Kündigung - wie formulieren?

Auswahlverfahren und Ausbildung

Moderator: Polli

cheercat01
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Kündigung - wie formulieren?

Beitragvon cheercat01 » So 19. Jun 2011, 12:35

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und habe direkt ein "dickes" Problem:

Ich bin zur Zeit in der Ausbildung bei der Polizei NRW. Im September bin ich fertig- wie habe ich es mir immer gewünscht. Doch nun ist mein größter Traum zu meinem größten Alptraum geworden.

Ich merke jedes Mal wenn ich im Praktikum, dass es absolut nicht mein Beruf ist. Ich fühle mich so unglaublich unwohl. Mich begleitet eine ständige Angst, dass mir etwas passiert oder das ich in eine gefährliche Situation komme. Dieses Unbehagen legt sich mittlerweile schon psychosomatisch nieder: Magenschmerzen, Herzprobleme, latente Übelkeit- um nur ein paar Anzeichen zu nennen.

Ich habe auch schon mit der Ausbildungsleitung gesprochen, dass die nicht unbedingt begeistert war, versteht sich von selbst. Aber was soll ich machen? Ich möchte nicht eine Dauerkarte beim Psychologen inne haben!

Ich weiss, dass ich Geld zurückzahlen muss. Wieviel, dass muss ich noch in Erfahrung bringen.

Meine Frage wäre, wie ich diese Kündigung am Besten schreibe?! Möchte bei dem nächsten Gespräch schon etwas vorbereitet sein.
Weiss jemand, ob es vielleicht auch eine Möglichkeit gibt, direkt nach der Ausbildung in eine andere Behörde zu wechseln und wie das von Statten gehen würde?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen! Und ich wäre dankbar, wenn man mir Vorhaltungen und Vorwürfe ersparen könnte...

Vielen Dank und viele Grüße!!

Gast

Re: Kündigung - wie formulieren?

Beitragvon Gast » So 19. Jun 2011, 13:07

vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit in die Verwaltung der Pol. zu wechseln :polizei4:
müsst mann evtl. auch drüber nachdenken warum denn gleich kündigen :hallo:

Diag
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Re: Kündigung - wie formulieren?

Beitragvon Diag » So 19. Jun 2011, 13:13

Hast Du schon Gespräche mit dem Personalrat, der sozialen Ansprechperson etc. geführt? Vielleicht gibt's ja Alternativen (auch außerhalb der Verwaltung, bei den zentralen Diensten z. B.)

Es ist zwar richtig, die Notbremse zu ziehen, wenn man auf dem falschen Gleis ist. Aber evtl. lässt sich alles mit ner Weichenstellung beheben...

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Re: Kündigung - wie formulieren?

Beitragvon PhilKerk » So 19. Jun 2011, 13:15

Wenn du noch eine Prüfung vor dir hast, Thesis, Praktikum oder mündliche Schwerpunktprüfung, so fall dort einfach (zweimal) durch.
Dozent: "Wenn Sie das da so hinschreiben, ist das nicht falsch! Wenn Sie es nicht hinschreiben, ist es Richtig!"

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Re: Kündigung - wie formulieren?

Beitragvon Diag » So 19. Jun 2011, 13:16

Toller Tipp. NICHT! :stupid:

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Re: Kündigung - wie formulieren?

Beitragvon Doncahounas » So 19. Jun 2011, 13:20

Eigentlich kannst Du bei deinem Kündigungsschreiben nicht viel verkehrt machen, deine Gründe sind nachvollziehbar und selbsterklärend. Dafür brauchst Du dich auch nicht zu entschuldigen oder zu rechtfertigen; es ist, wie es ist, und es gehört wohl auch Mut dazu, sich das einzugestehen und diese Konsequenz zu ziehen.

In andere (Vollzugs-)Behörden wirst Du nach einer so lautenden Kündigung wohl eher nicht reinkommen, aber das ist nur mein Bauchgefühl. Klär das doch vielleicht geziehlt mit einer für dich denkbaren Behörde ab. Viel Erfolg!
I´m not useless! I still can serve as a bad example!

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Re: Kündigung - wie formulieren?

Beitragvon Gast » So 19. Jun 2011, 13:31

Oder einfach die Zähne zusammenbeisen und bei der nächsten Möglichkeit in eine andere Behörde wechseln. Die Prüfungen würd ich nicht in den Sand setzen, die brauchst du in anderen Behörden mit Sicherheit auch . Ich denke halt ,es ist sicher nicht leicht für dich, aber wenn du kündigst und dich in einer anderen Behörde bewerben willst werden die Vorgesetzten schon genau wissen wollen und skeptische fragen stellen :polizei4: :polizei1:

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Re: Kündigung - wie formulieren?

Beitragvon chigurh » So 19. Jun 2011, 13:45

cheercat01 hat geschrieben:Ich weiss, dass ich Geld zurückzahlen muss. Wieviel, dass muss ich noch in Erfahrung bringen.
Alles über 383,47 € (Nr. 59.5.2 BBesGVwV) Dürfte sich auf geschätzte 20.000 € sumieren, wenn es dein Land darauf anlegt.

Je geleistetes Dienstjahr nach Beendigung des Studium reduziert sich der Betrag um 1/5. Nach 5 Jahren wäre nichts mehr zu zahlen.
http://www.mit-sicherheit-anders.de
Ab 2018 Bewerbungen bis 31J möglich!

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Re: Kündigung - wie formulieren?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 19. Jun 2011, 14:03

Ich würde mit der Personalvertretung sprechen.

Meist kann man in die Verwaltung wechseln - muss aber in NRW dann noch zwei Jahre studieren. Aber da gibt's ja schlimmeres.
:lah:

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Re: Kündigung - wie formulieren?

Beitragvon Diag » So 19. Jun 2011, 14:22

Dann mit Anwärterbezügen oder "Zusatzstudium" als A9?

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Re: Kündigung - wie formulieren?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 19. Jun 2011, 14:29

Wenn sie nicht den tollen Typ von PhilKerk befolgt und sich nach A9 ernennen lässt, dann mit A9.
:lah:

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Re: Kündigung - wie formulieren?

Beitragvon Diag » So 19. Jun 2011, 14:36

Naja, mit dem Supertipp von oben wird's auch generell eher nix mit ner reibungslosen Übernahme in die Verwaltungslaufbahn...

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Re: Kündigung - wie formulieren?

Beitragvon Raul » So 19. Jun 2011, 15:06

Hey!

Ich habe das gleiche gemacht wie du. Allerdings war ich bei einer anderen Behörde in NRW beschäftigt - und ich habe aus anderen Gründen "gekündigt". Aber das ist jetzt ein anderes Thema.

Du brauchst deine "Bitte um Entlassung" (kündigen kann man im öffentlichen Dienst bzw. als Beamter nämlich nicht) nicht zu formulieren.

Da muss einfach nur drin stehen: Hiermit bitte ich um meine Entlassung zum nächstmöglichen Zeitpunkt + Unterschrift. Mehr nicht, denn das Ganze ist ein Verwaltungsakt und kann auch nicht
abgelehnt werden, denn du bist ja nicht der Sklave vom Land NRW.

Ich war 12 Monate Anwärter und musste bis heute nichts zurück zahlen - keinen Cent. Ich weiß nicht wieso, habe aber auch nicht danach gefragt - bin ja nicht blöd :-). Allerdings war dem Landesamt auch egal, dass ich bis dato ca. 140 Überstunden auf dem Konto hatte (Ja - als Anwärter), die hätten mir eigentlich ausgezahlt werden müssen. Das ist übrigens mein JOKER, falls das Landesamt doch nochmal wegen den Anwärterbezügen antanzt.

Naja, wollte dir nur meine Geschichte erzählen, um dich ein bissl aufzubauen. Ansonsten würde ich dir raten: Mach das Studium zuende und orientiere dich dann um - in welche Richtung auch immer. Aber du hast ja dann auch ein Studium zum Verwaltungsfachwirt abgeschlossen - vielleicht kann man das ja in der freien Wirtschaft irgendwo gebrauchen. Andererseits könntest du ja bei der Polizei auch Personalwerber oder Ausbilder oder so werden. Dann brauchst du keine Angst haben. Wie auch immer - ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass du dein Glück findest!

Raul

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Re: Kündigung - wie formulieren?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 19. Jun 2011, 15:09

Ausbilder ohne Praxiserfahrung?

Ach, naja...warum nicht. Ist ja im Grunde jetzt schon so...
:lah:

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Re: Kündigung - wie formulieren?

Beitragvon Raul » So 19. Jun 2011, 15:15

Ich kenne mich in den Polizei Strukturen nicht so aus. Du magst recht haben, dass einem da die Erfahrung fehlt. Vielleicht als Sportausbilder oder so ;)

Oder er/sie geht zum Verkehrsdienst oder zur Autobahnpolizei. Das ist vielleicht nicht so gefährlich, wie in der Hundertschaft oder Dienst in Dortmund Nord (ist es schlimm da???)zu verrichten.


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