensten Konfigurationen und Kalibern produzieren.
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