Erfahrungsbericht des ersten Tages

Auswahlverfahren und Ausbildung

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Mazl
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Erfahrungsbericht des ersten Tages

Beitragvon Mazl » Mi 22. Jun 2005, 12:34

Erfahrungsbericht des ersten Tages

Einleitung

In Anbetracht der Tatsache, dass es schon relativ viele Berichte in diesem Forum zu finden gibt, werde ich versuchen auf jedes noch so kleine Detail einzugehen, welches den ersten Tag betrifft und euch (die den Test noch vor sich haben) möglicherweise im Kopf herumschwirrt. Bezug dabei möchte ich insbesondere auf Kleinigkeiten nehmen, die vor Ankunft in Münster eine Ungewissheit entstehen lassen, die die Nervosität unnötig ansteigen lässt. Sprich also Fragen wie „wie muss man sich das Bildungszentrum vorstellen?“ oder „wie nett sind die Leute dort wirklich?“, um nur zwei wesentliche Aspekte zu nennen. Wer dabei noch Fragen hat kann mir gerne eine PN schicken. Die Angaben zu den Leistungstests werde ich im Laufe der Zeit noch verfeinern und ausschmücken. ;)

Noch ein wichtiger Hinweis: ich weiß wie ihr euch fühlt, schließlich hatte ich erst kürzlich (20.06.2005) das Vergnügen selbst am ersten Tag des Auswahlverfahrens teilzunehmen. Dennoch: dieser Bericht spiegelt meine höchstpersönlichen Erlebnisse, verbunden mit meiner eigenen Meinung wieder und ist daher nur in geringem Maße als objektiv zu bewerten! Letztlich muss sich jeder sein eigenes Bild machen. Nur ein Rat: lasst euch nicht zuviel Mist über den Auswahldienst erzählen. Viele Dinge, die ihr hier im Forum lest (angefangen bei oben bereits erwähnten unfreundlichen Beamten, bis hin zu unmenschlich schweren Intelligenztests) sind stark anzuzweifeln und oft entweder aus der Luft gegriffen, oder reine Übertreibung. Also nehmt euch etwas Zeit, lehnt euch zurück und verschlingt die Geschichte (beruhend auf wahren Begebenheiten), die euch Onkel Mazl nun erzählen wird. ;)


Vorgeschichte

Meine Einladung bei der Polizei ist eine von denen gewesen, die erst auf den letzten Drücker (Ende November) eingereicht wurden. Dementsprechend lange musste ich auch auf meine Einladung warten, zumal ich mir im Dezember 2002 eine Fibulafraktur (Ermüdungsbruch im rechten Wadenbein durch eine Knochenzyste) zugezogen hatte, und der Auswahldienst verständlicherweise erst sämtliche ärztlichen Berichte einforderte, um sicher zu sein, dass mit dem Bein auch mittlerweile wieder alles in Ordnung ist. Daher zog es sich noch gute zwei Monate länger hin, so dass meine Einladung es erst am 18. April 2005 in den Briefkasten schaffte. Diese Einladung beinhaltet neben dem Schreiben in dem ihr Angaben über Ort und Zeit des Tests, sowie das Angebot der kostenlosen Übernachtung (ohne Verpflegung) im Institut selbst findet (an dieser Stelle sei noch hinzugefügt, dass euch Fahrtkosten nicht erstattet werden) auch eine auf der Rückseite des Schreibens verzeichnete Karte mit einer Wegbeschreibung, sowie Dinge, die ihr für den reibungslosen Testablauf mitbringen müsst. Dabei handelt es sich um: „Schlafanzug, Handtuch, Waschzeug, eine für den Sportleistungstest (Halle und Sportplatz) angemessene Sportbekleidung, Kugelschreiber, Personalausweis (den man eigentlich sowieso immer mit sich herumtragen sollte), ggf. Reisewecker und alle Röntgenaufnahmen, die man in den letzten 12 Monaten von euch gemacht hat. Ferner werden auf einem zweiten Papier Angaben über den Ablauf des Verfahrens gemacht. Sprich Kurzbeschreibungen über die Inhalte der drei Tage. Am genauesten geht man hier auf das Assessment-Center (Tag 3) ein. Bei Unklarheiten steht euch das Einladungsbüro telefonisch zur Verfügung. Mehr zum Thema Bewerbung hier, hier und hier. Informationen zur eigentlichen Einladung gibt es hier. Weitere Empfehlung meinerseits: nehmt euch einen Einstellungsberater. Erläuterungen dazu findet ihr, wie fast immer von Polli geschrieben, hier.


Ankunft in Münster

Um mich am Morgen des ersten Tages nicht abhetzen zu müssen, beschloss ich bereits einen Tag früher, also am 19.06.2005 anzureisen. Da ich mich nun schon länger hier herumtreibe, suchte ich auch über das Forum Leidensgenossen und wurde recht schnell fündig. Jedenfalls verabredete ich mich mit Sunny84 und DerHannibal für 16:00 Uhr (ab 16 Uhr ist das so genannte Seminarbüro besetzt, welches sich direkt am Eingang befindet und u.a. die Zimmer und Informationen vergibt) vor dem „Institut für Aus- und Fortbildung der Polizei Nordrhein-Westfalen“ (auch bekannt als Bildungszentrum „Carl Severing“, also den Ort, an dem sich alles abspielt).
Ich kann euch nur raten selbst jemanden zu suchen, mit dem man sich dort trifft, denn das nimmt einem die größte Nervosität. Da Sunny bereits zum zweiten Tag angereist war, konnte er Hannibal und mir viel über den Ablauf des ersten erzählen. Das bringt auf jeden Fall einiges, sollte euch aber nicht davon abhalten sich vorher trotzdem ausführlich mit den bevorstehenden Aufgaben auseinanderzusetzen. Aber kommen wir nun zum Ort des Geschehens, dem Bildungszentrum.


Das Bildungszentrum „Carl Severing“

Alle die wie ich befürchteten bzw. befürchten das Gelände stelle sich eher wie eine Kaserne dar als alles andere seien beruhigt. Soviel Grün werdet ihr nicht einmal im Garten eurer Großeltern finden. Gerade in den Sommermonaten sind bereits am Eingangsbereich viele Blumen und Bäume zu finden, die das Bild sehr locker gestalten und einen heimeligen Eindruck verschaffen. Die Häuser selbst sind, abgesehen vom Casino (quasi der Mensa des Instituts), der Cafeteria (in dem es gutes Bier gibt ;)) und dem Seminarbüro, von innen recht schnell als Verwaltungsgebäude auszumachen, dennoch auf keinen Fall abschreckend. Von außen wirken sie eher wie Mehrfamilienhäuser. Für alle „Übernachter“ ist „Gebäude 4“ wohl der Ort, an dem man sich am meisten aufhält (es sei denn es herrscht so bombiges Wetter wie an unseren Tagen – 30° im Schatten!). Über Eingang A kommt man in den Verwaltungsbereich, in dem ihr auch den Bewerberservice findet, und zu den Prüfungsräumen im Dachgeschoss, in denen die Tests des ersten Tages ablaufen. Eingang B hingegen führt euch direkt zu den Schlafgemächern. Diese wiederum sind sehr „spartanisch, aber zweckmäßig eingerichtet“ (Zitat Polli). Um genauer zu sein: die Zimmer werden immer an zwei Personen, teilweise auch an drei vergeben. In diesen Zimmern findet ihr nichts weiter als ein schwarzfarbenes Metallhochbett (Vorsicht an alle, die unten schlafen! Sehr niedrig, Kopfanstoßgefahr!), einen Schreibtisch mit, na ja, „Stuhl“ (sieht mehr wie ein laienhaft zusammengeschustertes Holzgebilde aus) und einen richtigen gepolsterten Stuhl (schließlich müssen ja beide Bewerber sitzen können :)). Eine Schreibtischlampe (vom Design her hätte es eine aus einem schlechten Polizeifilm sein können, die man von Verhören kennt und mit denen die bösen Buben geblendet werden) und ein toller ( :rolleyes: ) Kunstfarn (zumindest bei Sunny und mir im Zimmer – übrigens Zimmer Nr. 1 ;)) sind ebenfalls vorzufinden. Es sind immer zwei Zimmer miteinander verknüpft, sprich also man darf sich zu viert eine Toilette und eine wunderhübsche Nasszelle (die vor Schimmel nur so strotzt – Zitat Sunny: „das schwarze guckt einen Zentimeter aus den Fugen“) teilen. Waschbecken gibt es jedoch für jedes Zimmer. Fassen wir zusammen: sehr zweckmäßig. ;) Wer einen leichten Schlaf hat wird darüber hinaus mit den extrem quietschenden Betten und dem auch in der Nacht kaum abbrechenden Lärm des Verkehrs (besonders spaßig, wenn um 2 Uhr nachts Einsatzfahrzeuge mit Martinshorn vorbeibrausen) der Hauptstraße – Weseler Straße - seine Probleme bekommen. Aber man gewöhnt sich ja bekanntlich an alles. Bettwäsche wird im Übrigen gestellt. Zimmer dürfen nicht untereinander getauscht werden. Für den Raum erhaltet ihr einen Schlüssel, dessen Verlust 25€ kostet. Wer das Glück hat einmal im Zimmer Nr. 1 zu übernachten, wird sicher auch ein Buch mit dem neuen Testament vorfinden, so wie Sunny und ich es taten. Irgendwer hat die irgendwann mal dort liegenlassen und direkt auf die erste Seite einen "Mut-Mach-und-Hoffnung-Hab-Text" (Zitat Sunny) geschrieben. Sehr löblich. Darüberhinaus konnte ich (hab' im Hochbett unten gepennt) direkt über mir auf Sunnys Lattenrost den Spruch "Viel Luck" erkennen. Danke dafür. ;) Aber zurück zum Text: Fernsehen kann auch geschaut werden in einem Aufenthaltsbereich mit ca. 10-15 Stühlen.
Kommen wir zum Casino, dem, wie oben bereits erwähnt, Speisesaal. Hier könnt ihr gegen Bezahlung frühstücken, zu Mittag essen und natürlich auch zu Abend. Das Frühstück findet zwischen 6:30 und 8:30 Uhr statt, Mittag ist gegen 11:30 Uhr bis 13 Uhr und Abendessen gibt es zwischen 16 und 18 Uhr (zu früh wie ich finde). Die Preise bewegen sich zwischen 2,15€für das Frühstück, 3,50€ für Abendbrot und 4,25€ für das Mittagessen. Meiner Meinung nach schmeckt das Essen sehr gut und bot keinen Platz für Beanstandungen. Wer außer Haus essen möchte kann eines der in der Umgebung befindlichen Restaurants aufsuchen. Darunter z.B. ein Italiener (den wir nicht gefunden haben :D) und natürlich eine McDonalds-Filiale. An dieser Stelle der Hinweis: auf jedem Zimmer findet ihr ein Buch, in dem ihr allgemeine Informationen zum Institut, seiner Umgebung und damit verbunden eben auch Entfernungsangaben zu Restaurants, etc. nachlesen könnt. McDonalds dürfte da mit 800m sehr nah erscheinen. Doch stimmen diese Angaben wohl nicht sehr genau. Jedenfalls brauchten wir zu Fuß gute 10-15 Minuten. Wie gut, dass wir alle so sportlich sind ;) und deshalb nicht hungernd zu Bett gehen mussten, denn an Sonn- und Feiertagen, sowie Tagen vor Feiertagen gibt es kein Abendessen im Casino.
Die Cafeteria ist sehr ansprechend eingerichtet, u.a. mit Sofas auf denen ihr es euch bequem machen könnt. Wer lieber draußen sitzen möchte kann dies vor der Sonne gut geschützt ohne Probleme tun. Innen findet ihr auch einen Fernseher. Es lässt sich also sehr gut dort aushalten. Da meist nicht so viel los ist ein idealer Ort zum quatschen. Geöffnet hat die sog. „Alte Bücherei“ Mo-Do zwischen 6:30 und 24 Uhr. Eine kleine Zweigstelle findet ihr in Gebäude 2 in der 2. Etage geöffnet werktags von 7:30 bis 16 Uhr (Danke Polli – mehr hier),
Der Sportplatz und die Sporthalle, die für den zweiten Tag relevant sind, sind ziemlich modern. Einzig der 2000m-Lauf ist auf dem Sportplatz nicht wie in einem gewöhnlichen Stadion zu absolvieren. Statt fünf langen Runden (à 400m) lauft ihr 6 1/2 kürzere, teilweise kurze Teilstücke über Wiese.
Ansonsten erscheint das ganze Gelände selbst motivierend genug sich bei den Tests richtig reinzuhängen. Wem etwas an dem Berufswunsch Polizist/in liegt, der wird durch an jeder Ecke stehende grüne Fahrzeuge und andauernd (abgesehen vom Wochenende, an dem es ruhig wäre wie auf einem Friedhof, wenn nicht die Hauptstraße am Institut vorbeiführen würde) auftauchende Uniformierte regelmäßig daran erinnert warum er/sie hier ist. ;)


Der Test: Beginn

Nun, die Nacht hatte mir persönlich nicht viel Schlaf gebracht. Nach gut zwei Stunden hatte sich die Sache schon erledigt, so dass wir schon um 5 Uhr auf den Beinen waren. Duschen, stylen, raus. Frühstück im Casino. Die Nervosität stieg zwar immer mehr an, trotzdem blieben wir alle recht gelassen. Ursprünglich hätten es 24 Teilnehmer sein müssen, die sich um 7:30 Uhr im Aufenthaltsbereich des Dachgeschosses von Gebäude 4 einfinden sollten. Letztlich waren es aber nur 20. Die anderen trafen nicht mehr ein.
Zunächst erschien eine Dame, die uns in den Prüfungsraum bat. Dort stellte sie sich vor, überprüfte die Anwesenheit, und verteilte so genannte Laufzettel, auf denen Vor- und Zuname, Geburtsdatum, sowie Ort und Datum notiert werden mussten. Jeder erhielt nun gegen seine Zimmer-Nummer (für den Fall, dass man im Institut übernachtet hatte) eine Platznummer, die man sich gut merken musste, da sie einen den Rest des Tages auf den verschiedenen Bögen noch verfolgen sollte.
Nach Abschluss dieser Formalitäten stellte sich unser Prüfer vor. Und nun meine Seite der Medaille: dieser Prüfer, schätzungsweise Mitte bis Ende 50, brachte innerhalb der gesamten vier Stunden nicht ein lächeln auf die Lippen. Er hat lediglich sein Programm vollkommen emotionslos, trocken und nüchtern heruntergearbeitet. Er brüllt weder irgendwelche Personen grundlos an, noch übt er Kritik oder macht Einzelne fertig. Einzig, wenn vereinzelte Teilnehmer meinten nach Ende der Bearbeitungszeit noch einen Strich bei einer Aufgabe setzen zu müssen, obwohl das ausdrücklich vorher untersagt wurde und normalerweise als Täuschungsversuch gesehen wird, wurde er laut. Bei uns war das drei Mal der Fall. Denkt einfach daran, dass ihr diese Person sowieso nie mehr wieder sehen werdet und sie nur so unfreundlich wirkt, weil es ihr Job ist euch so zusätzlich unter Druck zu setzen. Ihr werdet merken: sobald ihr die Prüfungen erfolgreich hinter euch habt hebt sich die Stimmung spürbar und sogar unser Prüfer schaffte es ein anerkennendes lächeln auf seinen Mund zu zaubern. Nun noch ein paar nicht ganz so ausführliche Worte zu den einzelnen Tests, die euch im Laufe des Vormittags begegnen werden. Zu diesen auch jeweils weitere Links, die euch bei der Bearbeitung behilflich sein werden.


Der Test: der Bericht

Die erste Aufgabe des Tages (das Ausfüllen des Laufzettels sollte ohne Übung zu schaffen sein ;)) besteht darin einen Bericht über einen fünfminütigen Film zu verfassen. Davon gibt es zwei an der Zahl. Zuvor wird euch allerdings von einer männlichen Computerstimme die Arbeitsanweisung vorgelesen. Der Prüfer verteilt euch zusätzlich diese Anweisungen auf einem Blatt Papier, dass ihr die ganze Zeit über behalten dürft und erst zum Schluss wieder abgeben braucht. Die Stimme ist sehr gut verständlich und es wird sehr schnell deutlich worauf es ankommt. Papier wird ausgegeben (und mit Namen und Platznummer – da ist sie wieder :) - versehen), einen Kugelschreiber muss jeder selbst mitbringen. Zwei Aufgabenstellungen müssen bewältigt werden:

1. Zeitlich korrekte Wiedergabe der im Film verfolgten Handlung und
2. Bewertung der Handlungsweisen der im Film beteiligten Personen

Dafür habt ihr insgesamt 40 Minuten Zeit, die absolut ausreichen. Empfohlen werden euch 25 Minuten für den Bericht, 10 Minuten für die Bewertung und 5 Minuten für eine Überprüfung auf Fehler. Meiner Meinung nach ein zeitlich gut gesteckter Rahmen. Während ihr den Film seht dürft ihr euch keine Notizen machen. Merkt euch nur die relevantesten Dinge, keinesfalls aber für das Verständnis der Handlung unbedeutende Fakten wie „bevor Karl Wilhelm mit dem Rad losradelte, ging er noch mal zur Toilette“ (z.B. :P). Lieber Kennzeichen, Auto-Marke oder Städtenamen merken ;).

Wichtig: Berichte werden in der Vergangenheitsform (vielen auch als Präteritum bekannt) verfasst. Sie müssen von einem neutralen, emotionslosen (!) Standpunkt aus geschrieben werden. Vermeidet grammatikalische oder orthographische Fehler, dann kann eigentlich nichts schief gehen, schließlich ist zum Bestehen nur eine glatte vier (fünf Punkte) nötig. Und schreibt sauber! Alles was die Kontrolleure nicht lesen können wird euch als Fehler angerechnet.

Bewertungskriterien:
Inhalt, Aufbau/Gliederung, Reduktionsleistung 40%
Grammatik, Sprache 40%
Rechtschreibung, Zeichensetzung 15%
Äußere Form 5%
(Gruß an Thommy)

Macht nach Adam Riese 100%. :)

Mein Bericht wurde leider nur mit einer glatten drei gewertet, da ich in der Ausführung die zeitlich korrekte Abfolge vergeigt habe. Vorbereitet oder gar geübt hatte ich den Bericht überhaupt nicht. Es ist also sogar so zu schaffen. Weitere Infos zum Thema Bericht gibt es hier.


Der Test: das Diktat

Nach einer kurzen etwa zehnminütigen Pause trafen wir uns erneut im Prüfungsraum zur zweiten Aufgabe des Tages. Diesmal stand ein Diktat an, das den Deutschtest abrunden sollte. Hierzu gibt es nicht viel zu erzählen, lediglich, dass das Diktat von derselben Computerstimme vorgelesen wird, die euch vorher schon die Arbeitsanweisungen zum Bericht vorgelesen hatte, und sehr gut zu verstehen ist. Mitgekommen ist bei uns jeder, und auch wenn dem mal nicht so gewesen wäre, hätte der betreffende Satz noch zwanzig Mal wiederholt werden können, da es eigentlich fast kein Zeitlimit gibt. Selbst Menschen, die total langsam schreiben werden hier keine Schwierigkeiten kriegen. Zunächst wird euch das Diktat vollständig vorgelesen. Dann jeder Satz und im Anschluss erneut jedes Teilstück des Satzes zwei Mal. Zum Schluss wird euch das Diktat noch mal komplett vorgelesen und nach jedem Satz kurz pausiert, damit ihr ggf. Korrekturen vornehmen könnt. Ob ihr in alter oder neuer Rechtschreibung schreibt bleibt euch überlassen. Beide sind genehmigt, sogar in Mischform. Üben könnt ihr Diktate sehr gut mit Zeitungsartikeln oder Internetseiten wie dieser. Weitere Informationen zum Thema Diktat findet ihr hier und hier.


Der Test: Intelligenztests

Nach dem Diktat hatten wir gute dreißig Minuten Pause. Danach folgten Aufgaben aus den folgenden Bereichen:

1. Dominosteinreihen (20 Aufgaben)
2. Flussdiagramme (20 Aufgaben)
3. Syllogismen (14 Aufgaben)
4. Figurensequenzen (18 Aufgaben)
5. Zahlensymbole (20 Aufgaben)

Schlagt mich nicht, wenn die Aufgabenanzahl nicht 100-prozentig stimmt. Aber so müssten sie verteilt gewesen sein. Entgegen den vielen Behauptungen (Gruß an Thommy :D) sind die Tests mit Übung in der vorgegebenen Zeit durchaus zu schaffen. Nun muss ich dazusagen, dass ich die Tests sehr gut hinbekommen habe. Von insgesamt 92 Aufgaben, müssen 49 korrekt beantwortet werden, damit ihr weiterkommt. Ich hatte 75 richtige, hatte aber schon vor Monaten damit angefangen mir diese Aufgaben in unregelmäßigen Abständen anzusehen. Mit ein wenig Vorbereitung sind also auch diese ohne Schwierigkeiten zu schaffen. Wenn nur die Nervosität nicht wäre. :) Wenn ihr erstmal vor den Aufgaben sitzt ist die aber wie weggeflogen. Nun im Einzelnen noch auf die Lösung solcher Aufgaben einzugehen würde den Rahmen sprengen. Aber zwei wichtige Hinweise zu den Dominos: diese sind nicht so angeordnet, wie ihr es aus Testtraining 2000plus oder dem Link unter 2) kennt. Lediglich 1-2 Aufgaben sind in dem Schema aufgemalt. Die Anordnung ist mal in Schlangenlinienform oder auch im Kreis. Man steigt aber schnell durch. Hinzu kommt, dass keine Lösungsvorschläge vorgegeben sind, sondern ihr die Augenzahl der beiden Dominoseiten zusammenrechnen müsst. Ihr könnt auf dem Bogen zwischen 0-9 wählen. Eine Aufgabe kann man sich so vorstellen:
___ ___
|xx| | x |
|__| |__| ?
| x | |xx|
|xx| |xx|

Wir sehen bei "Stein" 1 oben zwei Punkte und unten drei. Beim zweiten "Stein" oben einen und unten vier. Ergo müsste in Stein drei oben keiner mehr sein (immer einer weniger, also fallend) und unten einer mehr (steigend). Das könnt ihr aber nicht ankreuzen, da wie gesagt keine Lösungsvorschläge in bildlicher Form vorhanden sind. Stattdessen müsst ihr die Augen zusammenrechnen. Bei Stein 3 wäre das die Zahl "5" (null für oben plus fünf für unten). Fünf ist also die Lösung, die ihr ankreuzt.

Hier nur Links zu jedem Bereich mit denen ihr es schaffen solltet euch gut vorzubereiten.

1) Buchempfehlungen/ Lernhilfen

Das Buch Testtraining 2000plus von Hesse/Schrader (ISBN 3 – 8218 – 3898 – 1 für €22,90) ist absolut empfehlenswert! Folgende Seiten solltet ihr euch darin verinnerlichen (Danke Thommy):

Figurenreihen ergänzen 88-91
Sinnvoll ergänzen 92-97
Dominoreihen 111-115
Zahlensymbole 116-120
Schlussfolgerungen 142-144
Flussdiagramme 155-165

Und hier die Seitenzahlen aus dem Buch 2000 plus - Ausgabe bis September 2004:

95-98
99-104
113-117
118-122
147-152
164-185

2) Dominosteine und Figurensequenzen zum üben im Internet

3) Flussdiagramme

4) Syllogismen

Ferner:
Der komplette Testablauf (Tag 1-3) von Polli in Kurzform

Habt ihr diese Aufgaben hinter euch gebracht (nach den Syllogismen habt ihr kurz Pause) folgt ein…


Sprachlicher Gedächtnistest

Der sprachliche Gedächtnistest ist die letzte Hürde, die am heutigen Tag genommen werden muss. Darin bekommt ihr sechs Geschichten mit jeweils sieben deutlich hervorgehobenen Wörtern, die ihr in korrekter Reihenfolge auswendiglernen müsst. Dafür bekommt ihr sechs Minuten Zeit. Ist diese Zeit abgelaufen müssen die Hefte mit den Wörtern geschlossen werden und der Prüfer startet ein kleines Ablenkungsmanöver (er titulierte es als „Aufgabe verdeutlichen“). Nach diesem habt ihr sechs Minuten Zeit die Begriffe, die ihr euch eingeprägt habt auf einem Bogen einzutragen. Ist euch z.B. der dritte Begriff einer Geschichte entfallen, müsst ihr die entsprechende Zeile leer lassen. Ansonsten sind alle darauf folgenden ebenfalls ungültig. Tipp: konzentriert euch und lasst euch nicht vom unsinnigen Gelaber des Prüfers ablenken. Lest nicht die Geschichten, sondern nur die Wörter. Aus den meisten Wörtern lassen sich (mehr oder weniger logische) Sätze bilden, mit denen euch das merken leichter fällt. Weitere Infos zu dem Thema gibt es hier.


Nach den Tests

Nun hatten wir es etwa kurz nach 12 Uhr. Zeit um Mittagessen zu gehen. Für viele die letzte Mahlzeit im Institut, denn nach der Pause um 13:15 trafen wir uns erneut im Prüfungsraum. Die Namen der Leute, die den Test nicht bestanden hatten wurden vorgelesen und wurden zu einem persönlichen Gespräch herausgebeten. Alle anderen mussten nun einen Persönlichkeitsfragebogen ausfüllen mit Fragen wie „Fühlen Sie sich häufig verspannt?“ oder „Lassen Sie sich leicht reizen?“. Auffällig hierbei: die Fragen wiederholen sich fast 4-5 Mal und teilweise sogar im selben Wortlaut. Daher solltet ihr euch nicht widersprechen (fällt aber nicht schwer, da die Aussagen sofort deutlich werden). Laut Angaben des Prüfers ist der „Test“ in 99% aller Fälle ohne Schwierigkeiten oder Folgen. Der übrige Prozentpunkt könnte euch am dritten Tag im persönlichen Gespräch noch begegnen, falls ihr etwas angekreuzt habt, was abwegig oder außergewöhnlich erscheint. Für das ausfüllen des Bogens habt ihr 20 Minuten Zeit.

Nun folgt noch ein Einzelgespräch in dem euch gesagt wird was ihr gut und was ihr schlecht gemacht habt. Ferner müsst ihr ein Papier unterschreiben auf dem ihr erneut versichert, dass in der Zwischenzeit zwischen Bewerbung und Einladung kein Strafverfahren gegen euch eingeleitet wurde. Danach habt ihr frei und könnt den Rest eures Tages selbst gestalten.


Schluss

Ich hoffe ich konnte ein paar Unklarheiten beseitigen. Wer noch Fragen hat kann mir schreiben. Ergänzungen in Sachen Leistungstests werde ich, wie oben schon erwähnt, im Laufe der nächsten Tage vornehmen. Wer noch Vorschläge hat was hier noch rein kann darf mir auch gerne den Hinweis per PN zukommen lassen. :)

Danke fürs lesen.

Gruß

Mazl :sleepingcow:
Zuletzt geändert von Mazl am Do 23. Jun 2005, 13:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon lotus20 » Mi 22. Jun 2005, 12:39

meine güte... wie lange hast du für dieses lange posting gebraucht??? :lol:

sehr aufschlussreich. denke aber, dass es ein wenig spät ist, denn die meisten haben den test schon hinter sich gebracht.

trotz alle dem, richtig gut.

lg vanessa
Frauen sind klüger als die Männer, weil sie weniger wissen und mehr verstehen !
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Beitragvon Mazl » Mi 22. Jun 2005, 12:49

[quote=""lotus20""]meine güte... wie lange hast du für dieses lange posting gebraucht??? :lol:[/quote]

Och ich habe mich gestern drangesetzt und insgesamt vielleicht eine Stunde daran geschrieben. Ging ganz flott von der Hand. ;)

[quote=""lotus20""]sehr aufschlussreich. denke aber, dass es ein wenig spät ist, denn die meisten haben den test schon hinter sich gebracht.
[/quote]

Leider gehöre ich selbst zu denen, die den Test erst sehr spät machen konnten. Dennoch: Anfang September geht es ja schon wieder los. Von daher zieht das "zu spät" wohl eher nicht. ;)

Gruß

Mazl :sleepingcow:

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Beitragvon incubus » Mi 22. Jun 2005, 12:52

Was Iserlohner so alles draufhaben :mrgreen: . Kompliment.

@lotus20: es geht ja schon bald wieder los mit einem neuen Schub von Bewerbern.

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Beitragvon Polli » Mi 22. Jun 2005, 13:08

Hi Mazl,

ich danke dir im Interesse aller,
die das Testverfahren noch vor sich haben. :flower:


Gruß ;)

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Beitragvon DerHannibal » Mi 22. Jun 2005, 20:14

Da hat sich ja wer richtig Mühe gemacht. Ich kann Mazl nur zustimmen, habe es genauso empfunden.
Bin dann leider am zweiten Tag beim Sporttest rausgeflogen (meine ParadedisziplinSchlusssprünge :mrgreen: )
Dir noch viel Glück Mazl, ich bin nächstes Jahr auf jeden Fall nochmal
dabei.
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Beitragvon Sunny84 » Mi 22. Jun 2005, 23:50

Hey Mazl!

Da haste ja wirklich nen super Erfahrungsbericht geschrieben!!! :!:
Wenn ich Zeit finde, versuch ich dir das mal gleich zu tun im Hinblick auf den 3. Tag!
In diesen Zimmern findet ihr nichts weiter als ein schwarzfarbenes Metallhochbett (Vorsicht an alle, die unten schlafen! Sehr niedrig, Kopfanstoßgefahr!), einen Schreibtisch mit, na ja, „Stuhl“ (sieht mehr wie ein laienhaft zusammengeschustertes Holzgebilde aus) und einen richtigen gepolsterten Stuhl (schließlich müssen ja beide Bewerber sitzen können smile). Eine Schreibtischlampe (vom Design her hätte es eine aus einem schlechten Polizeifilm sein können, die man von Verhören kennt und mit denen die bösen Buben geblendet werden) und ein toller ( rolleyes ) Kunstfarn (zumindest bei Sunny und mir im Zimmer – übrigens Zimmer Nr. 1 wink) sind ebenfalls vorzufinden. Es sind immer zwei Zimmer miteinander verknüpft, sprich also man darf sich zu viert eine Toilette und eine wunderhübsche Nasszelle (die vor Schimmel nur so strotzt – Zitat Sunny: „das schwarze guckt einen Zentimeter aus den Fugen“) teilen. Waschbecken gibt es jedoch für jedes Zimmer. Fassen wir zusammen: sehr zweckmäßig. wink
Schön, das du mich so direkt zitiert hast!!!! :lol: :D :lol: 8) :tanz:


:arrow: Aber du hast bei der Zimmerbeschreibung das auf dem Schreibisch liegende Neue Testament vergessen, mit dem nachgetragenen "Mut-Mach-und-Hoffnung-Hab-Text" vergessen!!!! ;-D
Ich fand das einfach nur geil!!!! :!: :!: :!: :lach:
Zuletzt geändert von Sunny84 am Do 23. Jun 2005, 00:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Erfahrungsbericht des ersten Tages

Beitragvon Polli » Mi 22. Jun 2005, 23:56

[quote=""Sunny84""]Hey Mazl!

Da haste ja wirklich nen super Erfahrungsbericht geschrieben!!! :!:
Wenn ich Zeit finde, versuch ich dir das mal gleich zu tun im Hinblick auf den 3. Tag![/quote]

Hi Sunny84,

Erfahrungsberichte sind immer herzlich willkommen. :yau:

Bitte aber dabei bedenken, dass keine konkreten Testinhalte mitgeteilt werden.

Mazl hat diesen Balanceakt wunderbar geschafft. :gut:

Gruß ;)
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Erfahrungsbericht des ersten Tages

Beitragvon Sunny84 » Do 23. Jun 2005, 00:02

Bitte aber dabei bedenken, dass keine konkreten Testinhalte mitgeteilt werden.
Aber natürlich! :)
Bin zwar für Hilfestellung, aber genauso für die Chancengleichheit :!: :!: :!: :ja:

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Erfahrungsbericht des ersten Tages

Beitragvon Mazl » Do 23. Jun 2005, 10:43

[quote=""Sunny84""]
:arrow: Aber du hast bei der Zimmerbeschreibung das auf dem Schreibisch liegende Neue Testament vergessen, mit dem nachgetragenen "Mut-Mach-und-Hoffnung-Hab-Text" vergessen!!!! ;-D
Ich fand das einfach nur geil!!!! :!: :!: :!: :lach:[/quote]

Stimmt, hab's direkt mal hinzugefügt. :)
Wer das Glück hat einmal im Zimmer Nr. 1 zu übernachten, wird sicher auch ein Buch mit dem neuen Testament vorfinden, so wie Sunny und ich es taten. Irgendwer hat die irgendwann mal dort liegenlassen und direkt auf die erste Seite einen "Mut-Mach-und-Hoffnung-Hab-Text" (Zitat Sunny) geschrieben. Sehr löblich. Darüberhinaus konnte ich (hab' im Hochbett unten gepennt) direkt über mir auf Sunnys Lattenrost den Spruch "Viel Luck" erkennen. Danke dafür.
Gruß

Mazl :sleepingcow:

PS: Ich bin weiter empfänglich für Ergänzungen, nur zu. Bissel was habsch schon selbst hinzugefügt, wie meine tollen Dominosteine zum Beispiel. ;)

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Erfahrungsbericht des ersten Tages

Beitragvon peter05 » Do 23. Jun 2005, 18:52

Hey mazl...
schön,wenn es Leute wie dich gibt, die ihr Wissen (wie z.B. über diesen Test) nicht nur für sich behalten,sondern es auch an Andere weitergeben. Habe mich gerade in NRW für 2006 beworben und bekomme schon gleich mächtig Schiss vor diesen Tests! :nein: Aber dein Text hat mir ja schon ganz gut geholfen!!!! vielleicht darf ich dir,wenn du nix dagegen hast in nächster Zeit noch ein paar Fragen zu diesem Thema stellen??!!
....Danke.....

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Erfahrungsbericht des ersten Tages

Beitragvon Polli » Do 23. Jun 2005, 23:51

Hi Leute,

um diesen Beitrag übersichtlich zu halten, habe ich, in Abstimmung mit Mazl, diesen Thread gesperrt.

Gruß ;)

Polli (NRW)

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