Abgeteilt: Bewaffnung zur Selbstverteidigung

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Lone Soldier

Abgeteilt: Bewaffnung zur Selbstverteidigung

Beitragvon Lone Soldier » Mo 1. Feb 2016, 10:31

http://www.weser-kurier.de/bremen_artik ... 99644.html

Das Thema Innere Sicherheit wird immer brisanter.

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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Jaguar 1986 » Mo 1. Feb 2016, 11:15

Wenn ich mir den Beitrag von LS durchlese kennt man die Tipps und befolgt diese auch fleißig aber eigentlich ist das nichts weiter als ein permanentes Kopf- und ...einziehen. Das dürfte aus Prinzip vielen sauer aufstoßen.
Was ich auch verstehen kann.
Das trägt nicht gerade zum sozialen Frieden bei wenn man der Bevölkerung rät aus Sicherheitsgründen zu kuschen. Weil die Tätergruppen eine gewisse Qualität und Aggressivität haben.
Auch noch für die Zukunft ne Baustelle.
Außerdem wenn die Täter lernen dass wir kuschen dann werden sie doch auch immer dreister.
/edit sorry grad erst gesehen dass LS im anderen Thread das gleiche schon auf den Punkt gebracht hat :)

Da fällt mir gerade ein. Was ist mit der oft geforderten Zivilcourage.
Das widerspricht doch den Tipps im Artikel teilweise.
Warum wird dem Opfer geraten den Kopf einziehen und die anderen sollen dann drauf zu?
Zuletzt geändert von Jaguar 1986 am Mo 1. Feb 2016, 11:31, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Trooper » Mo 1. Feb 2016, 11:21

Lone Soldier hat geschrieben:http://www.weser-kurier.de/bremen_artik ... 99644.html

Das Thema Innere Sicherheit wird immer brisanter.
Link funktioniert nicht...
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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Jaguar 1986 » Mo 1. Feb 2016, 11:22

Bei mir auf dem Handy ging's
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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Trooper » Mo 1. Feb 2016, 14:07

Jaguar 1986 hat geschrieben:Bei mir auf dem Handy ging's
Manuell klappt es jetzt auch. Und ich stehe nach vielen Dienstjahren in mehreren Polizeien und Dienststellen immer noch staunend und kopfkratzend vor der Tatsache, daß meine Firma offiziellerseits nach wie vor brainwashing-artig das Mantra "Wir wollen nicht, daß Sie sich bewaffnen, und leisten Sie bloß keine Gegenwehr" von sich gibt. Was für ein Unsinn.
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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Lone Soldier » Mo 1. Feb 2016, 14:28

Jein. Ich selber sehe das Thema Aufrüstung der Privaten auch eher skeptisch. Aber damit die das nicht machen muss klar sein: Die Staatsmacht kann die Leute schützen, die öffentliche Sicherheit ist gewährleistet. Dann bleiben auch die schwarzen Schafe weg. Bei einer intakten Sicherheitsstruktur kriegen die ja gar nicht den nötigen Spielraum. Der Alternativ-Vorschlag zur Notwehr dem Dieb seine Sachen entgegen zu schmeißen oder in der Straßenbahn den Verrückten zu spielen kam in den Leserbriefen jedenfalls nicht gut weg.

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Re: Abgeteilt: Bewaffnung zur Selbstverteidigung

Beitragvon Trooper » Mo 1. Feb 2016, 20:56

So, ich habe das Thema in einen eigenen Thread abgeteilt.

Lone Soldier, dein Argument läuft leider nach drei Schritten schmerzhaft gegen die Mauer in Gestalt der Tatsache, daß die Polizei die Sicherheit des einzelnen Individuums weder garantieren kann noch muß. Egal wie gut wir aufgestellt sind... solange wir nicht buchstäblich an jeder Straßenecke einen Funkwagen stehen haben, wird es Gewaltdelikte im öffentlichen Raum geben.

Daraus folgt, daß die eigene physische Sicherheit in letzter Konsequenz in die Eigenverantwortung jedes einzelnen Bürgers fällt. Unter diesen Umständen amtlicherseits dazu zu raten, sich nicht zu wehren und keine geeigneten Gegenstände bereit zu halten, ist in meinen Augen unredlich und nur der bedauerlichen Tatsache geschuldet, daß es in deutschen Behörden eine unheilige Tradition gibt, den Bürger am liebsten als wehrloses, folgsames und einfach zu "managendes" Schaf zu begreifen.
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Re: Abgeteilt: Bewaffnung zur Selbstverteidigung

Beitragvon Harkov » Mo 1. Feb 2016, 21:03

ich teile deine Prämisse Trooper. Doch was ist die Folge davon, wo zieht man die Grenze. Sicherlich nicht dort wo sie zur Zeit ist, wo schon der Besitz gewisser Messer panische Reaktionen auslöst.

Aber Concealed Carry für alle als möglichen Gegenpol ? Ich bin unschlüssig.
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Re: Abgeteilt: Bewaffnung zur Selbstverteidigung

Beitragvon DerLima » Mo 1. Feb 2016, 21:05

Egal wie mächtig die Staatsmacht auftritt, es wird immer Kriminalität geben. Selbst in noch so diktatorischen Staatsgebilden, welche durch stetige und ständige Präsenz der bewaffneten Staatsmacht und der verdeckten, versteckten und wie auch immer Mitarbeiter geprägt ist, ist Kriminalität vorhanden.

Es ist nicht Aufgabe des Staates, den Bürger vollumfänglich zu schützen und in Watte zu packen. Das würde auch dem selbstbestimmten Leben widersprechen.
Außer Frage steht, dass Polizei und Justiz zu gering aufgestellt sind. Konsequenz aus früheren Jahren. Quittung ist da.

Der Bürger muss sich selber schützen. Das gilt auch für den Bürger, der im Dienst- und Treueverhältnis steht und innerhalb dieses den Auftrag hat Sicherheit zu produzieren.
Denn außerhalb des Auftrages ist ebendieser auch nur Bürger wie jeder andere.

Jetzt bleibt die Frage des "Wie". Kurzlehrgänge zur Selbstverteidigung sind wenig produktiv, setzen diese doch voraus, dass der Gegner wenig bis gar nichts kann.
Aus meiner Sicht ist als kurzfristige Lösung lediglich Tierabwehrspray sinnvoll. Aber auch hier gilt: Ich muss den Umgang trainieren und die Dose dementsprechend griffbereit haben und halten.
Das wird auf Dauer schwierig. Denn wenn lange nichts passiert, wird man nachlässig.

Bewaffnung im Sinne von SSW stehe ich skeptisch gegenüber, ist der Umgang damit doch ähnlich Trainingsintensiv wie der mit einer "scharfen" SW.
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Re: Abgeteilt: Bewaffnung zur Selbstverteidigung

Beitragvon Harkov » Mo 1. Feb 2016, 21:06

Wir möchten nicht, dass Sie sich bewaffnen“, sagt Holger Ihnen. „Bei Pfefferspray müsste ja zuerst die Windrichtung überprüft werden, ansonsten hätte man es möglicherweise selbst im Auge“, ergänzt Maike Seifert. Zudem würde es zu lange dauern, bis man an das Spray in der Tasche komme
Immer dieses "hätte könnte würde :polizei4:

Gibt auch Spray mit Balistikstrahl, das sprüht auch bei starkem Wind zumindest so, dass keine Eigengefährdung entsteht.
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Re: Abgeteilt: Bewaffnung zur Selbstverteidigung

Beitragvon Trooper » Mo 1. Feb 2016, 21:14

Über das "Wie" und das "Wie weit" kann man ja trefflich streiten, und die Antworten werden vermutlich sehr individuell ausfallen. Das ist auch ehrlich gesagt gar nicht so sehr der Punkt, an dem ich hier einhaken wollte (wenngleich ich natürlich einige recht dezidierte persönliche Vorstellungen und Ansichten dazu habe).

Es ist aber ein Unding, daß eine Behörde einfach so ohne Ansehen der Person und Würdigung des konkreten Einzelfalls dekretiert, daß Gegenwehr und Bewaffnung zu gefährlich für den doofen Bürger sind.

Sachlich kann man diese kühne Behauptung ja nun sowohl argumentativ als auch empirisch relativ einfach widerlegen. Das wirft natürlich die Frage auf, ob diejenigen, die sowas verbreiten, das wirklich selbst glauben (was nicht für sie spräche)... oder ob sie gehalten sind, sich derart zu äußern.
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Re: Abgeteilt: Bewaffnung zur Selbstverteidigung

Beitragvon Controller » Mo 1. Feb 2016, 21:15

Tierabwehrspray :motz:

allein schon die Lügerei um das Ding ......... :irre: :irre:

dann kann man auch die Magnum Raubtierabwehrgerät nennen :polizei3:

e./

"b" ergänzt
Zuletzt geändert von Controller am Mo 1. Feb 2016, 21:24, insgesamt 1-mal geändert.
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Abgeteilt: Bewaffnung zur Selbstverteidigung

Beitragvon Harkov » Mo 1. Feb 2016, 21:20

wobei Magnumpatronen ja tatsächlich für Tierabwehr..... :polizei3:
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Re: Abgeteilt: Bewaffnung zur Selbstverteidigung

Beitragvon Jaguar 1986 » Mo 1. Feb 2016, 21:42

Also ich habe mein Tierabwehrspray in 10 Jahren nicht einmal benutzt.
Obwohl es Situationen gab in denen es wohl rechtlich machbar gewesen wäre.
Aber es gab noch keine Situation wo ich es wirklich für nötig erachtet habe.
Ist für mich mein persönliches Ultima Ratio.
Der Respekt vor dem Einsetzen des Sprays ist also definitiv gegeben.

Mir wurde beigebracht: Wenn Du Dir jemand vom Leib halten willst, kräftig mit beiden Händen gegen die Brust stoßen. In einer Vorwärtsbewegung. Das zeigt schon mal Gegenwehr und suggeriert Kraft. Bringt den Gegner am ehesten ins aus dem Gleichgewicht. Keine aufwendigen Hebelgriffe. Das kriegt ein Laie in der Aufregung eh nicht hin.
Und dann möglichst schnell weg. Wenn zu befürchten steht, dass es gleich rund geht.
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Re: Abgeteilt: Bewaffnung zur Selbstverteidigung

Beitragvon Lone Soldier » Mo 1. Feb 2016, 23:05

Trooper hat geschrieben:So, ich habe das Thema in einen eigenen Thread abgeteilt.

Lone Soldier, dein Argument läuft leider nach drei Schritten schmerzhaft gegen die Mauer in Gestalt der Tatsache, daß die Polizei die Sicherheit des einzelnen Individuums weder garantieren kann noch muß. Egal wie gut wir aufgestellt sind... solange wir nicht buchstäblich an jeder Straßenecke einen Funkwagen stehen haben, wird es Gewaltdelikte im öffentlichen Raum geben.

Daraus folgt, daß die eigene physische Sicherheit in letzter Konsequenz in die Eigenverantwortung jedes einzelnen Bürgers fällt. Unter diesen Umständen amtlicherseits dazu zu raten, sich nicht zu wehren und keine geeigneten Gegenstände bereit zu halten, ist in meinen Augen unredlich und nur der bedauerlichen Tatsache geschuldet, daß es in deutschen Behörden eine unheilige Tradition gibt, den Bürger am liebsten als wehrloses, folgsames und einfach zu "managendes" Schaf zu begreifen.
Einen Streifenwagen an jeder Ecke erwartet der Bürger nicht. Aber so ein Minimum an öffentlicher Sicherheit und dem Gefühl, dass Verbrecher bestraft werden, sollte schon drin sein. Und aufgrund dessen, was sich bei uns am HBF und in der Innenstadt abspielt, sehen einige Bürger das nicht mehr gewährleistet. Keine private Feier wo die Abziehereien der Herren Antänzer nicht das Gesprächsthema Nummer eins sind. Und da denkt manch einer deutlich über mehr als Notwehr nach. Das finde ich nicht gut. Aber das ist zu wenig um ihn davon abzubringen.

Die Ratschläge unseres Präventionszentrums kamen in den Leserbriefen jedenfalls nicht gut an.


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