Polizistinnen und Selbstverteidigung

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Beitragvon TraumTaenzerinMone » So 4. Jul 2004, 13:29

Das glaube ich kaum. Also du hast ja ne tolle Einstellung was Frauen angeht. Als ob Frauen so schwach wären. Also bitte. In welchem Jahrhundert leben wir eigentlich????? :nein:
Auf eigenen Wunsch am 28.08.08 gelöscht.

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Beitragvon TraumTaenzerinMone » So 4. Jul 2004, 13:34

Ach ja, wie sagte mir letztens jemand so schön? Als Frau braucht in der Polizei ist durchsetzungsvermögen von nöten, aber nicht gegen die Bürger und Verbrecher, sondern gegen die eigenen Kollegen und deren vorurteile gegenüber Frauen.....
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Beitragvon StefanFuerth » So 4. Jul 2004, 13:40

Na dann schick doch den 16jährigen einfach mal her, wirst schon sehen, wie der eins auf die Fresse bekommt.

Diese Macho-Ansichten haben wir doch im letzten Jahrhundert zurückgelassen oder? :nein:

Sicherlich sind rein von der Kraft her gesehen, manche(!!) Frauen im Nachteil, aber bei SV geht es ja weniger um Kraft als um Technik.

Setz mal einen Griff am Gelenk an und Du wirst sehen, wie schnell auch der kräftemäßig überlegenere Mann nachgibt (kenn ich aus eigener Erfahrung). Und darum geht es ja in der SV - man benutzt die Gelenke.

Oder hast Du schonmal einen Polizisten mit seinem Gegenüber Armdrücken machen sehen??
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Beitragvon TraumTaenzerinMone » So 4. Jul 2004, 13:49

Danke Stefan :bussi: ...endlich mal ein Mann der beim Thema Frauen nicht nur Kochen und Sex im Kopf hat!
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Beitragvon Alex » So 4. Jul 2004, 14:14

Mit dem reinen SV-Training, welche man in der Ausbildung vermittelt bekommt, können die meisten Frauen überhaupt nichts anfangen. Das bisschen was man dort an Griffen übt, kannste vergessen.

Wie MICHI nämlich schon sagte, funktionieren die meisten Griffe bei körperlichem Unterschied in der Regel nur, wenn das Gegenüber mitspielt.

Wenn man von vornerein Kräftemäßig unterlegen ist, ist es meist gar nicht möglich einen Hebel anzusetzten, da die Kraft fehlt.

Im möglichen "Kampf" auf der Straße kann man das bisschen SV aus der Schule in die Tonne treten. Da hilft meist nur roher, starker Kraftaufwand. Und da sind die Frauen in der Regel hoffnungslos unterlegen.

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Beitragvon StefanFuerth » So 4. Jul 2004, 14:16

Das sicherlich, Alex.

Aber dieser Vergleich mit einem 16jährigen war doch schon etwas lächerlich wie ich finde.

Wie ist es denn so? Werden statistisch mehr Frauen oder Männer im Dienst verletzt? Weißt Du das was von?
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Beitragvon TraumTaenzerinMone » So 4. Jul 2004, 14:18

@ Alex: Wenn ich als Frau weiß das ich die Hebel nicht einsetzten kann, dann mach ich eben nach der Ausbildung weiter SV oder andere Kampfsportarten. Und ich weiß aus eigener Erfahrung das es dabei nicht um Kraft geht.....frag STefanFürth......und der ist wesentlich kräftiger wie ich......

Wenn du eien Kollegein hast die nr angst um irhe Fingernägel hat statt um ihr Leben...okay dann verstehe ich deine EInstellung, aber ansonsten denke ich das Frau einiges kann, wenn sie nur will......
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Beitragvon MadMan » So 4. Jul 2004, 16:52

@Traumtänzerin (wie passend !!! :D ) und Stefan:

eure Vorstellungen und Ansichten in alle Ehren, aber leider haben Sie auch nichts mit der Realität zu tun. Ich sehe auch wenig Sinn darin über Fakten zu diskutieren, nur weil sich die Frauen die Realität gerne schön reden. So wie ihr redet habt ihr beide keine Einsatzerfahrung. Wenn ihr diese habt können wir über das Thema ja nochmal diskutieren.

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Beitragvon TraumTaenzerinMone » So 4. Jul 2004, 17:02

@ MadMan: Ich bin die Diskusion leid. Ich verfüge zwar über keine Einsatzerfahrungen, aber ich kenne genügend Leute dei darüber verfügen. Darunter sind sowohl Männer wie Frauen. Ich bin nur froh das nicht alle Männer so über Frauen denken.

Außerdem habe ich dafür genügend erfahrungen damit angegriffen zu werden. Und zwar meine ich damit nicht irgendwelche gestellten Situationen, sondern eben die aus dem wahren Leben.

Aber wie gesagt, ich habe keine Lust mehr auf diese Diskution. Ich kann die Meinung von den Männern hier eh nicht ändern. Zumindest jetzt noch nicht. Wenn ich ab nächstem Jahr in der Polizei sein sollte, dann beweise ich euch einfach wie gut sich Frau wehren kann.

Ich will ja nicht bestreiten das es auf der Straße etwas anders zu geht und man dann nicht immer einen der gelernten Griffe anwenden kann, aber das gilt für Frau und Mann. Und wenn ein besoffener mit vollem Gewicht auf einen Fällt, dann kommt auch ihr Männer ins schwanken. Dafür ist man ja in Deutschland zu zweit im Dienst.

Das war es von mir. Ich sage zu dem Thema ab jetzt nichts mehr. Wie gesagt wenn es klappt beweise ich es euch einfach.
Auf eigenen Wunsch am 28.08.08 gelöscht.

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Beitragvon StefanFuerth » So 4. Jul 2004, 17:07

Wenn man das hier so liest, kommt man zwangsläufig zu folgendem Schluss:

Jede Kampfsportart und alle Selbstverteidigungstechniken sind im wahren Leben bzw. im Einsatz völlig umsonst und bringen rein gar nichts, da sie sowieso nicht anwendbar sind :!:

Ist das die einhellige Meinung? Dann frage ich mich, warum sie überhaupt gelehrt wird, wenn sie ja nichts bringt.
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Beitragvon PKA_th » So 4. Jul 2004, 17:50

Die Ausbildung bringt schon was. Man merkt nämlich, daß Kolleginen in den meisten Situationen keine Chance gegen einen körperlich überlegenen Gegner haben. Den um einen Hebel oder ähnlichen Kram ansetzen zu können, muß man zuvor oftmals etwas rustikaler hinlangen.
Und da haben Frauen viele Nachteile: Körpergröße, Gewicht, Armlänge und Kraft.

Dies ist einfach so, glaubt es doch einfach langsam.

Allgemein bringt einem das Training doch was, vor allem wenn man weniger lernt. Umso sicher kann man dann nämlich das gelernte anwenden.
Dies waren zumindest die Erfahrungen in meinen (bisher wenigen) körperlichen Auseinandersetzungen.

Und nur nochmals als Disclaimer:
Ich habe nichts gegen Frauen in der Polizei. Doch wenn ich zu einer Schlägerei gerufen werde, hoffe ich, daß ich neben einem Mann sitze.

In diesem Sinne,
Grüße th :)
<- three lions on a shirt....


Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.
Sokrates (470 - 399 v. Chr.),
griechischer Philosoph

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Beitragvon SuNnY » So 4. Jul 2004, 19:17

:yau: , sehe ich genauso!

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Beitragvon Alex » So 4. Jul 2004, 22:16

[quote=""StefanFuerth""]Wenn man das hier so liest, kommt man zwangsläufig zu folgendem Schluss:

Jede Kampfsportart und alle Selbstverteidigungstechniken sind im wahren Leben bzw. im Einsatz völlig umsonst und bringen rein gar nichts, da sie sowieso nicht anwendbar sind :!:

Ist das die einhellige Meinung? Dann frage ich mich, warum sie überhaupt gelehrt wird, wenn sie ja nichts bringt.[/quote]

Falsch! Aber das bisschen SV, was man in der Ausbildung lernt, ist im offenen Kampf nahezu umsonst.
Anders ist es, wenn man regelmäßig privat eine Kampfsportart lernt (und dieses seit Jahren), denn die Techniken, die azuwenden sind, müssen ausm Schlaf routiniert kommen. Und das ist bei dem bisschen, was man in der Ausbildung lernt nicht der Fall.
Bis auf die Hebel, die in einer Demo oder zum Abtrasport von Personen Sinn machen, ist der SV-Unterricht in der Schule fürn Arsch.

Und ich habe auch rein garnichts dagegen mit einer Frau Streife zu fahren, aber bitte nicht zu einem Widerstand....

MadMan

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Beitragvon MadMan » So 4. Jul 2004, 22:56

[quote=""StefanFuerth""]Wenn man das hier so liest, kommt man zwangsläufig zu folgendem Schluss:

Jede Kampfsportart und alle Selbstverteidigungstechniken sind im wahren Leben bzw. im Einsatz völlig umsonst und bringen rein gar nichts, da sie sowieso nicht anwendbar sind :!: [/quote]

Nö. Aber ich kann mir auf diesem Gebiet eine gewisse Kompetenz anmaßen, immerhin mache ich seit 15 Jahren Karate und Ju Jutsu. Man braucht verdammt lang, um auch nur wenige effektive Techniken in der Realität anwenden zu können. Und viele SV-Techniken (v.a. Hebel) scheitern einfach z.B. am schmerzunempfindlichen, weil rotzbesoffenen Gegenüber.

Es gibt ein paar Techniken, die sind wichtig und praxisrelevant. Z.B. Beinstellen, Handfeger, Rückentransport mit Würger, usw. Aber statt diese wenigen Techniken den jungen Beamten richtig einzuschärfen werden Techniken trainiert, die nicht einmal ich im Einsatz anwenden würde (ich darf mich übrigens Träger des 1. Dans schimpfen :P ).

Und nochmal zum Thema Frauen: dass man mit diesen darüber nicht diskutieren kann, ist normal und irgendwo auch verständlich. Aber was soll´s. Ich hab mich mit der Lage halt arrangiert und weiß halt, dass ich, wenn ich mit ´ner Kollegin unterwegs bin, erst auf Verstärkung warte, bevor ich irgendwo eingreifen kann.

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Beitragvon beni » Mo 5. Jul 2004, 12:30

Irgendwie wurde die ganze Sache hier schon einmal diskutiert -schade eigentlich,dass es immer darauf hinausläuft, dass sich zwei Lager bilden
1. die männlichen Kollegen,die ja nicht zu einem Widerstand mit einer Frau wollen (PKA,Alex etc.)
2. die sich versuchen hier immer gegen solche Sprüche zu wehren.

Komischerweise hat sich bisher keine Frau dazu geäußert,dass sie lieber bei Widerständen einen Mann dabei haben will!!! :!:
Ich bin bisher mit "Hühnerstreifen" super gefahren und wir standen dort auch unseren "Mann".
Negativ war ein Widerstand mit einem Kollegen,der motorisch eine Graupe war und erstmal 20 Sec. nur neben mit und dem Probanten stand,bevor er sich mal bewegte (und das nachdem ich ihn anschrie)
Natürlich sind die erlernten Griffe in der SV aus der Ausbildung nicht immer anwendbar (ich würde niemanden über meine Hüfte schmeißen :nein: ) aber aus diesem Grund hat man immer wieder Eingriffstechniken,wo eben praktikable,miese Griffe (Hebel,Richard etc.) gezeigt werden.
Im Zweifelsfalle nimmt man als Frau eben die schwache Stelle des Gegenüber (nein nicht das was ihr denkt :mrgreen: ) ich meine das Kniegelenk*macht nämlich ganz schön aua wenn man da seitlich reintritt und ein bisschen geht auch dabei meist kaputt.
Ich war 6 Jahre in EHU und Einzeldienst und bin in dieser Zeit immer klar gekommen. Komischerweise hatte auch kein Mann auf Nachfrage ein mulmiges Gefühl mit mir zu Wiederständen zu fahren und das obwohl ich nur 162 cm groß und 48 Kg leicht bin. Es kommt eben immer auch auf den Willen und das Engagement an, Negativbeispiele gibt es eben auch bei den Männern.
In diesem Sinne
Nicole
Schenke ein Lächeln und es kommt zu dir zurück

Gruß
beni aus NRW


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