Kaeptn_Chaos hat geschrieben: ↑Di 22. Sep 2026, 07:38
Durch die verstrichene Zeit und den Rücktritt ist die Diskussion eigentlich überholt. Dennoch zwei Anmerkungen:
Die Abgrenzung zur AfD ist kein „kindisches Ausmessen von Parteinähe“, sondern meiner Meinung nach verfassungsrechtliche Pflicht einer Gewerkschaft.
Als kindisch habe ich Ostermanns Äußerungen zum Thema Nazi-Titulierung und die Reaktion der GdP darauf bezeichnet, nicht die Abgrenzung der GdP zur Afd.
Die kann ich grundsätzlich nachvollziehen, halte es aber einfach für unangemessen, sich einseitig gegen Extremismus abzugrenzen. Siehe unten.
Das liegt daran, dass die Angehörigen der anderen radikalen Strömungen nicht versuchen, in Regierungsverantwortung zu kommen - während das ja genau der Fall ist, vor den Hüber zu warnen versucht hat. Dass das trotzdem nicht gut durchdacht war, bleibt dadurch unstreitig.
Ich würde sagen, sie versuchen es überall dort, wo sie zur Wahl antreten.
Wem das als Anlass für eine Abgrenzung nicht konkret genug ist: In der Hauptstadt wurde gerade einer der radikalsten Landesverbände in eine gute Ausgangsposition für Regierungsverantwortung gebracht.
Mir geht es hier nicht um irgendwelche Umverteilungsträume, die auch in der SPD weiten Anklang finden. Geschenkt, gehört zu linken DNA.
Ich meine den mehr oder weniger offenen Israelhass, mühsam durch ein postkolonialistisches Deckmäntelchen getarnt, Sympathien für Terrororganisationen wie Hamas und PFLP usw..
Wenn eine Gewerkschaft fragt, wie es mit unserem Diensteid noch irgendwie zusammenzubringen ist, bei der AFD sein Kreuz zu machen, sollte sie diese Frage auch bei anderen Parteien mit extremistischen Strömungen stellen.
Oder sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.