Widerspruch gegen Polizeidienstuntauglichkeit

Auswahlverfahren und Ausbildung

Moderator: Polli

Anonym

Widerspruch gegen Polizeidienstuntauglichkeit

Beitragvon Anonym » Sa 28. Jan 2006, 11:09

Hallo Zusammen,

hatte gestern nach gut erfolgter Theorie und Sportprüfung den Arztbesuch in Münster, und bin leider auf grund eines doppelten Herzschlags (1 X beim Rad fahren) und meiner Weißfleckenkrankheit ca. 20 cm am Hals rausgeflogen.
Da ich das mit den weißen Flecken am Hals vorher schon bei meinem Einstellungsberater abgeklärt hatte ärgere ich mich ein bißchen für den Mehraufwand :/ der mir jetzt dadurch entsteht, dass ich nachweisen muss, das Vitiligo nicht durch Stress verursacht wird, aber das mach ich angesicht eines Weiterkommens ja auch noch gerne ;-D
Das mit dem Herzen sagte der Arzt könnte auch ganz normal sein, aber das müsse ich mit dem Kardiologen abklären und könnte dann nach positiver Feststellung wieder am Einstellungsverfahren teilnehmen.
- So weit so gut -

Als ich dann zu den Einstellungsberatern vor Ort gegangen bin, hieß es Schade, dass Sie nicht mehr dabei sind, aber Sie können sich ja dann nächstes Jahr nochmal bewerben. :?: :!:

Meine Fragen ist: :?:
Kennt sich jemand damit aus, Widerspruch gegen den die Polizeidienstuntauglichkeit einzulegen, wenn ich oben genannte Befunde, dass ich normal bin :wink: beifüge ?

Um jede Antwort wäre ich dankbar, da ich wirklich gewillt bin noch dieses Jahr einzusteigen, bzw. es wenigstens zum 3. Tag bringen möchte.
Wie lange dauert so ein Verfahren?
Habe gestern schon sämtliche Ärzte für nächste Woche mobilisiert.?

P.S @Polli: Ich glaube die Angaben bezgl. 1.) des Belastungs EKG´s haben sich ein wenig geändert -> ich musste zwar das 2,5 fache meines Körpergewichtes trampeln (UFFFF ;-) ), aber die Erhöhung war 25 Watt
2.) bei den Syllogysmen kamen positive und negative Folgerungen vor. (Stimmt - Stimmt nicht )


Nochmals Danke für die ganze Infos im Vorhinein, ich konnte mich dadurch sehr gut vorbereiten :lach: :lach: :lach:

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Beitragvon Markus82 » Sa 28. Jan 2006, 12:22

Also ich habe es nicht direkt erlebt, kenne aber Kollegen die ein ähnliches Problem hatten wie du.

:arrow: Du besorgst die Befunde der Fachärzte und schickst diese mit einem Schreiben, mit Bitte um Wiederaufnahme in das Testverfahren, nach Münster.

Je nach dem wie schnell die dort sind und wie sie diese Befunde bewerten, kannst du schon nach etwa einem Monat wieder dort sein.

Es kann allerdings auch länger dauern. Ich weiß nicht bis wann dieses Jahr das Testverfahren geht.....vielleicht deshalb die Aussage deines EB, dass du es nächstes Jahr nochmal versuchen sollst.

Ansonsten steht dem auch nichts gegenüber! Du kannst dich selbstverständlich...unabhänig von den Befunden....nächstes Jahr und vorallem in anderen Bundesländern bewerben.
Manchmal gewichten die dort etwas anders und das ganze ist natürlich auch eine Sache der Bewerberzahlen.

Gruß Markus :mrgreen:
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Beitragvon taigerlilly » Sa 28. Jan 2006, 12:39

hallo markus,

vielen Dank für deine mail.
So weit ich weiß, werden die einstellungstest dieses jahr bis in den juni/juli gehen. denke da könnte ich noch etwas erreichen. hoffe es klappt, würde mich sonst wirklich ein bißchen ärgern, da ich ja sonst sehr gut durch die anderen test gekommen bin. werde es auf jeden fall versuchen-> probieren geht über studieren. ;-D

weißt du ob es hierfür eine formular gibt, oder ob ich dies formlos einreichen kann?
denke werde spätestens am montag mit meiner eb sprechen- bis dahin heißt es warten.

weißt du vielleicht auch wie lange es gedauert hat, bis er dann zum nächsten termin eingeladen wurde, nach bestätigung, dass er es weiter versuchen kann :?:

sonst heißt es körperlich und geistig im training bleiben :lach:
muss ich ja sowieso ;-D

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Beitragvon Aenneken » Sa 28. Jan 2006, 17:18

Genauso wie Markus es geschrieben hast würde ich es versuchen. Reiche ein Langzeit EKG nach und ein Attest für deine andere Sache. Und in dem Schreiben nix von Widerspruch oder so schreiben sondern einfach drum Bitten, dass deine Bewerbung nochmal Beachtung bekommt...
Viel Erfolg...
Gruß Aenneken

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Beitragvon Markus82 » Sa 28. Jan 2006, 20:50

Ein vorgefertigtes Schreiben gibt es meines Wissens nach nicht und eine bestimmte Form die einzuhalten wäre auch nicht.

Allerdings, wie Aenneken schon erwähnt hat, freuen sich die Ärzte, die glaube ich die meist gehaßtesten Personen in Münster sind und am meisten Diskussionen ertragen müssen, sicherlich über einen höflichen und nett formulierten Brief. :ja:
Du weißt ja....wie man in den Wald hineinruft.....

Gruß Markus :mrgreen:
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Beitragvon taigerlilly » Sa 28. Jan 2006, 21:09

klar doch... möchte ja auch nicht ohne grund bevorteilt werden... denke das der grund der polizeidienstuntauglichkeit nur schneller wieder positiv korrigiert werden kann, als nächstes jahr mich nocheinmal zu bewerben.

wollte halt nur nicht, dass es an der form scheitert... denn mal ganz ehrlich: der polizeiarzt war sehr nett zu mir und hatte es auch so kommuniziert, als könnte ich durch nachreichen der unterlagen noch etwas bewirken... :lol:

probieren geht über studieren :P

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Beitragvon Aenneken » Sa 28. Jan 2006, 21:11

[quote=""taigerlilly""]

probieren geht über studieren :P[/quote]

Das ist nen ich mal ne gute Einstellung :top:

Viel Erfolg gruß Aenneken

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Beitragvon Polli » Sa 28. Jan 2006, 22:49

Hi taigerlilly,

die meisten Dinge wurden von den anderen Leuten bereits geschrieben.

Ich fasse nochmal zusammen:


1. Du gehst zu den beiden Fachärzten :onceldoc: und lässt dich untersuchen. :lupe:

2. Sollten beide Untersuchungsergebnisse für dich positiv ausfallen, lässt du es dir jeweils in einem Befund :verweis: bestätigen.

3. Anschließend schreibst du spätestens innerhalb von vier Wochen nach der schriftlichen Ablehnung einen selbstformulierten netten Brief als Widerspruch, adressiert an den
polizeiärztlichen Dienst in Münster und fügst die Befunde bei.

4. Nach mehreren Wochen, wird sich der PÄD Münster bei dir melden.

Sollten die ärztlichen Befunde positiv sein, wirst du nach meiner Einschätzung selbstverständlich am
Testverfahren für dieses Jahr wieder teilnehmen. :ja:



P.S.: Thema Belastungs-EKG und Steigerung in 25 Watt Schritten.

Hast du dich verlesen, oder habe ich in irgend einem Thread etwas
Falsches geschrieben :?: Diese bitte ich zu entschuldigen, wenn ich
mich verschrieben habe.

In dem "Hauptthread EKG ", den ich als wichtig markiert habe,
schreibe ich ebenfalls von 25iger Schritten. :mrgreen:

siehe hier: bitte draufklicken :hearts:

Gruß ;)



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Beitragvon taigerlilly » So 29. Jan 2006, 13:54

Hallo Polli,


ich habe gerade den Thread EKG nochmals durchgelesen und habe wirklich etwas vertauscht... sorry hierfür lag vielleicht daran, dass ich noch ein bißchen aufgeregt war/bin ;-D

Vielen Dank nochmal für deine zusammenfassende Antwort und die Belehrung bezüglich des ``Widerspruch einlegens`` :wink:
mir war der Begriff nur aus einem Gespräch mit meiner Einstellungsberaterin, die ich morgen auf jeden Fall auch noch einmal diesbezüglich sprechen möchte... :/
bin ein bißchen traurig,..und hoffe so noch eine chance zu bekommen, da ich gerne dieses Jah noch anfangen würde bzw. zumindest die chance erhalten möchte zum 3. tag zu erscheinen.

muss ich eigentlich bei wiederzulassung zum einstellungstest die schon gemachten prüfungen wie Rad fahren etc. noch mals machen ?

war dort sehr gut und das einzige was mir noch fehlen würde wäre der reaktionstest gewesen.


Danke Danke Danke nochmals für die schnellen Antworten !!!! :bussi:

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Beitragvon Polli » So 29. Jan 2006, 18:19

[quote=""taigerlilly""].......

muss ich eigentlich bei wiederzulassung zum einstellungstest die schon gemachten prüfungen wie Rad fahren etc. noch mals machen ?
...[/quote]

Hi taigerlilly,


nein, du musst nicht nochmal alles wiederholen,
da du ja dann im laufenden Verfahren bleibst. :gut:

Gruß ;)


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Beitragvon Aenneken » So 29. Jan 2006, 18:21

Bist du dir sicher Polli?
Bei mir war es so, dass ich es den kompletten Arzt nochmal machen musste. Sprich komplette Ekg, Sehtest und und und....Oder hat sich das inzwischen geändert?
Viele Grüße Aenneken

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Beitragvon Polli » So 29. Jan 2006, 19:06

Hi Aenneken,

war das für ein und denselben Bewerbungstermin - wie bei taigerlilly, oder
hast du dich zweimal, also für zwei unterschiedliche Bewerbungstermine, beworben :?:

Falls bei taigerlilly alles glatt läuft, wird sie in einigen Wochen wieder in MS sein.

Daher braucht sie nicht alles zu wiederholen....

Gruß ;)
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Beitragvon Aenneken » So 29. Jan 2006, 19:18

Was meinst du genau für ein und demselben Termin. Also war beides Mal für den Einstellungstermin 2003. Hatte 02 den ersten Test. Habe dann die Atteste und einen netten Brief nach MS geschickt. Wurde allerdings dann erst im Juni 03 wieder eingeladen. Den Brief, dass meine Bewerbung wieder berücksichtigt wird habe ich allerdings schon nach ein oder zwei Wochen bekommen...
VG Aenneken

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Beitragvon ME » Fr 24. Feb 2006, 18:31

Hi Leute,

das hier ist mein erster Beitrag hier und bevor ich mit meinem Problem beginne, möchte ich gerne allen Beteiligten hier in der Copzone sagen, dass ihr wirklich ne gute Arbeit leistet, indem ihr Neulingen hier so behilflich seid!

Ich hab diesen Thread ma wieder ausgebuddelt, weil ich durch ihn erst auf eine mögliche Wiederaufnahme aufmerksam wurde!

Nun zu meinem Prob:
Ich war im Oktober in MS und bin beim Belastungs-EKG geflogen. Soweit so gut, war natürlich schade, aber ich hatte mich schon damit abgefunden und plante, mich auf jeden Fall für 2007 neu zu bewerben. Dann las ich hier, dass es durchaus möglich sei, um eine Wiederaufnahme zu bitten, wenn man ein B-EKG bei einem Kardiologen positiv hinter sich bringt und die Ergebnisse mit einem netten Brief nach MS schickt. "Gesagt getan" hab ich mir gedacht und war beim Arzt und hab dort das B-EKG wiederholt. Allerdings stellte der Doc bei mir zwei Anormalien fest, welche er in seinen Befund aufnehmen musste. Dabei sagte er eindeutig, dass diese keine klinische Relevanz hätten und schrieb das auch so in diesen Befund.
Ich hab dann die Aufzeichnung des EKGs, den Befund und meinen Brief nach MS geschickt und heute die Antwort erhalten:
Meine Bewerbung kann nicht mehr berücksichtigt werden!
(Das war wirklich wie ein Schlag ins Gesicht!!!)

Zur Begründung wurde geschrieben, dass meine Leistung im OKTOBER (??) nicht ausreichend war (aber das wusste ich doch selber!!!) und dass die Mitralklappeninsuffiziens eine Wiederaufnahme nicht ermöglicht!

Nun hab ich quasi drei Fragen:
1. Wieso lehnt der Arzt aus MS mich ab, obwohl ich einen positiven Befund eines Kardiologen(Spezialist auf seinem Gebiet) hab und dieser mir außerdem bekundet, dass gegenüber körperlicher Belastung meinerseits kein Einwand besteht?! Und warum bezieht er sich auf meinen Test im Oktober!?

2. Wäre es nun ratsam, dagegen diesen ominösen Einspruch einzulegen!?

3. Bedeutet dieser minimale Schließfehler meiner Herzklappe, dass ich generell untauglich für den Polizeidienst bin?! Das wär nämlich ein noch größerer Schock!

Über eine Beantwortung meiner Fragen wäre ich sehr dankbar und sorry wegen dem langen Vortext, aber es geht ja schließlich um einiges für mich!

Viele Grüße
ME

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Beitragvon Polli » Sa 25. Feb 2006, 00:16

Hi ME,

ich habe ein wenig in meiner Polizeidienstvorschrift 300 (PDV 300),
der Bibel :les: der Polizeiärzte, geschmökert.

Danach führt zur Ablehnung:

Fehler der Herzklappen (auch Mitralklappenprolaps).

Sollte es sich um den gleichen Befund handeln, der dir dein Kardiologe ausgestellt hat,
bleibt dem Polizeidoc :onceldoc: nichts anderes übrig, als dich abzulehnen. :sad:


Zur Thematik Belastungs-EKG:

Bis vor 2 Jahren waren regelmäßig Wiederholungsprüfungen möglich.

Leider sind bei den Wiederholungsprüfungen die meisten Leute wieder gescheitert. :steinigung:

Das lag daran, dass sie sich sportlich (auch beim 2. Versuch) nicht
ausreichend vorbereitet hatten. :opa:

Daraufhin wurde grundsätzlich diese Wiederholungsmöglichkeit, (im Hinblick auf die vielen :gossip: :gossip: anderen Bewerber], die auch gerne geprüft werden möchten, abgeschafft.


Gruß ;)







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