Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Hier könnt Ihr Vor-und Nachteile von Ausrüstung diskutieren, Neuanschaffungen ankündigen oder Verbesserungsvorschläge einbringen

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Kaeptn_Chaos
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Re: Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Di 6. Feb 2018, 11:29

@ Kanadier: Dann wird das wohl auch drin sein. Ich hab mich an der internen VÖ orientiert. :hallo:
:lah:

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Re: Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Beitragvon Dr.Sichel » Do 8. Feb 2018, 06:21

https://www.youtube.com/watch?v=oPaScHZ46Vg

Wurde in Bayern auch letztes Jahr eingeführt. Ist zwar nicht viel drin, sollte aber reichen. So wie ich das lese, haben die meisten Bundesländer ja ähnliches beschafft. Nur halt zu unterschiedlichen Zeiten und Herstellern und Kosten ;)

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Re: Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Beitragvon der kanadier » Do 8. Feb 2018, 10:09

Daran könnte sich BaWü auch mal orientieren...

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Morty
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Re: Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Beitragvon Morty » Do 8. Feb 2018, 11:15

Tourniquet und israeli Binde haste in bawü auch

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Re: Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Beitragvon nano » Do 8. Feb 2018, 11:41

Ich finde es gut, dass bundesweit eine Beschaffung und vor allem Beschulung stattfindet. Allerdings, und das ist meine Hauptsorge, glaube ich, dass zuviel blind oder zu starkem Augenmerk auf das Militär beschafft wird.
Bspw. braucht man zur Fremdversorgung keine Israeli, da reicht zu 95% der normale Druckverband aus. Israelis spielen ihre größte Stärke bei der Selbstersorgung eigener Verletzungen am Arm aus (aus diesem Grund bin ich auch kein großer Fan von Olaes-Bandagen im IFAK).
Wenn man von einer Versorgung von Zivilisten in Terror- oder Amoklagen ausgeht, gibt es m.M.n ein paar wichtige Punkte zu beachten: Es steht kein geschultes Rettungspersonal, außer das der Polizei (auch wenn einige Bundesländer das anders handhaben), in unmittelbarer Nähe des Tatortes zu Verfügung. Wichtig ist also das man dem Schema C-ABC folgt und ein zügiger Abtransport ermöglicht wird. Hierzu bedarf es wieder Material zum Abtransport und evtl zur Atemwegssicherung (beides ohne hohen Ausbildungsaufwand).
Bei der Beschaffung des San-Materials sollte man sich nicht nur auf militärische Erfahrungen und Statistiken verlassen. Verletzungen im Oberkörper- und Kopfbereich sind bei Zivilisten, wie auch Polizisten, wahrscheinlicher, da (im Zweifelsfall) keine militärische Schutzausstattung vorhanden ist. Israelis und Tourniquets sind bei Extremitätenverletzungen hervorragendes Material. Ich würde mir aber wünschen, dass man zumindest noch ein Chestseal (ja, NRW legt hier gut vor) und eventuell ein Hämostyptikum (Quikclot, Celox) beschaffen würde. Dazu käme dann eine weitere Ausbildung zum woundpacking, also dem Stopfen von Wundhöhlen. Zusätzlich ist es sinnvoll, dass IFAKs nur für die Versorgung des jeweiligen Polizisten genutzt werden; für die Versorgung Dritter gibt es gute Ansätze mit kleinen Rucksäcken oder Umhängetaschen (da braucht man bspw auch keine teuren taktische. Verbände). IFAK sollten auch ständig getragen werden, um eine zügige Wundversorgung zu gewährleisten. Nicht immer ist ein Einsatzanlass so eindeutig, dass man seine "Terrorabwehrausrüstung" anlegt, Verletzungen sind aber immer möglich.
Mit meinem Beitrag verlasse ich leider ein wenig das eigentliche Thema des IFAKs, thematisch bleiben wir aber bei der taktischen Einsatzmedizin. Und wenn ich schon in die Konzeption einsteige: M.M.n. sind das setzen von Entlastungspunktionen und die Gabe von Schmerzmitteln (insbesondere beim Einsatz eines TQ) weitere wichtige Fähigkeiten. Hier wäre es bspw. sinnvoll PolizeiMedics (ich vermeide bewusst den Begriff Sanitäter, um einen rechtliche vorgefassten Begriff zu vermeiden), die dazu befähigt und berechtigt werden.

Ich weiß, dass eine solche Konzeption die Polizeibehörden und die Gesetzgeber vor viel Arbeit stellt. Ich bin jedoch der Meinung, dass wenn man den Streifenpolizisten Aufgabe der Terrorbekämpfung auferlegt, man das konzeptionell schlüssig erfolgen lassen muss.

PS: Bekommt man in anderen Berufen bei einer Kompetenzerweiterung nicht auch eine Entschädigung (Beförderung, Gehaltserhhung, o.Ä.) dazu?

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Re: Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Beitragvon der kanadier » Do 8. Feb 2018, 12:50

Morty hat geschrieben:
Do 8. Feb 2018, 11:15
Tourniquet und israeli Binde haste in bawü auch
Aber nicht flächendeckend als Mannausstattung. Zumindest wär mir das bei TQs neu. Mag sein, dass einzelne PPen das ausgegeben, in der Fläche aber noch nicht.

Zudem fehlt mMn ein Konzept wie in BY oder NRW, alles in einer Tasche in Verbindung mit Plattenträger etc

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Holger73
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Re: Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Beitragvon Holger73 » Fr 9. Feb 2018, 10:57

nano hat geschrieben:
Do 8. Feb 2018, 11:41
Ich finde es gut, dass bundesweit eine Beschaffung und vor allem Beschulung stattfindet. Allerdings, und das ist meine Hauptsorge, glaube ich, dass zuviel blind oder zu starkem Augenmerk auf das Militär beschafft wird.
Bspw. braucht man zur Fremdversorgung keine Israeli, da reicht zu 95% der normale Druckverband aus. Israelis spielen ihre größte Stärke bei der Selbstersorgung eigener Verletzungen am Arm aus (aus diesem Grund bin ich auch kein großer Fan von Olaes-Bandagen im IFAK).
Wenn man von einer Versorgung von Zivilisten in Terror- oder Amoklagen ausgeht, gibt es m.M.n ein paar wichtige Punkte zu beachten: Es steht kein geschultes Rettungspersonal, außer das der Polizei (auch wenn einige Bundesländer das anders handhaben), in unmittelbarer Nähe des Tatortes zu Verfügung. Wichtig ist also das man dem Schema C-ABC folgt und ein zügiger Abtransport ermöglicht wird. Hierzu bedarf es wieder Material zum Abtransport und evtl zur Atemwegssicherung (beides ohne hohen Ausbildungsaufwand).
Bei der Beschaffung des San-Materials sollte man sich nicht nur auf militärische Erfahrungen und Statistiken verlassen. Verletzungen im Oberkörper- und Kopfbereich sind bei Zivilisten, wie auch Polizisten, wahrscheinlicher, da (im Zweifelsfall) keine militärische Schutzausstattung vorhanden ist. Israelis und Tourniquets sind bei Extremitätenverletzungen hervorragendes Material. Ich würde mir aber wünschen, dass man zumindest noch ein Chestseal (ja, NRW legt hier gut vor) und eventuell ein Hämostyptikum (Quikclot, Celox) beschaffen würde. Dazu käme dann eine weitere Ausbildung zum woundpacking, also dem Stopfen von Wundhöhlen. Zusätzlich ist es sinnvoll, dass IFAKs nur für die Versorgung des jeweiligen Polizisten genutzt werden; für die Versorgung Dritter gibt es gute Ansätze mit kleinen Rucksäcken oder Umhängetaschen (da braucht man bspw auch keine teuren taktische. Verbände). IFAK sollten auch ständig getragen werden, um eine zügige Wundversorgung zu gewährleisten. Nicht immer ist ein Einsatzanlass so eindeutig, dass man seine "Terrorabwehrausrüstung" anlegt, Verletzungen sind aber immer möglich.
Mit meinem Beitrag verlasse ich leider ein wenig das eigentliche Thema des IFAKs, thematisch bleiben wir aber bei der taktischen Einsatzmedizin. Und wenn ich schon in die Konzeption einsteige: M.M.n. sind das setzen von Entlastungspunktionen und die Gabe von Schmerzmitteln (insbesondere beim Einsatz eines TQ) weitere wichtige Fähigkeiten. Hier wäre es bspw. sinnvoll PolizeiMedics (ich vermeide bewusst den Begriff Sanitäter, um einen rechtliche vorgefassten Begriff zu vermeiden), die dazu befähigt und berechtigt werden.

Ich weiß, dass eine solche Konzeption die Polizeibehörden und die Gesetzgeber vor viel Arbeit stellt. Ich bin jedoch der Meinung, dass wenn man den Streifenpolizisten Aufgabe der Terrorbekämpfung auferlegt, man das konzeptionell schlüssig erfolgen lassen muss.

PS: Bekommt man in anderen Berufen bei einer Kompetenzerweiterung nicht auch eine Entschädigung (Beförderung, Gehaltserhhung, o.Ä.) dazu?
Würde ich so unterschreiben wollen. Allein glaube ich auf Grund des Aufwandes und der momentanen Gesamtsituation nicht so direkt daran.

Die "Entschädigung" bei Kompetenzerweiterung hätte ich auch gerne. :ja:

Grüße Holger
"Das Problem, ob Denken ohne Sprache möglich sei, ist immer noch umstritten. Dagegen wird die Tatsache, daß Sprache ohne Denken durchaus möglich ist, täglich tausendfach bewiesen."

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Re: Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Beitragvon matzeman » Fr 9. Feb 2018, 18:13

In meinem MedicKit das ich immer dabei habe (dienstlich) ist ein TQ,2 IsraeliBandagen,2xQuickclot,1XRettungsdecke sowie 2 Paar Handschuhe.
In meiner Einsatztasche sind zusätzlich (zu dem oben genannten) noch 2 Chestseals. Das ganze ist aber noch zusätzlich in einem Pouch verpackt.
Das ganze ist auch nicht dienstlich geliefert sondern privat beschafft.
Das ganze bringt natürlich nur was wenn man es wirklich immer dabei hat.
Und primär dient es dazu mich selbst zu verarzten.

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Re: Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Beitragvon nano » So 11. Feb 2018, 12:04

@matzeman

Warum hast du 2 x Israelis und 2 x Quikclot dabei? Die Selbstapplikation von Quikclot ist - so mein Infostand durch einen US Ranger Medics - praktisch nicht möglich. Davon ausgehend, dass man nur eine Verletzung hat, die durch Quikclot behandelt werden kann ist es dennoch schwierig an die Verletzung selbst ranzukommen und den Druck für 5min aufrecht zu erhalten (ja, es wirkt meist schneller, aber das gesamte Material sollte gerinnen, um ein Ausspülen aus der Verletzung zu verhindern).
Wenn du das Material für andere vorhälst, ist das okay. Ich würde dir raten, wenigstens ein Quikclot rauszuwerfen und einen zwoten TQ, sowie das Chestseal reinzupacken (wenn deines zu groß ist, schau mal nach Hyfin Chest Seals, die gibt es in einer kompakteren Version und alle kann man gefahrlos zusammenrollen -oder falten). Der zwote TQ ist dann für die Oberschenkelverletzungen, bei denen einer nicht ausreicht um bei muskulösen Beinen die Blutung zu stillen.

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Re: Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Beitragvon matzeman » So 11. Feb 2018, 12:21

nano hat geschrieben:@matzeman

Warum hast du 2 x Israelis und 2 x Quikclot dabei? Die Selbstapplikation von Quikclot ist - so mein Infostand durch einen US Ranger Medics - praktisch nicht möglich. Davon ausgehend, dass man nur eine Verletzung hat, die durch Quikclot behandelt werden kann ist es dennoch schwierig an die Verletzung selbst ranzukommen und den Druck für 5min aufrecht zu erhalten (ja, es wirkt meist schneller, aber das gesamte Material sollte gerinnen, um ein Ausspülen aus der Verletzung zu verhindern).
Wenn du das Material für andere vorhälst, ist das okay. Ich würde dir raten, wenigstens ein Quikclot rauszuwerfen und einen zwoten TQ, sowie das Chestseal reinzupacken (wenn deines zu groß ist, schau mal nach Hyfin Chest Seals, die gibt es in einer kompakteren Version und alle kann man gefahrlos zusammenrollen -oder falten). Der zwote TQ ist dann für die Oberschenkelverletzungen, bei denen einer nicht ausreicht um bei muskulösen Beinen die Blutung zu stillen.
Das QC ist für "Fremhilfe" gedacht.
Selbstapplikation des QC ist, zugegeben, schwierig bis nahezu unmöglich.
Da die QC aber ziemlich klein verpackt sind und noch Platz in meinem pouch ist, hab ichs reingemacht.
Werde die Tage aber eh mal schauen was geändert/ausgetauscht wird.
Die SAM Chestseals sind für die Beintasche oder ein kleines pouch zu groß (ohne sie zu knicken) aber in eine weste integriert (hinter den SK1 Schutz gesteckt) passt es.

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Re: Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Beitragvon vladdi » So 11. Feb 2018, 12:37

Ich habe, angeregt durch diesen Threat, meine persönliche Erste Hilfe Ausrüstung überprüft, angepasst. Ich habe jetzt immer zwei Verbandspäckchen dabei (Druckverband).

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Re: Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Beitragvon nano » Mi 14. Feb 2018, 18:28

@matzman

Bitte mach nicht den Fehler dein IFAK aufzuteilen. Du selbst wirst dir aller Wahrscheinlichkeit kein Chestseal anlegen können. Ich kenne die Idee, sein IFAK oder Teile davon hinter die Weichballistik zu packen, die entstammt einem kuriosen Produkt von PHOKUS.
Das Chestseal kannst du notfalls auch zusammenrollen. M.W.n. wird das Chestseal dadurch nicht beschädigt.


Mal Grundsätzliches zum IFAK:
Ich muss wissen, wo es ist, ebenso muss es derjenige wissen, der mir im Zweifelsfall helfen soll.
Es muss jederzeit bestmöglich und mit jeder Hand nutzbar sein.
Es ist sehr sinnvoll ein Inlet zu haben, an dem das SanMat befestigt ist. Das kann man der Tasche entnehmen und daraus arbeiten. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass das Arbeiten aus der Tasche heraus bei sich, ebenso wie bei anderen unheimlich schwer ist. Alternativ gibt es diverse IFAKs mit Abreißfunktion.
Spart nicht am Material, denn es geht um eure Gesundheit. Ich kenne viele, die bereit sind einen dreistelligen Betrag für ihr SanMat auszugeben, dann aber eine 5€-Tasche verwenden. Schlimmer ist es, wenn man sich einen 5€-Tourniquet bei Ebay kauft... die Dinger erfüllen ihre Funktion einfach nicht.

Das Wichtigste jedoch bleibt: Man braucht nur, was man auch beherrscht. Wer bspw. Quikclot oder andere Hämostyptika mit sich rumträgt, sollte wissen wie das Stopfen einer Wunde funktioniert. Ansonsten baut man nur eine 30€ teure Wundhöhle, in die der Patient weiter einblutet.

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Re: Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Beitragvon matzeman » Mi 14. Feb 2018, 18:50

nano hat geschrieben:
Mi 14. Feb 2018, 18:28
@matzman
Bitte mach nicht den Fehler dein IFAK aufzuteilen. Du selbst wirst dir aller Wahrscheinlichkeit kein Chestseal anlegen können. Ich kenne die Idee, sein IFAK oder Teile davon hinter die Weichballistik zu packen, die entstammt einem kuriosen Produkt von PHOKUS.
Das Chestseal kannst du notfalls auch zusammenrollen. M.W.n. wird das Chestseal dadurch nicht beschädigt.
Ich teile nichts auf. Ich hab lediglich div., befüllte Taschen /Pouches die ich in div. Situationen mitführe.

Mein Chestseal (aber auch nur das) ist in meiner Weste hinter der ballistik. ;D

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Re: Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Beitragvon ChrischanM » So 25. Feb 2018, 17:02

nano hat geschrieben:
Do 8. Feb 2018, 11:41
Bspw. braucht man zur Fremdversorgung keine Israeli, da reicht zu 95% der normale Druckverband aus. Israelis spielen ihre größte Stärke bei der Selbstersorgung eigener Verletzungen am Arm aus (aus diesem Grund bin ich auch kein großer Fan von Olaes-Bandagen im IFAK).
Hi,

nur mal meine Meinung dazu:
Ich habe schon an "Zivilisten" Beides angewendet.
Einmal den zweiten Sieger der Messerstecherei mit TQ und Israeli Bandage am Arm bearbeitet.
Dann mal privat zu einem Motorradunfall dazu gekommen und nur den Sani Kasten aus dem Auto dabei gehabt für eine Unterschenkelwunde.

Ergebnis: Das Israeli hat wesentliche Vorteile, da der Druckverband halt aus einem Teil besteht. Mit dem Sani Kasten hatte ich das Problem, dass ich zwar wusste was ich benötige, es aber gefühlt ewig suchen musste und den Druckverband dann aus den 3 Hauptkomponenten "zusammenbauen" musste.

Weiterhin hat natürlich keine der 2 oben genannten Personen still gehalten und man hat nur 2 Hände um alles festzuhalten, zu umwickeln und alles weitere.

Für mich hat das Israeli wesentlich besser abgeschnitten, ist einfach stresssicherer.
Das ist auch der Grund, warum ich 2 Israeli Bandages im Auto liegen habe.

Am Koppel trage ich einen TQ. In der Beintasche ein 4 Zoll Israeli Bandage, Quickclot Combat Gauze, Rettungsdecke, Schere, EH-Handschuhe hell, und 50cm +/- Panzertape.

Finde das ist ein gutes Setup um für das Meiste gerüstet zu sein, da man den Anzug und das Koppel ja immer an und um hat.

Der Plattenträger hat dann im Endeffekt nochmal eine gleiche, bzw. bessere Ausstattung, sodass sich die Ausrüstung doppelt und ergänzt....

schöne Grüße, Christian

Diag
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Re: Persönliche Erste Hilfe Ausrüstung?

Beitragvon Diag » Do 15. Mär 2018, 18:33



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