Beamter auf Widerruf, Probe, Lebenszeit

Auswahlverfahren und Ausbildung

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Polli
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Beamter auf Widerruf, Probe, Lebenszeit

Beitragvon Polli » Sa 15. Jan 2005, 23:06

Hi Leute,

auf Wunsch unseres Users incubus wollte ich euch
mal etwas über den Beamtenstatus des
Direkteinsteigers in NRW erläutern.


Während der Ausbildung /Studiums ist man
:arrow: 3 Jahre lang Beamter auf Widerruf.


:arrow: Danach ist man 3 Jahre lang Beamter auf Probe


:arrow: Unmittelbar nach dieser 3jährigen Probezeit wird man Beamter auf Lebenszeit.


:arrow: Frühestens ein Jahr nach Beendigung der Probezeit
könnte man (theorethisch) zum Oberkommissar befördert werden...



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Hier ein konkretes Beispiel eines 20jährigen:

Einstieg in die Polizei - 20 Jahre alt
3 Jahre Studium - 23 Jahre alt
3 Jahre Probezeit – 26 Jahre alt.

Mit 26 Jahren Verbeamtung auf Lebenszeit. :jump:

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Hier ein konkretes Beispiel eines 25jährigen:

Einstieg in die Polizei - 25 Jahre alt
3 Jahre Studium - 28 Jahre alt
3 Jahre Probezeit – 31 Jahre alt.

Mit 31 Jahren Verbeamtung auf Lebenszeit. :jump:
........................................................................................................................................


Die gesetzlichen Regelungen finden sich u. a. im
Landesbeamtengesetz des Landes NRW,
sowie der Laufbahnverordnung des Landes NRW.
........................................................................................................................................


In NRW folgt nach
:arrow: Beendigung der Ausbildung
keine polizeiärztliche Untersuchung.

:arrow: Bei der Verbeamtung auf Lebenszeit
erfolgt i. d. R. ebenfalls keine polizeiärztliche Untersuchung.


In der Regel heißt – Ausnahmen bestätigen die Regel.

- Immer dann, wenn aus polizeiärztlicher Sicht jemand polizeidienstuntauglich (PDU) :opa: sein könnte. -

Das passiert jedoch sehr sehr selten :!:

Bevor jemand entlassen wird, erhält man i. d. R. angeboten,
einen Laufbahnwechsel in die Allgemeine Verwaltung
vorzunehmen.
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Rechtliche Stellung als Beamter auf Widerruf



Verkehrsstraftaten sind keine Kavaliersdelikte.

Leider weiß ich von mehreren Vorfällen zu berichten, wo
"Kollegen" bereits nach wenigen Wochen oder Monaten
wieder entlassen wurden. :steinigung:

Was war passiert :?:

Zuerst war da eine Party. :musik: :bia: :bia: :bia:

Dann musste man ja irgendwie nach Hause kommen.... :gruebel:

Tja und dann sind diese Kollegen alkoholisiert :rolleyes:
mit ihrem Pkw gefahren.

All die Freude, einen tollen Beruf ergriffen zu haben, wurde
durch ihr unverantwortliches :irre: Verhalten in null Komma nix
zunichte gemacht. :sad:

Aufgrund mangelnder charakterlicher Eignung
wurden sie sofort - ohne wenn und aber - entlassen :!:

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Zum Thema Entlassung aufgrund einer Polizeidienstunfähigkeit
ist es für mich unmöglich, auf einzelne Fragen eine
konkrete Antwort zu geben, da ich kein Mediziner :karate: bin.

Ebenfalls ist es per Ferndiagnose :lupe: ohne entsprechende Kenntnis
der Krankengeschichte sowieso sinnlos.


Da jedes Bundesland eine unterschiedliche Gesetzgebung hat,
bezieht sich dieses Thema auf die Verhältnisse in NRW.

Wie bei den Lottozahlen, übernehme ich für die Vollständigkeit
und Richtigkeit dieses Threads keine Pistole, äh Gewähr.
:gruebel:


Um diesen Thread übersichtlich zu halten
und nicht wie üblich von Höcksgen auf Stöcksgen
zu kommen, schließe ich den Thread.

Sollte jemand eine Ergänzung wünschen... bitte perPN.


Gruß, das Polli aus dem Ruhrgebiet
Polli (NRW)

--> Hier gibt´s Beratung - bitte mal draufklicken :!:



http://polizeistiftung-nrw.de/


Wählen ist wie zähneputzen, wenn mans nicht macht, wirds braun!

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