HK neue SFP9

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Ghostrider1
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Re: Die neue Dienstpistole in Sachsen

Beitragvon Ghostrider1 » Mi 11. Nov 2015, 07:57

Es soll wohl das Safariland Holster kommen. Und wenn nicht, kaufe ich mir eins. Ich hatte mir für die P7 eins gekauft, als der Lederlappen noch Standard war.
Gab Anfangs Gemecker, was mich aber interessiert hat, wie ein Meldung ob in China ein Sack Reis umkippt.

Ich bin der, der im Ernstfall die Waffe ziehen muss.

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Re: Die neue Dienstpistole in Sachsen

Beitragvon Mezzo » Sa 14. Nov 2015, 20:08

Ghostrider1 hat geschrieben:was mich aber interessiert hat, wie ein Meldung ob in China ein Sack Reis umkippt.
Ich bin der, der im Ernstfall die Waffe ziehen muss.
Ja,

so hat hier auch ein Kollege mal gedacht...

Und als mit der aus seinem privaten Holster entrissenen
Waffe jemand erschossen wurde, wurde wegen Beihilfe gegen
ihn ermittelt...

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Re: Die neue Dienstpistole in Sachsen

Beitragvon hellbert » Sa 14. Nov 2015, 21:18

Mezzo hat geschrieben: Ja,

so hat hier auch ein Kollege mal gedacht...

Und als mit der aus seinem privaten Holster entrissenen
Waffe jemand erschossen wurde, wurde wegen Beihilfe gegen
ihn ermittelt...
Wäre das mit dem dienstlichen Holster den nicht passiert?

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Re: Die neue Dienstpistole in Sachsen

Beitragvon Buford T. Justice » Sa 14. Nov 2015, 21:18

In jedem Fall ärgerlich aber wie gingen die Ermittlungen aus? Und welche Art Holster war es?

Ich finde den Gedanken "lieber das Risiko, Ärger für ein etwaiges Entreißen der Waffe aus dem Sicherheitsholster zu bekommen als das viel größere Risiko, die Waffe aus dem dienstlich gelieferten Holster tatsächlich entrissen zu bekommen" nicht grundverkehrt. In Ghostriders Fall ging es ja um Sicherheitsholster statt Lederlappen.

Mit so einem Lederlappen wurde ich in der Ehu auch noch ausgerüstet. Das ist ja mal der allerletzte Dreck. Wäre mir nicht eh auch ein Sicherheitsholster geliefert worden, hätte ich mir auch eins besorgt.

Nicht verstehen kann ich allerdings bei uns die Kollegen, die das Bianchi Zivilholster für die offene Trageweise verwenden.
:applaus:

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Re: Die neue Dienstpistole in Sachsen

Beitragvon Mezzo » Sa 14. Nov 2015, 21:56

hellbert hat geschrieben: Wäre das mit dem dienstlichen Holster den nicht passiert?
Das ist genau der Kasus Knackus und mußte untersucht warden...

Man warf ihm vor, daß dies mit dem dienstlichen Holster eben nicht
passiert wäre.

Er mußte nun nachweisen, daß es mit
dem dienstlichen genauso verlaufen wäre.

Mit einem geschickten Anwalt und aufgrund der Tatsache,
wie genau die waffen entrissen wurde, gelang ihm dies.

Es wurde aber vor festgehalten, daß es druchaus anders verlaufen kann,
wenn die Waffe andersweitig entrissen worden ware.
Es blieb bei einem Diszi: weil das Holster nicht der Bekleidungsordnung entsprach
und deshalb nicht hätte getragen weden dürfen.

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Re: Die neue Dienstpistole in Sachsen

Beitragvon hellbert » Sa 14. Nov 2015, 22:45

Mezzo hat geschrieben: Mit einem geschickten Anwalt
Ich glaube das ist das Hauptding. Wenn jeder einen guten Anwalt hätte, würde die Polizei öfters
mal dumm aus der Wäsche gucken.

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Re: Die neue Dienstpistole in Sachsen

Beitragvon Loewe » So 15. Nov 2015, 19:51

In Sachsen hat in einer solchen Angelegenheit niemand dumm aus der Wäsche geguckt. Die mangelhafte (Fremd)Zugriffsicherung und die häufigen Magazinverluste bei den dienstlich gelieferten Holstern ließen das Innenministerium zu einem bislang einmaligen Entschluß kommen. Privat beschaffte Safarilandholster wurden dienstlich abgesegnet. Auf Grund der schieren Masse an solchen Holstern war das auch die einzig vernünftige Lösung.
Ich habe mir auch privat ein Safariland zugelegt. Und außer Anfangs im Schießkeller gab es auch keine Bemerkungen. Bei meinem vorletzten AMOK Training traten alle Teilnehmer mit Safariland an. Und das war keine BFE o.ä.

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Re: Die neue Dienstpistole in Sachsen

Beitragvon Luk91 » So 15. Nov 2015, 20:41

Bei der neuen Waffe kann man wahrscheinlich nur neidisch in den Osten schauen.
Wobei ich unsere "Kanone" (P10) nicht schlechter machen möchte als sie ist.

Und zum Thema Holster...
Ich habe mir auch privat ein Holster beschafft. Unser im Saarland verausgabtes "Doppeldruckknopf-Ledertäschen" ist schlicht nicht zeitgemäß.

Ich habe mich vor drei Jahren bewusst für ein BLACKHAWK SERPA und gegen ein SAFARILAND ALS/SLS entschieden. Dazu hab ich mir beide Holster zum Test liefern lassen, auf nem Stand "Probegeschossen" und mich intensiv ins Thema eingelesen. Für mich war die Entscheidung danach Glasklar... Mir liegt es einfach besser.
(Ohne Safariland als schlecht zu bezeichnen)
In den letzten drei Jahren bin ich mit dem Holster durch die ein oder andere Lage. Dabei wurde es teilweise auch mal schwerst versifft. (Keinerlei Funktionsstörungen)
Ziehen unter Streß "durfte" ich auch! (Kein Loch im Bein).
Ich übe allerdings auch mind. zwei mal die Woche meinen Ziehvorgang in verschiedenen Geschwindigkeiten.(gern auch mal mit Spiegel)

Und zu dem weiter oben verlinkten Video von Tex Grabner: Er selber erklärt, dass er den Fehler gemacht hat mit unterschiedlichen Holstern zu trainieren. Da kann sich ja auch nichts automatisieren.
When I am getting sad, I stop being sad and be awesome instead. True story.
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Re: Die neue Dienstpistole in Sachsen

Beitragvon TheGunner » Mi 25. Nov 2015, 14:44

Moin Moin !!!

Schön zu hören das sich in Sachsen was bewegt.
Und dann noch in die richtige Richtung, klasse!!!
Ist bekannt ob es für jeden Waffenträger auch ein Reservemagazin gibt, oder
ist vorzeitiges Streben mit eingeplant wie bei der BuPol?

Die SFP9 ist eine super Dienstwaffe. Hab die schon ein bisschen quälen dürfen.
Ich würde sagen, die bessere Glock.
Selbst in der TR-Version ein Top-Abzug ab Werk. Dadurch schiesst sie sich sehr präzise. Die SF-Version hat einen etwas leichteren Abzug...der Standard-PVB-Schütze wird das aber nicht merken. Auch nicht den kürzeren Rückstellweg. Sie TR lässt sich trotzdem schön zügig schießen. 4 in 1 ist absolut kein Problem!
Trotz der höheren Lauf/Seelenaxe ist die Auslenkung aus der Visierline nicht größer als bei der G17Gen4.
Selbst der HK-Typische Magazinhaltehebel lässt sich ganz anständig bedienen. Obwohl ich ein Kind der Knöpfe bin konnte ich mich damit arrangieren.
Den Verschlusshaltehebel auf der rechten Seite braucht zwar keine Sau....aber bitte....wenn´s in der TR verlangt wird. Gut finde ich auch, dass sie sich wie eine Sig zerlegen lässt...Verschluss zurück ziehen und festlegen, Rohrhaltehebel (keine Ahnung wie das bei HK heißt) umlegen und einfach den Verschluss nach vorne Abziehen.
Dieses Abgedrücke vorm Zerlegen, ist meiner Meinung nach nur für professionelle Berufswaffenträger geeignet, nicht für Polizeibeamte!
Kosten, keine Ahnung was Sachsen zahlt. Im VK kommt die SFP9 ca. 700,- und die G17Gen4 ca. 650,- Kröten. Ne P30 für die BuPol kostet glaube ich 270,- ??? Berichtigt mich bitte wenn ich falsch liege.

Die Sig 320-CARRY könnte ich mir noch als deutsche Dienstpistole vorstellen. Hat aber leider (noch?) keine TR und geht im VK für 800,- über den Ladentisch. Könnte mir vorstellen, dass die SFP9 auch preislich nicht zu knacken ist. Schließlich wurde sie ja eigentlich für den US-Markt entwickelt, um die Combat-Tupperware anzugreifen.

Hab gehört MV hat die SFP9 auch gebucht?!?!....
Stimmt das?
Noch ein Bundesland das die richtige Wahl getroffen hat?

Cheers,

Gunner

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Re: Die neue Dienstpistole in Sachsen

Beitragvon TheGunner » Mi 25. Nov 2015, 15:10

Ich kann´s nicht lassen.... :polizei2:

Holster....

Jup, den Schmarn über das BHI CQC Serpa hab ich auch gelesen.
Ich benutze so ein Ding in der Level 3 Version seit ca. 6J.
Vorher in der Concealment Version so ca. 4J.
Das Safariland ALS/SLS gefällt mir auch sehr gut.
Hab es vor dem Concealment als ALS-Only getragen und zwischendurch als ALS/SLS.

Der Ziehvorgang beim BHI ist einfach der Natürlichste den ich bis jetzt finden konnte. Absolut stressresistent! "Greifen und raus" so würde ich es beschreiben. Ohne noch hier drücken oder da schieben. Wenn ich beim BHI wirklich die Fingerspitze nehme um die aussenliegendeTaste zu drücken, dann lande ich mit meinem Finger immer noch auf dem vorderen Teil vom Griffstück (Dustcover) oberhalb des Abzuges. Das ist es das ich bei den meisten Waffenträgern beobachte...Eisen raus...und der Finger liegt schon lang am Griffstück, so wie es sein soll. Ich hab auch sämtlich Trainer die ich so im Bund kenne mal gefragt, ob sie es schon mal life erlebt haben das da jemand beim Ziehen einen fliegen gelassen hat. Ne. Hat keiner gesehen und keiner gehört...ausser das aus Ami-Land.

Das Safariland ALS/SLS Konzept gefällt mir auch gut. Ist allerdings trainingsintensiver und was für mich ein klares PLUS für das BHI ist, ist der Umstand, dass ich den "Deckel" nicht versehentlich schließen kann und meine bereits gezogene Knarre "aussperre".
Das finde ich beim Safariland doof!
Fürs ziehen gibts jetzt für das ALS eine kleine "Scheibe" die die Auflagefläche für den Daumen etwas vergrössert. Mit Einsatzhandschuhen, vielleicht auch noch nass, finde ich das stressresistenter.

@Trooper: mit der Verbindung Holster/Holstersteg könntest Du recht haben.
Da finde ich das Safariland auch vertrauenswürdiger. Aber wie das immer so ist. Ich kennen nen sehr versierten Trainer im Norden. Der hat das Safariland aufs Auge gedrückt bekommen, und die Argumente die Du für das Safariland anführst, sieht er im BHI.
Ich denke, gerade wenn man sich so intensiv wie wir damit auseinander setzt, spielen da persönliche Vorlieben schon eine Rolle. Auch wenn wir immer versuchen objektiv zu sein.
In diesem Sinne, watch your six! :zustimm:

Cheers,

Gunner

der kanadier
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Re: Die neue Dienstpistole in Sachsen

Beitragvon der kanadier » Mi 25. Nov 2015, 16:17

Nur so aus Neugier : wer wäre denn bei dir ein "professioneller Berufswaffenträger " ?

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Re: Die neue Dienstpistole in Sachsen

Beitragvon TheGunner » Do 26. Nov 2015, 09:10

der kanadier hat geschrieben:Nur so aus Neugier : wer wäre denn bei dir ein "professioneller Berufswaffenträger " ?
Jedenfalls keiner der sich mit 1-4 mal Schießtraining im Jahr zufrieden gibt, für den Trockentraining ein Fremdwort ist, der nicht weiss was er mit dem Reservemagazin soll und der beim Umgang mit der Waffe nachdenken muss was er gerade tut.

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zulu
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Re: Die neue Dienstpistole in Sachsen

Beitragvon zulu » Do 26. Nov 2015, 11:10

Amen.

+ "Die (Waffe) brauche ich doch eh nie."

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Re: Die neue Dienstpistole in Sachsen

Beitragvon TheGunner » Fr 4. Dez 2015, 01:22

Hi,
die Pol in Brandenburg hat wohl auch die SFP9 gekauft.
Sachsen,MV und BB haben zusammen 27.000 Stück bestellt.

Gibt es Erkenntnisse darüber welche Holster diese Länder anschaffen???

Gibt es Erkenntnisse darüber ob die PVB zu der neuen SFP9 ein Reservemagazin bekommen ?

Gibt es Erkenntnisse über die Tragevorrichtung für das evtl. Reservemagazin ?

Danke

Cheers,

Gunner

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Re: Die neue Dienstpistole in Sachsen

Beitragvon drakon » Fr 4. Dez 2015, 09:32

Unbestätigten Berichten zufolge mit Reservemagazin (Sachsen). Hab ich jedoch noch nirgendwo offiziell bestätigt gefunden.

Nochmal kurz zum Thema "privat beschafftes Holster":
In Sachsen ist es eh hinfällig, dass der Streifenbeamte mit einem privat beschafften Holster raus fährt (ich spreche vom Safariland), da die Einsatzeinheiten (BePO, EZ) durch den Dienstherren mit den Safariland ausgestattet wurde. Nur der Streifendienst nicht. Damit ist es de facto durch den Dienstherren genehmigt.
Nur nicht bezahlt.

Grüße
"Einer der Gründe, warum man in der Konversation so selten verständige und angenehme Partner findet, ist, daß es kaum jemanden gibt, der nicht lieber an das dachte, was er sagen will, als genau auf das zu antworten, was man zu ihm sagt“
Rochefouc.


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